Draussengucken – WM Public Viewing Shots

Kategorie: | June 30, 2010 | von

Nach einer eher lahmen Vorrunde geht die WM 2010 jetzt in die heisse Phase – im doppelten Sinn. Wetter und Ereignis ziehen uns nach draussen.

Public Viewing – neudeutsch – wurde seit der letzten WM auch hierzulande als Kollektiviermachine erkannt, die Fremde miteinander reden lässt, Alter, Zugehörigkeiten, Nationalitäten überwindet. Wenns denn schön ist. Und das Spiel was taugt.

Hier ein paar Augenblicke – subjektiv, wie immer – abseits von Fanmeilen und Bierdosenschlachten, aus Hamburg und Berlin.

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Preppy? Pennäler!

Kategorie: | June 29, 2010 | von

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Die letzten Saisons formierte sich immer unübersehbarer der Widerstand gegen die Plattfußjugendlichkeit der 15- bis 55-Jährigen in ihrer Streetwear-Unförmigkeit. Preppy heißt die Losung. Machen wir’s wie die Jungs aus der ersten Bank auf den Elite-Unis der amerikanischen Ostküste. Weiterlesen »

Tony Hawk + N*E*R*D live in Berlin

Kategorie: | June 28, 2010 | von

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Nach einer einzigartigen Show in Paris im November 2009 kommt Tony Hawk mit der Skateshow der Superlative im Gepäck am 8.Juli nach Berlin in die Max-Schmeling-Halle.

Zeitgleich zum Start der BRIGHT Messe 2010 in der Hauptstadt bringt Quiksilver den wohl bekanntesten Vert-Skater dieses Erdballs nach Berlin. Seit 1982 begeistert Tony Hawk die Skate-Welt und ein Ende ist nicht in Sicht, ganz im Gegenteil. Nachdem er mit der Tony Hawk Show jahrelang nur in den USA getourt ist, kommt er nun nach Europa um an drei exklusiven Stops die Tony Hawk-Show zu präsentieren. Neben dem Hauptevent in Berlin stehen noch Brighton und Barcelona auf dem Programm. Mit 21 Meter Breite und 7,40 Meter Höhe wird in die Max-Schmeling-Halle eine der gewaltigsten Rampen gebaut die der europäische Kontinent je gesehen hat.

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Exklusiv und On top werden N*E*R*D, die Band der Star-Produzenten Pharrell Williams und Chad Hugo die Halle zum kochen bringen. Es wird zudem einzige Show der Band in Deutschland sein.  Eine musikalische Bombe also – soviel sei gesagt: Die Half-Pipe wird ein Teil der Bühne  – Alle Infos dazu auf: www.quiksilver-europe.com und www.brighttradeshow.com.

TONY HAWK & FRIENDS SHOW
am 8.7.2010
Einlass 18 Uhr
Beginn 20 Uhr
VVK: 13 Euro

Tickets online gibt es hier.

+ Live-Konzert mit N*E*R*D

Rewind: Carlos de Brito über “Pressin’ On”

Kategorie: | June 28, 2010 | von

Finn im Gespräch mit Carlos de Brito über “Pressin’ On” von Hidden Agenda (1995).

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Wie bist Du auf Hidden Agenda gestoßen? Eine Erstbegnung in der goldenen Ära von Drum ‚n’ Bass?

Es war definitiv die goldene Ära von Drum ‘n’ Bass. Wahrscheinlich bin ich im Dortmunder Plattenladen Entity auf sie gestoßen. Alternativ kann es auch Oliver von Felberts Drum ‘n’ Bass-Kolumne Wildstyle in der Spex gewesen sein. “The Flute Tune” war jedenfalls die Erstbegegnung. Weiterlesen »

Items Of The Week – Blue Mood

Kategorie: | June 27, 2010 | von

von Mareike Nieberding -

Blue mood. Die Welt ist in sattes Gelb getaucht, an der Straßenecke werden frisch gepflückte Erdbeeren feilgeboten, im Büro ist der Kaffee bereits eingeschenkt und dennoch mag es nicht auf die Lippen kriechen, das Lächeln. Muffeln als Tagesmodus – einfach so. Ein erhabenes Gefühl, weil schrecklich den Mitmenschen gegenüber und unheimlich schön zugleich, mal ohne triftigen Grund die Gewitterwolke der Befindlichkeit ausregnen zu lassen.

Die Lieblichkeiten dieser Woche bieten die Möglichkeit sich in seiner selbst gewählten Einsamkeit häuslich einzurichten und die mentale Isolation physisch, visuell, olfaktorisch und auditiv zu erfahren. Entweder läuft man mit den Asics Gel Sneakers (01) weich gebettet davon oder verschwindet auf Xavier Veilhans Speedboat “RAL5150″ (03) dank blauer Legooptik in den wogenden Wellen. Hüllt sich in den wolkigen Bikini von Karla Spectic (02), in welchem die in Australien ansässige kroatische Designerin anscheinend die verträumten Seufzer eines blue monday in eine wasserfeste Form gebracht hat und zu dem Marc Jacobs mit der limitierten „Garland Edition“ des Dufts Daisy (08) die perfekte geruchliche Ergänzung liefert. Mit Veilchen verfeinert feiert Daisy die Ikone der Camp-Kultur der 60er, Judy Garland und birgt damit allerdings die Gefahr Menschen für sich zu gewinnen, anstelle zu vergraulen.

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Dann könnte man sie jedoch gleich mit der neuen „Mino HD“ von Flip Video (04) einfangen. Der handy-große Camcorder in zurückhaltendem Design kann direkt per USB geladen werden, ist handlich, praktikabel und fängt auch den kleinsten Stimmungswandel in HD-Qualität ein. Ob beim Lesen und Blättern in der neuen Ausgabe des Fußball-Fashion-Magazins Sepp (05), das den massenbewegenden Ballsport und seine Protagonisten mit der Modewelt verbindet ohne fachfremd zu wirken und deshalb sowohl Mädchen als auch Jungs erfreut oder beim Hören der neuen The Drums-Platte (07). Das gleichnamige Studioalbum, das bereits in den einschlägigen Musikpublikationen abgefeiert wurde und im neuen Musikexpress mit einer sehr intimen Strecke der Jungs gewürdigt wurde, bietet ein schönes Stimmchen, indie-blaue Liebesnummer samt verzweifltem „I just want to be with you my dear“, hohes Bass-Gezupfe. Chormomente und leichte Riffs, die dem Sommer-Blues den richtigen Ton verleihen. Wer Konfrontation sucht, findet sie beim Berliner Foto-Künstler Tobias Zielony. Er erzählt in seiner Show „Story / No Story“ (06), die man noch bis zum 4. Juli im Hamburger Kunstverein sehen kann, von der schönen Fatalität jugendlicher Blaupausen am Rande der Urbanität.  Begrüßt die blaue Stunde!

Tickets für ANVIL + Girlschool zu gewinnen

Kategorie: | June 26, 2010 | von

Anvil 1 Tickets für ANVIL + Girlschool zu gewinnen
Die Protagonisten der preisgekrönten Dokumentation “Anvil – Die Geschichte einer Freundschaft” sind für fünf Konzerte nächste Woche in Deutschland und Sounds-Like-Me verlost 2×2 Tickets für das Konzert in der Berliner Columbia Club. Special guests: Girlschool
Hinterlasst unter diesem Artikel einen Kommentar, warum ihr unbedingt gewinnen müsst und sichert euch mit ein bisschen Glück die Tickets! Wer weniger Glück hat, kann hier Karten beim Tickethändler unseres Vetrauens kaufen.

Auch wenn es sicherlich einige nicht von der Hand zu weisende, irrsinnig komische Parallelen zu der fiktiven Heavy-Metal-Rockband Spinal Tap gibt, wurden ANVIL von den Metalheads immer äußerst ernst genommen, unter anderem von einigen sehr bekannten der Szene, die ANVIL in „Anvil! The Story of Anvil“ lobpreisen. “Anvil was one of those bands that just put on this really amazing live performance,” sagt Velvet Revolver/ex-Guns N’ Roses Gitarrist Slash, während Motörhead Sänger/Bassist Lemmy hinzufügt, “They were a great band – I always liked Anvil,” und Metallica Schlagzeuger Lars Ulrich schwärmt, “These guys were going to turn the music world upside down.”

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ANVIL+ Girlschool
02.07. 2010
im C-Club
Einlass: 20 Uhr

Special Guest an diesem Abend sind Girlschool, die britischeHeavy-Metal Band, für die Lemmy von Motörhead seit Jahren einen “fling” hegt und keine Gelegenheit auslässt, sich für die Mädels einzusetzen.

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Eröffnungssport – Deine Krise ist auch meine

Kategorie: | June 25, 2010 | von

Krisenbewältigung allerorten. Ob in der deutschen Defensive, im radikalen London der Siebziger, in Performances auf der Schwelle zwischen Kunst und Leben, im Diskurs der eigenen Gattung oder einfach ohne Geld. Aber Eröffnungssportler sind Krisen gegenüber gefeit, denn sie stählen sich in der freitäglichen Konfrontation.

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„Another empty home“, Plakat gegen Immobilienspekulation, 1970er Jahre © Nick Wates Associates

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"Gay Pride Demonstration, London", Hall-Carpenter Archives © HCA/Townson

Die Losung „Eure Krise, unsere Jobs“ wird immer mal wieder auf Plakate und Banner gemalt und durch die Innenstädte getragen. Wirtschaftlichem Niedergang folgen Boomzeiten, so will es die Konjunktur. Großbritannien hat beides schon erlebt. „Goodbye London“ blickt zurück auf eine Zeit der Radikalisierung der englischen Gesellschaft in den 1970er Jahren, die darin gipfelte, dass Maggie Thatcher den Neoliberalismus erfand. Vor diesem Hintergrund von Leerstand, Häuserkampf, militanten Boulevardmedien, Feminismus und Gay Liberation entwickelte sich eine Bewegung, für die Kunst, Politik und Leben eins war. Die Neue Gesellschaft für Bildende Kunst zeigt Protagonisten dieser Szene zu denen u.a. der Filmemacher Derek Jarman, der Performer Stuart Brisley (der sich übrigens am Samstagnachmittag bei Exile mit dem Kurator Andrew Wilson von der Tate Gallery unterhält) oder der Konzeptkünstler Victor Burgin gehörten. Zur Ausstellung erscheint außerdem ein empfehlenswerter Katalog.

„Goodbye London – Radical Art and Politics in the Seventies“, NGBK Neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Oranienstraße 25, 10999 Berlin-Kreuzberg, Eröffnung: 25. Juni, 19 Uhr

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Mark Met, Zeichnung

Mark 3 Eröffnungssport – Deine Krise ist auch meine

Mark Met, Zeichnung

Weniger auf dem Boden der Tatsachen bewegt sich Mark Met. Aber auch für ihn gilt die Maxime, Kunst und Leben möglichst deckungsgleich unter einen Tirolerhut zu bringen. In dieser Schnittmenge spucken Lamas und Vulkane, verschmelzen Jäger und Gejagte zu Mischwesen der Imagination, wird getestet, wie lang U-Boot-Kapitäne unter Wasser bleiben können – ohne U-Boot versteht sich. Der Niederländer probt die Revolte in der Aktion und sagt: „Die Wahrheiten müssen Akrobaten werden, damit wir sie erkennen. Es kommt ja; es kommt ja was sagst du; Revolution?“ Im Kulturpalast Wedding präsentiert er Zeichnungen und performt zur Eröffnung.

Mark Met, „Spucken wie ein Lama – Rauchen wie ein Vulkan“, Kulturpalast Wedding International, Freienwalder Straße 20, 13359 Berlin-Wedding, Eröffnung: Freitag, 25. Juni, 20 Uhr mit einer Performance des Künstlers

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Henry Kleine, Untitled, 2010 (c) the artist, courtesy September Berlin

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Henry Kleine, Untitled, 2009 (c) the artist, courtesy September Berlin

In einem ganz anderen, wenngleich auch innerlichen Diskurs steckt Henry Kleine. Der Brite ist Maler und beschäftigt sich wie die meisten Maler mit Malerei. Gut so! Denn keine andere künstlerische Gattung befindet sich so im ständigen Kampf mit sich selbst. Totgesagt und immer wieder auferstanden. Kleine setzt sich mit der Abstraktion von Mark Rothko auseinander aber auch mit dem eher konzeptionellen Malereiverständnis von Wade Guyton, immer auf der Suche nach der nächsten Metaebene. Bei September zeigt Kleine Magazinübermalungen, gestische Kompositionen, aber auch Wandgemälde auf Holz und Polyvinylchloridfolien.

Henry Kleine, „Aether“, September, Charlottenstraße 1, 10969 Berlin-Kreuzberg, Eröffnung: Freitag, 25. Juni, 19 Uhr

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Zero Budget Biennial

In Zeiten, da eine Biennale die nächste jagt und Unsummen an Fördergeldern ausgegeben werden, um Tourismus und Wirtschaft unter dem Deckmäntelchen der Kunst anzukurbeln, kommt das Nullsummenspiel von Joanna Fiduccia und Chris Sharp gerade recht. Sie kuratieren die „Zero Budget Biennial“ als offiziell unprofitable Ausstellung im kommerziellen Raum der Galerie Klemm’s. So viel Marktunorthodoxie muss belohnt werden. Das Line-up der Künstler und Künstlerinnen, die unter der Vorgabe noch nie an einer Biennale teilgenommen zu haben ausgesucht wurden, liest sich schon mal nicht schlecht. Mit dabei sind u.a. Agnieszka Brzezanska, Simon Dybbroe Møller und Cécile Meynier.

„Zero Budget Biennial“, Klemm’s, Brunnenstraße 7, 10119 Berlin-Mitte, Eröffnung: Freitag, 25. Juni, 18 – 21 Uhr

’schland, schwarz, rot

Kategorie: | June 24, 2010 | von

schland1 ’schland, schwarz, rot

Fußball mag ja schön sein, deshalb ist Jubel-Patriotismus noch lange nicht gut. Jetzt blöken sie wieder. Und schwenken dazu die Deutschlandfahnen. Weiterlesen »

c/o pop – neue Musik in Köln

Kategorie: | June 23, 2010 | von

Heute startet die c/o pop in Köln. Wer nachlesen willmuß, wiewas das genau ist. Kann das hier tun, Berliner zum Beispiel. Die Hauptstädter brauchen dafür aber auch nicht weiterzulesen: Von meiner Seite aus gibt es jetzt nämlich kein allerweltliches PR-Geschwabbel, sondern fünf völlig lediglich subjektive Tipps, für jeden Tag der läufigen Veranstaltung einen. Alsozusagen meine persönlichen Highlights. Weiterlesen »

Sapeurs – der Reinwachs-Look

Kategorie: | June 23, 2010 | von

kongo1 Sapeurs – der Reinwachs Look

Vor fünf Wochen folgte ich der Spur der afrikanischen Smarteez. Jetzt geht es eine Generation weiter zurück. Das Erste zeigte im Weltspiegel die kongolesischen Sapeurs, die Väter der Smarteez, die sich seit den 80ern nach strengen Regeln in europäische Anzüge schmeißen. Weiterlesen »