Finn im Gespräch mit Mathias Schaffhäuser über “Red” von King Crimson (1974).
Kannst du Dich noch erinnern, wie und wann Du auf King Crimson gestoßen bist? War es eine nachhaltige Begegnung?
Auf jeden Fall! Die erste Begegnung war auf Radio SWF 3, da machte in den 70ern Frank Laufenberg (!) eine 2-teilige (!!) Sendung über King Crimson, das muss man sich mal vorstellen. Zwar abends, so gegen 22h vermutlich, aber immerhin. Da hab ich dann fleißig mitgeschnitten mit meinem kleinen Poppy Mono-Kassettenrecorder, und die Kassetten wurden dann rauf- und runtergespielt. Da waren praktisch alle “Hits” der Band dabei… und ich war gerade mal so 12 Jahre alt, schätze ich. Weiterlesen »
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Name: Lale Akgün
Alter: 56 Jahre
Beruf: Autorin und Psychologin
Wohnort: Köln
Tasche dabei, seit: 2006, im Urlaub gekauft

Tascheninhalt: Make up Täschchen, Lipgloss, Lippenstift, Clinique Puder, Nokia Handy, Pormonait, Reispass, Schlüsselbörse, eine Visitenkarten Etui, Taschentücher und ein blauer Kugelschreiber.
Ein persönliches Statement: “Das was man halt so brauch auf Reisen!”
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Ungefähr so sieht Malerei nach dem Ende der Malerei aus. Muss sie aussehen. Während der 1980er Jahre fühlte sich George Condo den in Deutschland seinerzeit grassierenden „Neuen Wilden“ nahe, die ihren Willen zur Malerei nach ihrem mehrfach von Kritik und medial anders arbeitender Künstler ausgerufenen Tod durch einen Duktus und eine Motivik bekundeten, die wirklich an lebenserhaltenden Maßnahmen für die Gattung zweifeln ließen.

Während Leute wie Elvira Bach oder Salomé inzwischen in der Versenkung auf Wiederauferstehung warten, wurde das Genie und der Witz eines Martin Kippenbergers erst posthum erkannt. Condo hat diesen Kippenbergerschen Witz, bewegt sich aber sonst mit handwerklichem Geschick und kunsthistorischem Wissen als Nachlassverwalter durch das Reich der Malerei.



„Family Portaits“ nennt er seine Ausstellung in der Berliner Abteilung der Galerie Sprüth Magers. Zu der Familie will man nicht gehören – jedenfalls wenn es um die Physiognomie geht. Da zersplittern Gesichtsfassaden kubistisch, morphen in Comicfratzen, lösen sich Konturzeichnungen von Köpfen und Händen in gestisches Gekritzel à la Cy Twombly auf. Füße klumpen, Lächeln entgleisen, Zähne blecken. Die Malerei grinst und grient auf allen Ebenen.

Und doch bleiben die Gemälde Portraits im Sinne einer klassischen Einordnung in künstlerische Genres. Nur das Condo das Groteske im Antlitz sucht und nicht Erhabenheit, Würde oder die Einzeichnungen des Realen in Haut oder Ausdruck. Und darüber hinaus beweist er die Lebensfähigkeit einer der hartnäckigsten Untoten der Kunstgeschichte.
George Condo, „Family Portraits“, Galerie Sprüth Magers Berlin, Oranienburger Straße 18, Berlin-Mitte, noch bis zum 1. April 2010
// alle Bilder > shot with Nokia Nseries //

// Bild > shot with Nokia Nseries //
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„Vizekanzler, benimm dich!“ sollte es am 6. März 2010 von Plakaten aller Couleur auf dem Alexanderplatz mitten in Berlin schallen. Eine Flashmob-Initiative rief über Facebook zu dieser Anti-Westerwelle-Demonstration auf. „Benimm dich!“, diese Formel kommt direkt aus dem Mustopf (Lieblingsschimpfwort für die Heimat aller Kopfschwachen von meinem nazifizierten Geschichtslehrer, der immer unterschiedliche Strümpfe trug) zu uns. Weiterlesen »
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von Mareike Nieberding
In Form bleiben? Boring! Dachten sich auch die Designer unserer aktuellen Begehrlichkeiten und fixierten ihre Ideen in Kreativkomplexen, die gestalterischen Gewohnheiten förmlich wie formal in den saturierten Hintern treten. Während die Schweizer Architekten von Herzog & de Meuron für das Vitrahaus in Wheil am Rhein (05) Form-Stretching mit „Das ist das Haus vom Nikolaus“-iger Einfachheit verbinden, morphen die beiden Jungs von Crookers lieber akustisch. Im Kollektiv stampfen sie auf dem Debütalbum „Tons of Friends“ (01) eingeschlafenen Hip-Hoper-Füßen gehörig auf die geleckten Sneakers.
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Name: Joanna Ratajczak
Alter: 32
Beruf: Journalistin
Wohnort: Berlin
Tasche dabei, seit: die Tasche habe ich mir in Paris gekauft von einem Fabelhaften Designer :isaac reina

Tascheninhalt: POrmonait, meine Visitenkarte, Touche eclat von YSL, getrocknete Aprikosen, mein Ipod, Schlüssel und ein Schaf von meinem Sohn.
Ein persönliches Statement: “Ich bin gerade auf einer Party, da muss man nicht soviel mit haben.”
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Wer mitkriegen möchte, wie pop-nah Experimentelles sein kann, wie sich Drum’n’Bass nach der Dubstep-Invasion der letzten Jahren anhört, oder auch einfach nur haufenweise tolle Musik kostenlos vor seine Ohren tragen will, der sollte sich dringend auf www.club-autonomic.com begeben.

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Ruhe herrschte vor allem in Bernadett Penkovs Atelier, als ich sie dort vor zwei Wochen besuchte: Die Berlin Fashion Week war gerade vorbei, die neue Kollektion unterwegs zu verschiedenen Messen – also ein wenig Zeit, um mit der jungen Modedesignerin hinter dem Label Penkov über freudige Momente bei der vergangenen Berlin Fashion Week, Inspirationsquellen und Klamottenmädchen zu reden.
Hallo Bernadett, schön Dich zu treffen! Was war der erste Gedanke, der Dir in den Sinn kam, als Deine Show bei der Berlin Fashion Week vorüber war?
Einerseits ist man erleichtert, dass alles funktioniert hat. Es ist aber immer auch so eine gewisse Leere da, weil die Vorbereitungen sehr anstrengend waren. Man macht vorher mehr oder weniger die Nächte durch, es ist total stressig und man kriegt es alles gerade so mit letzter Kraft in letzter Minute fertig. Vor allem im Winter, weil die Saison kürzer ist. Aber dann denkt man sich: Ist es jetzt schon vorbei, das war es jetzt? Es ist eine Mischung zwischen ‘oh schön, toll ich habe es geschafft’ und ‘und jetzt?’. weiterlesen
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Es sieht ein bisschen aus wie eine Zeitkapsel, das raumhohe, grau-rote Objekt, dabei ist es genau das Gegenteil – eher eine Jetztzeit-Maschine, die einen Moment Gegenwart einfängt und ausspuckt. Und das in Lebensgröße. Die IMAGO 1:1 ist eine Kamera zum Hineingehen, die es vermag den Körper in ganzer Länge und im realen Verhältnis zu fotografieren. Und auch wenn die Begriffe Fotografie und Wahrheit heutztage, im Zeitalter des Digitalen, bei der Benutzung im gleichen Satz wie ein Oxymoron anmuten, darf sich sich die Oversize-Kamera doch mit ein wenig der Aura des Echten, Wahren, mit ein wenig Aufrichtigkeit schmücken. Immerhin ist das, was als Ergebnis am Ende herauskommt, ein Unikat. Ohne Daten, ohne Negativ – keine Wiederholung möglich. Weiterlesen »
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Wussten Sie, dass Rattenfell so schön aussehen kann? Seidig changierend. In großstädtischen Ufergegenden – sagen wir mal, am Landwehrkanal in Berlin, sagen wir mal, fünf Schritte von meiner Haustür entfernt, ihh! – leben mehr Ratten als Menschen. Weiterlesen »
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