Author profile: Hendrik Spree
Hendrik Spree
ist genau fünfzig Tage geboren, bevor der King das Zeitliche gesegnet hat – und zwar in Ostfriesland. Aber Memphis liegt ja noch nicht einmal in Deutschland, sondern in Tennesee. Wohnte Hendrik Spree in den U.S. of A., er antwortete jedesmal "OMG!", wenn jemand "Phone is ringing." sagte. Weil er die Beastie Boys eigentlich lieber mag als Elvis Presley. Um die Jahrtausendwende hat er Literatur, Philosophie und Geschichte in Bochum studiert und was hat er davon, außer auch Jahre später bei seinem akademischen Titel nur an "Phil? Phil Conners?" denken zu können: Er ist bekennender Fan des VfL.
Hendrik Spree benutzt die alte Rechtschreibung und wohnt nicht in Berlin.
Einträge von Hendrik Spree:

A Single Man, das Regiedebüt des Modedesigners Tom Ford, ist kein wirklich guter Film geworden. Daß er nicht total den Bach runter gegangen ist, liegt in erster Linie an seinen Schauspielern, die auch einige im Grunde genommen misslungene Szenen (Hundekuß, Stricherdialog) tragen – naja, zumindest halbwegs erträglich gestalten. Vor allem Colin Firth in der Rolle des britischen Englisch-Professors George Falconer (Darstellerpreis des Filmfestivals Venedig), der die Nachricht vom plötzlichen Tod seines langjährigen Geliebten zu bewältigen hat, bewahrt den Film vor einer Überdosis Sentimentalität. Und Julianne Moore beweist mit der Darstellung seiner besten Freundin Charley, einer exaltiert alternden Schönheit mit Alkoholproblem, die zwar ihr eigenes Leben kaum auf die Reihe bekommt, doch nichtsdestotrotz in der Lage ist, George in seinem Kummer zu trösten, einmal mehr, warum ich total auf sie stehe sie zur Riege der Top-Schauspielerinnen Hollywoods gehört. Weiterlesen »
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Dies ist keine Neuigkeit. Die Ausstellung Dark Splendor mit Werken des als Filmemacher berühmt gewordenen David Lynchs läuft schon seit November letzten Jahres. Aber wann schafft man es als selbst als Kölner mal ins Max Ernst Museum, ins beschaulich benachbarte Brühl? Zumal die häßlich zusammengeschusterten Plakate nahezu aller LVR-Einrichtungen nicht gerade zu einem Besuch selbiger animieren. Aber so ist das eben, wenn sich so ein bürokratisches Ungetüm wie der Landschaftsverband Rheinland (als u. a. Träger dieses Museums) plötzlich in die Öffentlichkeit wagt und mit seinem riesigen Spektrum etwas Ähnliches wie eine Corporate Identity zu verköpern hat. Wie dem auch sei, ich habe mich trotz des schlechten Wetters vorletztes Wochenende dann doch einmal aufgerafft und muß sagen: Es hat sich gelohnt. Weiterlesen »
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Ich habe keine Ahnung, wer hinter dem Projekt three frames steckt. Aber neben der Vorliebe für unbekannte bis abstruse Filme gilt seine/ihre Liebe wohl dem geloopten Bewegtbild, wird auf dem Tumblr doch noch auf eine zweite Seite mit animierten Photos verwiesen. Ansonsten stehen da nur ein paar projektbezogene eMail-Adressen. Wenn man dem Twitter-Account folgt, bekommt man wenigstens die Namen der benutzten Filme mitgeteilt. And that’s it. Weiterlesen »
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Vom 19. bis zum 24. Januar 2010 findet in Köln wieder die alljährliche Internationale Möbelmesse stand. So weit, so altbacken. Auf der Website wird sie allerdings gar nicht mehr als Möbel- sondern mittlerweile als Einrichtungsmesse bezeichnet. Das ist nicht die einzige Änderung, denn der altehrwürdige Branchentreff macht nicht erst seit diesem Jahr ein paar Anstalten, sich für Neues zu öffnen. Und das scheint mehr zu verheißen als ein bißchen 2.0 – die Messe twitterte, facebookte und flickrte schon im letzten Jahr. Nun ist auch noch ein YouTube-Channel als weiterer Sozialkanal dazugekommen. Mediale Moderne, schön und gut, aber das eigentlich Gute ist natürlich, daß sich diese Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem auch in der eigentlichen Veranstaltung wiederfindet. Weiterlesen »
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Rauch ist grau. Immer ein Aufsteiger. Und der einzig echte Vorteil des Schreibens im Home Office; im Büro ist es schon lange verboten, das Café hat nachgezogen, kaum dass W-LAN installiert gewesen ist. Die trägen Tage sind vorbei, auf ein Neues. Jahr. 2010, weiter am Text. Also sitze ich wieder alleine vor meinem Laptop, blase den Qualm über den Bildschirmrand gen Zimmerdecke und was mir dazu einfällt, ist die einige Wochen alte Nachricht, dass die Gutmenschen bei Apple sich beginnen zu weigern, die Rechner von Rauchern zu reparieren. Begründung: sie seien kontaminiert, man könne die Mitarbeiter solchen gesundheitlichen Gefahren nicht aussetzen. Der letzte Höhepunkt einer Entwicklung, die noch lange nicht abgeschlossen zu sein scheint. Weiterlesen »
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Mal etwas zu meinem Arbeitsweg, ich bin nämlich äußerst selten Heimoffizier und in szenigen Cafés mit W-LAN kann ich auch nicht schaffen. Also fahre ich von montags bis freitags morgens mit der Bahn durch halb Köln, von der Südstadt inklusive Rheinüberquerung nach Köln-Mülheim. Und abends fahre ich wieder zurück. Die Strecke vom Büro nach Hause dauert mit einem Mal Umsteigen etwa eine knappe Dreiviertelstunde. Das mache ich jetzt seit anderthalb Jahren, aber so kurz vor Weihnachten – sensibilisiert für Zwischenmenschliches -ist mir dabei erstmals etwas aufgefallen. Leser in Zeiten des Tauwetters können somit aufatmen, die Aufregerei über ein schneewetterbedingtes Verkehrschaos ist hier kein Thema. Weiterlesen »
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So etwas hat es wohl in der deutschen Radiolandschaft noch nicht gegeben und es wird sich wohl auch nicht so schnell wiederholen. Für die Hörspielfassung von Mark Z. Danielewskis Roman Das Haus hat sich der WDR mächtig ins Zeug sowie ordentlich vorgelegt. Um dem im wahrsten Sinne des Wortes verschachtelten Aufbau des Buches gerecht zu werden, spaltet sich das Hörspiel in drei verschiedene Teile, die am 10. Dezember zeitgleich auf 1LIVE, WDR3 und WDR5 zu hören gewesen sind. Eine Hörprobe sowie mehr Informationen zu der ungewöhnlichen Produktion finden sich hier. Weiterlesen »
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Da hat sich einer auf den Weg gemacht. Back In The USSR – und darüber hinaus. Auf zwei großen Touren, einmal von Ostdeutschland bis in die Mongolei und das andere Mal von Polen nach Kasachstan, hat der französische Photograph Eric Lusito sowjetische Militärbasen besucht und sich davon mehr als ein Bild gemacht. Beziehungsweise von dem, was davon übrig geblieben ist. Zwanzig Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer sind diese Bilder jetzt als Buch erschienen.

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Alles schon mal dagewesen, sicher. Aber eine Generalüberholung kann nicht schaden, dachten sich wohl die beiden Produzenten Switch und Diplo (Interview) und sind bereits letztes Jahr mit Ihrem Projekt Major Lazer angetreten, den etwas angestaubten Dancehall auch in Hipsterkreisen der nördlichen Clubhemisphäre salonfähig zu machen. Und so finden sich auf dem in Kingston, Jamaika aufgenommen Album “Guns Don’t Kill People … Lazers Do” neben tatsächlichen Ganja-Lyrics und Slackness-Tunes auch jede Menge abgedrehte Samples wie Mobiltelefone oder Tiergeräusche, was dem Ganzen, trotz erheblicher 80er-Anleihen (siehe auch das Artwork), wirklich eine gewisse Frische verleiht. Weiterlesen »
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Über das sehr aparte Video zu Heaven Can Wait von Charlotte Gainsbourg feat. Beck, der auch das gesamte dazugehörige Album IRC geschrieben und produziert hat, braucht man wohl kein weiteres Wort zu verlieren. Das Ding hat vor ein paar Tagen völlig zurecht im Netz die ganz große Runde gedreht, was einen allerdings nicht davon abhalten sollte, es sich immer und immer wieder nochmals anzuhören – und dabei gut zuzusehen. Am besten so um Sekunde 00:41 herum. Weiterlesen »
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