DLDwomen | Learnings

Kategorie: | July 12, 2012 | von
 

Wenn eine israelische Hackerin auf die Black Swan Theorie eines libanesischen Essayisten verweist, Inga Humpe und Leyla Piedayesh in der Speaker Lounge Strick- oder Kosmetiktipps oder beides austauschen, ein Neuro-Wissenschaftler anhand von Hormonen Finanzmarktzyklen erklärt, die sich gleichzeitig wie meine letzte Beziehungsgeschichte mit einem Aktienhändler lesen und der Abend mit einer bunten Mischung aus Facebook, Start-up und Non-Profit im Brenner endet, dann weiß „frau“, sie war auf der richtigen Konferenz.

Keren Elazari 337x450 DLDwomen | Learnings

Hackerin im Stil von "The Girl with the Dragon Tattoo" - Karen Elazari

 

Inga Humpe Leyla Piedayesh 337x450 DLDwomen | Learnings

Inga Humpe und Leyla Piedayesh - ähm - stricken

 

John Coates 450x270 DLDwomen | Learnings

John Coates erklärt, wie Hormone Finanzmärkte steuern

Der erste Tag DLDwomen lässt sich schlecht in einem Artikel zusammenfassen. So eklektisch die Auswahl an Rednern, Diskussionsrunden und Themen, so bunt gemischt das Publikum. Und deswegen kann ich nur den Tipp eines (ausnahmsweise männlichen Gastes) weitergeben, der sein zeitweiliges Verschwinden folgendermaßen erklärte: DLD ist wie TED – am besten, man guckt sich alle Vorträge später noch mal in Ruhe am heimischen Rechner an!

 

Miss Platnum 450x269 DLDwomen | Learnings

Miss Platnum bespielt das Publikum auf deutsch

Nichtsdestotrotz hier eine Liste ausgesuchter Learnings des ersten Tages in Kurzfassung:

  • DLD(women)-Mitgründering Steffi Czerny hat eine wunderbare Art, Lust auf Menschen zu machen: Wer von ihr vorgestellt wird, wächst auf der Bühne ganz automatisch über sich hinaus, um den charmanten Vorschusslorbeeren gerecht zu werden.
  • Ursula von der Leyen sieht in der Technologie Fluch wie Segen: Sie schwärmt von der Unabhängigkeit, gleichzeitig Mutter und Chef sein zu können, will dem Terroristen in der Hosentasche aber auch getrost einmal den Mund verbieten – und pocht auf das Recht, dann und wann offline sein zu dürfen.
  • Nebenbei merkte Heiko Hebig per twitter an, von Frau von der Leyens souveränem Englisch könne sich der eine oder andere Polit-Kollege eine Scheibe abschneiden. Recht hat er!
  • René Schuster offerierte eine beeindruckende Statistik: Handys sind global stärker verbreitet als Zahnbürsten. Zum Thema Frauen in Führungsrollen hatte er ein Bild seiner MD Network Technology Andrea Folgueiras beizusteuern: Als Mutter von fünf (!) Kindern – Zwillingen (!!) und Drillingen (!!!) – sei sie in der Lage, den Job zu managen wie kein anderer.
  • Iris Bohnet begründete ihre Forderung nach einer Frauen-Quote mit einem Beispiel aus den Emerging Markets: In indischen Dörfern, die Bürgermeisterinnen verordnet bekamen, änderte sich nach mehreren Jahren die Einstellungen zu Mädchen und Frauen im Allgemeinen. Mit Karriereperspektive ist der weibliche Teil der Bevölkerung plötzlich mehr wert – und sei es nur Respekt.
  • Die goldene Hollywood-Regel, für den Erfolg eines Films mit dem Produzenten ins Bett zu gehen, lässt sich auch auf den Independent-Film anwenden. Zumindest, wenn die Regisseurin (Shamim Sarif) bereits mit der Produzentin (Hanan Kattan) verheiratet ist.
Ursula von der Leyen 450x270 DLDwomen | Learnings

Ursula von der Leyen plaudert in souveränem Englisch

Rene Schuster 450x269 DLDwomen | Learnings

"Mehr Handys als Zahnbürsten - René Schuster von Telefónica Germany

Iris Bohnet 450x269 DLDwomen | Learnings

Iris Bohnet: Academic Dean, Harvard Kennedy School

 

Kah Walla 337x450 DLDwomen | Learnings

Die afrikanische Politikerin Kah Walla

 

 

Facebook und twitter 450x425 DLDwomen | Learnings

Angela Zäh (Facebook), Marguerite Imbert (VentureVillage) und Karen Wickre (twitter)

ella rupert heiko 450x339 DLDwomen | Learnings

Zum Abschluss im Brenner

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DLDwomen 2012 | New Values, New Rules

Kategorie: | July 09, 2012 | von

The other day, at a class of 2002 reunion party, I was quoting a study by Catalyst Inc., that only 16% of the board seats in large American corporations belong to women. But that these companies actually have “operating profit margins that are 84% better than their counterparts without women.” My mate was laughing: “Probably, they are the only ones who can afford women on their boards.” I was smirking, too. Who wants to be a listless bitch?! And, somehow, sexism is still bloody funny. At least in our oh-so emancipated societies.

fast company 450x360 DLDwomen 2012 | New Values, New Rules

I found the study result in the magazine Fast Company. Their latest issue is dedicated to the League of Extraordinary Women, who are fighting a two-front-war: On the one hand it’s about establishing a nurturing and powerful network in the western communities to challenge the relicts of the paternalistic society. On the other, it’s about the empowerment of women in third world countries and emerging markets to help their family microcosm by granting more education and healthcare to their children as well as adding additional billions to their countries’ GDP: “In Kenya alone, the cost of early pregnancies and limited schooling of girls is an estimated $3.4 billion in gross income.”

tree musketeers 450x269 DLDwomen 2012 | New Values, New Rules

One of these extraordinary women the articles revolve around is Pat Mitchell. Ms. Mitchell is the CEO of the Paley Centre for Media – and she is one of this year’s co-chairwomen of the DLDwomen. For the third time, Hubert Burda Media has invited for the female-focus version of Digital, Life, Design: On July 11 and 12, more than 50 international speakers will highlight “New Values, New Rules” – how business, education, health, digital and entertainment have been influenced by women empowerment. And the list of guests reads like the who is who of politics, society, culture, media and beyond: Katharina Borchert, Peter Löscher, Inga Humpe, Marguerite Imbert, Viviane Reding, David Rowan and Antonella Notari Vischer, just to name a few. And, above all, Arianna Huffington, Ms Hufftington Post.

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Sounds-like-me was lucky enough to get – after 2010 – another invitation. And I am very much looking forward to report on what the contemporary definition of feminism is all about. And in case this is not enough of an insight Burda will stream the panel discussions and presentations live on facebook: DLDwomen Livestream.

 

The Killers | Battle Born

Kategorie: | July 07, 2012 | von

Email Attachmentsamstown 450x300 The Killers | Battle Born

 

The Killers hatten ihren Höhepunkt bereits – auf so viel kann man sich im Zentrum der rockmusikalischen Popkultur wohl einigen. Zwischen 2002 und heute haben sie über 13 Millionen Exemplarer ihrer Alben verkauft. Hot Fuss und Sam’s Town waren wie Epiphanien des Rock-Pops, Day & Age brach bereits mit dem Erfolg.  Und wie so oft war der Anlass ihrer Pause eine angestrebte Solo-Karriere des Frontsängers Brandon Flowers, eigentlich eine Untergangsgeschichte für jede Rockband. Doch die amerikanische Kapelle konnte sich anscheinend von diesem Bruch erholen. Brandon Flowers Solokarriere blieb eher erfolglos – es bricht also ein neues Zeitalter für die Killers an.

 

Mit ihrem Album “Battle Born” wollen sie im Herbst 2012 aus der Versenkung zurück kehren. Was man im Vorfeld zu den geplanten Aufnahmen und der Produktion hört, lässt immerhin in Erleichterung aufatmen. Denn die erste Single aus dem letzten Album “Day and Age” mit dem Titel “Human” mag zwar die erfolgreichste im Repertoire der Killers gewesen sein, hat allerdings nicht mehr die Zielgruppe getroffen, die die Nevada-Rocker einst so berühmt gemacht haben. Die Fans wollten ein deutlich rockigeres Album, Day & Age jedoch war für den Mainstream, für die Eltern und die Geschwister programmiert. Diesen Schritt haben die Jungs aus Las Vegas wohl revidiert: sie wollen zurück zu ihren Wurzeln, dorthin, wo alles angefangen hat.

Email Attachmentthe killers The Killers | Battle Born

Ihre Wurzeln liegen in der wahnwitzigen Casino-Haupststadt der USA. Mitten in der Wüste, unter Neonlichtern, zwischen Spielautomaten und Roulette-Touristen, zogen Brandon Flowers und seine Kollegen von Hotel zu Hotel um ihre Talente in Gigs zu verwandeln. Aber die Konkurrenz ist groß: in einer Unterhaltungsstadt wie Las Vegas versuchen viele Menschen dem Erfolg näher zu kommen. Die großen Hotels – das Venetian und viele andere Häuser auf dem Strip – werden oft von diesen Musikern besucht.  Als Bandmitglied Dave Keuning eine Anzeige in einer Zeitung schaltete, er suche neue Mitglieder für eine Band, wurde der Versuch in der Gruppe neu gestartet. Brandon Flowers trat der Band ein, mit “The Killers” wollten die Jungs nun die Stadt erobern.

 

Mit ihrem britisch klingenden Stil erreichten sie leider nicht unmittelbar den lokalen Erfolg, den sie sich ausgemalt hatten – zumindest nicht in Las Vegas. Aber Hot Fuss’ Debüt Single “Mr. Brightside” erreichte immerhin 4 Mal Platin in Großbritannien. Dort begann dann die steile Karriere der Musiker.

Email AttachmentBattle Born 450x450 The Killers | Battle Born

Bis jetzt. Denn nach der Pause sind die Erwartungen an die Band seitens der Fans natürlich groß. Doch Brandon Flowers konnte schon für einige beruhigende Worte zum neuen Album, “Battle Born”, sagen: es wird keine Dubstep-Einflüsse haben, es wird nicht wieder so zart-poppig wie “Day & Age”, sondern zurück zu einem erwachsenen Brit-Rock gehen, der nur selten an die Einflüsse aus ihrer Zeit in Las Vegas erinnert.