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Marcus Woeller

Marcus Woeller ist Kunsthistoriker, Redakteur und freier Autor. Er lebt in Berlin. Und hält die Augen offen. Um sich ein Bild zu machen von den Bildern.


Einträge von Marcus Woeller:

Darstellung in Szene – ArtBerlin

December 17, 2011 |

Bild 1 Darstellung in Szene – ArtBerlin

Kunstszene – dieses schlimme Wort. In Berlin hat es insofern seine Berechtigung, als dass sich die Kunst wie an wohl keinem anderen Ort so inszenieren konnte, wie hier in der preußischen Tiefebene. Kunst muss sich darstellen, manchmal als Selbstzweck, immer als ihre grundlegende Eigenschaft. In Berlin haben sich in den letzten zwanzig Jahren kreative (noch so ein schlimmes Wort, um das man leider nicht herumkommt ab und an…) Netzwerke gebildet, in denen die Kunst eine maßgebliche Rolle spielt. Der ortsansässige Möbelproduzent und Ideendistributor Rafael Horzon hat eine Keimzelle des Kunstnetzes in seinem „Das weisse Buch“ unlängst beschrieben, obwohl er selbst alles nur kein Künstler sein will. Glücklicherweise besteht die Berliner Kunstszene inzwischen nicht mehr nur aus einigen wenigen Spinnennetzen mit den immergleichen Protagonisten, sondern diversifiziert sich. Den Überblick zu behalten, wird schwieriger.

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Eine jüngst gelaunchte Online-Plattform könnte sich zu einem Anker in Sachen kultureller Kommunikation rund um die Kunst entwickeln. Erdacht von Eva Kaczor, keine Unbekannte bei Sounds Like Me, versteht sich ArtBerlin als Kompass durch die nicht nur lokale Kunstwelt. Sie interessiert die Persönlichkeit hinter der Kunst, der Mensch im Künstler, den eloquenten Geist im Sammler, die Macherin aber auch den Scout in der Galeristin, das Soziale hinter der Kunstmesse. Zusammen mit Journalisten und Kunsthistorikern, Fotografen und Filmemachern will sie ArtBerlin zu einem vielschichtigen Portrait der Berliner Kunstszene entwickeln.

Bild 8 Darstellung in Szene – ArtBerlin

Ein solches redaktionelles, aber unabhängiges Angebot hat in Berlin bisher gefehlt! Wir wünschen ArtBerlin für 2012 ein exponentielles Wachstum der Liste von Künstlern und anderen Gesprächspartnern, die sich auch jetzt schon sehen lassen kann, und ein gutes Gespür für Meinungen, Sichtweisen, Trends und spannende Charaktere.

ArtBerlin1 Darstellung in Szene – ArtBerlin

 

Am Knie von Gabriele Schulze

December 11, 2011 |
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ein Licht im Dickicht

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geheimnisvolle Abgänge

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ein Kreis im Kreis

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ein Ort des Funkeln im Dunkeln

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ein diskreter Zugang

Wo findet der gestresste Homo sapiens Ruhe und ist doch mitten im Geschehen? Zum Beispiel im Auge des Orkans, um einen herum tost die Naturgewalt, man selbst genießt die Windstille und das zentripetale Rauschen. Bloß schwierig hereinzukommen in die Mitte des Wirbelsturms… Als urbane Entsprechung kann man glücklicherweise noch auf das Innere eines Kreisverkehrs zurückgreifen. Hier ist normalerweise kein Hinkommen und kein Wegkommen, ein Besuch des verkehrumbrandeten Runds ist nicht vorgesehen. Der nichtöffentlichste Ort in der Öffentlichkeit. Ein Rückzugsort. Die als „Waldfrau“ zu temporärem Ruhm gelangte Gabriele Schulze aus Belzig lebte zwölf Jahre lang ohne Obdach und bevorzugte die innere Grünanlage von Kreisverkehren als ungestörte Schlafstätte.

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nach rechts

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nach links

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nach unten

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am Ziel aller Wünsche

In den Städten schreit die Öffentlichkeit bekanntlich nach Öffentlichkeit und so darf auch nur einer der drei großen Berliner Roundabouts für sich bleiben. Auf dem Strausberger Platz im Zentrum des Strausberger Platzes springt ein Brunnen und sonst gar nichts. Der Große Stern dagegen ist über Unterführungen zugänglich und gut frequentiert, da dort die erklimmbare Siegessäule den Blick über den Tiergarten öffnet. Auch der Ernst-Reuter-Platz macht sein Inneres öffentlich, allerdings nicht leicht erreichbar. Der Tunnel zweigt irgendwo vom Untergrundbahnhof ab, ist schlecht beleuchtet, als stadtplanerische Durchwegung ein Kind der autogerechten Stadt, die heute keiner mehr will, da wir ja alle ökologisch korrekt zu Fuß gehen oder mit dem Veloziped unterwegs sind. Allerdings hat auch diese autogerechte Stadt erst das fantastische Sechziger-Jahre-Ensemble des Ernst-Reuter-Platzes ermöglicht. Ein Platz, der lange baulich verkam, inzwischen restauriert wird und seit kurzem auch ein Ziel des Regionalmanagements der „Berlin City West“ geworden ist.

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das Wäldchen

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der See

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der Mond

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die Architektur

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die Moderne

Nach dem altbekannten Motto „Unser Platz soll schöner werden“ darf jetzt fast jeder mitreden über die Zukunft des Kreisverkehrs. Studenten der UdK wollen dem Platz mit den Mitteln der Auditiven Architektur zu Leibe rücken und drohen mit der Aufstellung von Cafépavillons. Jene Universität und ihre Technische Schwester erklären den Platz kurzerhand zu ihrem Hoheitsgebiet, sind sie doch die Hauptanrainer mit Gebäuden an der Straße des 17. Juni und der vor einigen Jahren geschehenen Übernahme des Telefunken-Hochhauses direkt am Platz. Auf einer Konferenz referierte der TU-Architektursoziologie vor kurzem fundiert über die Historie des Charlottenburger Knies (das dann erst ein Kreisel werden musste) und den Denkmalschutz fast des gesamten Bereichs, kann sich aber gleichzeitig Fußgängerampeln vorstellen – wohl weil er sich auch vorstellen kann, dass halb Charlottenburg nichts anderes im Sinn hat, als endlich nach Jahrzehnten der Hinderung den Ernst-Reuter-Platz in seinem Herzen heimzusuchen, sich mit Kind und Kreisel an die Wasserfläche zu setzen, den Fontänen zuzuschauen wie sie nach oben schießen und bei Kaffe-und-Kuchen darüber nachsinnen, wie schön es ist, so viel urbane Freiheit zurückerlangt zu haben.

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Schützt die Öffentlichkeit vor der Öffentlichkeit!!!

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Sei autogerecht! Sei Kreisverkehr! Sei Ernst-Reuter-Platz!

Der Ernst-Reuter-Platz braucht tatsächlich Öffentlichkeit, allerdings zunächst bitte öffentliche Diskussion bevor sich Nachbarschaftsinitiativen auch die ästhetische Komponente unter den Nagel reißen. Eine Stadt braucht einsame Orte, schwer erreichbare Orte, laute, ungemütliche Orte, solche wo niemand ist und niemand sein will. Orte, wo man einmal Gabriele Schulze sein kann und sei es nur für einen Moment.

Luigi Ontani – ein Leben als Bild

December 03, 2011 |

Sich in fremden Kleidern ablichten, als Künstlerin in eine personifizierte Rolle schlüpfen, über Jahrzehnte als Protagonistin der eigenen Kunst auftauchen, das kennt man von Cindy Sherman. Den Surrealismus in absurde Filmsets überführen, auf der Grenze zwischen Fantasie und Kitsch balancieren, den eigenen Körper als Quelle künstlerischer Inspiration ausloten, das kennt man von Matthew Barney. Luigi Ontani ist im Vergleich zu Sherman und Barney nahezu unbekannt, auf jeden Fall aber unterrepräsentiert im Kanon der zeitgenössischen Kunst. Dabei war er mit ganz ähnlichen Konzepten schon früher da.

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Jung und artig – neue Kunst in alter Münze

November 24, 2011 |

JungArt 2011. Wie kommt man bloß auf so einen Titel? Worauf soll das “Jung” referieren, wenn man mal davon ausgeht, das in “Art” kein Tippfehler steckt und wohl auf die Kunst hinauswill. Jung – im Sinne von young? Jung – als Hinweis auf psychoanalytische Ansätze? Oder Jung – als Hinweis auf einen Familiennamen? Letzteres kann ausgeschlossen werden. Hinter dem was sich als “Kunstfestival” präsenetiert stehen drei Initiatoren: Markus Schaller (Künstler), Courtney Phillips (Gastronom) und Tai Caesar (Marketingmann) und ihre Idee ist gar nicht mal so schlecht wie der Name den sie sich dafür ausgedacht haben. Nachwuchstalente der bildenden Kunst mittels einem Wettbewerb aufspüren und den Gewinnern nicht nur einen Geldpreis, sondern auch eine Ausstellung zu ermöglichen. Clever auch deshalb, weil damit schon das Anfangsprogramm der dann im nächsten Jahr zu eröffnenden JungArt Berlin Gallery an der – selbstredend – Potsdamer Straße steht. Damit das weder basisdemokratisch noch inhaberautokratisch und somit öffentlichkeitswirksam legitimiert wird, überließ man Vor- und Finalauswahl einer gut besetzten Jury: dem ABC-Kurator Marc Gloede, dem UdK-Professor Robert Lucander, der Sammlerberaterin Susanne Grieshaber, dem Künstler Clement Page, dem Leiter des Georg-Kolbe-Museums Marc Wellmann und Daniel Marzona, dem Direktor der Galerie Konrad Fischer. So weit so gut. Bloß in der Umsetzung der Wettbewerbsausstellung in der Alten Münze hapert es etwas. Gewohnt trashig muss es zugehen, eng und verrammelt präsentiert sich die Ausstellungsarchitektur und gibt den künstlerischen Positionen wenig Raum zur Entfaltung. Stattdessen kommt unwillkürlich ein Messecharakter auf, dem nur einige der ausgestellten Arbeiten entgegenwirken können. Bis zum Sonntag kann man sich noch selbst ein Bild machen.

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Louisa Radtke (Berlin) hat kleine filigrane Selbstportraits mit der Polaroidkamera entwickelt...

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... die unterschwellig das Medium Fotografie weit hinter sich lassen.

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Nadine Wottke (Erfurt) spielt in ihren kleinen Porzellanskulpturen mit...

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... Ambivalenzen zwischen Skurrilität, Sexualisierung und Body Extensions.

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Auch Anne Drew Potter (Berlin) erweckt den wohligen Schauer mit nicht wirklich subtilen Skulpturen.

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Mit schillernden Plastiktütenderivaten aus Glasperlen kommentiert...

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... Shige Fujishiro (Hannover) offenbar soziale Ausgrenzung und Konsumkultur.

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Chris Bierls (Berlin) Installation aus Tinte, Draht, Schnur, Platte, Strunk...

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... und Goya-Collage erinnert stark an Kitty Kraus.

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Auch Nastasja Keller (Berlin) ist nicht die erste, die das künstlerische Sprücheklopfen erfunden hat, aber die offenbar zugrundeliegende Performance macht neugierig.

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Carolin Weinkopf (Berlin) ging auf Foto-Reportage.

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Unter den stärksten Fotografiepositionen ist auch Fabian Hampel (Berlin), mit seiner streng komponierten Serie von plankenden Akten im Stadtraum.

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Katharina Kohl (Hamburg) dokumentiert Street Art...

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... während 2naked.org sich selbst zum Thema der Street Art machen.

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Und das Readymades immer gehen, will auch diese Ausstellung beweisen – dabei hatte Duchamp immer noch den besten Riecher.

JungArt Berlin Festival 2011, noch bis zum 26. November, Alte Münze, Molkenmarkt 2, 10179 Berlin-Mitte, geöffnet: 14 Uhr bis open end

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Lieber Clark, lieber Werner, lieber Thomas, lieber Felix, liebe Sara-Lena – hochgestapelt!

November 12, 2011 |

091120111560 Lieber Clark, lieber Werner, lieber Thomas, lieber Felix, liebe Sara Lena – hochgestapelt!Das Hochstaplerleben ist das einzig Wahre! Thomas Mann hat es seinen Felix Krull vormachen lassen, wie man mit nichts als ästhetischem Anstand durch unruhige Zeiten kommt und sich dabei mit nichts weniger als mit sich selbst beschäftigt. Ein Buch, dass jedes Jahr aufs Neue gelesen werden sollte. Auch Walter Serners parevenüseliges Schwindlerbrevier „Letzte Lockerung“ bedarf dringend wiederholter Lektüre. In u.a. 22 Kriminalgeschichten kleidet der der Dadaist sein Wissen um Lug und Trug von der menschlichen Existenz.

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Christian Karl Gerhartsreiter, geboren 1961 am allen Hochundhöherstapeleien gänzlich abgeneigten Siegsdorf bei Traunstein, hat es wahr gemacht und sich jahrzehntelang als Heiratsschwindler und vermeintlicher Rockefellerabkömmling in den Vereinigten Staaten von Amerika niedergelassen und dort ein Leben auf hohem Ross und großen Fuß geführt. Allein die Geheimniskrämerei wollte man ihm irgendwann nicht mehr dulden und es kam wie es kommen musste, zu Unduldsamkeit, Entführung, Haft und schließlich Mord. Das wird momentan noch verhandelt, ob er es wie manchmal auch Serners Protagonisten zum Äußersten hat kommen lassen.

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Sara-Lena Maierhofer schießt mit der Kamera, stapelt aber auch weniger als tief. „Dear Clark“ hat sie ihre Serie von eigenhändig angefertigten Fotografien, zusammengeklaubten Bildern, Fotokopien und Indizien genannt. Sie scheint dem Schwindlertum verfallen und mogelt in ihre Reportage über jenen Gerhartsreiter, der sich Clark Rockefeller nannte und zurzeit im Gefängnis schmort, allerlei falsche Fährten, ganz so wie man eine Hochstaplervita anlegen sollte. Keiner wusste das besser als Thomas Mann, von Walter Serner ganz zu schweigen…

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Maierhofers Abschlussarbeit in der Fotoklasse der Fachhochschule Bielefeld schaffte es in die Ausstellung der besten sieben im diesjährigen Wettbewerb „Gute Aussichten“. Und „Dear Clark“ ist die mit Abstand beste Serie, nicht nur weil sie ein immerwährendes Thema trifft, sondern weil sie es auch mit der gleichen Neigung anrührt wie ihr Held/Antiheld. Sie präsentiert Hochstapelei nicht nur als Fotosujet, sondern als Kulturtechnik mit der man durchkommt, bis man irgendwo hängen bleibt.

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Gute Aussichten, Junge deutsche Fotografie 2011/12, Museum für Fotografie Berlin, Jebensstraße 2, 10623 Berlin, noch bis zum 29. Januar 2012

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Danilo Dueñas – Kunst ist alles andere als Schrott

October 26, 2011 |

Schrott scheint die Künstler wieder anzuziehen. Vielleicht als eine neue Renaissance der Arte Povera im Zeitalter eines sich selbst zu Schrott verarbeiten wollenden Spätkapitalismus? John Chamberlain bleibt sich seit Jahrzehnten treu im künstlerisch behandelten Blech, David Buckingham münzt das Altmaterial in Neues um – beide im Sinne einer zeitgenössischen Interpretation der Pop Art. Sounds Like Me berichtete… Jetzt tritt in Berlin auch der kolumbianische Künstler Danilo Dueñas mit Gebrauchtmetall auf den Plan und würde im Direktvergleich den beiden Kollegen die Schau stehlen.

221020111525 Danilo Dueñas – Kunst ist alles andere als Schrott2210201115131 Danilo Dueñas – Kunst ist alles andere als Schrott221020111529 Danilo Dueñas – Kunst ist alles andere als Schrott

Dueñas ist zurzeit Stipendiat und damit Gast des Berliner Künstlerprogramms des Deutschen Diplomatischen Austauschdiensts (DAAD). In die Schauräume an der mittlerweile von Nachbargalerien fast verlassenen Zimmerstraße in Berlin hat er eine Charge Aluminiumschrott der TSR Recycling GmbH am Westhafen ausgeliehen. Deren Profitmaxime „Schrott ist alles andere als Abfall“ erfährt durch Dueñas eine künstlerische Aufwertung, die zunächst in der Überzeugungsarbeit lag, die verbeulten Lochbleche und Werkplatten überhaupt zu bergen, zu borgen und in den Galerieräumen aufzuschichten.

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Dem Zufall hat Dueñas sozusagen die Hoheit über Farbe, Form und Materialität gelassen, ihm spielte in die Hände, dass diese mittelbare Präselektion schon eine ästhetische Qualität hatte. Weißlackiert und weißmetallisch-glänzend liegen der Schrott nun übereinander, mutet eher filigran als gravitätisch an. Einzelne Stücke hat Dueñas hervorgehoben, ironisch aufs Podest gehievt und mit der Warnung „Achtung fragil“ versehen, andere kaum zufällig zu nennende Fundstücke tauchen aber wie zufällig auf. Becher aus dem Jubeljahr der 750-Jahr-Feier Berlins kurz vor dem Mauerfall, erst in ihrer Abnutzung als Designklassiker erkennbare Billigleuchten, lokal-typische Straßenschilder etc.

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In den weißen Glanz des Materialniedergangs flicht Dueñas ganz sporadisch, aber umso deutlicher Spuren der Farbe. Mit den aus der Form geratenen Funktionsteilen arbeitet er sich in eine Ästhetik der Abstraktion hinein und verwirrt mit falschen Fährten: Textauszügen von Harold Pinter und Samuel Beckett; einer skulpturalen Barriere alias Hommage an den gleichfalls abstrakt arbeitenden, aber in Glätte, exakter Farbe und Form schwelgenden Minimalisten John McCracken, der vor kurzem verstorben ist; indirekten Shakespeare-Zitaten; Absperrbändern und Warnhinweisen, als Erinnerung, dass wir uns ja eigentlich auf dem Schrottplatz befinden – Dueñas’ Installationen wecken vielerlei Assoziationen, die sich aber in keinster Weise erfüllen. Das macht Abstraktion wieder so spannend.

Danilo Dueñas, „At Actium and a Tribute to John McCracken“, daadgalerie, Zimmerstraße 90/91, Berlin-Mitte, noch bis zum 26. November 2011

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Danilo Dueñas und alles andere als Abfall

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Taryn Simon – Auf Blutlinie

October 07, 2011 |

Recherche-Kunst steht hoch im Kurs: ein relativ neues Genre zwischen journalistischer Investigation, medialer Dokumentation und ästhetischer Transformation. Im schlechtesten Fall wird das Endprodukt keiner der drei Ansprüche gerecht und das Werk versumpft irgendwo in der Triangel dazwischen. Cyprien Gaillards Trip in dieses Bermuda-Dreieck war eine Reise in den Irak, für seinen in der Folge entstandenen, halbgaren iPhone-Film „Babylon“ umkopiert auf sich pathetisch selbstzerstörendes 35-mm-Celluloid hat er kürzlich den Preis der Nationalgalerie für junge Kunst gewonnen.

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Viel überzeugender präsentiert sich dagegen Taryn Simon, Fotografin, die ebenfalls zwischen Dokumentation, Reportage und selbstreferenzieller Kunst arbeitet. Sie fischt weniger im Trüben, sondern wird mit ihrer neuesten Arbeit „A Living Man Declared Dead and Other Chapters“ konkret. Blutlinien erforscht sie mit sowohl investigativer wie künstlerischer Recherche, also die Beziehungen zwischen blutsverwandten Personen und wie das Schicksal oder ganz bewusste Brutalität in diese sozialen Relationen schlägt.

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In die große Tageslichthalle des Mies-van-der-Rohe-Baus der Neuen Nationalgalerie in Berlin hat sie eine strenge Doppelreihe von aus anthrazitfarbenem, monolithisch zusammengeschreinertem MDF-Material angefertigten Vitrinen gestellt. Wissenschaftliche Schaukästen, Bildaltäre, Triptychen aus Portraits, Beschreibungstext und Found-Fußnoten-Footage. Mit einer sakralen Stringenz fordert sie auch in der Präsentation die übermächtige Architektur heraus.

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Taryn Simon

Inhaltlich hat sie ebenso viel zu bieten und wird brisant: Contergan, Nordkoreaflüchtlinge,Flugzeugentführung, Albino-Opfer, Blutfehden. Drei Jahre lang ist Taryn Simon durch die Welt gereist, um Beweise zu sammeln, Menschen zu fotografieren und Geschichte in eine artifizielle Form zu überführen. Die Blutlinien, die sie rekonstruiert, formulieren erst in der Beschäftigung mit der auf den ersten Blick spröden Darstellung ein komplexes Netz von Verhältnissen und Abhängigkeiten. Mit „A Living Man Declared Dead“ hat Simon damit die junge Gattung Recherche-Kunst auf ein neues Niveau geführt, an dem sich Konkurrenten und andere Preisträger erst einmal messen lassen müssen.

Taryn Simon, „A Living Man Declared Dead and Other Chapters“, Neue Nationalgalerie Berlin, Potsdamer Straße 50, 10785 Berlin-Tiergarten, noch bis zum 1. Januar 2012

(photos shot with Nokia)

Neue Nationalgalerie
Potsdamer Straße 50
10785 Berlin
030 266424242

Öffnungszeiten:
Di-Mi: So 10:00-18:00
Do: 10:00-22:00
Fr-Sa: 11:00-18:00

 

Das Alphabet der Unschärfe – art berlin contemporary

September 09, 2011 |

070920111412 Das Alphabet der Unschärfe – art berlin contemporary„Die abc ist eher eine Ausstellung als eine Messe“ lavierte Jochen Meyer, Galerist von Meyer Riegger (Berlin/Karlsruhe) und zusammen mit Joanna Kamm von der Galerie Kamm Geschäftsführer von art berlin contemporary, über den eigentümlichen Zwischenbereich, in dem sich das ehemalige nur Art-Forum-Anhängsel jetzt Platzhirsch breitzumachen anschickt. Denn mit dem Wegfall der wirtschaftlich schwachbrüstigen und terminlich ungefestigten Berliner Kunstmesse kann das Ausstellungsformat abc zu einem Ersatz werden, der sich auch unter dem Strich für die teilnehmenden Galerien rechnet. Weiterlesen »

Da schweißt sich was zusammen – Chamberlain + Buckingham

September 02, 2011 |

44185 76720 Da schweißt sich was zusammen – Chamberlain + Buckingham
Sie stehen am Anfang und Ende der Pop Art: John Chamberlain, geboren 1927 in Rochester, Indiana und David Buckingham, geboren 1958 in Dallas, Texas – nicht nur weil sie die Kulturtechniken des Schweißens, Trennschleifens und Plasmaschneidens beherrschen.

44185 76722 Da schweißt sich was zusammen – Chamberlain + BuckinghamCURVATUREROMANCE, 2009 © John Chamberlain / VG Bild-Kunst, Bonn 2011

44185 76726 Da schweißt sich was zusammen – Chamberlain + BuckinghamVENERABLEFRIENDSHIP, 2008 (links im Vordergrund) © John Chamberlain / VG Bild-Kunst, Bonn 2011

44185 76728 Da schweißt sich was zusammen – Chamberlain + BuckinghamJohn Chamberlain © John Chamberlain / VG Bild-Kunst, Bonn 2011

Als Chamberlain Ende der 1950er Jahre anfing, Skulpturen aus Karosserieteilen von Autos zusammenzuschweißen erweiterte er den langsam abflauenden Abstrakten Expressionismus in die plastische Dimension. Diese künstlerische Abwrackprämie bedeutete gleichzeitig einen der Startschüsse für die Pop Art als bestimmende ästhetische Richtung der 1960er Jahre.

Die Pinakothek der Moderne in München hat den Altmeister der Schrottskulptur wiederentdeckt und feiert Chamberlain zurzeit mit einer Auswahl von zwölf bis zu fünf Meter hohen Plastiken, mit denen der Künstler noch einmal alle Register seines Schaffens zieht.

David Buckingham Buckinghamstudios 3 Da schweißt sich was zusammen – Chamberlain + Buckingham(c) David Buckingham at Buckingham Studios, Los Angeles

David Buckingham ist eigentlich zu jung für die Pop Art, als Roy Lichtenstein und Andy Warhol Kunst und Kommerz zur Avantgardeästhetik der Zeit zusammensiebdruckten. But pop never dies… Ebensowenig wie die Automobil- und Caravanleichen, die in der kalifornischen Wüste seit Jahrzehnten vor sich hinschludern. Bis Buckingham sie wieder mittels Plasmaschneider und Schweißbrenner ins Leben zurückholt. Plakativ, farbgewaltig, naiv, gewitzt aber auch aggressiv jongliert er mit den Versatzstücken der amerikanischen Populärkultur: Autos, Waffen, laue Sprüche, Cowboy-Attitüde, markige Männlichkeit, White Trash, Prüderie und Rock’n'roll. Ein Kosmos, von dem sich auch die US-Denim-Schneider von Wrangler für die neue Kollektion der Premium-Linie Blue Bell inspirieren ließ.

David Buckingham Buckinghamstudios 0 Da schweißt sich was zusammen – Chamberlain + Buckingham(c) David Buckingham

David Buckingham Blue Bell 4 1024x682 Da schweißt sich was zusammen – Chamberlain + Buckingham(c) David Buckinghamartwork images 424055665 672363 david buckingham Da schweißt sich was zusammen – Chamberlain + Buckingham
(c) David Buckingham

David Buckingham Blue Bell 3 700 Da schweißt sich was zusammen – Chamberlain + Buckingham

(c) David Buckingham
David Buckingham Buckinghamstudios 21 Da schweißt sich was zusammen – Chamberlain + Buckingham(c) David Buckingham

Sein Studio betreibt er im Outback vor Los Angeles, seine Liebe gilt dem Altmetall und dem Werkzeug – ein wesentliches Merkmal der alten wie der neuen Pop Art. Der Herstellungsprozess bedarf Maschinen. In der komplett entindustrialisierten Feinsinnigkeit Berlins kann Buckingham mit seiner Kunst noch polarisieren. Vor allem wenn er mit seinem Blick auf den “Pop” deutscher Prägung trifft: “Für Berlin habe ich eine Luger Pistole P08 geschweißt, die emblematisch für Deutschland steht und dort seit mehr als einem Jahrhundert produziert wird. Als Kind schaute ich Hogan’s Heroes, eine TV-Serie über ausgekochte Amerikaner in einem deutschen Kriegsgefangenenlager im Zweiten Weltkrieg. Die Situationskomödie war meine erste Erfahrung mit der Deutsch-Amerikanischen Beziehung. Oberst Klink und Feldwebel Schultz trugen Luger Pistolen, also schien es mir natürlich ein Exemplar für diese Ausstellung zu entwerfen.” Die Galerie Kit Schulte bietet ihm nun eine Bühne für Buckinghams erste Ausstellung in Berlin.

David Buckingham: „Hung Like Elvis“  - 02. September bis 15. Oktober 2011
Kit Schulte – Contemporary Art
Winterfeldtstrasse 35
10781 Berlin
Mi – Fr: 12:00 bis 19:00 Uhr

Ausstellungseröffnung: am 02.09.2011 um 19:00 Uhr

John Chamberlain: “Curvatureromance”, noch bis zum 23. Oktober 2011

Pinakothek der Moderne

Barer Straße 40
80333 München

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(c) David Buckingham

Bild 1: John Chamberlain in seinem Atelier auf Shelter Island, New York © John Chamberlain / VG Bild-Kunst, Bonn 2011

 

Papierfilmer – Von Hitchcock bis Spielberg

August 12, 2011 |
04 A I 700 Papierfilmer   Von Hitchcock bis Spielberg

Der Film läuft im Kopf ab, vor dem inneren Auge. So wird die letzte Einstellung, das ultimative cineastische Erlebnis kolportiert bevor man das Zeitliche segnet. Bei Regisseuren, den besseren jedenfalls, darf vorausgesetzt werden, dass sie diese Fähigkeit von Berufswegen abrufen können, ohne letale Konsequenz. Ehe die visionäre Abfolge tatsächlich als Kinofilm läuft, werden die Bilder skizziert,in eine Kontuität gesetzt, die dem Film auf Zelluloid einen Film auf Papier voranstellt: das Storyboard.

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Vom Winde verweht, Victor Fleming (USA 1939), Storyboard: William Cameron Menzies, Eröffnungsszene in Tara, Leihgeber: David O. Selznick Collection, Harry Ransom Center / The University of Texas at Austin

1235 Zoetrope 05 700 Papierfilmer   Von Hitchcock bis Spielberg

Apocalypse Now, Francis Ford Coppola (USA 1979), Storyboard: Dean Tavoularis, Hubschrauberangriff, Leihgeber: American Zoetrope Films, San Francisco

Die Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen in Berlin würdigt dieser Kulturtechnik und ihren Protagonisten – Regisseuren einerseits und Storyboardzeichnern anderserseits – nun erstmals eine Ausstellung. In den seltensten Fällen sind Regisseur und Storyboardzeichner identisch. Martin Scorsese etwa, der zwar nicht zeichnen kann, aber die Drastizität der Ereignisse in seinem Massaker-Klassiker “Taxi Driver” von 1976 mit blutrotem Filzstift auf körperweicher Bleistiftschraffur prägnant zu akzentuieren weiß. Meist sorgen ausgebildete Illustratoren und Comiczeichner für die erstbildgebende Geschichtsschreibung.

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Ich kämpfe um dich, Alfred Hitchcock (USA 1945), Storyboard: William Cameron Menzies / James Basevi (nach Entwürfen von Salvador Dalí) Traumsequenz, Leihgeber: David O. Selznick Collection, Harry Ransom Center / The University of Texas at Austin

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Zwischen Film und Kunst. Storyboards von Hitchcock bis Spielberg, Deutsche Kinemathek, Foto (c) Marian Stefanowski

Alfred Hitchcock beauftragte für seinen Psychoanalysethriller “Spellbound – Ich kämpfe um dich” zunächst den 1945 populären Surrealisten Salvador Dalí, der zuvor schon mit Luis Buñuel zusammengearbeitet hatte, engagierte dann aber noch den Art Director James Basevi um Dalís etwas statischen Klischeebildern von verborgenen Rädern, rollenden Augen und sich verformenden Gesichtern zu mehr Leben zu verhelfen. Wie sehr der Kontrollfreak Hitchcock aus solchen Erfahrungen lernte, zeigen die Storyboards zu “Die Vögel” von 1963, die sozusagen jede mimische Verzerrung seiner Protagonistin Tippi Hedren im Angesicht sich vor ihr bedrohlich zusammenrottender Saatkrähen zeichnerisch vorwegnahm.

38 Eeden 700 Papierfilmer   Von Hitchcock bis Spielberg

Marcel van Eeden, Ohne Titel, 2010, Privatsammlung © Marcel van Eeden

39 Eeden 700 Papierfilmer   Von Hitchcock bis Spielberg

Marcel van Eeden, Ohne Titel, 2010, Privatsammlung © Marcel van Eeden

Die Ausstellung präsentiert das Phänomen Storyboard im Kontext von Filmproduktion und bildender Kunst. Der Künstler Marcel van Eeden bedient sich der formalen Idee der Storyboards schon lange für seine mysteriösen Zeichnungsserien, denen er bislang aber noch keine Filme hat folgen lassen. Den Zeichnungen für Walt Disneys ersten farbigen Animationsfilm “Schneewittchen und die sieben Zwerge” von 1937 stellen die Kuratoren Paul McCarthys Interpretationen der naiv-lieben Micky Maus gegenüber. So nah manche Storyboards an der Kunst sind, offenbaren andere, wie etwa Maurice Zuberanos Zeichnungen für Mike Nichols‘ Ehedrama “Wer hat Angst vor Virginia Woolf” von 1966, dass Storyboards in erster Linie Verbildlichungswerkzeuge für Regisseur und Kameramann sind.

21 Who Woolf 586 Papierfilmer   Von Hitchcock bis Spielberg

Wer hat Angst vor Virginia Woolf?, Mike Nichols (USA 1966), Eröffnungszene, Martha und George kommen nach Hause, Leihgeber: Ernest Lehmann Collection, Harry Ransom Center / The University of Texas at Austin

35 McCarthy 618 Papierfilmer   Von Hitchcock bis Spielberg

Paul McCarthy, Spinning Dwarf (House), 2009, Leihgeber: Galerie Hauser und Wirth, Zürich, Privatsammlung

“Zwischen Film und Kunst. Storyboards von Hitchcock bis Spielberg” ist eine äußerst sehenswerte Ausstellung nicht nur für Filmkenner (die meisten ausgewählten Sequenzen gehören längst zum kollektiven Bildwissen) und Regiestudenten, sondern auch für jene, die sich von ihrem eigenen finalen Film nicht allzu überraschen lassen wollen…

Raum4 IASantPhalle 700 Papierfilmer   Von Hitchcock bis Spielberg

Zwischen Film und Kunst. Storyboards von Hitchcock bis Spielberg, Deutsche Kinemathek, Foto (c) Marian Stefanowski

“Zwischen Film und Kunst. Storyboards von Hitchcock bis Spielberg”, Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Filmhaus am Potsdamer Platz, Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin-Tiergarten, noch bis zum 27. November 2011

Bild 1: A. I. – Künstliche Intelligenz, Steven Spielberg (USA 2011), Storyboard: Chris Baker, (Fangorn) The Toll Gate – Tor zu Rouge City, Leihgeber: Stanley Kubrick Archive, The University of Arts London