Garcias Inside’Out

Kategorie: | October 31, 2010 | von

Im September fanden in Berlin die Nokia N8 Sessions statt und seither pirschen die Kreativsten um Blogger und Ex-VIVAler Nilz Bokelberg, Styleclicker Gunnar Hämmerle, Autor Jan Joswig, Fotograf Daniel Josefsohn oder MTV-Homie Palina mit ihren Smartphones durch die Republik, immer auf der Suche nach Content, den es mit dem N8 zu digitalisieren, kreativ(ieren) und schließlich zu teilen gilt.
Bis am Ende alle kreativen Ergüsse der letzten Monate in einem realen “Cre8 Space” vorgestellt werden, begleitet Sounds-Like-Me alle Teilnehmer und präsentiert erste Ergebnisse ihrer N8-Abenteuerei…

EstebanGarcia Garcias Inside’Out
Esteban Garcia, der Berliner mit spanischen Wurzeln, wurde durch seine enorme musikalische Präsenz in der internationalen Clubszene mit den Jahren zu einer festen Größe der House-Szene. Da ihm dies alleine aber noch nicht genügte, wirbelt er seit über 11 Jahren als guter Geist des Hauses durch die heiligen Hallen bei MTV und VIVA. Als digitaler Avantgardist hat er auch in vielen anderen Bereichen seine Finger im Spiel und immer ein Ohr am Puls der Zeit. Einiges Aufsehen erregen auch immer wieder seine pointierten Rezensionen in Estebans Groove Club, in denen er angesagte Clubmusik auf ihre Tanzbarkeit überprüft …

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Foto: Esteban Garcia | shot with Nokia N8

“Mit meinem schicken Nokia N8 im Gepäck habe ich für kurze Zeit der bunten und aufregenden Musik- und Medienwelt den Rücken gekehrt und mich der facettenreichen Vielfalt Spaniens hingegeben.

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Kleine Gassen, belebte Plätze, unendliche Strände, Sonnenuntergänge, südländisches Flair  … ha, das kann ja jeder! Doch was mit dem N8 noch so alles möglich ist, könnt ihr hier exklusiv auf Sounds-Like-Me bewundern. Genug der vielen Worte, so lasse ich doch lieber die Bilder für sich sprechen und begebe mich auf meine nächste “Mystery Tour” – hinter die Kulissen Berlins.

Fotos: Esteban Garcia | shot with Nokia N8

It’s not technology – It’s what you do with it. – Und was machst du?
www4.nokia.de

Zum Jupiter aber auch!

Kategorie: | October 30, 2010 | von

mozart1 Zum Jupiter aber auch!

Die Jupiter-Symphonie macht das Leben lebenswert. Das behauptet Woody Allan als Isaac Davis in „Manhattan“. Neben Groucho Marx und den Krabben bei Sam Wo’s führt er auch den zweiten Teil von Mozarts Symphonie in seiner Favoritenliste auf. Weiterlesen »

Tickets zu gewinnen: HATE tanzt den Marx

Kategorie: | October 29, 2010 | von

karl Tickets zu gewinnen: HATE tanzt den Marx

„…hier bricht das Manuskript ab.“ So der letzte Satz des dritten und letzten Bandes des „Kapitals“ von Karl Marx (1894), den Engels als Herausgeber und Redakteur hinzugefügt hat.

Zwei Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise ist die Situation uneindeutig. Einerseits scheinen die Krisenursachen nicht wirklich behoben zu sein, die Folgen der Krise eher aufgeschoben als aufgehoben. Andererseits wird das Ende der Krise ausgerufen, sogar von Aufschwung ist die Rede. Wie lässt sich das eine mit dem anderen vereinbaren? Wie formieren sich die politischen Kräfteverhältnisse unter diesen Bedingungen, welches Akkumulationsregime bildet sich möglicherweise heraus, wie sehen die Verteilungskämpfe darin aus, und welches Potential haben soziale Kämpfe in Krisenzeiten wie diesen?

Unter dem Motto „…hier bricht das Manuskript ab.“ Klasse und Krise: Wie geht es weiter? veranstaltet die Marx Herbst Schule am Samstag, den 30.10.2010  eine Podiumsdiskussion mit Stefanie Hürtgen, Robert Kurz Riccardo Bellofiore und im Anschluss daran veranstaltet das Hate Magazin gemeinsam mit TOP Berlin (ehemals Kritik und Praxis) eine Party, auf der Michael Nadjé, Ricardo Esposito und John Spring im Festsaal ab 23.00 Uhr auflegen.

Sounds-Like-Me verlost 3×2 Tickets für die Party und alles was ihr dafür tun müsst, ist uns als Kommentar wissen zu lassen, warum genau ihr morgen Abend im Festsaal feiern müsst.

www.hate-mag.com
www.marxherbstschule.net

Eröffnungssport – zurück zur Natur!

Kategorie: | October 29, 2010 | von

Die Kunst probt den Naturzustand. Gesellschaftlich, kuratorisch, biologisch.

Aernout Mik Communitas 2010 set photo Florian Braun 700 Eröffnungssport – zurück zur Natur! Eröffnungssport – zurück zur Natur!Aernout Mik Communitas Teatr Dramatyczny Warsawa 700 Eröffnungssport – zurück zur Natur!

Aernout Mik ist einer der wichtigsten Videokünstler der Zeit. Und bei Carlier | Gebauer ein Dauerbrenner. Für sein neues Werk „Communitas“ hat der Niederländer ein schwieriges Gebäude besetzt – den Kulturpalast in Warschau, der unter anderem von einem Theater bespielt wird. Schwierig deshalb, weil es einst ein Geschenk der Sowjetunion an den „Bruderstaat“ Polen war, deren schwieriges Verhältnis trotz vieler Bruderküsse den Untergang des Sozialismus überlebt hat. Wie üblich bei Mik inszeniert er mit Darstellern (in diesem Fall polnische Staatsbürger und vietnamesische Einwanderer, die erst noch Staatsbürger werden wollen) verschiedene ineinander überlaufende Spielszenen. Echter Aufruhr, theatralische Theatralik. Realität und Schein sind bei Aernout Mik Gesten des menschlichen Miteinanders, so wie die Architektur des Kulturpalasts als übereinander gelagerte Gesten politischer Handlung und Selbstdarstellung sind. Auch wenn sich die Gesellschaft ändert, das Kontinuum von Raum und Sein bleibt bestehen.

Aernout Mik, „Communitas“, Galerie Carlier | Gebauer, Markgrafenstraße 67, Berlin-Kreuzberg. Eröffnung: Freitag, 29. Oktober 2010, 18 Uhr, Künstlergespräch mit Aernout Mik um 17 Uhr

Hohenbuechler Bachnelkenwurz  2006 271x450 Eröffnungssport – zurück zur Natur!Helen Mirra Mind of a Rock 2009 detail 1 Eröffnungssport – zurück zur Natur!Helen Mirra Mind of a Rock 2009 detail 2 Eröffnungssport – zurück zur Natur!

Das Berliner Künstlerprogramm des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) ist wahrscheinlich eine der bürokratischsten Einrichtungen für die Kunst in Berlin. Trotzdem gelingen in ihrer Galerie immer wieder überzeugende Ausstellungen. Für “Die Natur ruft!” haben die Kuratoren Ariane Beyn und Raimar Stange Künstler und Künstlerinnen eingeladen, die den Ruf der Natur aus diversen Richtungen hören und in ihrer Arbeit umwandeln. Der Arte-Povera-Heroe Mario Merz beschäftigt sich z.B. mit der Fibonacci-Folge, einer Zahlenfolge, die nicht nur das Fortpflanzungsverhalten von Kaninchen mathematisch ausdrückt, sondern auch die Anordnung von Sonnenblumenkernen in der Blüte, die eng mit dem Goldenen Schnitt verwandt ist und damit ein Erklärungsmuster für die Struktur, die sowohl Natur als auch Kunst im Inneren zusammenhält. Douglas Gordon macht auch mit und reflektiert den Niedergang der Welt in einer Neonarbeit. Christine und Irene Hohenbüchler kommen der Natur über die Kunst des wissenschaftlichen Zeichners Erich Heckel ganz nah. Jennifer Allora und Guillermo Calzadilla auch, sie rösten ein Schwein. So unterschiedlich die Herangehensweise der Künstler, gemein ist ihnen der Wille, mit der Kunst kommunikativ an die Natur heranzutreten.

“Die Natur ruft!”, DAAD-Galerie, Zimmerstraße 90/91, Berlin-Mitte. Eröffnung: Freitag, 29. Oktober 2010, 19 Uhr

Carsten Hoeller Doppelpilzvitrine 2009 Eröffnungssport – zurück zur Natur!

Carsten Höller Doppelpilzvitrine (24 Doppelpilze), 2009, Installationsansicht Esther Schipper, Berlin 2009. Foto: © Carsten Eisfeld © VG Bild-Kunst, Bonn 2010

Carsten Hoeller Foto John Scarlsbrueck Eröffnungssport – zurück zur Natur!

Portrait Carsten Höller, Foto: © John Scarisbrick

Christian Hoeller Doppelpilzuhr Eröffnungssport – zurück zur Natur!

Carsten Höller, Doppelpilzuhr, 2010 Foto: © Tony Izaaks © VG Bild-Kunst, Bonn 2010 Courtesy Esther Schipper, Berlin

Wird Berlin wieder zum Erwachsenen-Kinderspielplatz? Schön waren die Zeiten, als die Kunst-Werke noch Kunst-Werke hießen und man sie über die Rutschen des Belgiers Carsten Höllers verlassen konnte. Die Röhren sind schon lange abgebaut und Höller museal geworden. „Soma“ heißt seine neue Ausstellung im Hamburger Bahnhof und beschäftigt sich nicht mehr mit spiralig mechanischen Abwärtsbewegungen des Menschen in Glas-Stahl-Röhren, sondern mit einer eher mentalen Bewegung, die je nach Qualität und Dosierung der Drogen auch emporstreben kann. Den Somatrank haben in farbenfroher Vorzeit Schamanen aus Fliegenpilz und anderen psychoaktiven Substanzen zusammengebraut und in mystischen Ritualen vermutlich selbst ausgetrunken. Auch im Museum wird Soma nicht wirklich ausgeschenkt, dafür wird aber eine volle Dröhnung Höller verabreicht. Am besten wirkt sie über Nacht – weshalb man sich auch für eine Übernachtung in der Ausstellung einmieten kann.

Carsten Höller, „Soma“, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Invalidenstraße 50/51, Berlin-Mitte. Eröffnung: Donnerstag, 4. November 2010, 19 Uhr

Frieze Art Fair 2010 – Processes of Construction

Kategorie: | October 27, 2010 | von

Image 1 Marlo Pascual at Casey Kaplan 1024x768 Frieze Art Fair 2010   Processes of Construction

Freundlich lächelt uns eine junge Frau von einem überdimensionalen Passfoto an. Oberhalb ihrer Nasenlöcher ist das Foto abgerissen. Der Rest des Bildes steht in umgekehrter Form daneben. Aus der Froschperspektive blicken uns revers die Augen der Blonden an.

Marlo Bascual spielt in ihren Photoskultpturen mit der Konstruktion von Bildern. Interaktiv mit dem physischen Objekt, formuliert sie es neu um, gelangt zu neuen Ideen und schafft so ein Kunstobjekt. Ihr Diktum ist, dass im Prozess der Produktion von Bildern stets ein Element der Konstruktion involviert ist (‘In the act of producing a picture there is always a form of “construction” going on’) liefert eine gute Beschreibung der diesjährigen Frieze Art Fair.

Image 2 Reizueberflutung 1024x768 Frieze Art Fair 2010   Processes of ConstructionBild: Frieze 2010  © Sarah Hegenbart

Frieze 2010. Das sind mit einer Gesamtzahl von 173 Ausstellern mehr Galerien als je zuvor. Vielseitig ist die Kunst, die hier in diesem Jahr zu sehen ist. Was dabei nicht so ganz klar wird, ist der Stand der Dinge. Während sich auf anderen Kunstmessen in diesem Jahr (und vor allem auf der Art Basel) viele Galerien mit sehr gut kuratierten Einzelausstellungen beeindruckte, erscheinen die Galerien auf der Frieze vor allem mit ihren verschiedenen Künstlern auszeichnen zu wollen. Besonders die großen Galerien stellen ihr Standardrepertoire aus. Vieles Altbewährtes anstatt einzelnes Neues. Ein Risiko einzugehen, dies scheint sich in diesem Jahr kaum einer zu trauen.

Image 3 Vielseitig 768x1024 Frieze Art Fair 2010   Processes of Construction Bild: Frieze 2010 © Sarah Hegenbart

Aber halt. Es gibt Ausnahmen. Außer Sadie Coles, die den diesjährigen Standpreis wirklich verdienterweise gewonnen hat, sind es vor allem die nicht ganz so bekannten Galerien, bei denen interessante neue Arbeiten zu finden sind.

Image 4 David Noonan at Hotel  1024x768 Frieze Art Fair 2010   Processes of ConstructionBild:  David Noonan wird von der Londoner Galerie Hotel vertreten © Sarah Hegenbart

Beispielsweise die Londoner Galerie Hotel. Sie zeigt Arbeiten von David Noonan, den Nicolas Bourriaud damals schon für Altermodern auserkoren hatte. Spielerisch kreiert Noonan Skulpturen, mit denen er Geschichten umdeutet. Performanz, die zur Etablierung einer neuen Narration führt.

Image 5 Sylvie Fleury 1024x768 Frieze Art Fair 2010   Processes of ConstructionBild: Ein silberner Gucci-Sattel von Sylvie Fleury © Sarah Hegenbart

Bei Thaddeus Ropac glitzert es silbern. Zwischen einer Skulptur von Anthony Quinn und Gemälden von Alex Katz, sind Arbeiten von Sylvie Fleury zu sehen. Fleury erhöht den Wert von Luxusprodukten noch einmal, indem sie fiktive neue Produkte für Marken wie Gucci entwirft. Ein edler Stübben-Sattel dient als Ausgangsbasis für eine Luxusversion der appropriation art. Durch den Silberüberzug ist der Sattel nicht mehr funktionstüchtig. Dafür aber ausstellbar. Dies wirkt beinahe wie eine Polemik auf den Kunstmarkt, bei dem es leider immer häufiger um die Repräsentativität einer Arbeit geht als um ihren ästhetischen Wert.

Image 6 Galerie Perrotin 1024x768 Frieze Art Fair 2010   Processes of ConstructionBild: Aus Paris: Die Galerie Perrotin © Sarah Hegenbart

Andere Galerien wie Giti Nourbakshsch kommen ohne Glanz und Glamour aus. Ein bisschen Arte Povera. Ein bisschen Emins ungemachtes Bett. Daran erinnert die von der Berliner Galerie im Mittelpunkt ihrer Koje ausgestellte Arbeit.

Image 7 Galerie Giti Nourbakhsch 1024x768 Frieze Art Fair 2010   Processes of ConstructionBild: Giti Nourbakshsch ist aus Berlin zur Frieze gekommen © Sarah Hegenbart

Bei Max Wigram steht das Erlebnis des Schönen im Mittelpunkt. FOSs Spiegelmobile verzaubert. Es schafft einen Raum der Distanz, in dem man von dem Alltagsstress des Kapitalismus des Kunstmarkts abschalten kann. Dabei rückt das wieder in den Mittelpunkt, was Kunst ausmacht: einen Moment der Kontemplation zu ermöglichen, in dem wir eine Vorstellung davon bekommen, was die conditio humana ausmacht.Image 8 Frozen Frieze Proje 768x1024 Frieze Art Fair 2010   Processes of ConstructionBild: Der Gewinner des diesjährigen Cartier Awards: Simon Fujiwara © Sarah Hegenbart

Ein bisschen irritierend ist das Projekt von Simon Fujiwara. Der Gewinner des diesjährigen Cartier Awards ist keineswegs Archäologe. Dennoch besteht seine ortsspezifische Arbeit “Frozen” aus mehreren Ausgrabungsorten inmitten der Frieze. Die Installationen basieren auf der fiktiven Prämisse, dass sich eine antike Stadt unter dem Messezelt der Frieze verbirgt. Diese will nun ausgegraben werden.

Image 9 Jeppe Hein 1024x768 Frieze Art Fair 2010   Processes of ConstructionBild: Eine Arbeit von Jeppe Hein im Sculpture Park der Frieze © Sarah Hegenbart

Interessante Arbeiten finden sich auch im Regent’s Park in unmittelbarer Nähe zur Frieze. Im Sculpture Park, begünstigt durch das wunderschöne Herbstwetter, faszinieren Werke von Jeppe Hein, Gavin Turk und Sanchayan Ghosh.

Image 10 Victoria Miro 1024x768 Frieze Art Fair 2010   Processes of ConstructionBild: Frieze 2010 © Sarah Hegenbart

Alles in allem war die diesjährige Frieze auf jeden Fall wieder einen Besuch Wert. Was allerdings ein bisschen fehlte, war der Elan und Mut der Frieze im letzten Jahr. Aber wie Marlo Pascual es ja so schön gesagt hat, Prozesse der Produktion von Bildern sind immer auch ein Akt der Konstruktion. Es liegt also auch an uns, dem Betrachter, Bilder zu Kunstwerke zu konstituieren.

www.friezeartfair.com

Foto 1: Marlo Pascual bei Casey Kaplan © Sarah Hegenbart

Geschenktipp: Telephone Tie fürs N8

Kategorie: | October 26, 2010 | von

telephonetie11 Geschenktipp: Telephone Tie fürs N8

Es gibt Apps, die kommen aufs Telefon. Und es gibt Apps, da kommt das Telefon hinein. Die Telephone Tie für das Nokia N8 gehört zur so seltenen wie exklusiven zweiten Gattung. Weiterlesen »

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Rewind: Marcel Dettmann über “Ich und die Wirklichkeit”

Kategorie: | October 25, 2010 | von

Im Gespräch mit Marcel Dettmann über “Ich und die Wirklichkeit” von Deutsch Amerikanische Freundschaft (1981).

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Die entscheidende Frage zuerst, wie bist Du zu DAF gekommen?

Ich komme aus dem Ostteil Deutschlands, und nachdem man zu DDR-Zeiten nur Depeche Mode, Madonna oder Prince hatte, die richtig dicken Pop-Acts, kam kurz nach der Wende ein ganzer Schwall von Musik, wie z. B. auch DAF, Throbbing Gristle oder Front 242, später auch Nitzer Ebb. Der Bruder eines Freundes von mir hat uns ständig mit CDs ausgerüstet, da war ich 12, und habe das erste Mal DAF gehört und fand das total verrückt.

Du hattest vorher nie von ihnen gehört?

Nein. Ich hatte vorher Ultravox, Erasure oder Depeche Mode gehört. Poppige Sachen. Und dann kamen DAF oder auch Nitzer Ebb, was ja artverwandt ist, sie waren ja quasi die englische Version von DAF. Wir hörten „Der Räuber und der Prinz“ und „Der Mussolini“ auch im Jugendclub, der von vier Uhr nachmittags bis abends um zehn offen hatte. Dort wurde in Runden gespielt, eine Runde für die Hip-Hopper, eine Runde für die Elektronikleute usw. Weiterlesen »

Diesel – Home of the hetero

Kategorie: | October 23, 2010 | von

Auf White Zine gibt es seit gerade eben Bilder zur neuen Unterwäschekollektion Diesel Intimate Fall/Winter 2010 zu sehen. Beim Runterscrollen war ich schon angetan: knackige Körper beiderlei Geschlechts, wenig Stoff und eine Farbfröhlichkeit, die ich in den meisten Fällen einer abgegriffenen Schwarz/Weiß-Erotik vorziehe. Wie White Zine schon anmerkt, ist der Einfluß von American Apparel unübersehbar. Weiterlesen »

Karl zwitschert, Stefano auch – Modemacher auf Twitter

Kategorie: | October 22, 2010 | von

Ich bin enttäuscht von Karl. Jetzt habe mich extra wegen ihm auf Twitter angemeldet (nein, ich sende nichts, ich followe nur) und er hat schon ewig nichts mehr geschrieben. Dabei ist er doch so eloquent – bekannt für seine scharfsinnigen Kommentare und seinen Humor. Am 30. April schrieb er „My greatest problem in life is my indifference to the outside world.“. Das ist ein Problem, von dem ich persönlich wünschte, ich hätte es. Und: diese Ehrlichkeit muss man erstmal an den Tag legen.

Den ganzen Mai über liess Karl dann leider nichts verlauten. Wahrscheinlich war er mit der Chanel‘schen Cruise Collection beschäftigt – erst im Juni konnte man wieder digital an seinen Gedanken teilnehmen.

Bild 51 Karl zwitschert, Stefano auch   Modemacher auf Twitter

Am 17. Juni zwitscherte er: „Designers must be both conscious and unconscious at the same time. Clear thinking at the wrong moment can stifle inspiration and talent.“. Aha. Das ist nicht Nichts. Ich meine das ist mehr als den nackten Hintern seiner Freundin rumsenden, wie es der Weltmeister des Twitterns aka alplusk besser bekannt als Asthon Kutcher tut. Hier werden Weisheiten kundgetan, über die es sich ein wenig zu Sinnieren lohnt. Und dann passt es auch wieder, dass Karl nicht im Minutentakt seine Meinung los wird. Ein Eintrag pro Monat ist sein Schnitt – im Juli gab es gleich zwei, das deckt den August ab – aber seither: Funkstille.

Bild 13 Karl zwitschert, Stefano auch   Modemacher auf Twitter

Nachdem er am 14. Juli klarstellte, dass er nie Tourist sei, sondern ausschließlich zu professionellen Zwecken reise, und neun Tage später gleich hinterher schob, dass er zwar durchaus Bedauern empfinde aber kein Bereuen, herrscht Stille. Gerade war die Chanel-Show und man hätte sich vorstellen können, ein kleines Bonmot, einen Appetizer, ein  klitzkleines Statement vor der Show zu empfangen. Aber bei längerer Betrachtung dieses Wunsches wird klar – das ist zu banal. Und es gibt wirklich nichts was Herrn Lagerfeld ferner läge. Außerdem: Wir werden doch alle gerne überrascht. Wer weiß, im November vielleicht, ganz untervermittelt, wird er vielleicht wieder einen kleinen Satz versenden. Wer es gar nicht aushält kann so lange schauen, was KarlTheKaiser schreibt, der netterweise angibt, dass er „Not The Real Karl“ sei, sondern nur einen Fan. Er versucht durch gemeine Kommentare witzig zu sein. Funktioniert leider nicht. Wirft allerdings die Frage auf – woher weiß man, dass der andere Account wirklich der von Karl ist? Antwort: Man weiß es nicht. Man weiß eben nie genau, wer auf der anderen Seite sitzt, aber das ist doch immer das gleiche Problem in der virtuellen Welt. Wir alle können ein Bild von Karl hochladen, ob bei Twitter oder Facebook und sagen: Ich bins, der Karl.
Aber die Twitter-Idee in Bezug auf Modemacher ist trotzdem irgendwie schön: Auch wenn man nicht zum erlauchten Kreis der Damen gehört, die sich während der Pariser Modewoche mit einem Chanel-Ticket die Luft zu fächern, bevor sie sich im Grand Palais danieder lassen, um die neuesten textilen Werke des Kaisers zu beäugen, so kann man doch via Twitter selbst auch ein Stück Karl bekommen. Das ist wie mit den Designer-Kooperationen bei H&M – not the real deal, aber besser als gar nichts.

Bild 8 Karl zwitschert, Stefano auch   Modemacher auf Twitter

Aber es gibt ja auch noch andere Designer, die via Twitter mit der Menschheit sprechen – Isaac Mizrahi etwa. Gut, hierzulande eher unbekannt, aber dennoch einer der großen aus den USA. Am vierten Oktober liess er wissen, dass er es wirklich ist und schreibt: „This is the first tweet on my own. Hitherto have been impostors (who have been on my payroll) Accept no substitutes for the real mizrahi.“  Es kann natürlich auch jeder behaupten er sei es, aber das hatten wir schon. Das eigentliche Problem hier ist mit Isaac Mizrahi Schritt zu halten. Das ist für USA-Outsider schwer. Am 6. Okober schreibt er Alex Guarnaschelli sei eine Göttin. OK, das kann man dann googeln und weiß, dass das die Göttin eine in den USA bekannte Köchin ist. Schon am achten Oktober schreibt er: „Watching alds. Posada just scored. The guy who won jeopardy! Tonight (a bar tender from ny) looks like a cute gay-ish version of jorge.“ Sorry, aber das erfodert einfach zu viel Einsatz. Ich kann es nicht schaffen ihm zu folgen. Seine Nachrichten sind zu kryptisch. Ich muss nach New York ziehen und den Mizrahi-Lifestyle adaptieren, dann werde ich ihn vielleicht verstehen. Aber immer noch besser als sich zuversuchen in den Twitter-Kosmos von Stefano Gabbana, besser bekannt als eine hälfte des Duos Dolce&Gabbana, einzuklinken. Dort sind primär Nachrichten mit Emoticons und italienischen Abkürzungen das Ding. Digital emotional, aber ebefalls für Außenstehende nicht verständlich. Da halte ich halte ich es lieber mit Diane von Fürstenberg, die mit vielen Ausrufezeichen mit der Menschheit kommuniziert und simple Dinge zu verkünden hat. Etwa, dass das Wetter in Paris schlecht sei und ein neuer DVF Shop in Istanbul eröffnet hat. Aufregend ist was anderes, aber immerhin.

dvf Karl zwitschert, Stefano auch   Modemacher auf Twitter

Aber wer in der Modewelt könnte noch twittern? Klar, Marc. Marc Jacobs! Der hat soeben verkündet, dass nun mehr als 50,000 Twitter Followers habe: „We just passed 50,000 twitter followers!!! Thanks for all your support. We will try to keep you entertained.“  Und einen Minute später will er mehr. Er will 100.000. Aber das sollte kein Problem für Super-Marc sein. Gerade von Paris, wo er wegen der Louis Vuitton-Show war, wieder in New York, „home, sweet home“, angekommen, nutzt er Twitter nutzt, um sein Charity-Engagement bekannt zu machen. Er weist daraufhin, dass viele Produktein seinen Geschäften mit karitativen Zwecken verknüpft sind: „We take our charity efforts very seriously. If you look at many of the tshirts and items in the stores, many are tied to a charity.“. Super, Marc.

marc1 Karl zwitschert, Stefano auch   Modemacher auf Twitter

Aber auch hier gilt: Wenn man hier einmal den Faden verloren hat, die Namen des Lovers und der Buddies des Designers nicht weiß – dann wird es schwierig mit dem Folgen. Da halte ich es lieber mit Karl: Hier und da eine Weisheit zum Sinnieren. Was will man mehr. Kurzlebig ist schon die Modewelt ja ohnehin so schon.

Butt Website revamped!

Kategorie: | October 21, 2010 | von

butt Butt Website revamped!

Der Jahreszeitenwechsel macht einen ganz wuschig vor dem Kleiderschrank. Stilempfinden und Kleiderauswahl hatte man gerade für den Sommer synchronisiert, jetzt muss das gleiche Stilempfinden auf eine ganz neue Kleiderpalette umschwenken. Da ruht man sich zwischendurch gern in einer Oase der Leichtbekleidetheit aus. Die Webseite des Butt Magazins erblüht just in diesem Moment neu. Weiterlesen »