Fixies in Tokio 31. Juli 2008
Veröffentlicht von petrola in : ARCHIV, LIFESTYLE, TOKIO TREND , trackback
Versende diesen Beitrag an Freunde

Es began ungefähr Anfang 2007, als die Fixies Tokio einnahmen.
Gut, Fixed-Gear-Räder, Räder mit einem so genannten starren Gang, gab es natürlich schon lange und die waren in den letzten Jahren nicht nur bei den Fahrradkurieren in Shibuya beliebt. Aber seit Anfang des letzten Jahres will jeder zweite Radfahrer auf einmal auf einem Fixie fahren. Und wenn es dann nur für eine Sonntagsspazierfahrt im Park reicht… Und es muss natürlich, wie in Japan üblich, beste Qualität sein und nur von Markenherstellern kommen. Japanische Rennräder von Keirin oder Kalavinka sind nicht nur äußerst beliebt, die Wartezeit auf ein Rad beträgt ungefähr zwei Jahre, sie sind auch mehrere Tausend Dollar teuer (und werden zunehmend in Shibuya geklaut).

Öfter gibt es spontane Rennen, die Alleycat Races in Shibuya: Letzten Herbst kam es sogar zu einem richtig grossen Auflauf, als die Fixie-Dokumentation “Mash SF” in Tokio gezeigt wurde und hunderte von Radlern sich im Yoyogi Park versammelten - bis die Polizei die Leute freundlich wegscheuchte.

Überhaupt hat die Polizei mit den Fixies ordentlich zu tun, denn Fixed-Gear-Räder kommen eigentlich aus dem Rennsport und haben nun die Strassen eingenommen. Aber kann man denn damit überhaupt fahren? Die Polizei kontrolliert regelmäßig, ob auch wenigstens am Hinterrad eine Pseudobremse angebracht ist - in Japan sind Räder ohne herkömmliche Bremsen im Straßenverkehr verboten. Aber sie kontrollieren dann auch nicht so genau, ob die Bremse überhaupt über ein Kabel mit dem Lenker verbunden ist… Hauptsache, schön aussehen!

Fixie Community in Tokio:
http://www.pedalmafia.com/
http://pedalmafiablog.livedoor.biz/
Keirin in Berlin:
http://www.keirinberlin.de/
txt: Verena Dauerer
Kommentare»
bisher keine kommentare