Pasta im Impressum

Kategorie: | July 31, 2009 | von

Die Wirtschafts- und Anzeigenkrise macht auch – und gerade – vor popkulturellen Publikationen keinen Halt. Die Spex hat zwar in den letzten Jahren ihre Auflage erhöht, die Anzeigenkunden können aber, wie überall, immer weniger Geld ausgeben. Das wichtigste popkulturelle Magazin des Landes setzt nun auf ungewöhnliches Product Placement: Im Impressum taucht das Logo des italienischen Nudelherstellers De Cecco auf, ein Jahr lang. Dafür gibt es für die Redaktion des Magazins eine Tonne Nudeln.

So lustig das klingt, so ernst der Hintergrund. Im taz-Interview begründet Chefredakteur Max Dax die Aktion: “Wir wollen einen Diskurs darüber anregen, wie wahnsinnig hart es ist, Qualität sowie innere und äußere Unabhängigkeit im Journalismus zu garantieren.” Beide Partner hätten “einen extrem robusten dadaistischen Humor und ein Faible für gute Pasta” gemeinsam.

Inspiration von der Straße

Kategorie: | July 31, 2009 | von

Streetstyle Fotograf Yvan Rodic traf bei der Eröffnungfeier der CATWALKS- Ausstellung in Düsseldorf auf Model Barbara Meier. Im Interview erzählt Barbara, was sie von Streetstyles hält und was uns in den Räumen des NRW-Forums erwartet.

Farm der Bücher

Kategorie: | July 31, 2009 | von

Privacy-Super-Gau bei Amazon

orwell header Farm der Bücher

some books are more equal than others: http://www.flickr.com/photos/aagius/2836556138/

Stell dir vor: Einer dieser typischen regnerischen Sommerabende. Du beschließt, einfach gemütlich zu Hause zu bleiben und ein Buch zu lesen. Da gibt es diesen Klassiker in deinem Bücherregal, dem du dich endlich mal widmen kannst. Du stehst vor deiner Wand aus Literatur und suchst und suchst und stellst fest: Das Buch ist nicht da. Es ist einfach weg, auf mysteriöse Weise aus deinem Bücherregal verschwunden.

Aber keine Sorge, das hat schon seine Richtigkeit. Der Verlag, der den Schinken veröffentlicht hat, hatte nicht die entsprechenden Rechte. Und deshalb ist der Vertrieb, bei dem du das Buch gekauft hast, bei dir zu Hause eingestiegen, um es sich zurück zu holen. Dafür haben die Rückholer dir beim Rausgehen das Geld für’s Buch wieder auf den Küchentisch gelegt. Also alles rechtens, du hast keinen Verlust und kannst dir das Buch ja noch mal legal kaufen. Nicht der Rede wert.

Das ist totaler Schwachsinn, oder? Ja. Doch versetzt man diese Geschichte ins digitale Zeitalter, hat sie sich letzte Woche so abgespielt:

Amazon hat ausgerechnet die George Orwell-Bücher1984” und “Animal Farm” vom eReader Kindle über die Update-Funktion gelöscht, weil die Firma MobileReference, die die Bücher den eBooks hinzufügte, nicht die entsprechenden Rechte besaß. Der eigentliche Eigentümer Houghton Mifflin Harcourt hatte Amazon auf die Rechteverletzung hingewiesen, woraufhin die Aktion ohne Ankündigung durchgeführt wurde. Die Kunden informierten sich dann nach und nach gegenseitig darüber, was ihren Büchern zugestoßen war. Entsprechend verärgert waren die Kommentare in der Kindle-Community.

Nordamerikanische Blogger reagierten prompt und luden Amazon ein, bei ihnen zu Hause Bücher zu verbrennen. Allerdings wurde auch verlautbar, dass die unangekündigte Löschung von eBooks mit der AGB von Amazon vereinbar ist. Die Kindle-AGB sichert jedoch ein dauerhaftes Nutzungsrecht für einmal heruntergeladene Bücher zu. Unabhängig von rechtlichem Geplänkel ist der Image-Schade für Amazon nicht unerheblich. Weiterhin will die amerikanische “Fedelral Trades Comission” den Fall prüfen. Auch wenn Amazon zusichert, die Update-Funktion nie wieder für ähnliche Aktionen zu nutzen, werden sich wohl viele eReader-Nutzer in Zukunft zwei mal überlegen, woher sie ihren Lesestoff beziehen.

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Kunst auf flickr - Kindle-Kop von TheoJunior: Specialized Thought Police with the Ministry of Truth. His job is to make books unbooks.

Ottakring, ick liebe dir.

Kategorie: | July 30, 2009 | von

„Bist bliind, do is a ampl,“ brüllt der Typ, der mich gerade fast überfahren hat. „Du Depp, do is a Zebrastreifen!“ brülle ich zurück. Schade. Als ich gerade richtig in Wien angekommen bin, muss ich auch schon wieder fahren.

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Der Schmäh ist legendär. Aber wie wir alle spätestens seit “Prinzessinnenbad” wissen, ist man im SO auch so einiges gewöhnt. Eine Woche lang habe ich Berlin Kreuzberg mit dem Kreuzberg Wiens getauscht und mich genauso wohl gefühlt wie zu Hause – nur eben woanders.

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La mode qui plait aux hommes…

Kategorie: | July 29, 2009 | von

Endlich sagt mir mal jemand, was ich falsch mache. In der August-Ausgabe der französischen Marie-Claire geben echte Männer echte Statements zu Frauenkleidung ab. Diese Strecke wird mein Leben verändern.

MiriamRauh LaModeQuiPlait DeckblattMarieClaire 1024x768 La mode qui plait aux hommes...

Zur Sarouel-, oder auch Jodphur-Hose kommentiert zum Beispiel Adanowsky (ein etwa mittdreissigjähriges Milchgesicht mit Bussi-Bär-auf-Red-Bull-Sexappeal) „Näh, da sieht die ja aus, als hätte sie sich in ihre Mönchskutte gemacht“.

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Mode, Musik, Mühe

Kategorie: | July 29, 2009 | von

Am 25. Juli eröffnete im Düsseldorfer NRW Forum die Ausstellung “Catwalks“.

catwalks 7002 Mode, Musik, Mühe

Der festlich eingedeckte Dinner-Table als Catwalk des Designers Dries van Noten, seine 50ste fashion show, 2004 (c) Helmut Fricke

Fashionlab traf Michael Michalsky und sprach mit dem Modemacher über die Arbeit hinter den Catwalks, Musik, Multimedia und Streetstyle-Blogger.

Michalsky im Interview.

Adieu, Stil-Tristesse!

Kategorie: | July 29, 2009 | von

Bei der Vernissage der Catwalks-Ausstellung in Düsseldorf wurde alles getragen – außer Tristesse. In Bildern festgehalten für Fashionlab haben das prominente Streetstyle-Blogger wie Søren Jepsen und Jenny Söderman von Copenhagen Street Style.

catwalks Adieu, Stil Tristesse!

Mehr Streetstyle-Bilder, fotografiert mit dem N86 und dem N97,  der Catwalks-Vernissage auf Copenhagen Street Style.

Søren Jepsen und Jenny Söderman im Interview.

Co-Working

Kategorie: | July 29, 2009 | von

Was Co-Working von Zusammenarbeit unterscheidet

Studio701 Co Working

Ein großer Raum, ein großer Tisch und drumherum sitzen lauter Twenty-Somethings bis End-Thirties. Sie blicken konzentriert auf ihre Laptop-Monitore und die meisten haben irgend eine Form von Kopfhörer in den Ohren. Einziges Geräusch: Das Klicken von Fingern auf Tastaturen. Sie arbeiten im selben Raum, aber nicht zwangsläufig an den selben Projekten. Sie sind vor ihrem Homeoffice oder vor der Festanstellung geflüchtet. Co-Working nennt man das und meint damit in diesem Fall die flexiblere Weiterentwicklung einer Bürogemeinschaft.

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Mocky & Taylor Savvy LIVE @ Nr4

Kategorie: | July 28, 2009 | von

Berlin und seine Draußen-Konzerte.
Nach der Show von Anti-Pop Consortium im/am/vor dem A.D.Deertz Shop, geht es am kommenden Samstag, 01. August, weiter.

Vermutlich etwas ruhiger, aber nicht weniger spannend:
Mocky, Taylor Savvy und Marie Clare Brytzwa spielen live Jazz auf der Terrasse von Nr4.
Dazu gibt’s kalte Getränke und Cocktails.

Nr4 Mocky Flyer Mocky & Taylor Savvy LIVE @ Nr4

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War das jetzt so schwierig?

Kategorie: | July 28, 2009 | von

“Lass mich das für dich Googlen”

cogitation War das jetzt so schwierig?

Weißt du vielleicht....? http://www.flickr.com/photos/markusschoepke/177682520/

Wer kennt das nicht? Da haut jemand eine Frage raus, die man sich mit ein bisschen Allgemeinwissen oder einer 3-Sekunden-Online-Recherche problemlos hätte selbst beantworten können. Gerne wird so eine Frage auch mal im Skype-Chat oder als Tweed gestellt. Mein Lieblings-Tool, um dem zu begegnen:

lmgtfy War das jetzt so schwierig?

www.lmgtfy.com

Auf dieser Seite wird die Frage in ein Google-Fenster eingegeben. Nicht als Suchbegriff, sondern als konkret ausformulierte Frage. Dann wird ein Link generiert, über den der zu Demütigende auf diese Frage zugreifen kann. Einmal angeklickt, zeigt der Link die Frage im Google-Fenster und eine Maustaste die sich auf den “Google-Suche-Button” zubewegt. Darunter die doch etwas zynische Frage, ob das denn jetzt so schwierig war. Ergebnisse gibt es natürlich auch. Hier eine ganz schwierige Frage als Beispiel:

Wovon lebt eigentlich Peter?

Viel Spaß damit.

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