Author profile: Friederike Steinert

Friederike Steinert


Einträge von Friederike Steinert:

Who’s that girl (behind Marni)?

January 31, 2012 |

marni 1 Whos that girl (behind Marni)?
H&M hat es in den letzen Wochen geschafft, durchgängig in aller Munde zu bleiben. Erst die Versace-Kollektion, dann die Ankündigung, dass bereits im März die nächste Kollaboration mit einem der aufstrebendsten, europäischen Marken ins (schwedische Mode) Haus steht: Marni. Doch während jeder halbwegs Fashion-Interesssierte die Geschichte des Hauses Versace, die mindestens so viele dramatische Arabesken ihr eigen nennt, wie es seit Entstehung des Labels Goldknöpfe produziert hat, weiß man über den nächsten Kollaborationspartner meist nicht viel mehr als den Namen. Zeit also für ein paar Eckdaten, mit denen man dann im Frühling 2012 hoffentlich alle Konkurrentinnen vor den Kleiderstangen ablenken kann.

marni 2 Whos that girl (behind Marni)?
Marni ist das Produkt der Designerin Consuelo Castiglioni. Die 1959 in der italienischen Schweiz Geborene, fand erst über Umwege zur Mode. Besser gesagt? Sie heiratete einen Kürschner, namens Gianni (da zeigen die beiden italienischen Modehäuser also doch eine kleine Gemeinsamkeit).
Nachdem sie die beiden Kinder zur Genüge erzogen hatte, stieg Castiglioni als Beraterin mit in das Geschäft ihres Mannes ein. Dort zeigte sie nicht nur viel Talent, sondern, so wie es scheint, auch Ehrgeiz. Dementsprechend hob sie 1994 ihr eigenes Label, also Marni (benannt nach ihrer Schwester) aus der Mailänder Taufe. Die Firma des Göttergatten fungierte in den Anfangsjahren noch als Mutterschiff und so konzentrierte sich Castiglioni zunächst hauptsächlich auf Leder und Pelz.

marni 4 Whos that girl (behind Marni)?
In einer Zeit in der Pelz so verpönt war, wie es momentan die gemeine Wintergrippe ist, ließ sich die Designerin nicht von den altmodischen Pelzmoden, mit kleingeschriebenem m in der Mode, nicht einschüchtern, sondern fand ihren ganz eigenen Ansatz um dem, im doppelten Sinne, totgesagten Material neues Leben einzuhauchen. Ein Konzept das aufging, arbeitete sie sich auf diesem Weg doch nicht nur 1999 in die Selbstständigkeit, sondern beglückte ab 2001 auch die Männerwelt mit Mode aus dem Hause Marni. Dass sie all dies schuf ohne sich auf komische Lizenzverträge mit halbseidenen Sonnenbrillenherstellern und anderen Kredibilitätskillern einzulassen, spricht für Castiglioni; das ihr Mann immer noch CEO der Firma ist und ihre Tochter Carolina sich um den Onlineshop des Labels kümmert für den Familiensiinn der Designerin.

kgiv10 Whos that girl (behind Marni)?

37156540FE 13P F Whos that girl (behind Marni)?Bilder: Kim Gordon (Sonic Youth) for Marni

Und so hat das Label, dass für seine auffälligen Prints gerühmt und geliebt wird, sich ganz organisch eine immer größere Anhängerschaft geschaffen. Kein Wunder also, dass Kim Gordon, ihres Zeichens Sonic Youth Sängerin und außschließlich Freundin der Coolsten der vestimentären Schule, 2009 mit Castiglioni einen geometrischen Print entwarf. Genauso wenig verwunderlich, dass keine Geringere als Sophia Coppola den Film zum Marni und H&M Zusammenschluss gedreht hat. Wir können also gespannt sein. Auf das Result dieser Zusammenarbeit. Auf das, was uns am 08. März 2012 bei H&M erwartet. Und ob die Ablenkungstaktik aufgehen wird.

hetmmarnicoppola21 Whos that girl (behind Marni)?

Dream The World Awake – Van Beirendonck in Antwerpen

December 29, 2011 |

Walter Van Beirendonck Dream the World awake styleblog.de  316x450 Dream The World Awake   Van Beirendonck in Antwerpen

In jeder Fernsehserie gibt es klar differenzierte Charakter. Dass das gleiche auch über die, manchmal ebenfalls surreal wirkende, Modewelt behauptet werden kann, merkt man, wenn man sich die Absolventen der Antwerpener Modeakademie anschaut. Während Margiela der ist, der immer ein bisschen mysteriös an den Grenzen der Gemeinschaft rummuckelt, ist Walter van Beirendonck der Tausendsassa, der sich nicht im geringsten scheut, sich und seinen kreativen Output – einem in die Luft geworfenen Konfettiregen gleich – zur Schau zu stellen. Und damit herzlich willkommen im Walter-Kosmos. Der Weiterlesen »

Issey Miyake + Irving Penn: Visual Dialogue

October 01, 2011 |

iiiinspired+ +IRVING+PENN+b.+1917+Issey+Miyake+Onion+Flower Issey Miyake + Irving Penn: Visual Dialogue

Was passiert wenn man einen der wichtigsten Modefotografen des 20. Jahrhunderts mit einem der wichtigsten japanischen Modedesigner des letzten Jahrtausends zusammenbringt? Im Falle von Irving Penn und Issey Miyake eine so großartige Kollaboration, dass man auch im (gar nicht mal so frischen) neuen Millenium noch nicht auf das Auskommen verzichten mag.

Large H1000xW950 Issey Miyake + Irving Penn: Visual Dialogue

743989 Issey Miyake + Irving Penn: Visual Dialogue

744074 Issey Miyake + Irving Penn: Visual Dialogue
Gut also, dass man ab dem 16. September, sofern man denn in Tokyo verweilt, die Ausstellung “Irving Penn and Issey Miyake: Visual Dialogue” im 21_21 Design Sight Museum besuchen kann.

Miyake, der Großmeister des Faltenwurfes und Irving Penn, seines Zeichens Über-Modefotograf und Starportraitist, trafen sich das erste Mal im Jahr 1983, als Penn die Entwürfe Miyakes für die amerikanische ‘Vogue’ in Szene setzen sollte. Das Resultat beeindruckte den Designer so sehr, dass er Penn auch für seine Kollektionsfotos anheuerte. Und so sollte es für lange Zeit bleiben – 13 Jahre um genau zu sein oder von 1987 bis 1999 für alle Jahreszahlenfans. Dass die Zusammenarbeit so gut funktionierte mag vielleicht auch daran gelegen haben, dass Miyake Penn totale Freitheit ließ, so erschien er nicht ein Mal bei einer der Fotosessions. Im Gegenzug erhielt er Fotos, die ihn seine Designs noch einmal vollkommen neu erscheinen ließen.

743998 Issey Miyake + Irving Penn: Visual Dialogue

744016 Issey Miyake + Irving Penn: Visual Dialogue

Doch zurück in die Jetzt-Zeit, zurück in’s Jahr 2011 und in Hauptstadt Japans. Dort wird man im 21_21 Design Sight nämlich bald neben individuellen Arbeiten von Irving Penn und Issey Miyake und Fotos der Kollaboration ein Film von Pascal Roulin sehen können. In diesem Fall gibt es also höchstens Grund seinen Rock in Falten zu legen.

“Irving Penn and Issey Miyake: Visual Dialogue”
September 16, 2011 – April 8, 2012

21_21 Design Sight
9-7-6 Akasaka Minato-ku
Tokyo

Öffnungszeiten:
Mo – So 11:00-20:00
Dienstag: geschlossen

penn poster550 Issey Miyake + Irving Penn: Visual Dialogue

744088 Issey Miyake + Irving Penn: Visual Dialogue

Celia Birtwell – Das Buch

September 09, 2011 |

punchinella grand repeat 1024x1024 Celia Birtwell   Das Buch
Celia Birtwell hat viele Fans. Kein Wunder, stehen ihre Printdesigns doch genauso wie der Minirock und (zu viel) Plastik für eben die Ära, die manchem als stilistisches Inspirationsmekka und anderen als die Sechziger Jahre bekannt ist. 1941 im englischen Salford geboren, begann der kometenhafte Karriereaufstieg für Frau Birtwell 1966. In eben diesem Jahr begann nämlich die Kollaboration des Ehepaares Birtwell/Clark, die für die quirlige und sicher auch quietschbunte Quorum Boutique in London eine Kollektion entwarfen. Die Mischung aus Birtwell’schem Print und Clark’schem Pattern gefiel und so konnte man schon bald illustre Gestalten wie die Rolling Stones, die Beatles und Tausendsassa du damalige jour Verushka in den Designs des Liebespaares über die Straßen Londons swingen sehen.

hockney.clark percy 1024x712 Celia Birtwell   Das BuchDavid Hockney: Mr and Mrs Clark and Percy , 1970; Acrylic on canvas, 304 x 213 cm

Aber auch wer für Mode nichts übrig hat, kennt Frau Birtwell vielleicht, war sie doch schließlich nicht nur die Muse von David Hockney, sondern ist sie doch auch Teil seines Ölgemäldes ‘Mr & Mrs Clark and Percy’, das man auch dieser Tage noch in der Tate Gallery in London bewundern kann. Die Ehe sollte nicht halten und Ossie Clark würde in den Neunzigern von seinem Ex-Geliebten in seiner Wohnung erschossen werden – Celia Birtwell machte trotzdem weiter.


PC1271 11 Celia Birtwell   Das Buch
Gut so, erlebte sie doch schließlich im 21. Jahrhundert einen zweiten (Karriere-)Frühling. Nach einigen Kollektionen für die englische High Street gibt es jetzt wieder etwas, auf das sich der Birtwell-Fan freuen kann. Weniger vergänglich als ein Zeitungsartikel und leichter zu händeln als, sagen wir, ein Ehrenmal. Worum es sich handelt? Um ein Buch.

9781844008445 788x1024 Celia Birtwell   Das Buch
Geschrieben von der Journalistin Dominic Lutyens, wird der Band, der am 03. Oktober erscheinen wird, nicht nur Designs und Skizzen der Designerin enthalten, sondern auch Fotos ihrer berühmt und teilweise berüchtigten Freunde. Und das? Dürfte schlußendlich auch die erfreuen, die sich eigentlich darüber freuen, dass die Sechziger Geschichte sind.

Celia Birtwell von Dominic Lutyens
208 Seiten
Quadrille Publishing
03. Oktober 2011

Bild 1: Relaunched Puchinella Grand by David Hockney for Celia Birtwell

 

 

 

 

Nirvanas “Nevermind” – Here’s the Tribute Album

August 22, 2011 |

 

Nirvana620 Nirvanas Nevermind   Heres the Tribute Album

Grunge – das war mehr als eine Musikrichtung, die aus Seattle kommend, die Teens und Twens Anno Grungezumals dazu brachte ihre Holzfällerhemd bekleideten Körperchen Richtung Konzertschuppen zu schleppen. Grunge war die Behauptung, dass die karrieregeilen Business-Atzen der Achtziger nicht das Ende aller Weisheit wären. Grunge ließ die Kinder dieser Welt davon träumen mit fettigen Haaren auf alten Möbeln rumzuhängen und mit seinen Kumpels nichts zu machen. Angst war auf einmal ein genauso nach außen getragenes Gefühl, wie es der Fakt war, dass man es

eigentlich und an sich nicht wirklich mit der Außenwelt aufnehmen konnte. Grunge war wunderschön, weil Grunge bewies, dass die einstigen Verlierer zu Gewinnern werden konnten und dafür weder Ellenbogen, noch Arroganz benötigt wurden. Grunge wird immer weiterscheinen, weil es, fast zeitgleich mit dem Leben Kurt Cobains, erlosch und damit nur wenige Jahre auf dem jugendkulturellen Buckel hatte als es zu Grabe getragen wurde.

 Und wo wir schon bei Kurt Cobain sind…

nevermind by nirvana Nirvanas Nevermind   Heres the Tribute Album

20 Jahre ist es jetzt her, dass ‘Nevermind’ erschien und damals auch den Leuten die bis dahin weder etwas von Grunge noch von anderen Szene-Protagonisten gehört hatten bewies, das eine neue Zeitrechnung angebrochen war – die Vor-Nevermind- und die Nach-Nevermind-Zeit, wie sie die wortgewaltige Schreiberin jetzt einfach einmal nennen wird.4857 Nirvanas Nevermind   Heres the Tribute Album

Und eben weil die Platte so wichtig war, hat sich die amerikanische Musikzeitung ‘Spin’ nicht lumpen lassen. Das Resultat ist eine Nevermind Tribute Platte. Neben zwei Bands, den Meat Puppets und den Vaselines, die schon auf Kurt’s Lieblingsliste standen, befinden sich noch Jetztzeitgrössen wie beispielsweise die Midnight Juggernauts auf dem Album. Und eben dieses Album kann man momentan umsonst auf der Spin Webseite downloaden. Ob das dazu führen wird, die Coverversionen toll zu finden oder zu verdammen sei dahingestellt. Eins ist jedoch Gewiss: Nevermind’s not dead.

Tracklist:

  1. Meat Puppets – ‘Smells Like Teen Spirit’
  2. Butch Walker And The Black Widows – ‘In Bloom’
  3. Midnight Juggernauts – ‘Come As You Are’
  4. Titus Andronicus – ‘Breed’
  5. The Vaselines – ‘Lithium’
  6. Amanda Palmer – ‘Polly’
  7. Surfer Blood – ‘Territorial Pissings’
  8. Foxy Shazam – ‘Drain You’
  9. Jessica Lea Mayfield – ‘Lounge Act’
  10. Charles Bradley & The Menahan Street Band – ‘Stay Away’
  11. Telekinesis – ‘On A Plain’
  12. Jeff The Brotherhood – ‘Something In The Way’
  13. EMA – ‘Endless, Nameless’

 

 

 

Ada Zanditon: Reformhauschic für Kunstliebhaber

February 24, 2010 |

Ada1 Ada Zanditon: Reformhauschic für Kunstliebhaber

Alexander McQueen. Jonathan Saunders. Gareth Pugh. Keine Namen die einen zwingend an Ökoklamotten denken lassen. Weiterlesen »

Zum Tod Alexander McQueens

February 12, 2010 |

Hackneyboy auf Abwegen oder der Versuch sich zu verabschieden

Ich weiß noch was ich gedacht habe, als ich vom Tod Isabella Blows erfahren habe. Oder besser, ich weiß nicht nur was ich gedacht habe, sondern auch was ich gesagt habe, nämlich: „Wenn Isabella Blow stirbt, dann sterben wir alle“. Weiterlesen »

Wilhelm wird 10 – Groningen feiert

January 23, 2010 |

willhelm1 Wilhelm wird 10   Groningen feiert

Es gibt Designer die Klamotten für den Laufsteg machen. Und es gibt Designer die Anziehsachen machen, die so aussergewöhnlich und interessant sind, dass sie, fast schon zwingend in’s Museum gehören. Weiterlesen »

Logischerweise hässlich – Jürgen Teller stellt aus.

January 07, 2010 |

Teller1 Logischerweise hässlich   Jürgen Teller stellt aus.

// Foto > Jürgen Teller, Kate Moss, New York, 1996 //

Es gibt Leute die eigentlich in den Neunzigern hätten bleiben sollen. Frank Castorf zum Beispiel. Oder Jürgen Teller. Weiterlesen »

Absolutely not fabulous: Lacroix geht baden

January 02, 2010 |

Lacroix2 Absolutely not fabulous: Lacroix geht baden

Dieses Jahr war ein komisches. Während Kate Moss ihren Gürtel nur enger schnallte, weil ihr nichts so gut schmeckt, wie ihren hageren Altgroupie-Schick im Spiegel zu sehen, mussten die Konsumenten auf einiges verzichten, was ansonsten in den Kleiderschränken dieser Welt gelandet wäre. Weiterlesen »


  • Seite 1 von 2
  • 1
  • 2
  • >>