Tickets zu gewinnen | Balkan Beat Box and The Residents

Kategorie: | April 30, 2010 | von

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Wir freuen uns euch mitteilen zu können, dass wir in Zukunft jede Woche nicht nur die zwei hottesten Shows der Week ankündigen, sondern auch Tickets verlosen für ausgesuchte Konzerte in Berlin. Checkt auf der Sounds-Like-Me Seite was für die nächste Woche anliegt und hinterlasst bei der jeweiligen Ankündigung einen Kommentar warum Ihr unbedingt gewinnen müsst!

Los gehts für die nächste Woche mit 2 x 2 Tickets für Balkan Beat Box und The Residents Weiterlesen »

Dialektik des Monstrums – Nicola Samori bei MARCOROSSI

Kategorie: | April 30, 2010 | von

Mailands neuste Mode ist Kunst. Dies hat Miuccia Prada bereits in den 90ern geahnt und dementsprechend ihr eigenes Kunstzentrum, die Foundazione Prada gegründet. Neben zwei Ausstellungen im Jahr fördert die Miu Miu-Gründerin auch public art Projekte, beispielsweise regte sie Dan Flavin zu einer Installation für die Kirche Santa Maria in Chiesa Rossa an. Eigentlich war ich auf dem Weg um mir eben diese Arbeit, übrigens Flavins letztes Projekt vor seinem Tod, anzusehen. Abgelenkt wurde ich dabei aber auf dem Corso Venezia.

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Hier fiel mir eine Galerie auf, bei deren Betreten ich beinahe sakrale Gefühle hatte. Grossformatige Gemälde an den weissgetünchten Wänden, die irgendwie an barocke Altarbilder erinnerten. Mit Barock hatte aber nur die Gewandung der Portraitierten zu tun, deren Gesichter entstellt waren. Ein gespenstisches Weiß hüllte die Figuren in einen nebligen Schleier, der ihnen Anonymität schenkte und Individualität nahm. Diese merkwürdigen Heiligen wiesen Parallelen zu Francis Bacons Portraits auf. Jegliche barocke Idealisierung schien durch die ‘brutality of facts’ aus diesen Altargemälden vertrieben.

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‘La dialettica del mostro’ heißt diese Einzelausstellung bei MARCOROSSI, die rund 20 Arbeiten von Nicola Samori präsentiert. Interessant an diesen Arbeiten ist, dass sie zunächst einmal an Vorbilder aus der Kunstgeschichte erinnern, bis einem auffällt, dass sie letztlich auf nichts Bezug nehmen als sich selbst. Gleichsam negieren sie dieses Selbst aber auch, da jegliche individuellen Charakteristika in diesen Bildern fehlen.

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Nur Jesus am Kreuz, wieder ein aus der Kunstgeschichte bekanntes Motiv, hat überhaupt einen Blick. Sein Gesicht ist zwar nicht entstellt, dafür aber unendlich leer. Was heißt hier Hoffnung auf Auferstehung? Sein leeres und verzweifeltes Starren in ein schwarzes Nichts unterscheidet diese Darstellung Christi von seinen kunstgeschichtlichen Vorgängern. Die Erkenntnis der Absurdität des Daseins ersetzt den Glauben an die Erlösung vom Leid.

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Ganz abstrakt wird Samoris Bildsprache auf kleinformatigen Werken, die an die einzelnen Stationen und Bildtafeln eines Kreuzweges in katholischen Kirchen erinnern. Es ist interessant zu sehen, wie Samori mit diesen sakralen Formen spielt, sie aber inhaltlich umdeutet. Damit weist er auf die subtile Unheimlichkeit dieser Symbole hin. Nicht Heilige, sondern Monster scheinen es zu sein, die angebetet werden. Eine Allusion auf die gegenwärtige Diskrepanz zwischen Schein und Sein in der katholischen Kirche?

Bild 5 Innenansicht bei MARCOROSSI 1024x768 Dialektik des Monstrums – Nicola Samori bei MARCOROSSI

Der Titel der Ausstellung rekurriert auf Aby Warburgs kunstgeschichtliche Methode. Ist Bildwissenschaft letzlich nichts anderes als Psychopathologie? Wie dem auch sei, Samori inszeniert jedenfalls auf eindrucksvolle Weise das psychische Drama des Kampfes mit den inneren Monstern.

Corso Venezia 29,
20121 Milano
Tel. 02.795483 – Fax 02.795596

Ich klage an (und mein Welpe ebenso)

Kategorie: | April 29, 2010 | von

ich klage an Ich klage an (und mein Welpe ebenso)

Oh, Frühling, ist es das
Was aus deinem Füllhorn du uns gönnst?
Am Rosenstrauße die Knospe schon verdorrt
Bevor sie das Köpfchen hebt,
die Blätter spreizt
Oh, Frühling, dieses Jahr du geizt!
Dein Gesicht, einer Hohnfratze gleich
Verdüstert von
Vulkanasche aus dem hohen Norden
einem Land, ausgezogen bis aufs letzte Hemd,
und Bombenasche aus dem mittleren Osten,
einem Land, in das unsere (also, meine nicht!) Soldaten auszogen
und mittendrin ich,
mit meinem Welpen, einem zitternd’ Bündel,
das ich vom Bordstein las,
und dem selbst zum Scheißen zu kalt ist,
in diesem bitteren Klima,
Oh, Frühling, treibst du uns zwei ins milde Lima?
Ihr Weisen, so sagt mir doch,
wo find’ ich nur mein Auenland?

Methode: zusammen kleben

Kategorie: | April 28, 2010 | von

Schöne Sachen vorstellen, so zum Angucken, schön und gut. Gibt’s auch hier in diesem Post. Aber als Blogger will man ja doch ein wenig mehr abliefern, als ein paar hübsche Bilder mindestens zweit-, meist eher dritt- oder mehr zu verwerten.  Was also machen, wenn sich um diese Kunstwerke herum wenig Erzählenswertes finden läßt? Für dieses mal bin ich auf die Idee verfallen, einfach die Entstehungsgeschichte des Blogeintrags mitzubeschreiben. Weiterlesen »

Ein Wort muss sterben: Blog

Kategorie: | April 27, 2010 | von

blog wort Ein Wort muss sterben: Blog

Der Blog als Dachbegriff für eine publizistische Gattung hat ausgedient. „Blog“ ist als Begriff so präzise wie das Wort „Druckerzeugnis“. Ein Blog meint ein technisches Werkzeug, inhaltlich-formal knüpft sich aber keinerlei gemeinsamer Nenner mehr daran. Das gilt auch für die Sektion der Modeblogs. Hält man in der Diskussion Print vs. Online weiterhin daran fest, verunklart man die Argumentation nur unnötig. Weiterlesen »

Rewind: Sven von Thülen über “Into The Dragon”

Kategorie: | April 26, 2010 | von

Finn im Gespräch mit Sven von Thülen über “Into The Dragon” von Bomb The Bass (1988).

0 Rewind: Sven von Thülen über Into The Dragon

Wie und wann bist Du auf Bomb The Bass gekommen? Als “Beat Dis” rauskam?

Ja, “Beat Dis” war ja ein Riesenhit, der ist auch an einem damals 11 oder 12-jährigen wie mir nicht vorbeigegangen. Es gab gleich neben unserer Schule eine Bibliothek, in der man Kassetten und CDs ausleihen konnte. Da gab es auch “Into The Dragon”. Ausleihen, überspielen und ab in den Walkman. Das Cover von “Beat Dis” war auch der Grund, warum ich damals für eine Weile mit einem Smiley-T-Shirt rumgerannt bin. Vollkommen ahnungslos. Weiterlesen »

Pecha Kucha Night in Köln

Kategorie: | April 25, 2010 | von

Am Donnerstag fand im Atelier Colonia die mittlerweile siebte Ausgabe der Kölner Pecha Kucha Night statt. Ich hatte schon einiges – auch aus anderen Städten – darüber gehört, es aber bisher nie zu einer der Veranstaltungen geschafft. Diesmal also glücklicherweise kurz vorher noch einen der wenigen Plätze abgegriffen und kurzentschlossen auf den Weg nach Ehrenfeld gemacht, ohne so ganz genau zu wissen, was mich denn da erwarten würde. Soviel vorweg: es hat sich gelohnt. Weiterlesen »

Items Of The Week – Gemustert

Kategorie: | April 24, 2010 | von

Homer ruft im zweiten Buch der Ilias mit feinem Enthusiasmus aus: „Lasst mich masturbieren – oder sterben.“ Mark Twain rezitiert dieses erfundene Zitat in seinem Vortrag „Einige Überlegungen zur Kunst der Onanie“ im Jahre 1879 im eleganten Stomach Club in Paris und drehte damit wohl so manchem eleganten Herrn tatsächlich den Magen um.

Die Zeit (Nr. 16) druckte diese parodistischen Frechheiten nun das erste Mal vollständig in deutscher Übersetzung ab und lieferte so zum 100. Todestag des Romanciers Twain skandalträchtige Horizonterweiterungen, mit denen auch in dem vom Aufbau Verlag neu herausgegebenen Briefband „Sommerwogen – Eine Liebe in Briefen“ (06) gerechnet werden darf. Ganz sicher nicht mustergültig für das mit dem Biedermann kämpfende 19. Jahrhundert und trotzdem in seiner Quertreiberei Symbol eines der grundsätzlichsten Attribute des Musters als graphische Struktur – dem organisierten Chaos.

Ist Neo Rauch für die einen Musterschüler, sehen die anderen in ihm die personifizierte Rückwärtsgewandtheit. Die Kritik streitet sich über den künstlerischen Wert des finanziell erfolgreichsten lebenden deutschen Künstlers – wer sich selbst ein Bild machen möchte, reise noch bis zum 15.08.10 zu seiner Show „Begleiter“ (07) entweder ins Museum der bildenden Künste Leipzig oder die Pinakothek der Moderne in München.

ITEMS gemustert Items Of The Week   Gemustert

Auch das Album „Swim“ (03) vom Musikantenkollektiv Caribou (die am 28.04. im Berghain spielen) arbeitet mit der Kraft fließender Wiederholungsstrukturen: Fluffige Tanzbarkeit bestehend aus computerbasierter Clubmusik und Disco Fox-tauglichen Instrumentspielereien, die sich die Style and the Family Tunes im Gespräch mit Dan Snaith persönlich erläutern ließen.

Wollte man die Klänge von „Swim“ in Form und Farbe pressen, fiele die Entscheidung, ob es zur luftigen Seidenhose von Acne (02) oder zum Festival-prädestinierten H&M-Sonnenstuhl (08) samt einprägsamem Inkadruck werden sollte, sicherlich nicht leicht. Südamerikanische Mustereien, die auch Taka Hayashi für die Klettverschlüsse seiner Vans Vault (01) nutzte, um den adäquaten Fußschmuck für den modernen Großstadt-Indianer zu schaffen.

Wer nun auch noch die stilistischen Mitstreiter vom persönlichen Odessa überzeugen muss, der ziehe seine neue Leica V-Lux 20-Kompaktkamera (05) inklusive GPS aus dem lachsledernen Mongrels in Common-Sack (04) und befördere sie in neidische Weiten. Mustern und mustern lassen – das ist die Devise.

Will nur spielen – Neo Rauch in Leipzig

Kategorie: | April 23, 2010 | von
 Will nur spielen – Neo Rauch in Leipzig

Gezielter Einsatz des Erikativs

Malersuperstar und every-Leipzig-body’s darling Neo Rauch ist am Samstag 50 Jahre alt geworden. Das Museum der bildenden Künste in Leipzig spendierte dem Begründer der „Leipziger Schule“ eine Geburtstagsausstellung mit 60 Werken aus den Jahren 1993 – 2010. Seit Montag wird weiter- und nachgefeiert in Münchens Pinakothek der Moderne – mit noch mal 60 Bildern

 Will nur spielen – Neo Rauch in Leipzig

das Rauch'sche Dreigespann: Neider, Zweifler, Liebhaber

Neo Rauch hat mit seinen pseudo-pathetischen Tableaus ein neues Malereigenre geschaffen, den Tut-nur-so-als-ob-Surrealismus. Damit hat er auf dem Kunstmarkt eingeschlagen wie eine Bombe. Kein Wunder also, dass die meisten der in Leipzig gezeigten Bilder aus handverlesenen Privatsammlungen stammen. Es ist nämlich gar nicht so einfach, an einen Rauch zu kommen, die Wartelisten sind lang.

 Will nur spielen – Neo Rauch in Leipzig

gut abgelagerte Ikonografien

Dräuend, unterschwellig deutsch, collagehaft verrätselt wirken die Bilder als seien sie eine visuelle Schnitzeljagd nach einer versteckten Aussage. Rauch selbst weist den Verdacht, es stecke mehr dahinter, weit von sich und pflegt in seinen Interviews die Kunst des Schön-Formulierens: als fein gedrechselte Entsprechung zu seinen Tafelbildern.

 Will nur spielen – Neo Rauch in Leipzig

...wiegt schwer, das Bild noch schwerer!

Humor hat er jedenfalls, der Neo Rauch. Er tritt in seinen bedeutungsscheinschwangeren Gemälden leider manchmal zu sehr in den Hintergrund, weil man hinter den bärtigen Spießgesellen, den derben Weibsbildern, den Klassenkampfszenarien, den reaktionären Situationen und Zusammentreffen obskurer Objekte einen aufklärenden Hintersinn wittert. Doch der Witz schwelt im Detail. In den Titeln, den ins Bildgeschehen eingelassenen Wortfetzen, den Verunklarungen und falschen Fährten, der offensiven Schlechtmalerei, den kuriosen ikonografischen Ideen.

 Will nur spielen – Neo Rauch in Leipzig

hier herrscht Neo

Daher ist es aufschlussreich, mit dem Rauchwerk in solcher Fülle konfrontiert zu werden. Und ein Besuch in Leipzigs überdimensioniertem Museum mit seinen Leerstellen lohnt allemal.

 Will nur spielen – Neo Rauch in Leipzig

Rauch-Apologeten in typischer Kleidung

Neo Rauch, „Begleiter“, Museum der bildenden Künste, Leipzig, noch bis zum 15. August 2010

 Will nur spielen – Neo Rauch in Leipzig

Achtung: kein Neo Rauch! Nur ein nachahmender Street Artist am Bauzaun des Museums...

Backstage Reporter gesucht – Nokia und o2-Crew

Kategorie: | April 22, 2010 | von

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Während Marcello Mastroianni in Fellinis „La Dolce Vita“ – Film von 1960 als Boulevard-Reporter noch inmitten des süßen Leben der Römischen Haute-Volée steckt und am rauschhaften Dasein zwischen zu vertreibenden Tagesstunden und exklusiven Parties teilhaben darf, beschränkt sich das Reportertum der Gegenwart meist auf PR-Termine, während derer man sich seine zugeteilten 20 Minuten mit fünf anderen Journalisten teilt und so viel Intimität ergattert, wie von einem Eisbär im Gehege städtischer Zoos.

Kuscheliger hingegen geht es ab dieser Woche bei Nokia zu: Anlässlich der diesjährigen o2 Crew-Tour sucht Nokia Reporter, die bereit sind, auf Tuchfühlung mit der Prominenz zu gehen und mit ihren persönlichen Backstage-Geschichten und professioneller Unterstützung, eine Musik- und Event Dokumentation entstehen zu lassen.

Hintergrund des Aufrufs ist die o2 Crew-Tour, die in fünf deutschen Städten alle Teilnehmer zu Live-Konzerten und Club Nights, Comedy-Veranstaltungen und Filmhighlights kostenlos einlädt. Jedes Mitglied der o2 Crew kann Tickets für sich und seine Crew gewinnen und wer die zahlenmäßig stärkste Truppe zusammentrommelt, reist gemeinsam zu den Events und feiert mit George Morel in Stuttgart, lacht über Ingo Appelt in München oder lässt sich von Amy Macdonalds folkigem Gitarrenspiel auf der Kölner E-Werk-Bühne verzaubern.

Allen, denen dabei sein allein nicht reicht, bietet Nokia die Möglichkeit, hinter die Kulissen der Events zu schauen, den Roadies beim Bühnenaufbau über die Schulter zu schauen, das Catering zu plündern, in Interviews  den Stars Geheimnis zu entlocken und mit einem persönlichen Backstage-Report zum Regisseur der großen o2-Crew Doku zu werden: Begleitet von Medienprofis drehst Du dein eigenes Material, schneidest es, bestimmst selbst die Dramaturgie und im Anschluss wird dein Beitrag auf Sounds-Like-Me und auf der Nokia Facebook-Site veröffentlicht. Bewerben kann sich jeder über 18 Jahre unter music.nokia.de/reporter.

Du erfährst von deinen Lieblingsacts, was Du schon immer wissen wolltest, archivierst deine Erinnerungen, arbeitest wie ein Profi und bist für Augenblicke Teil des Rauschs aus Adrenalin, Rampenlicht und Applaus.

Alles zur Bewerbung und den Teilnahmebedingungen gibt es hier, die ersten Backstageeindrücke und -berichte, News und Infos gibt es ab dieser Woche im “Captured Memories” – Blog auf Sounds-Like-Me

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