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Criminal intent | reading tosca in der Halle-Tanzbühne Berlin 17. Juni 2008

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Foto: Dieter Hartwig

Begehren, Macht und Tod sind die zentralen Motive der Puccini-Oper Tosca. Toula Limnaios hat diese Grundtöne zwischenmenschlicher Gewalt zu einer komplexen Choreographie verwoben, die ihre Figuren an ihre physischen und emotionalen Grenzen treibt.

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Foto: andereart: Anja Koehler

Zu Beginn wird vielfach gestorben: Wieder und wieder lassen sich die sieben Tänzer zu Boden fallen, auf Kreideumrisse, die wie ihr Schicksal vorgezeichnet sind. Es folgt ein komplexer Reigen, der sich an einer dekonstruierten Version von Tosca orientiert. Ralf Ollertz arrangiert ausgewählte Melodielinien eines Mitschnitts der Bregenzer Festspiele und integriert sie in das Tanzkonzept. Einzelne Lautsprecher werden so in der Hand der Tänzer zu Waffen, die Widersacher niederstrecken.

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Foto: Bregenzer Festspiele/andereart

Die Inszenierung reading tosca ist ein Wechselspiel aus eindeutigen Bildern und subtilen Botschaften. Blut ergießt sich als wallende Schleppe, Frauen werden zu Puppen, die es nach einem Ideal zu formen gilt. Doch im Kampf der Geschlechter lassen sich Ohnmacht und Macht nicht eindeutig zuordnen. Am Ende, im Tod, sind sie alle wieder gleich.

Sehenswert!

Tournee-Daten:
19. bis 22. und 26. bis 28. Juni 2008: Halle-Tanzbühne Berlin
21. bis 24. August 2008: Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt/Main

Text: Eva Sieburg

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