http://www.youtube.com/watch?v=YOP_3_E0pM4
Globale Zusammenhänge bedeuten mehr, als dass der Flügelschlag eines Schmetterlings im Amazonas einen Orkan in Europa auslösen kann. Sie bedeuten, dass Biodiesel in Deutschland den Hunger auf der Welt vergrößert oder dass keine Flüssigkeit mehr ins Handgepäck darf. Doch weil die Verknüpfung von Ursachen und Wirkungen in einer globalisierten Welt immer komplexer wird, fällt das Erklären zunehmend schwer. Und so nimmt auch die Motivation ab, nach dem ‚Warum’ zu fragen. Auf einen langen Text hat niemand Lust. Aber woher soll dann das Verständnis rühren?
Die Gewinnerin des TED-Prize 2006, Jehane Noujaim, hatte da eine Idee, vielmehr einen Wunsch, den sie im Rahmen ihrer Preisrede äußerte. Wenn ein Bild mehr als tausend Worte sagt, dann sollten Filme doch wahre Wunder wirken. Erst recht, wenn jeder Filmemacher seine eigene Geschichte aus einer für den Zuschauer fremden und fernen Welt erzählt.
Die Amerikanerin ägyptischer Abstammung legte damit den Grundstein zum Pangea Day, der am 10. Mai unter dem Motto „Can Your Film Change the World?“ globale Resonanz finden soll und wird: Das vierstündige Live-Programm aus Musik, Filmen und Ansprachen wird aus Kairo, Jerusalem, Kigali, New York, Ramallah und Rio de Janeiro über die Website in die ganze Welt übertragen. Dazu finden an unzähligen Orten öffentliche und private Partys und Screenings statt, unter anderem in der Bertelsmann Repräsentanz in Berlin. Dort wird auch „Trouble“ vorgestellt, ein von Ralf Schmerberg produzierter Film.
In der deutschen Hauptstadt ließen sich Prominente wie Sibell Kekilli und Jasmin Tabatabai von der Idee überzeugen, international fand Jehane Noujaim in Cameron Diaz, Meg Ryan und Bob Geldof bekannte Unterstützer. Doch letztendlich lebt der Pangea Day von der Beteiligung der Menschen auf der Straße, egal ob sich diese in Bukarest, Johannesburg, Atlanta oder Wolfenbüttel befindet. In Kooperation mit ovi.com, einer Community von Nokia, waren Menschen aus aller Welt aufgefordert worden, in ihre Perspektive auf das Leben in maximal zwei Minuten festzuhalten und diesen Film einzureichen. Die schönsten und inspirierendsten 24 Resultate werden am Pangea Day gezeigt, die Gewinner dürfen sich über finanzielle und professionelle Unterstützung für ihre nächsten Projekte freuen.
Wer die Deadline für den Wettbewerb verpasst hat, kann den Pangea Day im Kleinen mit einer Videobotschaft unterstützen und Tickets für die große Veranstaltung in Berlin gewinnen (http://www.pangeaday-berlin.de/pangeaday_blog/). Ansonsten gilt am 10. Mai, 20:00h www.pangeaday.org: Filme ansehen, Mitgefühl und Verständnis lernen, und sich vielleicht doch ein paar Gedanken um den Schmetterling im Amazonas machen!
Text: Eva Sieburg
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