Who’s that girl (behind Marni)?

Kategorie: | January 31, 2012 | von

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H&M hat es in den letzen Wochen geschafft, durchgängig in aller Munde zu bleiben. Erst die Versace-Kollektion, dann die Ankündigung, dass bereits im März die nächste Kollaboration mit einem der aufstrebendsten, europäischen Marken ins (schwedische Mode) Haus steht: Marni. Doch während jeder halbwegs Fashion-Interesssierte die Geschichte des Hauses Versace, die mindestens so viele dramatische Arabesken ihr eigen nennt, wie es seit Entstehung des Labels Goldknöpfe produziert hat, weiß man über den nächsten Kollaborationspartner meist nicht viel mehr als den Namen. Zeit also für ein paar Eckdaten, mit denen man dann im Frühling 2012 hoffentlich alle Konkurrentinnen vor den Kleiderstangen ablenken kann.

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Marni ist das Produkt der Designerin Consuelo Castiglioni. Die 1959 in der italienischen Schweiz Geborene, fand erst über Umwege zur Mode. Besser gesagt? Sie heiratete einen Kürschner, namens Gianni (da zeigen die beiden italienischen Modehäuser also doch eine kleine Gemeinsamkeit).
Nachdem sie die beiden Kinder zur Genüge erzogen hatte, stieg Castiglioni als Beraterin mit in das Geschäft ihres Mannes ein. Dort zeigte sie nicht nur viel Talent, sondern, so wie es scheint, auch Ehrgeiz. Dementsprechend hob sie 1994 ihr eigenes Label, also Marni (benannt nach ihrer Schwester) aus der Mailänder Taufe. Die Firma des Göttergatten fungierte in den Anfangsjahren noch als Mutterschiff und so konzentrierte sich Castiglioni zunächst hauptsächlich auf Leder und Pelz.

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In einer Zeit in der Pelz so verpönt war, wie es momentan die gemeine Wintergrippe ist, ließ sich die Designerin nicht von den altmodischen Pelzmoden, mit kleingeschriebenem m in der Mode, nicht einschüchtern, sondern fand ihren ganz eigenen Ansatz um dem, im doppelten Sinne, totgesagten Material neues Leben einzuhauchen. Ein Konzept das aufging, arbeitete sie sich auf diesem Weg doch nicht nur 1999 in die Selbstständigkeit, sondern beglückte ab 2001 auch die Männerwelt mit Mode aus dem Hause Marni. Dass sie all dies schuf ohne sich auf komische Lizenzverträge mit halbseidenen Sonnenbrillenherstellern und anderen Kredibilitätskillern einzulassen, spricht für Castiglioni; das ihr Mann immer noch CEO der Firma ist und ihre Tochter Carolina sich um den Onlineshop des Labels kümmert für den Familiensiinn der Designerin.

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37156540FE 13P F Whos that girl (behind Marni)?Bilder: Kim Gordon (Sonic Youth) for Marni

Und so hat das Label, dass für seine auffälligen Prints gerühmt und geliebt wird, sich ganz organisch eine immer größere Anhängerschaft geschaffen. Kein Wunder also, dass Kim Gordon, ihres Zeichens Sonic Youth Sängerin und außschließlich Freundin der Coolsten der vestimentären Schule, 2009 mit Castiglioni einen geometrischen Print entwarf. Genauso wenig verwunderlich, dass keine Geringere als Sophia Coppola den Film zum Marni und H&M Zusammenschluss gedreht hat. Wir können also gespannt sein. Auf das Result dieser Zusammenarbeit. Auf das, was uns am 08. März 2012 bei H&M erwartet. Und ob die Ablenkungstaktik aufgehen wird.

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Zwischen den Welten | Photography by Monika Rauscher

Kategorie: | January 30, 2012 | von
qualle Zwischen den Welten | Photography by Monika Rauscher

Shot with Nokia

Apertur, Verschlusszeit, Weissabgleich. Normalerweise besteht die Kunst der Fotografie darin, den Blick und Eindruck des Betrachters mit den richtigen technischen Mitteln zu führen. Was aber, wenn all diese Mittel nicht zur Verfügung stehen? Dann bedarf es dem richtigen Motiv – und viel Talent für den richtigen Augenblick.

artist Zwischen den Welten | Photography by Monika Rauscher

Monika Rauscher, Jahrgang 1976, bekam im vergangenen Sommer zufällig ein Nokia C6 Smartphone von ihrem Bruder geschenkt. Mit 5 Megapixeln sowie einem einzigartigen Auge für Kontraste, Strukturen und Spiegelungen ausgestattet, hielt sie ihren Alltag fest. Ein fotografisches Tagebuch, veröffentlicht auf Facebook, das mit einer kleinen Spielerei begann, ist nun in Auszügen in der Schöneberger Galerie Under the Mango Tree zu sehen.

crowd 01 Zwischen den Welten | Photography by Monika Rauscher

Durch einen weiteren Zufall wurde die Galeristin Mini Kapur auf Monika Rauscher aufmerksam. Sie schätzt die Fähigkeit der Künstlerin, Imagination und äußere Wirklichkeit miteinander zu verweben. Und tatsächlich handelt es sich bei vielen Motiven um Spiegelbilder, bei denen das Auge des Betrachters zwischen der oberflächlichen Wahrnehmung und der zweiten Bildebene hin- und herosziliert – und sich dabei der Tiefe des Eindrucks nicht entziehen kann. Realität wird zur relativen Erfahrung, die sich in ihrer Flüchtigkeit manifestiert.

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Shot with Nokia

Der Unbeständigkeit des Moments begegnet Monika Rauscher mit ihrem Smartphone. Sie sagt, viele der Bilder wären ohne ihr Handy nie entstanden, da ihr Nokia C6 ihr steter Begleiter im Alltag ist.

Monika Rauscher: Many Realities
30. Januar – 11. März 2012
UNDER THE MANGO TREE

Merseburgerstraße 14
10823 Berlin

roll up banner Zwischen den Welten | Photography by Monika Rauscher

 

Ein Flow aus Fragmenten: Nicolas Jaar im Berghain

Kategorie: | January 28, 2012 | von

Nicolas Jaar wurde nicht von wenigen – inkl. mir selbst – als einer der interessantesten Musiker des Jahres 2011 gelobt. Seine popbildungssatten Elektro-Miniaturen, zu denen man sowohl nachdenken als auch tanzen kann, schienen vielen in eine mögliche Zukunft zu weisen, raus aus dem retro-lastigen Gegenwartsbetrieb.

Nun kam er Mitte Januar nach Berlin und man wollte hören, was sich da live tut. Noch dazu im Berghain, das sich neben seinem Ruf als einem der besten Clubs Europas zunehmend als eine sehr angenehme Konzert-Location etabliert. Zwei Abende mussten gegeben werden. Beide waren ausverkauft, die Schlange derjenigen, die im Berliner Nieselregen auf die Abendkasse hofften, lang.

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Mit dem Nokia Lumia 800 durch Schrift und Bild

Kategorie: | January 25, 2012 | von

Die Nachricht dürfte man im südfinnischen Espoo mit Wohlwollen aufgenommen haben: Mit der Einführung des Lumia deute sich eine globale Renaissance des Windows-Handys an. Nokia war mit Microsoft erst im letzten Jahr eine neue Allianz eingegangen, um sich mit der neuen Flaggschiff-Serie Lumia im elektronischen Weltreich von Smartphonia wieder ganz nach vorne zu funken.

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Auch Katze Luzy interessiert sich für Smartphonia

Während das Lumia 900 für den US-Markt vorbehalten ist, glänzt das Schwestermodell Nokia Lumia 800 seit kurzem nicht nur mit einem überzeugenden Gehäusedesign, sondern auch mit ansprechende inneren Werten, technologischer wie virtueller Natur. Mit Apples Betriebssystem OS-X kamen seinerzeit die hübsch gestalteten und ansprechend animierten Icons über unsere Monitore und Telefonbildschirme. Horden minder talentierter Screendesigner folgten und triezen uns seitdem mit Logos, Bildchen, App-Icons und bunten Schaltflächen wie sie infantiler, greller und hässlicher kaum sein können. Entnervt vom Übereifer der Kreativkaste wünscht man sich ins Reich der Piktogramme auf dem Standard Otl Aichers und der Olympischen Spiele 1972 zurück.

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Windows-7-Symbole erinnern an die Prä-Icon-Zeit

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Simple Piktogramme statt überdesignter Icons

Nokia hat das Flehen gehört, setzt es mit dem Lumia 800 konsequent um und setzt auf Schrift. Alle Menüs sind aufgeräumt und schriftbasiert, Icons trifft man nur auf der Inhaltsseite, die man schnell beiseite gewischt hat. Wie sehr man sich doch an das Entziffern und Klicken von Bildern gewöhnt hat! Umso entspannender und moderner erscheint da das System im Lumia 800. Eine klare, serifenlose Typografie leitet durch die Steuerung des Smartphones, selbst das klassizistische Design von Facebook ist auf dem Lumia 800 noch weiter heruntergebrochen, verschmilzt mit dem Telefonadressbuch zu einer Einheit, die nur noch ihren Nutzen kommuniziert, nicht mehr die Anstrengungen der Gestalter.

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Schrift zur Orientierung – wie einfach, wie schön!

25012012226 Mit dem Nokia Lumia 800 durch Schrift und Bild

Konzeptuelle Avantgarde: Schrift sprengt den Raum

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Designempfehlung an Facebook

Für Microsoft auch auf Windows 7 obligatorisch heißt die Liebe zu Buchstaben und Zahlen im Nokia Lumia 800 natürlich Office und bietet als Abstraktion der bekannten Desktop-Textverarbeitung alles was geboten ist, um Texte zu verfassen (mit akzentuierter Rechtschreibprüfung in Deutsch und Englisch) und Zahlenkolonnen einzupflegen. Und die Kompatibilität ist gewährleistet.

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Auch hier geht es um Schrift...

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Die Abstraktion des Office

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Gut versteckt und doch gefunden: die Sonderzeichen

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The rebirth of the Reiseschreibmaschine

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In deutsch oder englisch: eine Ergebenheitsadresse an Snoopy und Edward Bulwer-Lytton

Bleibt noch die Kamera zu erwähnen: 8 Megapixel kann der Chip auflösen. Da das Licht vom Objekt erst durch eine Optik von Carl Zeiss muss, kommen dabei auch mehr als annehmbare Bilder heraus. Außenaufnahmen sind von bestechender Qualität und brillanter Farbigkeit. Auch Innenaufnahmen werden realistisch abgebildet, selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen. Spielereien wie Solarisation und Sepiafilter sind obligatorisch. Besonders positiv fällt auch die Makro-Einstellung für Aufnahmen im extremen Nahbereich auf. Und der Autofokus überzeugt sogar bei der für Handykameras normalerweise schwersten aller möglichen Übungen: der Scharfstellung auf einen schwarzen Kater!

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Halleluja

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Halle-eee-lu-jaaa!

 

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In schwierigstem Licht...

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... hilft im Zweifel nur Wulffen oder Solarisieren

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Auch die Fotosammlung präsentiert sich sehr aufgeräumt

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Und Kater Lobo weiß: Er ist scharf!

 

“Make my App” | Gewinnt Eure eigene Windows Phone-Applikation

Kategorie: | January 19, 2012 | von

“Make my App”: Gewinnt Eure eigene Windows Phone-Applikation!

Ob Wetterbericht, News aus aller Welt oder die nächsten Bahnverbindungen – für praktisch alles gibt es heute eine App! Mit dem neuen Nokia Lumia 800 stehen über den Microsoft Marketplace heute schon mehr als 60.000 Apps bereit. Aber ist Euer Blog auch schon als App darunter? Nein? Dann vielleicht bald, denn wir bieten Euch die Chance, beim Wettbewerb „Make my App“ Euren eigenen Blog als Windows Phone 7 App unter anderem auf das Nokia Lumia 800 und das Nokia Lumia 710 zu bringen.

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Damit sich das Mitmachen nicht nur für den Gewinner lohnt, erhalten die Top 3 Blogs unseres „Make my App“ Wettbewerbes folgende Preise:

1. Platz: Eigene Windows Phone-App, programmiert vom finnischen Software-Spezialisten Futurice

2. Platz: Ein Nokia Lumia 800 Smartphone

3. Platz: Ein Nokia Lumia 710 Smartphone

 

Wie funktioniert’s?

Die Leser sind das Herzstück eines jeden Blogs. Aktiviert also Eure Fanbase und zeigt uns, dass ihr die coolsten und treuesten Leser habt. Dazu könnt ihr zum Beispiel eine ausgefallene Fotocollage mit Bildern Eurer Leser oder kreative Kurz-Videos mit Grußbotschaften Eurer Fans einsenden. Es ist egal, wie groß oder klein Euer Blog ist, was zählt, ist die sympatische Idee.

Kleiner Tipp dazu: Wenn ihr bei Eurem Aufruf eine konkrete Idee vorschlagt, macht ihr es Euren Lesern einfacher, Euch zu supporten. Euren Beitrag schickt ihr dann an gewinnspiel@nokia.de. Einsendeschluss ist Montag, der 05. März 2012.

 

Aus allen Beiträgen wählt eine Jury bestehend aus Vertretern von Microsoft, Nokia und Futurice sowie dem Autor, Blogger, Moderator und Gelegenheits-DJ Nilz Bokelberg den Gewinner aus.

Entwickelt wird die Gewinner-App von Futurice. Der finnische Software-Spezialist mit Sitz in Berlin wurde im Jahr 2000 gegründet und entwickelt Software für Online- und Mobile-Anwendungen.

Weitere Angaben zur Teilnahme am Wettbewerb „Make my App“ findet ihr unter http://www.nokia-smartphone.de/wp-content/uploads/2012/01/Teilnahmebedingungen_Make-My-App.pdf.

 

Wir wünschen allen Teilnehmern viel Erfolg und freuen uns auf viele kreative Einsendungen.

Tape dir einen: Mit dem Windows Phone zu Bodi Bill

Kategorie: | January 09, 2012 | von

Mitten im Modetrubel präsentiert das Windows Phone FM Live einen besonderen musikalischen Leckerbissen: Ein exklusives Konzert der Berliner Band Bodi Bill in intimer Atmosphäre – am 21. Januar im Tape Club Berlin.

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Bodi Bill verbinden die Produktion von Musik gezielt mit ihrer glamourösen Liveumsetzung. Beides funktioniert bei der deutschen Art-School Band als Symbiose und somit als mutimediales Erlebnis für das Publikum. Visuals und Interaktion spielen bei Bodi Bill eine große Rolle. Zu ihrer unkonventionellen und interdisziplinären Heransgehensweise passt perfekt der Liveauftritt des amerikanischen Musiker Thavius Beck. In seiner Funktion als Windows Phone Sound Ambassador wird er eine Liveperformance zum Besten geben, die seines Gleichen sucht. Dabei benutzt Thavius die Dj Sample App von Windows Phone. Der als Wunderkind bezeichnete Beck gehört zu den vielseitigsten und innovativsten Produzenten aus Los Angeles und sein Stil ist unverkennbar.

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Dieses exklusive Windows Phone FM Live Konzert ist nur für geladene Gäste. Gästelistenplätze werden darüber hinaus aus ab Mittwoch, den 04.01.2012 über www.facebook.com/WindowsPhoneDE vergeben. Hier wird das Konzert auch unmittelbar via Livestream übertragen und so für alle User erlebbar.

Die Fakten im Überblick:
Bodi Bill (Sinnbus / Rough Trade, Berlin) – exclusive Live-Set, limitiert // Samstag, 21. Januar 2012 // Einlass: 22.00 Uhr – Showtime: 23.00 Uhr // Tape Club, Heidestraße 14 10557 Berlin // Support:  Thavius Beck (Ableton Certified Instructor – Window Phone Sound Ambassador – Los Angeles), support by DNZ, hosted by Yarah Bravo

Items Of The Week – Wacher

Kategorie: | January 05, 2012 | von

„Dass alle so ruhig bleiben beim Dahinleben, dass nicht alles zusammenbricht, weil alle den Dienst quittieren, dass nicht alle aufhören damit: Aufstehen. Anziehen, Essen. Und Arbeiten.“

Dass alle wieder aufwachen, wach bleiben, wachend verharren, Wache stehen – vor der Welt und den menschlichen Abgründen, die sie bevölkert – darüber wundert sich nicht nur August, der Protagonist in Albrecht Selges Debütroman “Wach”. August ist ein Wächter des Gegenwärtigen, der das Flaneurtum des beginnenden 20. Jahrhunderts für unsere Jetztzeit neu belebt. (08)

Das neue Matter Magazine aus den Händen des Londoner Magazinmachers Olu Odukoya, von dem auch das Kulturmagazin Kilimanjaro stammt, macht wach. Es soll ein Magazin sein für Männer, die zählen. Zweimal im Jahr untersucht es Kunst, Lebenskultur und Mode durch die Linse moderner Technologie. In der ersten Ausgabe erzählt der Trip-Hop-Künstler Tricky von Musik und dem Unperfekten, der New Yorker Konzeptkünstler Lawrence Weiner wurde von Ari Marcopolous fotografiert und wird in einem ausführlichen Supplement behandelt und Googles Kreativdirektor Aaron Koblin spricht über Digitale Kunst. (02)

Der Mode der ehemaligen DDR wird schnell ein fast vierzigjähriger Dornröschenschlaf attestiert. Das Stadtgeschichtliche Museum der Stadt Leipzig zeigt nun mit der Ausstellung “Malimo & Co. Mode in der DDR zwischen Traum und Wirklichkeit”, dass dieser Schlaf von bunten, von mutigen und visionären Träumen besiedelt war, die zwar nur selten in die Realität überführt wurden, aber dabei nicht minder Ausdruck großer kreativer Sehnsüchte war. (04)

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“Wach werden” – das war das Motto von 2011. Der Demonstrant war die Person des Jahres. Dabei wurde gegen Vieles auf verschiedene Weise demonstriert. Die Motive, Hintergründe und theoretische Fundierung der Occupy-Bewegung in New York bündelt nun das Buch “Occupy! Die ersten Wochen in New York. Eine Dokumentation”. Das Buch erscheint in der neuen digitalen Reihe bei Suhrkamp mit Texten von Judith Butler, Joseph E. Stiglitz und Slavoj Žižek. (03)

Wer wir sind, wer wir werden wollen und wer wir werden sollen: diese Frage stellt sich die Künstlerin Cindy Sherman seit über dreißig Jahren. Das New Yorker Museum of Art zeigt ab Februar eine große Retrospektive ihrer Kunstfotografie. Vorab gibt der Schirmer/Mosel Verlag einen deutschen Katalog zur Ausstellung heraus – zeigt ihre Selbstporträts, die keine sind und immer wieder Anlass geben zu gesellschaftstheoretischen Diskursen über Gender, Repräsentation und Identität. (06)

Für Melancholiker, aber nicht zum Einschlafen: das fünfte Album der Portlander Band Loch Lomond “Little me will start a storm” (07). Dank schwindelerregender Höhe, klobigem Siebziger-Look und sattem Gelb erquickend: die neuen Sandalen von Acne (01) und für klassische Frühaufsteher die “Bennett Oxfords” von Dr. Martens (05). Wacher!

Soundbox – das Nokia Lumia 800 als Musikmaschine

Kategorie: | January 03, 2012 | von

Musik ist ein gesamt-ästhetisches Ereignis. In kaum einer anderen Kunstform spielen so viele Sinn- und Sinnesbereiche zusammen. Spätestens bei Pop-Musik ist klar, wie viel Design, im weiten Sinn, zum Musikerleben beisteuert – von Plattencovern über Bandfotos und Websites bis zur Gestaltung von Ghettoblastern oder MP3-Playern.

Allein schon in dieser Hinsicht ist das neue Nokia Lumia 800 eine Freude: Der Musik-Hörer im Telefonierer bekommt ein wirklich schönes Gerät in die Hand, zugleich in seinen Formen futuristisch und im Material solide. Außerdem beschreitet Nokia zusammen mit Microsoft in der grafischen Gestaltung des Benutzermenüs endlich neue Wege, die das Gebiet der ewigen iPhone-Kopien anderer Anbieter verlassen.

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Das Lumia 800 basiert – neu im Hause Nokia – komplett auf Windows, genauer auf dem System Windows Phone 7.5. Entsprechend wird auch für Verwalten und Downloaden von MP3s eine Windows-Anwendung genutzt. Weiterlesen »

Kleiner Nachtrag zum Rollkragenpullover

Kategorie: | January 03, 2012 | von

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Auch ich habe mich der Geschichtsvergessenheit schuldig gemacht, so wie alle, die bei der Suche nach den Rollkragenvätern schon bei Steve Jobs haltgemacht haben. Gut, so ein übermächtiger Toter überschattet schon mal den Blick weiter zurück. Aber als Augenöffner kommt der Film Black Power Mixtape gerade recht. Weiterlesen »