Author profile: Hendrik Spree

Hendrik Spree

ist genau fünfzig Tage geboren, bevor der King das Zeitliche gesegnet hat – und zwar in Ostfriesland. Aber Memphis liegt ja noch nicht einmal in Deutschland, sondern in Tennesee. Wohnte Hendrik Spree in den U.S. of A., er antwortete jedesmal "OMG!", wenn jemand "Phone is ringing." sagte. Weil er die Beastie Boys eigentlich lieber mag als Elvis Presley. Um die Jahrtausendwende hat er Literatur, Philosophie und Geschichte in Bochum studiert und was hat er davon, außer auch Jahre später bei seinem akademischen Titel nur an "Phil? Phil Conners?" denken zu können: Er ist bekennender Fan des VfL. Hendrik Spree benutzt die alte Rechtschreibung und wohnt nicht in Berlin.


Einträge von Hendrik Spree:

Ihr könnt einpacken.

December 19, 2011 |

Weihnachten kommt ja so plötzlich, habe neulich auf einem Aufkleber gelesen. Oder war es eine Postkarte?

xzKrU Ihr könnt einpacken.

Hier das GIF als Video (mit Sound noch ein wenig eindrucksvoller). Das Kollektivstudio Treadt hat letztes Jahr einige Santa-Animationen produziert, auch die anderen Clips Carol Singers, Pole Dance, Workshop oder Christmas Trees sind einen Augenblick wert.

Aber zum Glück sind die Videos klitzekurz, denn sonst würden sie uns vom Nachdenken über die wichtigste aller Weihnachtsfragen abhalten: “Was soll ich bloß schenken?” Also nachdem man auch auf This is why I’m broke bis ganz unten gescrollt und trotzdem kein passendes Präsent gefunden hat. Und wenn Ihr denkt, wenigstens das richtige Geschenkpapier gefunden zu haben, … Weiterlesen »

Ihr werdet Euch umschauen.

December 08, 2011 |

Ich kann mich mal wieder nicht entscheiden. Was wahrscheinlich eher daran liegt, daß ich länger nichts geschrieben habe, als an der Häufung in den letzten Tagen. Nun gut.

Colossal hat die Geschichte über eine umfunktionierte, also immer noch funktionierende Schreibmaschine. Nur, daß sie jetzt nicht mehr schreibt. Weiterlesen »

The art of buffering

November 27, 2011 |

Wenn bei YouTube das ewige Rennen zwischen Rot und Grau mal wieder zuungunsten der kontinuierlichen Abspielbarkeit verläuft und in den anderen Tabs nur tl;dr-Artikel oder die Arbeit lauern, dann könnte man im wahrsten Sinne des Wortes am Rädchen drehen. Das ist definitiv nicht mehr witzig. Weiterlesen »

Charlie Engman hat ein Auge

November 18, 2011 |

Unverstellt soll der Blick sein, natürlich. Und doch will man sich beim Betrachten von Photos nicht wie ein Voyeur vorkommen. Verkommen. Der Photograph Charlie Engman hat mit der Serie domestic diorama eine Bildsprache gefunden, die eindrücklich abbildet, ohne die Portraitierten einfach auszubeuten. Nackte Haut in ihrer angestammten Umgebung. Aber er kann auch anders, was Arbeiten in einer Bandbreite von Vogue bis Vice beweisen. Beeindruckend. Weiterlesen »

Stéphanie Baechler realisiert und anderes Zeug

November 05, 2011 |

Die in der Schweiz geborene und derzeit im niederländischen Arnheim lebende Stoffkünstlerin hat mit ihren noch nicht einmal 30 Jahren schon so einiges geschafft. Zuerst an der School of Visual Art in Bern, danach Textildesign in Luzern – ihr neuestes Projekt verbindet beides auf originell ansehnliche Weise.

5 Stéphanie Baechler realisiert und anderes Zeug

Stéphanie Baechlers FABRIC project reduziert gekonnt die Dimensionen um einen Schritt, was aber auf geradezu wundersame Weise im Endeffekt zu einem ästhetischen Mehrwert führt, Irritationen inklusive. Wie die Arbeiten enstanden sind, kann man sich in diesem Video anschauen.

6 Stéphanie Baechler realisiert und anderes Zeug

Den sozusagen umgekehrten Weg gehen die Sexy Sweater. Hier werden Bilder einfach auf ein als Rolemodel fungierendes Kleidungsstück draufgephotoshoppt. Gerne auch als noch augenkrebsförnder “animated gif”-Pulli. Dabei wird auch an der ein oder anderen Stelle nicht mit Fashionzitaten und Querverweisen zu Fashionbibeln oder 80er-Jahre-Outfits als Motiv gespart.

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Ich weiß nicht ob man das noch Mode nennen kann, abgedreht ist es auf jeden Fall. Andrew Salmone hat eine Strickmaschine so modifiziert, daß sie quasi jedes digitale Bild in ein Kleidungsstück verwandeln kann. Solange “Bill Cosby”-MetaPullover dabei herauskommen, kann sich das Ergebnis wirklich sehen lassen.

0 Stéphanie Baechler realisiert und anderes Zeug

Ryan Schude realisiert Skurriles

October 28, 2011 |

Photorealismus has come a long way, baby – zumindest seit Walter Benjamins Aufsatz über das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. Was sind für Kämpfe ausgefochten worden, um die Anerkennung der Lichtmalerei als Kunstform. Fehlende Aura, bloße Mimikry und dann kommen Leute wie Gregory Crewdson und machen wieder alles anders. Der Knipser Ryan Schude ist vom selben Schlag und alles andere als eine Schnappschüssel. Seine Bilder sind wohlkomponiert und erzählen eine bewußte Geschichte. Der Mann selbst allerdings ist nur allzu real und in diversen Netzwerken wirklich greifbar. Weiterlesen »

Fabian Ciraolo deutet um

October 21, 2011 |

Den jungen, chilenischen Illustrator Fabian Ciraolo umtriebig zu nennen, wäre glattweg untertrieben. Der Mann bebildert von Magazin- bis Plattencover einfach alles, was eine Oberfläche hat. Dabei bleibt er trotz einer ungeheuerlichen Vielfältigkeit stets seinem ganz eigenen Stil bewunderswert treu. Auf seinem Blog veröffentlicht er in regelmäßigen Abständen Proben seiner verschiedensten Arbeiten. Zu finden auch auf Facebook und Twitter. Weiterlesen »

Alles paletti? – Dö Yt Jursälv

October 12, 2011 |

Vor zweidrei Wochen ist mal wieder der von einigen Menschen heiß ersehnte Ikea-Katalog erschienen. Ich hätte diesen Post allerdings auch ohne diesen Aufhänger geschrieben. Lieber wäre mir dieser Artikel gewesen, darin eine lautstarke Beschwerde darüber, daß sich mittlerweile nahezu jede Großstadt ein hübsch dekoratives Street Art Festival leistet, wobei kritische Inhalte und politische Implikationen dieser Kunstrichtung aber oftmals zu kurz kommen. Leider habe ich den Link verschludert.

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Daß sich mit den Möbeln des schwedischen Einrichtungsriesen einiges Einfallsreiches anstellen läßt, weiß die zwischenvernetzte Welt spätestens seit IKEA Hackers. Der künstlerische Öffentlichkeitsinterventionist Florian Rivière geht noch einen Schritt weiter, indem er lediglich den Stil der Aufbauanleitungen imitiert, ohne das Unternehmen beim Namen zu nennen. Jeder Betrachter weiß trotzdem sofort, werwas gemeint ist. Der Mann veranstaltet übrigens auch das Festival Perffusion.

Dabei ist die Idee, aus Europaletten Möbel zu bauen, nicht mehr ganz neu. Aber naja, jeder hat mal klein angefangen. Nur muß halt erst einmal jemand kommen, der beides zusammenbringt. Chapeau für diesen offensichtlich genialen Einfall.

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Auch die dazugehörigen Namen (“Täbbl”) sind gut gewählt. Ich bin ja schon froh, beim Schreiben dieses Artikels ohne Nennung der Farben blau und gelb ausgekommen zu sein.

Gefunden auf dem in der Regal allzeit lesenswerten Blog rebelart.net/. Ebenfalls nicht hilfreich: @Sillium-Tweets zum Thema. Dafür lustig.

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Pro:Test:Songs – Kutiman und ATR

September 28, 2011 |

Vielleicht erinnert sich noch der eine oder die andere an den YouTube-Schnipselsampler Kutiman, dessen größter Videoerfolg mittlerweile zweieinhalb Jahre her ist. Das Ding ist damals zurecht durch so ziemlich jedes Blog gegangen. Der Mann ist in der Zwischenzeit alles andere als faul gewesen, aber im Vergleich zu seinem Hit sind die Zugriffszahlen für seine anderen Clips eher bescheiden.

0 Pro:Test:Songs   Kutiman und ATR

Nun, was ist schon ist schon Erfolg. Trotzdem wünsche ich ihm die Wiedereinstellung desselben für sein neuestes Werk, für das er wieder auf die Sampletechnik zurückgreift, die ihn bekannt gemacht hat. Und nur böse Zungen würden behaupten, daß Kutiman das Jazzige gegen gegen rockigere Tonspuren eingetauscht hat und, weil aus dem einmaligen Erfolg eben kein anhaltender entsprungen ist.

0 Pro:Test:Songs   Kutiman und ATR

“Zurück zu Altbewährtem” kommt als Formel für Atari Teenage Riot überhaupt nicht infrage. Alec Empire hat über die Jahre so gut wie nichts am Konzept geändert und so – man muß fast schon sagen – huldigt ATR ihrem neuen Lied/Video den Internetaktivisten Anonymus. Zur Entstehungsgeschichte des Clips siehe auch diesen Aufruf von der Website der Band:

The visuals of Atari Teenage Riot videos have always been very important. Directors like Philipp Virus, Andrea Giacobbe, John Hillcoat, and Zan Lyons have done an excellent job in working together with the band and getting the message across to a wide audience.

Remember Speed, Revolution Action, Too Dead For Me or Activate, we want Black Flags to follow in those footsteps but with one key difference: We want you to be in it!

Atari Teenage Riot has started working on the video already. If you want to be in the video and show that you support the ideals mentioned above, please send us the following footage:

- take your mobile phone, webcam or any other camera and film yourself lip-synching the song (lyrics below)

- have a black flag in the background, or hold it while youre lip-syncing. (The black flag motif will link all images together. If you dont have one to hand, use a black t-shirt, pull it inside out, stick the arms into itthere you go.)

- you can choose any location for it. If you want to do it at home, great. If you know a crazy location, do it there. (In front of your school or university? At a shopping mall? With your friends at a party?)

- We will use fragments of all videos which are sent in and ultimately add all of you to the official video.

The video will be online and we will fill in the blank spots more and more over the coming weeks until the new single is released. But the process will not end with the release of the single. We have remixes coming! So if you have a great idea that you can put in place after the release date, do it, we will keep adding as long as we are getting material from you all!

- If you want to support the idea but want to do so anonymously, you can cover your face. No problem.

Irgendeiner muß ja das Maul aufreißen. Toll, wenn man auch noch dazu tanzen kann.

ab021 Pro:Test:Songs   Kutiman und ATR

Nicht geschlecht!

September 19, 2011 |

Artisten, die Ihre Bilder nicht auf anderen Websites veröffnen sehen wollen, sind eigentlich so gar nicht Glitzer. Aber weil die photorealistischen Gemälde der Amerikanerin Amanda Elizabeth Joseph so gut sind, werden sie hier doch verlinkt. Ich könnte kotzen, wenn die Geschichte nicht so’n Bart hätte. Aber in Zukunft ändert sich das ja hoffentlich. Damit wir aber auch was zu sehen bekommen, wenden wir uns anderen Künstlern zu. Weiterlesen »