Das Alphabet der Unschärfe – art berlin contemporary

Kategorie: | September 09, 2011 | von

070920111412 Das Alphabet der Unschärfe – art berlin contemporary„Die abc ist eher eine Ausstellung als eine Messe“ lavierte Jochen Meyer, Galerist von Meyer Riegger (Berlin/Karlsruhe) und zusammen mit Joanna Kamm von der Galerie Kamm Geschäftsführer von art berlin contemporary, über den eigentümlichen Zwischenbereich, in dem sich das ehemalige nur Art-Forum-Anhängsel jetzt Platzhirsch breitzumachen anschickt. Denn mit dem Wegfall der wirtschaftlich schwachbrüstigen und terminlich ungefestigten Berliner Kunstmesse kann das Ausstellungsformat abc zu einem Ersatz werden, der sich auch unter dem Strich für die teilnehmenden Galerien rechnet. Weiterlesen »

TAGS: | | | |

Trägt man das jetzt so? – SZ Magazin, ein Modeheft

Kategorie: | September 09, 2011 | von


DSCF5372 600 Trägt man das jetzt so?   SZ Magazin, ein Modeheft
Die Mode ist ein Spiel. Wer mitspielen will, muss die Regeln kennen. Die Regeln aber ändern sich mit jeder Saison – was wiederum Teil des Spiels ist. Verwirrend? Absolut. Aber ist das nicht der Kick, den die Mode uns schenkt? Sie fordert uns heraus, und manchmal stößt sie uns sogar vor den Kopf. Vor allem aber wirft sie Fragen auf: Warum trägt Franck Ribéry einen goldenen Trainingsanzug? Welche Jeans macht den besten Hintern? Oder: Was ist die Farbe des kommenden Winters? Und wie passt das alles zusammen?” fragen die Macher des heute erscheinenden Süddeutsche Zeitung Magazin Modehefts. Und sie geben Antworten. Mal amüsant, mal clever, jederzeit stilsicher, überraschend und erwartungsgemäß schön:

Trägt man das jetzt so? 26 gute Fragen, 26 gute Antworten. Ein Modeheft. Am Kiosk.

DSCF5378 600 Trägt man das jetzt so?   SZ Magazin, ein Modeheft

DSCF5380 600 Trägt man das jetzt so?   SZ Magazin, ein Modeheft

DSCF5383 600 Trägt man das jetzt so?   SZ Magazin, ein Modeheft

DSCF5387 600 Trägt man das jetzt so?   SZ Magazin, ein Modeheft

DSCF5390 600 Trägt man das jetzt so?   SZ Magazin, ein Modeheft

DSCF5391 600 Trägt man das jetzt so?   SZ Magazin, ein Modeheft

DSCF5393 600 Trägt man das jetzt so?   SZ Magazin, ein Modeheft

DSCF5395 600 Trägt man das jetzt so?   SZ Magazin, ein Modeheft

DSCF5396 600 Trägt man das jetzt so?   SZ Magazin, ein Modeheft

DSCF5397 600 Trägt man das jetzt so?   SZ Magazin, ein Modeheft

Short Shots 2.0: Antonia Baum, Autorin

Kategorie: | September 08, 2011 | von

Welche Seiten werden gebookmarkt und welche stehen in echt im Bücherregal? Worin steckt das Herzblut steckt und welches App hilft weiter? Antworten von Menschen der aktuellen Kulturlandschaft auf Fragen rund ums zeitgenössische Leben zwischen On- und Offline-Modus. Diese Woche mit: Antonia Baum

Sie hat dieses Jahr beim renommierten Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb gelesen, diverse Kurzgeschichten veröffentlicht und schreibt unter anderem für den Freitag über Kulturthemen: Antonia Baum. In wenigen Tagen erscheint der Debütroman der 1984 geborenen Autorin. Der heißt „Vollkommen leblos, bestenfalls tot“ (Hoffmann & Campe). Darin geht es um das Loslösen vom Elternhaus, dem Entkommen aus der Provinz und Problematiken, die das zeitgenössische Leben als junger Mensch in Deutschland mit sich bringt, wie die Last des Anspruchs der Einzigartigkeit und die Anforderungen der Gesellschaft. Antonia Baum selbst sagt allerdings, es gehe weniger um das Worum-es-geht, sondern, vielmehr um das Wie-die-Protagonistin-auf-die-Geschichte-blicke und „mit welchen Gedanken sie das Ganze begleitet.“  Vor allem geht es darum, diese junge Autorin zu entdecken, denn die gedankenflussartigen Sätze, saugen den Leser quasi direkt in den Kopf der Protagonistin. Als „stakkatoartig“ wird Baums Stil gerne beschrieben, man kann die Satzgeflechte auch einfach direkt und dicht und von ironisch bis zynischer Lakonie geprägt, nennen. Wem wörtliche Beschreibungen für Geschriebenes zu abstrakt sind, der kann hier selbst in die Schreibe der studierten Literaturwissenschaftlerin reinlesen oder einfach am 8.9. beim Internationalen Literaturfestival Berlin vorbeischauen, wo Antonia Baum bei der Veranstaltung „New German Voices“ liest. Wer wissen will, was Antonia Baum zu sagen hat, wenn sie nicht gerade eine Protagonistin in einem Roman sprechen lässt, der sollte jetzt weiterlesen…

 

Foto 106 Short Shots 2.0: Antonia Baum, Autorin

NAME Antonia Baum
JAHRGANG 1984

HEIMAT vs. WAHLHEIMAT
Woher kommst du und wohin willst du?
Möglichst weit weg, mit dem Flugzeug. Wenn ich weg bin, finde ich Berlin sehr liebenswürdig.

BOREDOM vs. ENTERTAINMENT
Was langweilt dich zu Tode und was/wer lässt deinen Adrenalinpegel steigen?
Gelangweilte Menschen langweilen mich. Wenn die so mit Absicht tot durch die Straßen laufen, damit ja niemand denkt, sie könne noch irgendwas beeindrucken. Spannend finde ich gerade „The Wire“.

HABEN vs. SEIN
Was ist dein aktuelles Objekt der Begierde und was bewegt dich wirklich?
Ich will immer mehr Geld, eine größere Wohnung, Autos, Flugzeuge und das alles, den ganzen Tag und das bewegt mich wirklich.

HARDWARE vs. SOFTWARE
Welches Gadget ist unentbehrlich und welche Applikation hat immer eine Lösung parat?
Ich will nicht wissen, was ein Gadget ist. Das Wort ist eklig.

CONVENIENCE vs. LUXURY
Was macht deinen Alltag aus und worauf sparst du schon ewig?
Ich mag gutes Essen und spare auf Geld.

HOT SPOT vs. SO NOT!
Wo ist aktuell dein zweites Wohnzimmer und welcher Ort geht gar nicht (mehr)?
Ich gehe oft ins Schwimmbad tauchen und kriege deswegen von Orten, die „gar nicht gehen“ nichts mit.

FREUND vs. FEIND
Wer bereichert deine Welt und wer sorgt fürs Gegenteil?
Ich habe Streit mit Universitäten, jedweder Art von Ämtern und besonders dem Fiskus, wegen dem ich fürchte, ins Gefängnis zu kommen, schon immer. Die Polizei macht mir auch nur Probleme, weil sie mir nie geholfen hat, sondern mich immer nur noch ärmer gemacht hat mit ihren unverhältnismäßigen Bußgeldern. Das Problem ist, dass viele Menschen der Mentalität nach nichts anderes als Polizisten sind und deswegen natürlich nicht bereichernd. Ich flüchte mich vor dieser Realität in Bücher, Serien, Drogen und dann zurück in die Arme meiner Familie.

SCHWARMINTELLIGENZ vs. HERDENTRIEB
Wann baust du die Gemeinschaft und wann lässt du die Massen lieber alleine ziehen?
Menschenmassen sind immer schlimm und das zu sagen ist auch schlimm, weil es schon so oft gesagt worden ist, dass es gar nichts mehr sagt. Ohne Menschen stirbt man, mit auch, was soll man machen – ich verstehe die Frage nicht.

NOW vs. FOREVER
Was liest und hörst du momentan und welche Standardwerke möchtest du nicht missen?
Welche Zeilen und Noten treffen den Zeitgeist und welche haben dich geprägt?
Westberlin Maskulin, M.O.R.

GOOD vs. EVIL
Wie machst du die Welt ein bisschen besser und was war deine letzte Sünde?
Ich bin nett zu meinen Nachbarn und trenne meinen Müll, ich bin für Sexismus gegen Rechts und Fleischlosigkeit, ich lese Zeitungen und führe engagierte Diskussionen.

DANKE!

0 Short Shots 2.0: Antonia Baum, Autorin

40296 1 baum bb web1 Short Shots 2.0: Antonia Baum, Autorin

Jan Joswig goes Istanbul

Kategorie: | September 07, 2011 | von

Jan istanbul Jan Joswig goes Istanbul

… um zu überprüfen, wie gut Istanbuler in Berliner Designern aussehen. Er begleitet das Projekt Berlinpieces als embedded Journalist. Weiterlesen »

Nokia lässt komponieren – Nokia Tune Remake

Kategorie: | September 06, 2011 | von

nokia logo Nokia lässt komponieren   Nokia Tune Remake

In einer breit angelegten Crowdsourcing-Kampagne lädt Nokia dazu ein, eine neue Version des weltweit bekannten “Nokia Tune” zu kreieren. Die Vorschläge können unter http://nokiatune.audiodraft.com eingereicht, angehört und bewertet werden. Der Klingelton “Nokia Tune” basiert auf der Komposition “Grand Vals” des spanischen Gitarristen und Komponisten Francisco Tárrega (1852 – 1909) und wurde erstmalig 1994 mit der Nokia Serie 2100 vorgestellt.

Gemeinsam mit AudioDraft, einem weltweiten Experten im Bereich Audio Kreation sucht Nokia nach einem neuen Klingelton. Frisch, ausdrucksstark, kreativ und einzigartig sind Schlagworte, die den neuen, unverwechselbaren Klingelton für Nokia ausmachen sollen. Dabei können die Bewerber sowohl mit alten als auch neuen Melodien experimentieren oder komplett eigene Musikstücke, Töne und Kompositionen erstellen. Die Länge des Klingeltons sollte maximal 30 Sekunden betragen. Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 2. Oktober 2011.

Die fünf beliebtesten Beiträge (diejenigen mit den meisten “Likes”) qualifizieren sich direkt für das Finale. Weitere fünf Finalisten werden von einer Jury bestimmt, die aus den insgesamt 10 Final-Tönen den Sieger des Wettbewerbs kürt.

Die beste Melodie wird in ausgewählte Modelle des Produktportfolios 2012 integriert, was einer geschätzten Stückzahl von 100 Millionen Geräten entspricht. Außerdem wird der Klingelton im Nokia Ovi Store zum Download verfügbar sein sowie in das Nokia Brand Book integriert. Dem Komponisten winkt darüber hinaus ein Preisgeld von 10.000 US-Dollar. Die Werke der fünf Nächstplatzierten werden ebenfalls im Nokia Ovi Store zum Download bereit stehen und die Komponisten erhalten jeweils 1.000 US-Dollar als Gewinn.

Short Shots 2.0 – Katja Kullmann, Journalistin + Autorin

Kategorie: | September 05, 2011 | von

Wir wollen wissen was geht – und was nicht. Wo die Heimat ist und wo die Wahlheimat, welches Werk im Bücherregal steht und welches Gadget den Alltag ausmacht. Antworten von Menschen der aktuellen Kulturlandschaft auf Fragen rund ums zeitgenössische Leben zwischen On- und Offline-Modus. Diese Woche mit: Katja Kullmann.
Schreiben ist Beruf und Berufung für Katja Kullmann. Nach ihrem Studium der Politologie, Soziologie und Amerikanistik verschlug es Kullmann in die Medienwelt, der sie seither treu geblieben ist. Bisher hatte sie bereits diverse Positionen inne – etwa als Redakteurin, Ressort-Leiterin, Reporterin oder Textchefin bei Zeitungen wie der Financial Times Deutschland, Frankfurter Rundschau oder dem Freitag. Momentan ist sie als freie Autorin tätig und neben dem Schreiben für Magazine und Zeitungen, verfasst sie auch Bücher. Nach ihrem Erstlingswerk im Jahr 2003, ist dieses Jahr das Zweite Buch erschienen: In „Echtleben“, so der Titel, spricht die 41-jährige über etwas, das sie bestens kennt – das Leben als freie Journalistin und Schriftstellerin und die Schwierigkeit in Deutschland davon leben zu können. Dabei fasst Kullmann die Sorgen einer ganzen Gesellschaftsschicht zusammen und sinniert über Individualität, Ideale und Lifestyle sowie den Anspruch und die Arbeitswelt im neuen Jahrtausend. Das hat ihr viel Aufmerksamkeit und Anerkennung eingebracht: Der Tagesanzeiger aus Zürich lobt die Lektüre als „süffig und hochspannend“, die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung nennt es ein „wichtiges Buch“, die Hamburger Wochenzeitung Die Zeit ein „dringend zu empfehlen“. Der Untertitel von „Echtleben“ lautet übrigens „Warum es heute so kompliziert ist, eine Haltung zu haben“ – die Antwort auf diese Frage kann nur das selbst Buch liefern, aber der nachfolgende Fragebogen ist in jedem Fall Beweis dafür, dass Katja Kullmann Haltung zu bewahren weiß, und um eine Antwort nie verlegen ist und dabei etwas zu sagen hat, aber lest selbst…

 

1FAS 1 Short Shots 2.0 – Katja Kullmann, Journalistin + Autorin

KATJA KULLMANN / PHOTO: JÜRGEN ZIEMER

NAME Katja Kullmann
JAHRGANG 1970

HEIMAT vs. WAHLHEIMAT
Woher kommst du und wohin willst du?
Aus dem hessischen Mittelgebirge. Am liebsten bin ich unterwegs. Zurzeit wohne ich in Hamburg am Meer. Aber ich habe schon wieder ein paar Bahn- und Flugtickets für die nächsten Monate.

BERUF vs. BERUFUNG
Was verdient die Butter aufs Brot und wo steckt dein Herzblut drin?
Buchstaben bringen das Brot und die Butter. Oft sind leider die langweiligsten Texte am besten bezahlt. Faustregel: Schreibe drei Stücke, die dir nicht gar so viel bedeuten, aber Dir auch nicht wehtun – und finanziere Dir davon die Arbeit an einem größeren Geniestreich, an einem verstörend funkelnden Intelligenz-Projekt, an das anfangs keiner glaubt, außer Dir selbst.

BOREDOM vs. ENTERTAINMENT
Was langweilt dich zu Tode und was/wer lässt deinen Adrenalinpegel steigen?
Distinktionsbemühungen vs. Distinktionsbemühungen. Mit Status- oder Fashionfragen habe ich mich selbst nie größer aufgehalten – aber ich liebe es, diese Mechanismen ringsum zu beobachten und auseinanderzunehmen. Sprachcodes, Stil-Regeln, andere ideelle Schutzwälle und Maschendrahtzäune: alles Lieblingsthemen.

HABEN vs. SEIN
Was ist dein aktuelles Objekt der Begierde und was bewegt dich wirklich?
Aktuell projiziere ich meine Begierden auf zwei Städte: Detroit/Michigan und Akron/Ohio. Da gibt es viel zu sehen. Ansonsten sammele ich seit meinem 13. Lebensjahr Schallplatten, schwarzes, knisterndes Vinyl – das tollste Material, das je erfunden wurde.

HARDWARE vs. SOFTWARE
Welches Gadget ist unentbehrlich und welche Applikation hat immer eine Lösung parat?
Ich trage ein Telekom-Handy von 1999 mit mir herum. Ich glaube nicht an Applikationen.

ONLINE vs. OFFLINE:
Welcher Domain stattest du täglich einen Besuch ab und wem gerne in echt?
Meinem Blog, der unter dem Tag „Euphorie im Alltag“ läuft und dem Kiosk im Nachbarhaus.

CONVENIENCE vs. LUXURY
Was macht deinen Alltag aus und worauf sparst du schon ewig?
Mein Alltag ist geprägt von meinem Plattenspieler, meinen schwedischen Bücherregalen und dem Laptop. Ich spare auf ein lebenslang gültiges All-around-the-world-jump-in-and-get-further-Ticket.

HOT SPOT vs. SO NOT!
Wo ist aktuell dein zweites Wohnzimmer und welcher Ort geht gar nicht (mehr)?
Noch immer hänge ich an Hackney, London E8, da habe ich in den frühen 90ern mal ein halbes Jahr gelebt. Und ich bin sehr froh, dass ich nicht mehr in Berlin wohne.

FREUND vs. FEIND
Wer bereichert deine Welt und wer sorgt fürs Gegenteil?
Menschen, die ihre Idiosynkrasien ausleben, ihre Eigentümlichkeiten, finde ich toll. Es ist ja völlig verrückt, was Menschen manchmal machen: Mit Puppen sprechen, Traumtagebücher führen, Plastiktüten nach Farben sortieren, solche Dinge. Sehr öde finde ich alles Who-is-Who und Wer-mit-Wem. Mit Visitenkarten beeindruckt mich niemand.

SCHWARMINTELLIGENZ vs. HERDENTRIEB:
Wann baust du die Gemeinschaft und wann lässt du die Massen lieber alleine ziehen?
Oh, es gibt viele Gemeinschaften, immer wieder neue, oft nur temporär und sehr flüchtig. Manchmal entstehen sie, ganz banal, in einer langen Supermarktkassenschlange: Man blickt sich an, von Kunde zu Kunde, und ist gemeinsam genervt. Übrigens ist ja jede(r) immer ganz grundsätzlich Teil einer Masse. Ich betrachte mich selbst sehr gern und oft als soziologisches Item. Das ist ungeheuer entlastend, es erspart auch die Psychotherapie, glaube ich. Die Leute sind ja beinahe in den Wahnsinn individualisiert, heutzutage. Das tut mir sehr leid für viele.

NOW vs. FOREVER
Was liest und hörst du momentan und welche Standardwerke möchtest du nicht missen?
Welche Zeilen und Noten treffen den Zeitgeist und welche haben dich geprägt?
Zuletzt las ich viel über Arbeit – prekäre vs. abgesicherte, ausbeuterische, erfüllende, sinnlose Arbeit und so weiter. Aber jetzt beschäftigte ich mich viel mit Städtebau, Wohnpolitik, Shrinking Cities, Gentrification und so. Wichtige Autoren für mich sind Jörg Fauser, Siegfried Kracauer, Marieluise Fleißer, lauter Kleine-Leute-Schreiber, kann man sagen. Musikalisch bewegt es sich bei mir vor allem so zwischen den Jahren 1948 und 1968, vor allem in den Feldern Soul, Popcorn, Black Rock’n’Roll, Blues, Garagen-Punk, Novelty. Da liegt ja alles begraben, seither wird im Wesentlich ja nur noch gesampelt. Ab und an brauche ich eine Dosis 79er-Geräusche, Post-Punk und Proto-Wave. Und sehr selten gelüstet es mich auch nach Elektro, so Minimalzeugs. Aber damit kenne ich mich im Grunde überhaupt nicht aus.

GOOD vs. EVIL
Wie machst du die Welt ein bisschen besser und was war deine letzte Sünde?
Jeder Text ist ein Angebot, sich darüber zu unterhalten, das große Gespräch am Laufen zu halten, Dinge zu teilen. Das ist mein Beitrag. Und ich bin ein sehr höflicher Mensch, glaube ich. Sünden? Ich verweigere mich weitgehend dem allgemeinen Fitness-Gebot, rauche zu viel und schlafe zu wenig.

DANKE!

 

9783821865355 Short Shots 2.0 – Katja Kullmann, Journalistin + Autorin

Der ertappte Hipster – Georges Perecs “Die Dinge”

Kategorie: | September 03, 2011 | von

perec Der ertappte Hipster   Georges Perecs Die Dinge

Fragt ihr euch auch, seit wann die Welt sich nicht weitergedreht hat? Ich kann es genau bestimmen: seit 46 Jahren. 1965 hat Georges Perec “Die Dinge” geschrieben – und den Hipster von heute punktgenau aufgespießt. Weiterlesen »

Da schweißt sich was zusammen – Chamberlain + Buckingham

Kategorie: | September 02, 2011 | von

44185 76720 Da schweißt sich was zusammen – Chamberlain + Buckingham
Sie stehen am Anfang und Ende der Pop Art: John Chamberlain, geboren 1927 in Rochester, Indiana und David Buckingham, geboren 1958 in Dallas, Texas – nicht nur weil sie die Kulturtechniken des Schweißens, Trennschleifens und Plasmaschneidens beherrschen.

44185 76722 Da schweißt sich was zusammen – Chamberlain + BuckinghamCURVATUREROMANCE, 2009 © John Chamberlain / VG Bild-Kunst, Bonn 2011

44185 76726 Da schweißt sich was zusammen – Chamberlain + BuckinghamVENERABLEFRIENDSHIP, 2008 (links im Vordergrund) © John Chamberlain / VG Bild-Kunst, Bonn 2011

44185 76728 Da schweißt sich was zusammen – Chamberlain + BuckinghamJohn Chamberlain © John Chamberlain / VG Bild-Kunst, Bonn 2011

Als Chamberlain Ende der 1950er Jahre anfing, Skulpturen aus Karosserieteilen von Autos zusammenzuschweißen erweiterte er den langsam abflauenden Abstrakten Expressionismus in die plastische Dimension. Diese künstlerische Abwrackprämie bedeutete gleichzeitig einen der Startschüsse für die Pop Art als bestimmende ästhetische Richtung der 1960er Jahre.

Die Pinakothek der Moderne in München hat den Altmeister der Schrottskulptur wiederentdeckt und feiert Chamberlain zurzeit mit einer Auswahl von zwölf bis zu fünf Meter hohen Plastiken, mit denen der Künstler noch einmal alle Register seines Schaffens zieht.

David Buckingham Buckinghamstudios 3 Da schweißt sich was zusammen – Chamberlain + Buckingham(c) David Buckingham at Buckingham Studios, Los Angeles

David Buckingham ist eigentlich zu jung für die Pop Art, als Roy Lichtenstein und Andy Warhol Kunst und Kommerz zur Avantgardeästhetik der Zeit zusammensiebdruckten. But pop never dies… Ebensowenig wie die Automobil- und Caravanleichen, die in der kalifornischen Wüste seit Jahrzehnten vor sich hinschludern. Bis Buckingham sie wieder mittels Plasmaschneider und Schweißbrenner ins Leben zurückholt. Plakativ, farbgewaltig, naiv, gewitzt aber auch aggressiv jongliert er mit den Versatzstücken der amerikanischen Populärkultur: Autos, Waffen, laue Sprüche, Cowboy-Attitüde, markige Männlichkeit, White Trash, Prüderie und Rock’n'roll. Ein Kosmos, von dem sich auch die US-Denim-Schneider von Wrangler für die neue Kollektion der Premium-Linie Blue Bell inspirieren ließ.

David Buckingham Buckinghamstudios 0 Da schweißt sich was zusammen – Chamberlain + Buckingham(c) David Buckingham

David Buckingham Blue Bell 4 1024x682 Da schweißt sich was zusammen – Chamberlain + Buckingham(c) David Buckinghamartwork images 424055665 672363 david buckingham Da schweißt sich was zusammen – Chamberlain + Buckingham
(c) David Buckingham

David Buckingham Blue Bell 3 700 Da schweißt sich was zusammen – Chamberlain + Buckingham

(c) David Buckingham
David Buckingham Buckinghamstudios 21 Da schweißt sich was zusammen – Chamberlain + Buckingham(c) David Buckingham

Sein Studio betreibt er im Outback vor Los Angeles, seine Liebe gilt dem Altmetall und dem Werkzeug – ein wesentliches Merkmal der alten wie der neuen Pop Art. Der Herstellungsprozess bedarf Maschinen. In der komplett entindustrialisierten Feinsinnigkeit Berlins kann Buckingham mit seiner Kunst noch polarisieren. Vor allem wenn er mit seinem Blick auf den “Pop” deutscher Prägung trifft: “Für Berlin habe ich eine Luger Pistole P08 geschweißt, die emblematisch für Deutschland steht und dort seit mehr als einem Jahrhundert produziert wird. Als Kind schaute ich Hogan’s Heroes, eine TV-Serie über ausgekochte Amerikaner in einem deutschen Kriegsgefangenenlager im Zweiten Weltkrieg. Die Situationskomödie war meine erste Erfahrung mit der Deutsch-Amerikanischen Beziehung. Oberst Klink und Feldwebel Schultz trugen Luger Pistolen, also schien es mir natürlich ein Exemplar für diese Ausstellung zu entwerfen.” Die Galerie Kit Schulte bietet ihm nun eine Bühne für Buckinghams erste Ausstellung in Berlin.

David Buckingham: „Hung Like Elvis“  - 02. September bis 15. Oktober 2011
Kit Schulte – Contemporary Art
Winterfeldtstrasse 35
10781 Berlin
Mi – Fr: 12:00 bis 19:00 Uhr

Ausstellungseröffnung: am 02.09.2011 um 19:00 Uhr

John Chamberlain: “Curvatureromance”, noch bis zum 23. Oktober 2011

Pinakothek der Moderne

Barer Straße 40
80333 München

artwork images 424055665 672347 david buckingham Da schweißt sich was zusammen – Chamberlain + Buckingham
(c) David Buckingham

Bild 1: John Chamberlain in seinem Atelier auf Shelter Island, New York © John Chamberlain / VG Bild-Kunst, Bonn 2011

 

I’m gonna be your friend – Song für Somalia

Kategorie: | September 01, 2011 | von

150758 psa save the childrens im gonna be your friend campaign for east africa Im gonna be your friend   Song für Somalia

In Somalia und Ostafrika grassiert die schlimmste Hungersnot der letzten zehn Jahre. Zehn Millionen Menschen sind betroffen. Hilfsorganisationen wie Save the Children haben umfangreiche Aktionen in der gesamten Region gestartet und sind mit Hilfslieferungen vor Ort.

Mit der Unterstützung zahlreicher Topstars startete im August außerdem die Social Media-Kampagne “I’m Gonna Be Your Friend“. Dabei kann der Bob Marley & The Wailers -Song “High Tide or Low Tide” von 1973 via iTunes, Ovi Musik und über Bob Marleys Facebook-Page für rund einen Euro heruntergeladen werden, der Erlös geht an Weiterlesen »