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Attigo Touchscreen-Turntables | Anfassen erwünscht… 24. Juni 2008

Veröffentlicht von petrola in : GADGETS, INTERNET, LIFESTYLE, MUSIC, TOKIO TREND, Technik , trackback

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Selbst in der Verpackung eines Designergehäuses wirken Computer und Handys oft noch wie seelenlose Fremdkörper, die bar jeder Logik es darauf angesetzt haben, das eigene Leben zur Hölle zu machen. Viele Aktionen und Einzelschritte wirken unnötig kompliziert, verwirrend und schwieriger als manch Millionenfrage im Fernsehquiz. Die Macht der Gewohnheit hat beinahe vergessen lassen, dass eine Alternative längst auf der Hand lag…

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Seit der Erfindung des berührungsempfindlichen Bildschirms Mitte der Siebziger Jahre existieren Variationen der Idee einer wesentlich intuitiveren Bedienungsmethode. Der eigene Finger wird zum Arbeitsgerät und seit Apple´s iPhone scheint klar, dass sich nicht die Menschen, sondern die Oberflächen von Geräten ändern müssen. Wer legt fest, dass Computer immer am Schreibtisch stehen müssen? Ein Computer mit Touchscreen kann schon jetzt die Rolle eines Sekretärs oder Butlers übernehmen. Ein Flachbildschirm im Hausflur oder am Couchtisch zeigt auf dem Touchscreen eine personalisierte Oberfläche, die mit wenigen Berührungen neue Mails vorliest oder im Netz browsen lässt. Der Laptop als Tablet-PC verliert so den Stallgeruch von reiner Büroarbeit und geht endlich auf die fließenden Zeitschranken einer Gesellschaft jenseits starrer Arbeitszeiten ein.

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Auch bei alltäglich gewordenen Begleitern wie Smartphones oder PDAs führen Touchscreens oder eine Kombination mit klassischen Mini-Tastaturen wie beim Blackberry Bold oder dem Xperia X1 von Sony-Ericsson eine humaneren Umgang mit Technik, die unser Leben erleichtern soll.

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Einen vielleicht unerwarteten und dann doch völlig logisch erscheinenden Verwendungszweck des Touchscreen hat der gerade mal 21-jährige Engländer Scott Hobbs umgesetzt. Wo sonst zwei klassische Magnetplattenspieler oder ein CD-Deck mit Scratch-Wheel stehen, hat Hobbs nun die Zukunft des DJing gesetzt: Zwei größere hochkantig aufgestellte Touchscreens dienen als Eingabefläche für eine Vielzahl von Kommandos an die angeschlossenen Rechner, so dass ein nahezu komplett digitales DJ-Set möglich wäre. Was als Abschlussarbeit im Lehrgang für „Innovative Product Design“ an der Universität von Dundee begann und zu der Zeit noch den nahezu poetischen Namen „Sensing Sounds“ trug, will Scott Hobbs nach den ersten Testläufen nun unter dem Namen „Attigo“ inklusive eigenem Gehäusedesign als Serienprodukt vermarkten. Auf seiner Netzseite ist die gesamte bisherige Entwicklungsgeschichte des „Touch Table“ in Bildern und Text nachvollziehbar, wobei beeindruckend ist, wie konsequent und durchdacht Scott Hoobs das Projekt angegangen ist. Als Basis für die Umsetzung der Bedienung über den Touchscreen dient die Software „Action Script“, die ein Teil von Adobe Flash die Befehle in Midi-Daten umwandelt.

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Besitzer eines iPhone dürfte es mittlerweile auch nicht mehr schwer zu fallen, Musik am Handy zu kreieren. Ein Programm namens „Band“ verwandelt das Multimediahandy von Apple in ein herrlich trashiges Handtaschenmusikstudio. In Österreich gründete sich bereits im letzten Jahr die Formation „iBand“, die auf Basis von Software wie iAno, PocketGuitar, iPhoneSynth und BeatPhoneSoftware plus Gesangsstimme auftreten.

Leider bisher nur in Japan erhältlich verkauft AQ Interactive in Kooperation mit der Firma Korg einen vollwertigen Synthesizer, Drummachine und Effektboard als Steckmodul für den DS-Spielehandheld von Nintendo, der ebenfalls am längst fälligen Revival des Touchscreen beteiligt war. Es lag auf der Hand, dass diese handgreifliche Revolution endlich losgetreten werden musste.
Text: Gregor Wildermann

Links:

www.apple.de

Nokia Morph

www.scotthobbs.co.uk

www.moocowmusic.com/Band/

www.iband.at

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