Butt Website revamped!

Kategorie: | October 21, 2010 | von

butt Butt Website revamped!

Der Jahreszeitenwechsel macht einen ganz wuschig vor dem Kleiderschrank. Stilempfinden und Kleiderauswahl hatte man gerade für den Sommer synchronisiert, jetzt muss das gleiche Stilempfinden auf eine ganz neue Kleiderpalette umschwenken. Da ruht man sich zwischendurch gern in einer Oase der Leichtbekleidetheit aus. Die Webseite des Butt Magazins erblüht just in diesem Moment neu. Weiterlesen »

Toujours Être Ailleurs – Die Interventionen der Klara Lidén

Kategorie: | October 20, 2010 | von

Über der Serpentine ist schon die Sonne untergegangen. Einzig und allein der Mond spiegelt sich im Wasser. Am Horizont zeichnen sich architektonische Formen ab. Manifestationen der Zivilisation, die mir ins Bewusstsein rufen, dass ich mich eigentlich mitten in London befinde. Menschenleer ist es im dunklen Hyde Park. Nur aus Jean Nouvels Sommer-Pavillon strömt noch etwas Licht und läßt den Garten der Serpentine Gallery rot aufleuchten. Aufgeweckt aus meiner existentialistischen Stimmung habe ich nun wieder einen Bezugspunkt. Aus dem Dunkel der Stadt trete ich ein in hell beleuchtete Galerieräume.

Image 1 Klara Liden  1024x678 Toujours Être Ailleurs – Die Interventionen der Klara LidénFoto: Klara Lidén
| Installation view Serpentine Gallery, London 
(7 October – 7 November 2010)
| Photograph: Gautier de Blonde

Ich inmitten der Stadt. Dies scheint auch ein Gefühl zu sein, das Klara Lidén bewegt. Mit ihren Interventionen in Städten wie Berlin, New York und Stockholm hinterlässt sie Zeichen des Menschen, der im Monströsen des Stadtraums verloren zu gehen scheint. Lidéns Arbeiten spiegeln das Unheimliche einer modernen Metropolis wider. Gleichzeitig eröffnen sie uns aber auch wie wunderschön die Kälte eines urbanen Stadtraums sein kann.

Image 2 Klara Liden Unheimlich Manöver  1024x701 Toujours Être Ailleurs – Die Interventionen der Klara Lidén Foto: Klara Lidén |
Unheimlich Manöver, 2007 (detail)
| Installation of everything in the artist’s apartment 
| Dimensions variable
| Photograph: Juan Luis Sánchez
| Image courtesy of Moderna Museet, Stockholm
© 2010 Klara Lidén

Lidéns Kunst ist aufs Wesentliche reduziert. Sie vollbringt es mit ihren Installationen wie Unheimlich Manöver, in dem sie ihr Leben in eine Galerie verfrachtet, Ordnungsstrukturen des Alltags zu schaffen. Durch ihre Neuordnung rebelliert sie gegen eine vorgegebene Ordnung durch Normen. In ihrem Video Der Mythos des Fortschritts (Moonwalks) läuft ein Mann rückwärts durch leere Räume. Seine beinahe tänzelnde Bewegung belebt die kalte Umgebung mit Poesie.

Image 3 Klare Liden Posters Installation View Serpentine Gallery 1024x681 Toujours Être Ailleurs – Die Interventionen der Klara Lidén Foto: Untitled (Poster Painting) Series | Klara Lidén
| Installation view Serpentine Gallery, London 
(7 October – 7 November 2010)
| Photograph: Gautier de Blonde

Im nördlichen Flügel bewegen sich die Besucher ganz langsam. Monochrome weiße Farbfelder evozieren hier die Erhabenheit einer Rothko Chapel. Allerdings gänzlich ohne die endlose Schwere, die Rothkos Gemälde beinhalten. Was der Besucher hier sieht sind überklebte Poster, die Lidén weiß übermalt hat und sie somit gänzlich von ihrem Inhalt bereinigt. Lidén setzt der modernen Reizüberflutung einen Minimalismus entgegen, der zur Konzentration auf das Wesentliche anregt.

Image 4 Klara Liden  1024x681 Toujours Être Ailleurs – Die Interventionen der Klara LidénFoto: Teenage Room | Klara Lidén
| Installation view Serpentine Gallery, London 
(7 October – 7 November 2010) |
Photograph: Gautier de Blonde

Die Installationen Lidéns, wie beispielsweise Teenage Room offenbaren uns eine gespenstische Leere bewusst. Ein bisschen wie eine Todeszelle wirkt dieser Raum, bei derem Betreten das Öffnen des Türrahmens eine Axt in Bewegung setzt. Drinnen ein Hochbett. Ganz ins schwarz gestrichen. Eine Ikea-Lampe beleuchtet dieses Szenario, das die Frage nach dem fehlenden Bewohner aufwirft.

Image 5 Klara Liden Always to Be Elsewhere 768x1024 Toujours Être Ailleurs – Die Interventionen der Klara Lidén

Foto: Klara Lidén
| Toujours Être Ailleurs (Always To Be Elsewhere), 2010
(detail) |
Mixed media
| Photograph: Arno Gisinger |
Image courtesy of Jeu de Paume, Paris
© 2010 Klara Lidén

Toujours Être Ailleurs. Der Titel dieser Arbeit verweist darauf, wie der Mensch nie zur Ruhe kommt. Im Chaos der Zivilisation braucht er Strukturen, die ihn irgendwo für eine Zeit ankommen lassen. Dies ist immer nur temporär. Das Ephemere des urbanen Raums, der sich ständig im Wandel befindet, erlaubt es niemandem mehr sich hier niederzulassen. Der Mensch ist immer ANDERSWO.

Klara Lidéns erste große Einzelausstellung —ein gemeinsames Projekt des Moderna Museet (Sweden) und der Serpentine Gallery— ist noch bis zum 7. November in London zu sehen.

Serpentine Gallery
Kensington Gardens
London W2 3XA

T: 020 7402 6075
F: 020 7402 4103

At the Sartorialist … having fun, but only on a scooter!

Kategorie: | October 19, 2010 | von

bike1 At the Sartorialist … having fun, but only on a scooter!

Zwei Räder mit Motor, das bedeutet für den Sartorialist Scott Schuman zwangsläufig Vespa, wie man rund um den Eintrag “On the street … having fun, but not on a Vespa!” ablesen kann. Fährt jemand eine andere Marke, ist er ein tollkühner Abweichler, dessen Courage man bewundern muss. Weiterlesen »

Rewind: Fantastikoi Hxoi on “The White Room”

Kategorie: | October 18, 2010 | von

In discussion with Fantastikoi Hxoi on “The White Room” by The KLF (1991).

0 Rewind: Fantastikoi Hxoi on The White Room

What introduced you to the KLF? Were you already familiar with their previous incarnations as Justified Ancients Of Mu Mu or The Timelords, or did it start with their period from KLF onwards?

Well, I was something like twelve years old when “The White Room” broke internationally. I remember the “Last Train To Trancentral” video coming on after Paula Abdul on TV. I was like “ok, this is different”. It was a bit spooky to my young mind to be honest, all that faux-ritualistic imagery – and the music was equally gripping. Some years later I discovered The Orb and re-discovered the KLF and all their previous incarnations. Slowly I started to realise what they were really about.

Considering that “What Time Is Love?” was already released in 1988, would you say that The KLF introduced rave to dance music with all the according signals, stadium noises and such, or did they pick up on developments that were already there? Did they actually relate to a timeline in dance music?

As far as I can tell, they are one of the first underground rave acts that brought this kind of music (or elements of it) to the mainstream, complete with conceptual visual imagery and a certain philosophy. And ‘mainstream’ of course, is not 20.000 punters in a field in the UK. It’s a 12-year-old in Greece, on telly.trans Rewind: Fantastikoi Hxoi on The White Room Weiterlesen »

Anytime – Anyhow – Any Place – Kübelweise Josefsohn

Kategorie: | October 17, 2010 | von

Wer sich an einer warmen Quelle mit Handtuch zu sonnen gedenkt, sollte geeigneten UV-Schutz nicht vergessen. Und wenn doch, improvisiert man mit Strandgut.

Endurvinnsla: Recycling auf isländisch. Und was machst Du damit?

Video: shot with Nokia N8

Kölsch Arty Fairy 2010

Kategorie: | October 16, 2010 | von

Jetzt, da das Flash Forward Festival vorbei ist, kann man sich wieder kontinentalen Kunstgenüssen zuwenden. (Ich bin trotz des guten Programms ja gar nicht in Toronto gewesen, Artisten wie Melinda Gibson kann man sich auch in diesem Internet anschauen.) Mit anderen Worten: die Kölner Art Fair steht vor der herbstlichen Tür und hält ein paar Veränderungen zu den vergangenen Jahren bereit. Weiterlesen »

Neu in Berlin: Kontaktkneipe Trust

Kategorie: | October 14, 2010 | von

trust1 Neu in Berlin: Kontaktkneipe Trust

Diese Kneipe ist nichts für einsame Wölfe. Wer hier etwas trinken möchte, muss sich zusammentun. Die Bar offeriert keine Ein-Personen-Getränke, sondern nur Flaschen und Karaffen. Weiterlesen »

Straßen und Supermodels – Peter Lindbergh in Berlin

Kategorie: | October 13, 2010 | von

Es gibt unzählige deutsche Fotografen mit Talent und Namen, deren Modestrecken man in internationalen Magazinen bestaunen kann und deren Abbildungen die Kleider und Kosmetikmarken großer Häuser bewerben. Wenn man aber nach den wirklich großen Namen deutscher Modefotografen der vergangenen Jahrzehnte fragt, nach denen, die für das Genre schlechthin stehen, dann gibt es eigentlich nur drei Namen: Ellen von Unwerth, Helmut Newton und Peter Lindbergh. Alle drei haben (oder hatten im Falle Helmut Newtons, der im Jahr 2004 verstarb) ihren ganz eigenen Stil.

 Straßen und Supermodels   Peter Lindbergh in Berlin

Während Newton sich zeitlebens auch mit kritischen Worten zu seinen Bildern abfinden musste, die oftmals nackte oder zumindest wenig bekleidete Frauen in zum Teil aufreizenden Posen zeigten, und auch Ellen von Unwerth gerne provoziert (wie mit ihrer Fotostrecke für das Magazin Vman im Frühjahrr diesen Jahres, in dem sie leicht bekleidete Frauen neben Figuren des Animations-Films Shrek posieren ließ) kann man kaum Kritisches über Peter Lindbergh finden.

 Straßen und Supermodels   Peter Lindbergh in Berlin

Denkt man ein klassisches Peter Lindbergh-Bild der Neunziger Jahre, blickt man in die Augen eines Supermodels wie Tatjana Patitz oder Nadja Auermann. Vielleicht mit leicht zerlaufenem Augen-Make-up, in jedem Fall etwas lasziv aber nie vulgär, schön aber nicht zu glatt, immer mit einem Hauch Verletzlichkeit, irgendwo, draußen auf der Straße. Wo Newton den Körper inszeniert, von Unwerth die Maskerade benutzt und eine Geschichte erzählt, ist es bei Peter Lindbergh immer das Gesicht. Und der Moment, in dem das Posieren aufhört.

Unter dem Titel „Peter Lindbergh . On Street. Photographs and Films . 1980 – 2010“ zeigt die Berliner C/O Galerie momentan eine große Ausstellung mit seinen Arbeiten –  aber keine Retrospektive. Das war die Bedingung Lindberghs. Ebenso wie keine Bilder zu zeigen, die in Berlin bereits gezeigt wurden. Stattdessen gibt es eine Serie mit Straßenszenen in New York, aber auch bekannte Gesichter wie Veruschka, Milla Jovovich oder Nadja Auermann – unretouchiert mit feinen Fältchen im Gesicht, ein Bild aus den letzten Jahren, sind Teil der Ausstellung. Oder Kate Moss im Jahr 1994: jung, unschuldig, unverbraucht.

 Straßen und Supermodels   Peter Lindbergh in Berlin

 Straßen und Supermodels   Peter Lindbergh in Berlin

Es lohnt sich in jedem Fall sich die Ausstellung anzuschauen, wie es eigentlich immer lohnt, Werke, die man nur vom Blättern von Magazinseiten kennt, im Original anzusehen. Aber wer sich auf die Suche nach einem Anhaltspunkt für Kritik machen will, der wird vergebens suchen. Was kann man ihm vorwerfen? Lindbergh zeigt Schönheit. Immer. Er kann wahrscheinlich gar nicht anders.

Kunst oder Mode? Dollar!

Kategorie: | October 12, 2010 | von

warhol1 Kunst oder Mode? Dollar!

Die erste Oktoberwoche wurde in Berlin von der Kunst überglänzt – oder überschattet, je nachdem wie nervenstark man dem Art-Forum-Brimborium gegenübersteht. Auch in der Mode beuge ich mich der Kunstdominanz (ich habe Nerven wie Drahtseile). Weiterlesen »

Rewind: Ralf Schmidt über “Songs Of Leonard Cohen”

Kategorie: | October 11, 2010 | von

Im Gespräch mit Ralf Schmidt über “Songs Of Leonard Cohen” von Leonard Cohen (1967).

0 Rewind: Ralf Schmidt über Songs Of Leonard Cohen

In jüngeren Jahren kannte ich Leonard Cohen weitestgehend aus dem Radio, meine Mutter hatte zwar Platten von ihm, die ich aber lange Zeit ignoriert habe. War es bei Dir auch so eine Inspiration aus der elterlichen Plattensammlung?

Definitiv, das war eine der ersten Sachen mit denen ich musikalisch in Berührung kam, schon als sehr kleines Kind. Vor allem meine Mutter hörte und hört immer noch gerne seine Musik. Diese frühe Prägung ist sicherlich einer der Gründe, weshalb mich die Musik von Leonard Cohen so berührt. Natürlich hatten meine Eltern auch noch andere Platten im Schrank stehen, die mir nicht so sehr ans Herz gewachsen sind – es gibt also noch andere Gründe, aus denen ich mich für Cohen so begeistern kann. Welche das sind – ich kann es nicht genau sagen. Ich glaube auch, wenn ich es genau wüsste, wäre die Begeisterung nicht so groß. Die wirkliche Beschäftigung mit Cohen kam auch erst, nachdem ich schon lange von zu Hause ausgezogen war. Damals gab es für mich eigentlich nur HipHop, Soul & Funk und elektronische Musik.

Auch wenn man sich anfänglich nicht für Leonard Cohen interessiert, wenn man ihn einmal gehört hat, erkennt man ihn sicherlich immer wieder. Seine Stimme, und seine Art Songs zu schreiben sind schon sehr eigen. Was macht ihn für Dich so besonders? Sind es bestimmte Einzelteile, oder ist es ein Gesamtbild?

Rein musikalisch ist es natürlich als aller erstes seine Stimme, die einen hohen Wiedererkennungswert hat – eigentlich keine im traditionellen Sinne besonders “schöne” Singstimme. Es ist oft eher eine Art Sprechgesang, nicht immer genau im Takt, manchmal fast schon brüchig. Zudem ist seine Art und Weise, mit Melodien und Harmonien umzugehen sehr eigen. Besonders in der Anfangsphase waren seine Arrangements auf den ersten Blick sehr minimalistisch, nur wenige Elemente, meist Akustikgitarre, Streicher, Frauenchöre und sparsam eingesetzte Rhythmuselemente, die jedoch in ihrem Zusammenspiel eine unheimliche Dichte erzeugen. Bei genauerem Hinhören kann man dann jedoch in beinahe jedem dieser Stücke versteckte Schichten freilegen, Effekte, leise Geräusche, teilweise sogar synthetisch anmutende Klänge. Was ihn zudem für mich einzigartig macht, ist seine Fähigkeit, seine Texte, obwohl voll von Metaphern und Bildern, dennoch sehr offen zu halten und dem Hörer die Möglichkeit zu geben, sein eigenes Leben in die Lieder hineinzulegen – ohne dabei beliebig zu wirken. Weiterlesen »