Author profile: Hendrik Spree

Hendrik Spree

ist genau fünfzig Tage geboren, bevor der King das Zeitliche gesegnet hat – und zwar in Ostfriesland. Aber Memphis liegt ja noch nicht einmal in Deutschland, sondern in Tennesee. Wohnte Hendrik Spree in den U.S. of A., er antwortete jedesmal "OMG!", wenn jemand "Phone is ringing." sagte. Weil er die Beastie Boys eigentlich lieber mag als Elvis Presley. Um die Jahrtausendwende hat er Literatur, Philosophie und Geschichte in Bochum studiert und was hat er davon, außer auch Jahre später bei seinem akademischen Titel nur an "Phil? Phil Conners?" denken zu können: Er ist bekennender Fan des VfL. Hendrik Spree benutzt die alte Rechtschreibung und wohnt nicht in Berlin.


Einträge von Hendrik Spree:

Stadt, Ansichtssache

November 24, 2009 | Hendrik Spree

Ich mag den Begriff “Guerrilla Marketing” nicht besonders. Und das liegt nicht nur daran, weil er in Deutschland (aus mir unerfindlichen Gründen) mit nur einem “r” geschrieben wird. Natürlich ist es ein täglicher Kampf um die Aufmerksamkeit, den (nicht nur) die Werbung zu führen hat. Und in Zeiten sinkender TV- und Printerlöse, in denen sich darüber hinaus Städte und Kommunen gegen die Plakatflut zu wehren beginnen, können diese Überraschungseffekte bei guter Platzierung durchaus nicht nur Erfolge verbuchen, sondern auch ein Unterhaltungsfaktor sein, gegen den niemand wirklich etwas haben kann – zumal, wenn die Aktion noch einem guten Zweck dient. Weiterlesen »

digital na(t)iv

November 17, 2009 | Hendrik Spree

Schon ein paar Tage her: spiegel.de braucht es natürlich mal wieder ganz groß, unter “Generationen” ist da nichts (auf) zu machen. Da muss irgendein Clash of irgendwas herbeigeschrieben werden, um – ja was? – fidibum. Wenn man sich die Zahlen anguckt, dann sagen die etwas ganz anderes: Nämlich, daß der digital divide oder gap nicht zwischen spätpubertierenden Teenies und dem Rest der Republik verläuft, wie einem sensationslüsterne Printoriginäre schwarzaufweißmachen wollen, sondern in Deutschland die Zahl 50 die Altersgrenze bildet: jünger ist netzaffin, älter eher nicht – und den Punkt Intelligenz lasse ich hier einmal bewusst außen vor, sonst wird es noch polemischer. Weiterlesen »

Stijlroyal 12

November 09, 2009 | Hendrik Spree

Um (mittlerweile vor-)letzte Wochenende das Hashtag #duweisstschon12 in der deutschen Twittersphäre nicht gelesen zu haben, musste man entweder einen mehrtägigen Offline-Urlaub angetreten haben oder dem Mikrobloggingdienst generell ablehnend gegenüberstehen. Für eben diese Unwissenden sei gesagt, dass es sich bei dieser Veranstaltung um die Release-Party (Facebook-Link) der zwölften Ausgabe des Magazins Stijlroyal gehandelt hat, gefeiert am 31. Oktober in – ja, Sie lesen richtig – Wiesbaden. Wirklich Weiterlesen »

This contains work

October 31, 2009 | Hendrik Spree

Es gibt Situationen, da macht die Arbeit keinen Spaß. Das liegt oft nicht einmal an der Arbeit selbst, sondern an eben der Situation. Zum Beispiel Interviews. Nun sind Journalisten sowieso eine aussterbende Spezies und die beiden Links gerade damit wohl lediglich für Historiker von Interesse. Oder halt: Solange die Tagesschau ihre Berichte über Tarifverhaldlungen und Arbeitslosenquote immer noch mit Archivmaterial von den Hochöfen ThyssenKrupps und den Fließbandfabriken deutscher Autobauer bebildert, statt die Kamera einfach mal ins St. Oberholz zu halten, ist es noch ein weiter Weg, bis sich Arbeitslebensentwürfe jenseits der vollbeschäftigten Festanstellung im allgemeinen Bewußtsein festsetzen. Weiterlesen »

Über Listen

October 24, 2009 | Hendrik Spree

Diesen Link hier einen Aufhänger für den folgenden Beitrag zu nennen, ist schon ein wenig einfallslos. Wie man nach dem Klick sieht, sind auch beim Thema Tod der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Auch wenn der namensgebende Übervater der Makrobiologie 430 v. Chr. noch weniger als ein feuchter Traum eines seiner pubertierenden Vorvorvorfahren gewesen ist, die Reihe der Kandidaten für den Darwin-Award ist so alt wie die Evolution selbst. Nachdem es in einem der letzten Posts um Abstimmungen gegangen ist, wird sich heute einem anderen Netzphänomen gewidmet: Listen. Weiterlesen »

Ich mach auch was mit Medien

October 14, 2009 | Hendrik Spree

Das muß 2005 gewesen sein. Dachte ich. Tatsächlich war es ein Jahr früher, genauer: am 15.03.2004 – das Internet vergisst selten. Zu dieser Zeit war das Hotel Shanghai der Place to party im Pott. Sehr gutes DJ-Booking, schräges Publikum, trinkfreudige Thekenfrauen – alles getragen von einer buchstäblich ungemeinen Feierwut in den alkoholschwangeren Bäuchen. Aber gerade die Clubkonzerte im Shanghai waren nochmal etwas Besonderes. Die haben den Laden rückblickend in noch besserem Stroboskoplichtgewitter dastehen lassen als unseren zweiten Favoriten damals, die mittlerweile nicht mehr existente Harpune in Düsseldorf. Die Konzerte und die Tatsache, daß im VIP-/Backstage-Bereich keine Waschmaschine, sondern ein Solarium stand. Weiterlesen »

Es ist (an der) Zeit

October 09, 2009 | Hendrik Spree

Oft ist ja das Wetter der Aufhänger. Noch nicht einmal das Wetter selbst, sondern erst die Tatsache, es in Beziehung zu einer Bezugsgröße zu setzen. So sind wechselnde Temperaturen in unseren Breitengraden keine Seltenheit und ich bezweifle stark, daß man beispielsweise auch in der Sahara den Smalltalk vornehmlich mit dem Meinungsaustausch über die klimatischen Verhältnisse bestreitet. Was gäbe es bei gleichbleibend wolkenloser Wärme schon groß zu erzählen? Weiterlesen »

David Shrigley

October 06, 2009 | Hendrik Spree

Mit seinen Arbeiten bekannt geworden bin ich durch ein paar Bilder im Kölner Museum Ludwig, das ist ungefähr ein Jahr her. Eigentlich sollte ich für eine Freundin nur ein bestimmtes Poster besorgen, ich weiß gar nicht mehr genau welches. Ein Photo von Schlesinger? Egal, habe ich mir auch damals schon gedacht, schaust du dir mal wieder die ständige Sammlung an, doch da hat es eben auch noch diesen einen Raum mit noch nicht einmal zehn Shrigleys gegeben (Katalog), ich mag sie sofort, auf der Stelle. Ein paar Tage später hängt eine dieser bunten Monotypien in unserem Flur. Von da an begegnet mir der Mann häufiger. Weiterlesen »

Superqual, ja

October 01, 2009 | Hendrik Spree

Nicht amerikanische, sondern dieses Mal kanadische Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, daß “geistige Anstrengungen und emotionelle Aufgaben” laut einer aktuellen Studie “die selbstregulierende Fähigkeit verbrauchen, Sport zu treiben.” Ob die Begrenztheit der menschlichen Willensstärke aber eine bahnbrechend “neue Erkenntnis” ist, sei mal mindestens dahingestellt. (Genau da.) Immerhin soll sie trainierbar (sic!) sein. Weiterlesen »

We Weh Yeah

September 30, 2009 | Hendrik Spree

Hier in der Gegend jagte in den letzten Tagen eine Veranstaltung die andere, man konnte sie unmöglich alle vollständig mitnehmen: Los ging es am Mittwoch mit der Online Marketing Messe dmexco – zwei Tage lang gaben sich krawattierte Anzüglichträger die Klinke in die Hand und waren ordentlich am Repräsentieren. Am Donnerstag und Freitag fand die start09 in der Duisburger Mercatorhalle statt, diesmal mit dem Schwerpunkt Web 2.0 für den Kulturbetrieb. Ebenfalls am Freitag war da noch der Kölner Co-Working Day als sozusagen rheinische Dependance des atoms & bits Festivals. Damit aber nicht genug: Also am Sonntag nach dem Gang zur Wahlkabine ins Auto gesetzt und zum Barcamp Mönchengladbach gefahren.

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