
RESEEN ist nicht das erste transatlantische Künstler-Kollektiv, und es wird auch nicht das letzte sein. Trotzdem lohnt ein Besuch der Ausstellung, die seit Anfang August die Auseinandersetzung der in Berlin lebenden Künstler Amine Bendriouich, Christian Awe, Conny Dreher, Ebon Heath, Good Wives and Warriors, Lukas Feireiss und Noelle mit dem New Yorker Fotografen Jonathan Mannion zeigt.

Bis zum 22. September zelebriert MADE den Kunst- und (Sub)Kulturclash am Alexanderplatz. Mitunter sogar in Anwesenheit der Akteure. Fast so gut wie eine persönliche Begegnung und Auseinandersetzung ist das 20-minütige Video-Porträt. Bühne frei für eine Kollage aus Illustration, Malerei, Grafikdesign, Skulptur, Typografie, Mode und Fotografie:
Dienstag – Samstag | 16:00-18:00 Uhr
MADE | Alexanderstrasse 7 |10178 Berlin
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Wenn eine israelische Hackerin auf die Black Swan Theorie eines libanesischen Essayisten verweist, Inga Humpe und Leyla Piedayesh in der Speaker Lounge Strick- oder Kosmetiktipps oder beides austauschen, ein Neuro-Wissenschaftler anhand von Hormonen Finanzmarktzyklen erklärt, die sich gleichzeitig wie meine letzte Beziehungsgeschichte mit einem Aktienhändler lesen und der Abend mit einer bunten Mischung aus Facebook, Start-up und Non-Profit im Brenner endet, dann weiß „frau“, sie war auf der richtigen Konferenz.
 Hackerin im Stil von "The Girl with the Dragon Tattoo" - Karen Elazari
 Inga Humpe und Leyla Piedayesh - ähm - stricken
 John Coates erklärt, wie Hormone Finanzmärkte steuern
Der erste Tag DLDwomen lässt sich schlecht in einem Artikel zusammenfassen. So eklektisch die Auswahl an Rednern, Diskussionsrunden und Themen, so bunt gemischt das Publikum. Und deswegen kann ich nur den Tipp eines (ausnahmsweise männlichen Gastes) weitergeben, der sein zeitweiliges Verschwinden folgendermaßen erklärte: DLD ist wie TED – am besten, man guckt sich alle Vorträge später noch mal in Ruhe am heimischen Rechner an!
 Miss Platnum bespielt das Publikum auf deutsch
Nichtsdestotrotz hier eine Liste ausgesuchter Learnings des ersten Tages in Kurzfassung:
- DLD(women)-Mitgründering Steffi Czerny hat eine wunderbare Art, Lust auf Menschen zu machen: Wer von ihr vorgestellt wird, wächst auf der Bühne ganz automatisch über sich hinaus, um den charmanten Vorschusslorbeeren gerecht zu werden.
- Ursula von der Leyen sieht in der Technologie Fluch wie Segen: Sie schwärmt von der Unabhängigkeit, gleichzeitig Mutter und Chef sein zu können, will dem Terroristen in der Hosentasche aber auch getrost einmal den Mund verbieten – und pocht auf das Recht, dann und wann offline sein zu dürfen.
- Nebenbei merkte Heiko Hebig per twitter an, von Frau von der Leyens souveränem Englisch könne sich der eine oder andere Polit-Kollege eine Scheibe abschneiden. Recht hat er!
- René Schuster offerierte eine beeindruckende Statistik: Handys sind global stärker verbreitet als Zahnbürsten. Zum Thema Frauen in Führungsrollen hatte er ein Bild seiner MD Network Technology Andrea Folgueiras beizusteuern: Als Mutter von fünf (!) Kindern – Zwillingen (!!) und Drillingen (!!!) – sei sie in der Lage, den Job zu managen wie kein anderer.
- Iris Bohnet begründete ihre Forderung nach einer Frauen-Quote mit einem Beispiel aus den Emerging Markets: In indischen Dörfern, die Bürgermeisterinnen verordnet bekamen, änderte sich nach mehreren Jahren die Einstellungen zu Mädchen und Frauen im Allgemeinen. Mit Karriereperspektive ist der weibliche Teil der Bevölkerung plötzlich mehr wert – und sei es nur Respekt.
- Die goldene Hollywood-Regel, für den Erfolg eines Films mit dem Produzenten ins Bett zu gehen, lässt sich auch auf den Independent-Film anwenden. Zumindest, wenn die Regisseurin (Shamim Sarif) bereits mit der Produzentin (Hanan Kattan) verheiratet ist.
 Ursula von der Leyen plaudert in souveränem Englisch
 "Mehr Handys als Zahnbürsten - René Schuster von Telefónica Germany
 Iris Bohnet: Academic Dean, Harvard Kennedy School
 Die afrikanische Politikerin Kah Walla
 Angela Zäh (Facebook), Marguerite Imbert (VentureVillage) und Karen Wickre (twitter)
 Zum Abschluss im Brenner
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The other day, at a class of 2002 reunion party, I was quoting a study by Catalyst Inc., that only 16% of the board seats in large American corporations belong to women. But that these companies actually have “operating profit margins that are 84% better than their counterparts without women.” My mate was laughing: “Probably, they are the only ones who can afford women on their boards.” I was smirking, too. Who wants to be a listless bitch?! And, somehow, sexism is still bloody funny. At least in our oh-so emancipated societies.

I found the study result in the magazine Fast Company. Their latest issue is dedicated to the League of Extraordinary Women, who are fighting a two-front-war: On the one hand it’s about establishing a nurturing and powerful network in the western communities to challenge the relicts of the paternalistic society. On the other, it’s about the empowerment of women in third world countries and emerging markets to help their family microcosm by granting more education and healthcare to their children as well as adding additional billions to their countries’ GDP: “In Kenya alone, the cost of early pregnancies and limited schooling of girls is an estimated $3.4 billion in gross income.”

One of these extraordinary women the articles revolve around is Pat Mitchell. Ms. Mitchell is the CEO of the Paley Centre for Media – and she is one of this year’s co-chairwomen of the DLDwomen. For the third time, Hubert Burda Media has invited for the female-focus version of Digital, Life, Design: On July 11 and 12, more than 50 international speakers will highlight “New Values, New Rules” – how business, education, health, digital and entertainment have been influenced by women empowerment. And the list of guests reads like the who is who of politics, society, culture, media and beyond: Katharina Borchert, Peter Löscher, Inga Humpe, Marguerite Imbert, Viviane Reding, David Rowan and Antonella Notari Vischer, just to name a few. And, above all, Arianna Huffington, Ms Hufftington Post.

Sounds-like-me was lucky enough to get – after 2010 – another invitation. And I am very much looking forward to report on what the contemporary definition of feminism is all about. And in case this is not enough of an insight Burda will stream the panel discussions and presentations live on facebook: DLDwomen Livestream.
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The Killers hatten ihren Höhepunkt bereits – auf so viel kann man sich im Zentrum der rockmusikalischen Popkultur wohl einigen. Zwischen 2002 und heute haben sie über 13 Millionen Exemplarer ihrer Alben verkauft. Hot Fuss und Sam’s Town waren wie Epiphanien des Rock-Pops, Day & Age brach bereits mit dem Erfolg. Und wie so oft war der Anlass ihrer Pause eine angestrebte Solo-Karriere des Frontsängers Brandon Flowers, eigentlich eine Untergangsgeschichte für jede Rockband. Doch die amerikanische Kapelle konnte sich anscheinend von diesem Bruch erholen. Brandon Flowers Solokarriere blieb eher erfolglos – es bricht also ein neues Zeitalter für die Killers an.
Mit ihrem Album “Battle Born” wollen sie im Herbst 2012 aus der Versenkung zurück kehren. Was man im Vorfeld zu den geplanten Aufnahmen und der Produktion hört, lässt immerhin in Erleichterung aufatmen. Denn die erste Single aus dem letzten Album “Day and Age” mit dem Titel “Human” mag zwar die erfolgreichste im Repertoire der Killers gewesen sein, hat allerdings nicht mehr die Zielgruppe getroffen, die die Nevada-Rocker einst so berühmt gemacht haben. Die Fans wollten ein deutlich rockigeres Album, Day & Age jedoch war für den Mainstream, für die Eltern und die Geschwister programmiert. Diesen Schritt haben die Jungs aus Las Vegas wohl revidiert: sie wollen zurück zu ihren Wurzeln, dorthin, wo alles angefangen hat.

Ihre Wurzeln liegen in der wahnwitzigen Casino-Haupststadt der USA. Mitten in der Wüste, unter Neonlichtern, zwischen Spielautomaten und Roulette-Touristen, zogen Brandon Flowers und seine Kollegen von Hotel zu Hotel um ihre Talente in Gigs zu verwandeln. Aber die Konkurrenz ist groß: in einer Unterhaltungsstadt wie Las Vegas versuchen viele Menschen dem Erfolg näher zu kommen. Die großen Hotels – das Venetian und viele andere Häuser auf dem Strip – werden oft von diesen Musikern besucht. Als Bandmitglied Dave Keuning eine Anzeige in einer Zeitung schaltete, er suche neue Mitglieder für eine Band, wurde der Versuch in der Gruppe neu gestartet. Brandon Flowers trat der Band ein, mit “The Killers” wollten die Jungs nun die Stadt erobern.
Mit ihrem britisch klingenden Stil erreichten sie leider nicht unmittelbar den lokalen Erfolg, den sie sich ausgemalt hatten – zumindest nicht in Las Vegas. Aber Hot Fuss’ Debüt Single “Mr. Brightside” erreichte immerhin 4 Mal Platin in Großbritannien. Dort begann dann die steile Karriere der Musiker.

Bis jetzt. Denn nach der Pause sind die Erwartungen an die Band seitens der Fans natürlich groß. Doch Brandon Flowers konnte schon für einige beruhigende Worte zum neuen Album, “Battle Born”, sagen: es wird keine Dubstep-Einflüsse haben, es wird nicht wieder so zart-poppig wie “Day & Age”, sondern zurück zu einem erwachsenen Brit-Rock gehen, der nur selten an die Einflüsse aus ihrer Zeit in Las Vegas erinnert.
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NAME
myTaxi
INTERVIEWPARTNER
Sven Külper, Co-Gründer von myTaxi
LAUNCHDATE
2010
APP
myTaxi wurde im März 2010 von den beiden Gründern Niclaus Mewes und Sven Külper ins Leben gerufen. Das Hamburger Startup ist Pionier und Marktführer im Bereich der Smartphone Apps für Taxibestellungen. myTaxi stellt eine direkte Verbindung zwischen dem Fahrer und Fahrgast her: individuell, transparent und einfach.
SITZ DER FIRMA?
Neben dem Headquarter in Hamburg ist das Startup in Berlin, München, Köln, Stuttgart und Frankfurt sowie in den drei internationalen Metropolen Wien, Zürich und Barcelona mit Standortbüros vertreten.
WANN GEGRÜNDET?
Die App myTaxi wurde im März 2010 gelauncht.
BESCHREIBE DIE FIRMA IN 3 ADJEKTIVEN / 3 SCHLAGWORTEN?
- Innovator
- Kreative Zerstörer
- Querdenker
WO STEHT EURE FIRMA JETZT?
Seite dem Launch im März 2010 wurde myTaxi über 1 Million Mal aus den Onlinestores gedownloaded und ist in über 30 Städten mit über 10.000 angeschlossenen Taxis verfügbar. Unser Team besteht mittlerweile aus 80 Mitarbeitern, die alle für das Produkt brennen. Auch finanziell ist myTaxi bereits sehr gut aufgestellt. Erst kürzlich haben wir die dritte Finanzierungsrunde abgeschlossen und konnten die Daimler-Tochter car2go als Investor gewinnen. Darüber hinaus sind unter anderem T-Venture Holding GmbH, KfW Bankengruppe, e42 GmbH und Lars Hinrichs (Cinco GmbH) an myTaxi beteiligt.

WO WIRD DIE FIRMA IN 3 JAHREN STEHEN / WAS IST EURE ZUKUNFTSVISION?
Wir arbeiten aktuell verstärkt an unserer Internationalisierung. Unsere Vision ist es, als Innovator den europäischen Taximarkt in den nächsten drei Jahren zu erobern und dabei den Wettbewerbern immer einen Schritt voraus zu sein. Zusammen gefasst lässt sich das so darstellen: myTaxi ist neutral, unabhängig und finanzstark und kann dadurch Entscheidungen innovativ, schnell und flexibel umsetzen.
WOMIT VERDIENT IHR EUER GELD UND WO STECKT WIRKLICH HERZBLUT DRIN?
Unser Geschäftsmodell ist transparent und einfach. Die Taxifahrer zahlen nur pro einer erfolgreich vermittelten Fahrt 79 Cent an myTaxi. Monatliche Fixkosten sowie die Anschaffung von Hardware entfallen bei myTaxi völlig. Wir haben das Anliegen, unseren Fahrern maximale Freiheit und Unabhängigkeit zu bieten. Unser Herzblut steckt komplett in der Entwicklung unserer App. Wir haben von Anfang an für die Idee gebrannt und uns immer wieder dabei erwischt wie Detail verliebt wir arbeiten. Das Design unserer App ist für uns sehr wichtig.
WELCHES GADGET IST UNENTBEHRLICH UND WELCHE APP HAT IMMER EINE LÖSUNG PARAT?
Ein Smartphone ist für uns unentbehrlich und als App natürlich myTaxi – was sonst? Für die Mobilität ist die App von car2go eine echte Alternative, wenn der Weg mal etwas länger ist.
WELCHE MOBILEN TRENDS BESCHÄFTIGEN EUCH GERADE?
Aktuell verfolgen wir verschärft den Trend „Mobile Payment“. 2012 sollen bereits mehr als 64 Millionen Smartphone User ihre Bezahlungen für Mass Transit, Essen und digitale Medien über Mobile Payment abwickeln. Durch die direkte Verbindung zwischen Taxifahrer und Fahrgast, wird myTaxi als erster Taxi-App Anbieter diese Lösung integrieren. myTaxi Fahrten können in Zukunft „cashless“ und ohne Kreditkarte bezahlt werden.
WAS HEISST ES FÜR EUCH FÜR DEN NOKIA STORE APPS ZU ENTWICKELN?
Mit Nokia an der Seite erhoffen wir uns, eine völlig neue Zielgruppe zu erschließen. Durch die Kooperation konnten wir ein neues Betriebssystem in unser Portfolio integrieren, das fortan myTaxi auch auf dem Windows Phone 7 verfügbar macht.
WELCHER DOMAIN STATTET IHR GERNE EINEN BESUCH AB?
Machen wir kein Geheimnis draus: Facebook.
HOT SPOT / SO NOT: WO IST AKTUELL EUER ZWEITES WOHNZIMMER UND WELCHER ORT GEHT GAR NICHT(MEHR)?
Unsere Büroräume sind für uns mittlerweile wie ein Wohnzimmer. Aber das ist auch nicht wunderlich, wenn man unseren grandiosen Ausblick über den Hamburger Hafen kennt.

FREUND / FEIND: WER BEREICHERT EURE WELT UND WER SORGT FÜRS GEGENTEIL?
Unsere Welt bereichern alle, die genau so an unsere Idee glauben wie wir. Neben den Fahrern, ist es vor allem das gesamte myTaxi Team und natürlich unsere User. Als Feind würden wir niemanden bezeichnen.
GOOD / EVIL: WAS TUT IHR DAFÜR DIE WELT ZU VERBESSERN UND WAS WAR EURE LETZTE SÜNDE?
Zuerst Good: Wir haben die Vision, dass das private Auto langfristig überflüssig wird, da der Pool an alternativen Mobilitätsangeboten stetig wächst. myTaxi wird zukünftig zusätzlich in die car2go App integriert. Und nun Evil: Unsere Sünden? Die haben wir bereits gebeichtet.
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Wer in den letzten Jahrzehnten in Deutschland die Adoleszenz erreichte, stand zum Sommerurlaub vor der Qual der Wahl: zur Sonne in den Süden – oder zur Freiheit in die Niederlande. Und viele junge Menschen machten sich auf den Weg nach Amsterdam, die Grachten, van Gogh, De Wallen und die circa 300 Coffeeshops zu ergründen. Kunst, Kultur und Selbsterfahrung. Kein Wunder, dass viele Studienreisen nur ein Ziel kannten: die Mündung der Amstel, dahin, wo den Touristen der Hanfsamen sticht.

Und während die Einen das Heil in der Nutzpflanze sahen, und beispielsweise Kalifornien das niederländische Businessmodell Legalisierung für die Staatskasse in Betracht zog, war manch anderer gar nicht begeistert vom blauen Dunst der Erleuchtung. Zunächst wurde das Alter der legalen Konsumenten angehoben und die Handelsmenge beschränkt. Mittlerweile wehren sich einzelne Provinzen per Gesetzesbeschluss dagegen, dass jede zweite Tüte von einem Ausländer geraucht wird. Per Cannabis-Pass soll nur den Einheimischen der kontrolliere Rausch ermöglicht werden.
Was also tun, wenn entweder medizinische Beweggründe, wie spastische Anfälle und Chemo-bedingte Übelkeit, oder einfach ein gepflegter Abend mit Freunden ein paar Gramm Marihuana erfordern? Anbau und Ferien auf Balkonien. Das ist – zugegebenermaßen, weswegen Vorsicht geboten ist – nicht ganz legal. Allerdings ist in den letzten Jahren mit dem Versandhandel von hochpotenten Samen ein beachtliches Geschäft entstanden. Die Produzenten sitzen zumeist in Holland und versorgen mit ihren feminisierten Hanfsamen Saatgut europäische Hobbygärtner, die dank konkreter Anleitung Ernte und Ertrag einfach regeln können.

In Zukunft werden also wieder mehr Gästetoiletten in Studentenwohnheimen per Zeitschaltuhr angesteuert, denn 18 Stunden Licht und 6 Stunden Dunkelheit sind besonders empfehlenswert. Oder man macht es sich in besonders grünen Städten wie Freiburg gemütlich: Da stimmen Luftfeuchtigkeit und Temperatur im Sommer fast auch auf der Fensterbank.
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Die Herrenmode kommt in diesen Zeiten bekanntlich nicht allzu kurz. Dank vieler Fashion-Blogs und Streetfotografen sowie eiem nSprießen von Männerlabels aus allen Ecken gibt es fast schon einen kleinen Ablenkungsversuch von der urtypischen Frauenmode, wie man sie auf jeder Modenschau bewundern kann. Die Capsule Modemesse trifft den Zeitgeist ganz gut mit seiner neuen Wanderausstellung, die durch die Welt zieht und kontemporäre Männermode zeigt.
Die Capsule Trade Show ist zwar eine Männershow, sollte aber auch für die Damenwelt nicht an Inspiration mangeln. Die Macher konzentrieren sich dabei auf einen gemischten Style in ihrer Auswahl von Designern. Ganz vorne liegen die Ästhetiken der Großstädte, die man aus diversen Tumblr-Blogs kennt. Marken mit viel Style, aber weniger internationalem Parkett kommen hier ganz und gar zur Geltung, vor allem jene, die diesen besonderen skandinavischen Ansprüchen recht werden: Wood Wood etwa ist eine von ihnen, Norse Projects die nächste.

Die Capsule Show gibt es derzeit bereits in Berlin, Paris, New York und neuerdings auch in Las Vegas, wo man eine Pause vom Pokern machen und sich die neuesten Trends für Männer angucken kann. Modenschauen im großen Stil kann die Capsule hingegen nicht: die Messe konzentriert sich vor allem auf den Trade Aspekt. Für die Glücksspiel-Metropole Las Vegas ist der Zuzug der Capsule Show ein besonderes Erlebnis, denn die Stadt scheint gerade ihr festgefahrenes Image loswerden zu wollen.
Neben der Capsule finden sich in Las Vegas mittlerweile einige Fashion Weeks (davon allerdings nur eine offizielle), die immer mehr junge Designer und Aussteller anziehen. Vermutlich soll Las Vegas endlich das verruchte, trashige Bild abstreifen, dass man aus Filmen und touristischen Besuchen kennt. Nirgendswoanders hingegen finden so viele verschiedene Kongresse und Messen statt – dank der unzähligen Räumlichkeiten in den Hotels – wieso soll nicht auch Mode hier ihre neue Heimat finden? Die ganzen Texas Hold Em Tuniere könnten auch irgendwann langweilig werden, obwohl sicherlich die Zielgruppen der jeweiligen Nischen – Casino vs. Fashion – differieren.

In jedem Fall darf man gespannt sein, wie sich die Capsule in den nächsten Jahren mausern wird und ob sie es schaffen kann, einer der erfolgreichen Fashion Week Nebendarstellern zu werden. Auch die Bread and Butter hat das immerhin in Berlin geschafft – so weit hergeholt wäre es also nicht.
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Im ersten Moment wundert man sich, wenn man im Publikum des Keynote Tracks sitzt, frühmorgens zur Eröffnung der next 2012: Wo sind denn die ganzen Nerds?! Vielmehr umringt ein Meer von Anzugträgern und (vereinzelt) Kostümen. Nur da und dort blitzt ein Wuschelschopf auf oder zeugen blasse Wangen von durchprogrammierten Nächten.

Aber dann kommt der große AHA-Moment, wenn René Obermann die Bühne betritt und von der Öffnung seiner Telekom spricht: „We need to learn to dance.“ Und zum Tanzen hat er sich „die Nerds“ als Partner auserkoren, denen sein Unternehmen mit hub:raum, einem Inkubator, und einem Startup-College den Hof machen will.

Entsprechend hat sich die Telekom gleich ein ganzes Format gesichert: Im Start-ups Track diskutieren Größen der Szene wie Mike Butcher mit Stephan Breidenbach von betterplace.org, in wie weit sozialer und finanzieller Profit Hand in Hand gehen dürfen oder sogar müssen. Oder, ein deutscher (Stefan Glänzer) und ein amerikanischer Investor (Charlie O’Donnell) debattieren im Hot Seat, ob Berlin denn nun wirklich das Zeug zum Gründer-Valley habe. Das Publikum – zweifelsohne befangen – unterstützt lautstark den Stadtort Silicon Allee.
Doch nicht nur die anwesenden Telekom-Mitarbeiter tragen zur allgemeinen Schwarz-und-Nadelstreifen-Optik bei. Das Businessmodell der Szene hat sich professionalisiert. Die Überlebenden der Zweitausender-Blase stehen heute wieder oder immer noch auf der Bühne und philosophieren – wie Felix Petersen, immerhin im Sakko – darüber, dass so eine App für diejenigen gemacht sein müsse, die sie verstehen. Und eben nicht für diejenigen, die das Prinzip twitter / AMEN / you-name-it bis heute nicht begriffen haben.

Im Technology Track darf ein weiterer Telekom Mitarbeiter ran: Robert Schwegler präsentiert ClearSky als Alternative zur Cloud. Und Aaron Rincover von Nokia demonstriert, an welcher karthographischen 3D-Innovation das Berliner Location and Commerce Team bastelt.

Per twitter ist das Publikum dann aber auch bei allen anderen Vorträgen ganz Auge und Ohr. Und die Autorin fragt ein bisschen neidisch, ob sie nicht doch besser auf China und die Frauen über 30 gesetzt hätte, statt sich nur mit der Berliner Dimension der Thematik auseinander zu beschäftigen. Gut, heute ist auch noch ein Tag.
Neue Vorträge, neues Glück.
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Ob in der Tiefgarage, der U-Bahn oder der Schule, dailyme - das Fernsehen für die Hosentasche hat einen großen Vorteil: Es funktioniert auch dort, wo man normalerweise keinen Empfang hat.
Die Philosophie hinter dem 2007 gegründeten Berliner Start-Up ist so simpel wie einleuchtend: Euch eure Lieblingssendungen einfach überall hin mit auf den Weg zu geben. Und weil wir von Nokia einer der ersten Förderer der Berliner Jungs waren, sind wir besonders froh, dass dailyme ab sofort auch für Nokia mit Windows Phone zur Verfügung steht. Aus diesem Grund trafen wir uns mit Jonathan Dähne und sprachen mit ihm über Stempelkarten, der Überdruss an Augmented Realites und sein neues Lieblingsbuzzword “Gamification”… Weiterlesen »
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Wir wären auch gerne spontan zum Mädchenabend mit Nadine Vasta im Lugosi verabredet: Klönen, schnacken, glücklich sein. Der (fast) permanente Draht zu ihren Freundinnen ist die Facebook App auf Vastas Lumia 800. da weiß sie sofort, wer wo steckt, und wo die nächste Verabredung ansteht.
Liebe Vasta, bitte adde uns – und dann auf bald, im Lugosi.
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