Kunst in Köln | Art.Fair 21 4. Oktober 2008
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© pool gallery/ James Gortner, “Terry, Two Swans”
In der Kölner Innenstadt geht heute nach drei Tagen die Art.Fair 21 zu Ende.
Die Messe für aktuelle Kunst hat sich in den letzten Jahren einen festen Platz in der internationalen Kunstszene erarbeitet und gilt als Auftakt zum Kunst-Herbst-/Winter: Es folgen die Frieze in London und die Art Basel in Miami.

© McCaig-Welles and Rosenthal (USA)/Colin Burns_Romance (detail) 2008
Wobei die Art.Fair 21 wie üblich ein etwas jüngerer, unkonventionellerer Charme umwehte. 300 Künstler, 60 Galerien, Kunst aus dem 21. Jahrhundert. Das hieß: Überwiegend Künstler ab Jahrgang 1960. Besonders schreibt sich die Art.Fair 21 ihren Mut zur Mischung auf die Fahne. Zu Recht! Nur selten findet man auf einer Messe dieser Größe einen Gerhard Richter, Damian Hirst oder Georg Baselitz – auch sie mit Werken aus den letzten zwei Jahren – in Schlagweite zu noch recht unbekannten Künstler wie James Gortner oder David Hochbaum aus New York.
Was auffiel: Die Malerei dominierte, und zwar mit einer fürs Auge recht angenehmen, in der Masse allerdings etwas harmlos wirkenden Gegenständlichkeit. Wer Geld dabei hatte, ist es hier auf jeden Fall losgeworden – gerade die jungen Künstler mit noch moderaten Preisen brachten hier und da die Portemonnaies zum Zucken. Etwas zu kurz kamen Video-Kunst und Installation, aber auch das ist auf eher kommerziellen Messen ja nichts Ungewöhnliches.

© Galerie Supper/Monika Thiele/Ausschnitt aus Lucretia II 2008
Apropos: David Hochbaum sorgte für das unangefochtene Highlight. Seine Installation aus 1.111 schwarzen Vögeln schwebte im Foyer über den Besuchern und sah abwechselnd wunderschön oder hitchcock-unheimlich aus. Je nachdem, wo man stand.

© Strychnin (Berlin, New York, London) /David Hochbaum/Portrait des Künstlers
Text: Susanna Riethmüller
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