ART & DESIGN

Berlinale durch den Seiteneingang

Kategorie: Art & Design | February 12, 2011 | von

D3 Pig Iron still1 Berlinale durch den Seiteneingang

So sieht also ihr cineastischer Wunschtraum aus? Erst stundenlang nach Karten anstehen, um dann zehn Minuten nach Filmanfang enttäuscht aus dem Kinosaal zu rennen? Es gibt Alternativen zu dieser masochistischen Berlinale-Praxis. Weiterlesen »

Der Teufel steckt im Detail

Kategorie: Art & Design | February 11, 2011 | von

teufel cover Der Teufel steckt im Detail

In diesem Jahr ist der Wurm, der satanische, drin. Die letzte Gischt der weltweiten Sturmböen stäubt bis ins friedvolle Kreuzberg. Weiterlesen »

Items Of The Week – In die Tiefe

Kategorie: Art & Design | February 05, 2011 | von

von Mareike Nieberding -

“Wenn wir uns, wie zwei Versteinerte, zum Essen setzen oder abends an der Wohnungstür zusammentreffen, weil wir beide gleichzeitig daran denken, sie abzusperren, fühle ich unsere Trauer wie einen Bogen, der von einem Ende der Welt zum anderen reicht – also von Hanna zu mir -, und an dem gespannten Bogen einen Pfeil bereitet, der den unbewegten Himmel ins Herz treffen müsste.” (Alles, Ingeborg Bachmann)

Ingeborg Bachmann vermochte in die Tiefe zu schreiben, Vladimir Karaleev vermag in die Tiefe zu schneidern. Seine Mode zeugt von gestalterischer Stringenz und ist trotzdem immer den richtigen Schritt voraus, den nötigen Schnitt tiefer – seine Winterkollektion 2011 auf der Berliner Fashion Week bewies es, wieder (05). Die neue Ausstellung in der Akademie der Künste “Sigmar Polke – Eine Hommage” zeigt ein Werk als Beziehung. Klaus Staeck, Präsident der Akademie, Polkes Galerist, Verleger und Kollege kuratierte eine Ausstellung, die der Ausdrucksstärke des Gezeigten durch die Intimität des Künstlers Polke und seines Vermittlers Staeck eine neue Tiefe verleiht (06).

indietiefe1 Items Of The Week   In die Tiefe

Um eine Beziehung zwischen Macher und Betrachter geht es auch im neuen Buch von Silke Scheuermann, “Shanghai Performance” – in einem Hybrid aus Entwicklungs-, Reise- und Künstlerroman erzählt sie die Geschichte der Performance-Künstlerin Margot Wincraft und ihrer größten Bewunderin, Luisa, eingebettet in die Kunstszene Shanghais (03). Giambattista Valli fragt im neuen A Magazine “What is beauty?” und lässt in seiner Kuratorfunktion seinen ästhetisierenden Blick über das Heft schweifen (02). Ästhetisiert, schön und auf paradoxe, weil auf oberflächliche Weise tief, ist auch das neue Album “Blues Songs” von Hercules & Love Affair (07). Wie ein Geheimnis umgarnen einen die Songs und hat man es aus der vibrierenden Luft geschnappt, sollte man es schnell in die perfekte Chloé-Tasche “Billie” stecken (01), wohlbehütet und ledern eingegürtet, mit den Wandersneakers von Nano Universe (04) über Stock und Stein hüpfend, nach Hause tragen. Scheut nicht die Tiefe.

Everything Is A Remix – Kirby Ferguson

Kategorie: Art & Design | February 03, 2011 | von

Der New Yorker Filmemacher Kirby Ferguson hat sich zum Ziel gesetzt, die Binsenweisheit bewegtbildlich zu veranschaulichen, daß alles schon einmal gedacht worden ist. Wenn man das Gefühl hat, irgendetwas Originelles hervorgebracht zu haben, dann – soll ja irgendjemand mal gesagt haben – ist man einfach nur nicht gebildet genug, um diese bereits getane Äußerung zu kennen. Herausgekommen ist Everything Is A Remix. Oder wie es mal sinngemäß in meiner Twitter-Timeline zu lesen gewesen ist: “Früher habe ich mich über einen Einfall gefreut. Heute bedeutet es nur, eine halbe Stunde zu googlen, ob die Idee schon ein anderer hatte.” Weiterlesen »

VIP ART FAIR: Ein Selbstversuch

Kategorie: Art & Design | January 30, 2011 | von

Image 1 Atrium 1024x644 VIP ART FAIR: Ein Selbstversuch

Die Idee eine Kunstmesse im Internet zu veranstalten fand ich zunächst ziemlich interessant und diese Woche war es dann so weit: Die VIP Art Fair, der Welt’ allererste Online-Kunstmesse, hat eröffnet. Wie ist das ‘Viewing in Private’ (hierfür steht VIP als Akronym) denn so? Ein  Selbstversuch.

Image 2 Ubersicht Galerien 1024x569 VIP ART FAIR: Ein SelbstversuchBild: Übersicht über die Galerien

Nach dem Einloggen ins Atrium (ein Besuch der VIP Art Fair ist nach vorheriger Anmeldung kostenlos, allerdings haben nur Besucher mit VIP-Tickets Zugang zu den Private Rooms und den Live-Chats) gelangt man auf eine Seite, die einem einen Überblick über die 139, bei der VIP vertretenen, Galerien ermöglicht. Die Topographie erinnert auffällig an den typischen Plan traditioneller Kunstmessen. Klickt man auf einen Galerienamen, landet man auf deren Messestand.

Image 3 Pillar Corrias emerging 1024x562 VIP ART FAIR: Ein Selbstversuch

Beispielsweise den Stand der Londoner West-End Galerie Pilar Corrias, die auf der VIP unter anderem Arbeiten von Elizabeth Neel und Tobias Rehberger präsentiert. Pilar Corrias sind unter ‘Emerging’ gelistet. Dazu gehören insgesamt 23 Galerien, die jeweils zehn Arbeiten aus den letzten zwei Jahren von aufstrebenden jungen Künstlern präsentieren.

Image 4 1024x529 VIP ART FAIR: Ein Selbstversuch

Hier werden schon erste Probleme sichtbar, die sich auf anderen Kunstmessen so nicht stellen: Wie groß sind die Arbeiten von Neel und Rehberger eigentlich? Und warum werden gerade diese beiden Künstler nebeneinander gestellt?
Glücklicherweise gibt es eine hilfreiche Funktion, bei der man sich die Arbeiten in Relation zu einer menschlichen Figur anzeigen lassen kann. So bekommen wir eine ungefähre Vorstellung von den Ausmaßen von Helen Frankenthaler’s September bei John Berggruen. Die Frage nach dem kuratorischen Konzept hinter den einzelnen Ausstellungen klärt sich jedoch leider nicht. Um Bezüge zwischen den Arbeiten herzustellen, braucht es dann doch mehr als einen Cyperspace.

Image 5 Newman 1024x502 VIP ART FAIR: Ein Selbstversuch

Ein Vorteil hat die VIP jedoch: Man kann ganz gezielt nach einzelnen Künstlern suchen. Will ich unbedingt etwas von Barnett Newman sehen, werde ich bei der New Yorker Galerie Brooke Alexander direkt fündig. Das Konzept dahinter erinnert ein bisschen an Online-Shopping, bei dem man es dem Käufer so einfach wie möglich machen will.

Image 6 Godsill on art 1024x575 VIP ART FAIR: Ein Selbstversuch

Ein Highlight ist die VIP-Lounge. Dort kann man sich nicht nur Statements von Kuratoren, wie dem des New Museums Benjamin Godsill, anhören, sondern auch verschiedenste Tourangebote durch die VIP verfolgen.

Image 8 Kentridge on meaning VIP ART FAIR: Ein Selbstversuch

Ebenfalls spannend sind die Studiobesuche bei Künstlern wie William Kentridge, Julie Mehretu oder Cindy Sherman. Wann bekommt man ansonsten die Gelegenheit, zu sehen, wie jemand wie Cai Guo-Qiang in seinem Studio explosiv mit Waffenpulver hantiert?

Image 8 Ota Fine Arts 1024x600 VIP ART FAIR: Ein Selbstversuch

Die VIP bietet eine herausragende Informations-Plattform, um sich über alle möglichen internationalen Galerien zu informieren. Klickt man auf eine Arbeit, bekommt man im besten Falle—wie bei Ota Fine Arts—noch eine Menge Informationen und sogar einen Film dazu angezeigt.

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Was jedoch eindeutig zu kurz kommt, ist jedoch der Kunstgenuss. Wer will schon eine der wunderbaren Skulpturen Alicja Kwades nur auf dem Screen vor sich sehen, ohne voller Entzücken einmal darum herum gehen zu dürfen?

Image 10 1024x568 VIP ART FAIR: Ein Selbstversuch

Die Kritikerin Pauline J. Yao bringt es in ihrer Beschreibung des Werkes von Michael Lin auf den Punkt: ,Kunst ist etwas, das man nicht einfach nur ansehen will. Man muss Kunst in Echtzeit erfahren, im Idealfall auch fühlen.’
Genau dies aber bietet die VIP Art Fair leider nicht.

www.view.vipartfair.com

Eröffnungssport – Watch Out, Explicit Content!

Kategorie: Art & Design | January 29, 2011 | von

Sex sells! Denkt sich auch Privatsammler Thomas Olbricht und lädt zur dritten Ausstellung in seinen „me Collector’s Room“ in der Berliner Auguststraße zu einer Reise ins vermeintlich sexuell befreite New York der Siebziger. 1974 lief dort die Ausstellung „X-Rated“ von William N. Copley, im November wärmte die Paul Kasmin Gallery in Chelsea die Schau mit Aktgemälden des neosurrealistischen, neo-abstrakt-expressiven, Neo-Pop und anderen Genres der Moderne hinterherlaufenden Künstlers wieder auf – und jetzt dürfen wir in Berlin dieser Altherrenmalerei aufs magische Dreieck linsen.

280120111045 Eröffnungssport – Watch Out, Explicit Content!280120111049 Eröffnungssport – Watch Out, Explicit Content!280120111052 Eröffnungssport – Watch Out, Explicit Content!Copley war ein artist’s artist, der besonderen Anklang bei Kollegen fand. Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Man Ray lobten ihn in höchsten Tönen. Der Kurzzeitgalerist, Autodidakt und Lebemann versenkt sich in der zu Beginn der 1970er Jahre entstandenen Serie in die Huldigung der Frau als Sexobjekt – „In Lust We Trust“ merkt Kurator Wolfgang Schoppmann bei der Pressepreview an, während Olbricht ein „I Want Sex“-Glöckchen klingelt – und zelebriert den männlichen Blick, vornehmlich auf die (ausschließlich) weiblichen Geschlechtsmerkmale.

280120111051 337x450 Eröffnungssport – Watch Out, Explicit Content!280120111050 Eröffnungssport – Watch Out, Explicit Content!280120111047 Eröffnungssport – Watch Out, Explicit Content!Im zweiten Raum schließt sich mit Andreas Slominski ein eher distinguierter, feinhumoriger Konzeptkünstler an, der ob der Drastizität seiner neuen Bilder dennoch gut ins Konzept „X-Rated“ zu passen scheint. Slominski, der mit aufwändigen Fallen bekannt wurde, liebt den Bruch mit der Erwartungshaltung. Neuerdings ist Styropor sein Lieblingsmaterial, dass er zu flachen Reliefs ätzt, mit Acrylfarbe und Spraydose bearbeitet, Glitzerflitter aufträgt und dem Motto „nicht jugendfrei“ alle Ehre macht. Seine grellbunten Karikaturen bilden Sexpraktiken ab, reißen jede Menge schmutzige Witze, wichsen vor dem Fernseher und feiern den Phallus. Letztlich aber stellt Slominski auch wieder Fallen, Fallen der Irritation.

280120111061 Eröffnungssport – Watch Out, Explicit Content!280120111053 Eröffnungssport – Watch Out, Explicit Content!280120111055 Eröffnungssport – Watch Out, Explicit Content!„Slominskis Objekte und besonders seine Bilder aus Polystyrol demonstrieren eine stolze, fast schon unerschrockene Gleichgültigkeit gegenüber Geschmacksfragen“ lässt der italienische Kurator (u.a. der 3. Berlin Biennale) Massimiliano Gioni ausrichten. Es handelt sich freilich um die Gleichgültigkeit, die nur haben kann, wer auch die nötige Sicherheit in Geschmacksfragen besitzt. Der Hausherr über den „me Collector’s Room“ wirkt da nicht so sicher und scheint es eher mit der Beschreibung Copleys in den Worten der Kunstkritikerin Anne Doran zu halten: „der geschniegelte und zutiefst lächerliche Jedermann auf der wahnwitzigen Jagd nach Freiheit, Poesie und Sex.“

280120111060 Eröffnungssport – Watch Out, Explicit Content!280120111058 Eröffnungssport – Watch Out, Explicit Content!280120111056 337x450 Eröffnungssport – Watch Out, Explicit Content!
X-RATED – William N. Copley und Andreas Slominski, me Collector’s Room, Auguststraße 68, 10117 Berlin-Mitte. Eröffnung: Samstag, 29. Januar 2011, 19 Uhr

all photos shot with Nokia N-Series

Mal die Wand an, geldfarben

Kategorie: Art & Design | January 27, 2011 | von

Das Gute und Schöne. Wer hat als Teenager nicht bei endlos langen Telephonaten mit der besten Freundin ganze DIN A4-Seiten vollgekritzelt, nur um sich dann für eine Viertelstunde später zu verabreden. Nun gut, man war jung brauchte kein Geld. Das kam von den Eltern und die Zukunft war noch weit weg. Bis auf Familienfesten dann nach einem Kniff in die Backe plötzlich folgende Frage im Raum stand: “Was möchtest Du denn später mal werden?” Da antwortete natürlich niemand “Versicherungsvertreter” und es kamen einem vielleicht wieder diese Telephonkritzeleien in den Sinn. Man war allerdings schon zu alt, um mit der nötigen Bestimmtheit das Wort “Künstler!” – mit Ausrufezeichen.

Aber wie macht man sein Hobby zum Beruf? Vielleicht mit Illustrationen zum Thema Arbeitssicherheit? Weiterlesen »

Fazit der Fashion Week: nicht ohne Sakko-Strapse

Kategorie: Art & Design | January 25, 2011 | von

sakkostrapse1 Fazit der Fashion Week: nicht ohne Sakko Strapse

Die Klamotten sind ja tragbar! Die Nachberichte zur Berlin Fashion Week waren sich einig. Die Designer entwerfen nicht für den großen Auftritt, sondern für den kleinen Alltag. Der Bürolook ist das neue Maß der Dinge. Weiterlesen »

Ästhetik des Unheimlichen – London Art Fair 2011

Kategorie: Art & Design | January 24, 2011 | von

Image 1 Installation Shot 500 Ästhetik des Unheimlichen   London Art Fair 2011

Eine Ästhetik des Unheimlichen wird auf der diesjährigen (bereits 23.) London Art Fair gleich auf zweierlei Weise formuliert. Zum einen setzen sich viele der Arbeiten thematisch mit dem Unheimlichen auseinander. Zum anderen bestimmt das Un-heimliche einen neuen Trend in der Nachkrisezeit. Immer mehr Kunstprojekte verorten sich un-heimlich. Der Trend geht zurück zu temporary spaces. In der Negation eines fest zu verorteten ‘Heims’ werden urbane Plätze zur neuen Kurationsfläche.

Image 2 Adam King 500 Ästhetik des Unheimlichen   London Art Fair 2011Bild: Ausschnitt von Adam King’s surrealer Landschaftsassemblage © Sarah Hegenbart

‘Badlands’: Schon der an den gleichnamigen Film Terrence Mallick’s angelehnte Titel, mit dem die Galerie Monika Bobinska die Arbeiten ihrer Künstler thematisch beschreibt, erweckt ein mulmiges Gefühl. Verbirgt sich in Adam King’s surrealistischen Landschaftsassemblagen das Unheimliche noch unter der bunten Oberfläche, so weisen Tracey Snelling’s Bilder schon deutlicher daraufhin wo sich mögliche Orte des Schreckens offenbaren könnten.
Inspiriert vom Glamour des Film Noirs (oder wohl eher ‘Neo-Noirs) untersucht sie in ihren Arbeiten die Fassaden amerikanischer Kleinstädte. Verwandt in ihrem Sujet ist Snelling mit dem Photographen Stephen Shore, der zuletzt bei Sprueth Magers Berlin in ‘Uncommon Places’ seine zahlreichen Roadtrips dokumentierte.

Image 3 Tracey Snelling 500 Ästhetik des Unheimlichen   London Art Fair 2011
Bild: Tracey Snelling’s Badlands © Sarah Hegenbart

Die Un-heimlichkeit ist bei Monika Bobinska derzeit allerdings auch ein ganz pragmatisches Thema jenseits der Kunst. Die sich ‘re-lokalisierende’ Galerie hat derzeit lediglich eine Korrespondenzadresse, aber bleibt im Sinne eines Ausstellungsraums ohne Heim.

Image 4 Lars Elling 500 Ästhetik des Unheimlichen   London Art Fair 2011
Bild: Lars Elling | Mother’s Day © Sarah Hegenbart

Kindheit. Ein typischer Zeitrahmen in dem Verdrängung stattfindet, die dann laut Freud’s Analyse des Unheimlichen zu einem Gefühl der Angst führen kann. Der Norwegische Künstler Lars Elling bringt diesen Zustand des Unheimlichen, der mit der Erinnerung an nostalgische Kindheitserfahrungen einhergeht, in seinem Gemälde ‘Mother’s Day’ meisterhaft zum Ausdruck. Die Galerie Thomas Williams widmet Elling im März seine erste Einzelausstellung in England und wird damit sogleich ihre neue Old Bond Street Galerie eröffnen.

Image 6 Gazelli Art House 500 Ästhetik des Unheimlichen   London Art Fair 2011
Bild: Zum ersten Mal auf der London Art Fair dabei: Gazelli Art House © Sarah Hegenbart

Zwar noch keine feste Location aber dafür umso viel mehr Ideen hat Mila Askorova. Die aus Aserbaidschan stammende Kuratorin und Kunsthändlerin ist im gegenwärtigen Kunstdiskurs vor allem als Gründerin von Gazelli Art House bekannt. Gazelli Art House repräsentiert eine innovative Herangehensweise eine Galerie zu gründen. Anstatt sich auf einen bestimmten Ausstellungsraum festzulegen, launcht Askorova ihr Projekt in fünf Einzelausstellungen, die site-specific ausgerichtet sein sollen. Die erste Vernissage von Gazelli Art House wird am 10. Februar mit ‘Fired Up’ in ‘The Dairy’ (Wakefield Street WC1) ausgerichtet.

Image 7 Florence Trust 500 Ästhetik des Unheimlichen   London Art Fair 2011
Bild: Florence Trust © Sarah Hegenbart

Ein bereits etabliertes Projekt, das in unmittelbarer Nachbarschaft zur London Art Fair in Islington angesiedelt ist, ist der Florence Trust. In dem Gebäude einer ehemaligen Viktorianischen Kirche finden jeweils für ein Jahr lang 12 Künstler eine Heimat. Während ihrer Residenz dort finden mehrere ‘Open Studio’ Sessions statt, die einen Einblick in ihre künstlerische Tätigkeit ermöglichen, So auch derzeit.

Image 8 i myu 500 Ästhetik des Unheimlichen   London Art Fair 2011
Bild: Shan Hurs Installation für i-myu © Sarah Hegenbart

I-Myu Projects sind bereits auf der London Art Fair 2010 überaus positiv mit einer Ausstellung der Künstlerin Yuko Nasu aufgefallen. Innovativ repräsentiert sich die, vor allem auf Koreanische und Asiatische Kunst fokussierte, junge Galerie auch in diesem Jahr.

In seiner Installation untersucht Shan Hur die Bedeutung des Ausstellungsraum und suggeriert, das er konstitutiv zur Erzeugung des Kunstwerks beiträgt. Fasziniert ist Shan Hur dabei vor allem von dem Moment der Transition, in dem ein bestimmter Platz zu einem neuen Zweck umfunktioniert wird. Die Dramatik dieser Zeit des UnbestimmtSeins involviert eine Fragilität des Raumes. Die Ungewissheit, ob es gelingen wird, hier etwas Neues heimisch zu machen, birgt ihre ganz eigene Weise der Un-heimlichkeit.

Image 1: London Art Fair 2011 | Installation Shot © Sarah Hegenbart

Höher schneller weiter | Michalsky StyleNite

Kategorie: Art & Design | January 23, 2011 | von

Bild 14 Höher schneller weiter | Michalsky StyleNite
Blitzlichtgewitter auf dem roten Teppich, mit blauen Leuchtstäben versehene Eiswürfel in den Drinks und Glitzer wohin man schaute. Michalsky flog nach zwei gemeinschaftlichen StyleNites wieder solo und übertrumpfte in puncto Aufwand, Aufriss und Auflauf alles bisher erlebte. Denn ein Erlebnis war die gestrige Veranstaltung in jedem Fall.

MICHALSKY StyleNite FW11 Red Carpet 06 1024x681 Höher schneller weiter | Michalsky StyleNite

So erwartete den Besucher nicht nur die Präsentation der neuen Michalsky Kollektion für Herbst/Winter 2011 mit dem Titel “Urban Nomads” , sondern auch ein Konzert der 80er-Band Alphaville, die Deutschlandpremiere des neuen Disneyfilms Tron Legacy und eine ausgedehnte Aftershowparty mit Tiefschwarz hinter dem beleuchteten DJ-Pult. Neben all der Aufregung um die Hauptdarsteller von Tron Legacy Beau Gerrit und Garrett Hedlund sowie deutsche Promis aus Film, Fernsehen und Modebranche wurde die Präsentation der Bekleidung fast zur Nebensache.

Bild 62 Höher schneller weiter | Michalsky StyleNite

Überzeugen konnte sie dennoch. Den Ansprüchen großstädtischer Mobilität entsprechend zeigte Michalsky schlichte Looks in Grau, Beige und Schwarz und vereinte weite Marlenehosen und ausladende Capes mit schmalen Seidenoveralls und in Stufen fallenden Blusen. Die, mit sich bewegenden Glitzerperlen besetzten Abendkleider wurden durch eine esoterisch über den Laufsteg flanierende ältere Dame besonders in Szene gesetzt, was über die späteren Aubergine-farbenen Männerlooks hinweg tröstete.

Bild 21 Höher schneller weiter | Michalsky StyleNite

Am Ende des Abends tat Michael Michalsky dann das, was er am Besten kann – pompös Gastgeben. Inmitten der Tanzfläche sah man ihn feucht-fröhlich den Abend ausklingen lassen. Er hat es sich verdient.

Bild 41 Höher schneller weiter | Michalsky StyleNite
MICHALSKY StyleNite FW11 Moods 02 1024x681 Höher schneller weiter | Michalsky StyleNite

MICHALSKY StyleNite FW11 Aftershow Party 06 681x1024 Höher schneller weiter | Michalsky StyleNite