Author profile: Nina Trippel

Nina Trippel

das Studium des Designs, oder genauer gesagt des interdisziplinären Designs mit dem Schwerpunkt Mensch und Mode absolvierte sie in Bremen an der Hochschule für Künste. Nach Intermezzi in Zürich und New York ist die Stadt der Stunde Berlin. Nach eineinhalb Jahren in der Moderedaktion bei der Style & The Family Tunes, schreibt sie inzwischen frei – und wenn nicht gerade für SLM, oder zuvor bereits für fashionlab.de – für Magazine wie NEO2 oder Sneakers und ist nebenbei Redakteurin der DERZEIT. Und Bloggerin natürlich. Momentan für TheLabelFinder.com.


Einträge von Nina Trippel:

Short Shots 2.0: Hien Le, Modedesigner

November 28, 2011 |

Was geht – und was gar nicht. Fragen rund ums zeitgenössische Leben zwischen On- und Offline-Modus. Diese Woche mit: Hien Le

Er hat die idealen Voraussetzungen, um Karriere, in der Modewelt zu machen: Hien Le. Erstens hat der in Laos geborene und in Berlin ansässige Designer einen einprägsamen Namen und zweitens ein gutes Netzwerk. Bevor er sich im Sommer 2010 mit seinem gleichnamigen Label der Öffentlichkeit präsentierte, hat Hien Le diverse Erfahrungen in der Branche gesammelt, unter anderem bei einem französischen Modemagazin, der belgischen Designerin Veronique Branquinho oder der Berliner Modemesse Ideal. Als dritter Punkt der logischen Schlussfolgerung, warum Hien Les Karriere nichts im Wege stehen sollte wären Zielstrebigkeit, Konsequenz zu nennen sowie sein Talent aparte Mode zwischen Minimalismus und Lässigkeit zu entwerfen zu können. Wo andere Jungdesigner sich in Experimenttieren proben, setzt Le auf Tragbarkeit und Weniger-ist-Mehr vor allem kleine Details: ein schimmernder Stoff, leichte Transparenz, eine betonte Knopfleiste, auffällige Brusttasche oder ein andersfarbiger Tascheneingriff. Alles in allem ist die Mode des Hien Le aber vor allem eine unprätentiöse Mischung aus lässig und elegant – egal, ob es sich um eine zarte, schlichte, graue Seidenbluse handelt (wie in der Herbst/Winter-Kollektion 2011/12) handelt oder ein knallrotes Jackett (wie in seiner Frühjahr/Sommer-Kollektion 2012). Ob der 1979 geborenen Designer genau so entspannt ist, wie seine Mode, kann man nachfolgend erfahren.

 

hien bw 01 818x1024 Short Shots 2.0: Hien Le, Modedesigner

 

NAME Hien Le
JAHRGANG 1979

HEIMAT vs. WAHLHEIMAT
Woher kommst du und wohin willst du?
Laos > Berlin > hoch hinaus.

BERUF vs. BERUFUNG
Was verdient die Butter aufs Brot und wo steckt dein Herzblut drin?
Hoffentlich mit meiner Mode, weil da steckt auch mein Herzblut drin.

BOREDOM vs. ENTERTAINMENT
Was langweilt dich zu Tode und was/wer lässt deinen Adrenalinpegel steigen?
Vertrags- und Preisverhandlungen  vs.  Das Entstehen einer neuen Kollektion von Saison zu Saison..

HABEN vs. SEIN
Was ist dein aktuelles Objekt der Begierde und was bewegt dich wirklich?
Mein auf Ebay Kleinanzeigen ersteigertes Fahrrad …

HARDWARE vs. SOFTWARE
Welches Gadget ist unentbehrlich und welche Applikation hat immer eine Lösung parat?
iCal  vs.  Moleskine

ONLINE vs. OFFLINE
Welcher Domain stattest du täglich einen Besuch ab und wem gerne in echt?
haw-lin.com und Jak&Jil  vs.  meinen Freunde und Familie.

CONVENIENCE vs. LUXURY
Was macht deinen Alltag aus und worauf sparst du schon ewig?
Luxus ist jetzt das machen zu können, wofür ich jahrelang gearbeitet habe und was jetzt mein Alltag füllt  vs.  gerade wird alles in mein Label investiert.

HOT SPOT vs. SO NOT!
Wo ist aktuell dein zweites Wohnzimmer und welcher Ort geht gar nicht (mehr)?
Mein Studio  vs.  Das Zollamt und die Endloswarteschleifen, egal wo!

FREUND vs. FEIND
Wer bereichert deine Welt und wer sorgt fürs Gegenteil?
Meine Familie, meine Freunde, meine Assistenten bereichern meine Welt jeden Tag aufs Neue… vs. Behörden jeglicher Art sorgen fürs Gegenteil.

SCHWARMINTELLIGENZ vs. HERDENTRIEB
Wann baust du die Gemeinschaft und wann lässt du die Massen lieber alleine ziehen?
Gemeinschaft baue ich vor allem vor, mitten und unmittelbar nach den Kollektionsfertigungen…danach ziehe ich mich zurück und lasse die Massen alleine ziehen.

NOW vs. FOREVER
Was liest und hörst du momentan und welche Standardwerke möchtest du nicht missen?
Ich beschäftige mich gerade mit Sophies Calle’s „die Schläfer“…und während der Arbeit lausche ich meinen Assistenten.

GOOD vs. EVIL
Wie machst du die Welt ein bisschen besser und was war deine letzte Sünde?
Gerade nur ein bisschen schöner. Um sie ein bisschen besser zu machen, Bedarf es etwas mehr…wenn Schokolade Sünde ist, dann sündige ich täglich.

DANKE!

HienLe Short Shots 2.0: Hien Le, Modedesigner

HIEN LE HERBST/WINTER 2011/12 // PHOTOS: AMOS FRICKE

hien le 2 Short Shots 2.0: Hien Le, Modedesigner

HIEN LE HERBST/WINTER 2011/12 // PHOTO: AMOS FRICKE

Short Shots 2.0: Richard Wilhelmer, Filmemacher

November 14, 2011 |

Welche Webseite wird täglich besucht und was war die letzte Sünde? Antworten von Menschen der aktuellen Kulturlandschaft auf Fragen rund ums zeitgenössische Leben zwischen On- und Offline-Modus. Diese Woche mit: Richard Wilhelmer

Ambitioniert und reiselustig sind zwei Charakterzüge, die man ihm definitiv zuordnen darf. Die Rede ist dieses Mal von Nachwuchs-Filmemacher Richard Wilhelmer und die beiden genannten Eigenschaften lassen sich bestens mit seinem Beruf vereinbaren. Um einen Film zu machen, muss man schließlich nicht nur eine Vision haben, sondern vor allem ehrgeizig sein. Und reisen wollen – sowohl geistig als auch körperlich. Schaffenswütig dürfte man als drittes Adjektiv noch hinzufügen – auch wenn die harte Arbeit des 28-jährigen bisweilen fast in „kreativer Selbstzerstörung“ endet, wie er es im Fragebogen selbst beschreibt. Einen Low Budget-Film auf die Beine zu stellen, ist eben kein Zuckerschlecken. Das Ergebnis der harten Arbeit des UdK-Absolventen 2011  kann man sich momentan im Kino ansehen. „Adams Ende“ ist der Titel seines Spielfilms und darin erzählt er von den post-pubertären Großstädtern und den weniger positiven Nebenwirkungen des Peter-Pan-Syndroms: Adam (Robert Stadlober) verstrickt sich zwischen Beziehungsgeflicht mit Anna (Eva-Maria May) und dem Wunsch seinen seinen Freiheitsdrang auszuleben in einem Gefühlsgewirr. Sein bester Freund und eine andere Frau machen das Ganze nicht einfacher. Wer jetzt an ein reines Beziehungsdrama denkt, der sollte sich das Filmplakat nochmals genauer ansehen… menschliche Beziehungen bergen eben nicht nur viel Potential für verbale Auseinandersetzung, sondern auch für Eifersucht und Wahn. „Adams Ende“  ist ein Psychodrama, bei dem der vor allem als Künstler bekannte Julius von Bismarck die Bilder eingefangen hat. Momentan sitzt Richard Wilhelmer schon an der nächsten Filmidee. Darin wird es einmal mehr menschliche und vor allem körperliche Beziehungen gehen, aber lest selbst, was der gebürtige Österreicher und Wahlberliner dazu verrät…

 

portrait wilhelmer 2011 682x1024 Short Shots 2.0: Richard Wilhelmer, Filmemacher
NAME Richard Wilhelmer
JAHRGANG 1983

HEIMAT vs. WAHLHEIMAT
Woher kommst du und wohin willst du?
Ursprünglich komme ich vom Land und will da auch irgendwann wieder hin. Mein Lebensmittelpunkt ist seit Jahren Berlin. In der Zwischenzeit war ich auch einige Zeit in London und Los Angeles. Ich bin aber auch sehr gerne in Wien.

BERUF vs. BERUFUNG
Was verdient die Butter aufs Brot und wo steckt dein Herzblut drin?
Ich lebe derzeit von einem Stipendium und darf einen neuen Spielfilm entwickeln. Es ist aber natürlich immer spannender, das zu tun was man gerade nicht darf. Das ist auch mein Verhängnis.

BOREDOM vs. ENTERTAINMENT
Was langweilt dich zu Tode und was/wer lässt deinen Adrenalinpegel steigen?
Adrenalin ist ein Stresshormon und entsteht, wenn sich die Psyche in irgendeiner Form in Gefahr wähnt. Ich bin früher sehr viel Skateboard gefahren. In meiner Jugend habe ich das als so eine Art kreative Selbstzerstörung betrachtet. Einen Low Budget Film zu drehen hat eine sehr ähnliche Wirkung.

HABEN vs. SEIN
Was ist dein aktuelles Objekt der Begierde und was bewegt dich wirklich?
Das iPhone war eine echte Bereicherung in meinem Leben.

HARDWARE vs. SOFTWARE
Welches Gadget ist unentbehrlich und welche Applikation hat immer eine Lösung parat?
Auch das iPhone.

ONLINE vs. OFFLINE
Welcher Domain stattest du täglich einen Besuch ab und wem gerne in echt?
Mein nächster Film hat sehr viel mit Sex zu tun. Dazu gibt es im Internet sehr viel zu recherchieren.
Im echten Leben habe ich eine Freundin.

CONVENIENCE vs. LUXURY
Was macht deinen Alltag aus und worauf sparst du schon ewig?
Zu sparen gibt es nicht viel. Ich versuche mein Geld für Reisen zusammenzuhalten. Wer zu viel hat sollte es aber anscheinend in Gold investieren. Oder in Kunst. Bei Damien Hirst kann man beides erledigen.

HOT SPOT vs. SO NOT!
Wo ist aktuell dein zweites Wohnzimmer und welcher Ort geht gar nicht (mehr)?
Ich selbst besitze ich kein Wohnzimmer. Für ein Zweites habe ich also auch keinen Bedarf.

FREUND vs. FEIND
Wer bereichert deine Welt und wer sorgt fürs Gegenteil?
Ich durfte bereits mit vielen spannenden Leuten gemeinsame Projekte verwirklichen. Sei es mit Alec Empire, Robert Stadlober oder Julius von Bismarck. Das hat mich jedes Mal inspiriert und war immer ein aufregender Prozess. Jeder der sich einbildet Sonntagmorgen bohren, hämmern oder schlagbohren zu müssen, ist naturgemäß mein Feind.
SCHWARMINTELLIGENZ vs. HERDENTRIEB
Wann baust du die Gemeinschaft und wann lässt du die Massen lieber alleine ziehen?
Ich bin ein großer Fan von Gemeinschaft und lasse ungern überhaupt jemanden ziehen.

NOW vs. FOREVER
Was liest und hörst du momentan und welche Standardwerke möchtest du nicht missen?
Welche Zeilen und Noten treffen den Zeitgeist und welche haben dich geprägt?
In letzter Zeit habe ich fast alle Romane von Philip K. Dick gelesen. Ein Science-Fiction-Autor, der u.A. die Vorlagen zu „Blade Runner“, „Total Recall“ etc. geschrieben hat. „The Man in the High Castle“ hat mir sehr gut gefallen.
Klaus Nomi kann ich eigentlich immer hören.

GOOD vs. EVIL
Wie machst du die Welt ein bisschen besser und was war deine letzte Sünde?
Diese Frage ehrlich zu beantworten wäre wahrscheinlich zu deprimierend.

DANKE.

0 Short Shots 2.0: Richard Wilhelmer, Filmemacher

 

Bild 100 Short Shots 2.0: Richard Wilhelmer, Filmemacher

AM SET VON "ADAMS ENDE"

Bild 101 Short Shots 2.0: Richard Wilhelmer, Filmemacher

AM SET VON "ADAMS ENDE"

 

001 Adams Ende Richard Wilhelmer1 723x1024 Short Shots 2.0: Richard Wilhelmer, Filmemacher

Short Shots 2.0: Nina Pauer, Autorin + Journalistin

October 31, 2011 |

Welches Gadget ist unentbehrlich und welche Applikation hat immer eine Lösung parat? Antworten von Menschen der aktuellen Kulturlandschaft auf Fragen rund ums zeitgenössische Leben zwischen On- und Offline-Modus. Diese Woche mit: Nina Pauer

Sie hat keine Angst. Sie kann eigentlich keine Angst haben, denn immerhin hat sie gerade ein Buch veröffentlicht, indem man mitunter peinliche Details über ihre Kindheit und Jugend erfährt. Und dann setzt sich damit auch noch vor große Menschenansammlungen und liest daraus vor. Nein, Nina Pauer muss mutig sein. Die Autorin und Journalistin, die unter anderem für „Die Zeit“ schreibt, kennt sich mit dem Thema „Angst“ aber dennoch bestens aus: Es ist das Gefühl, dass sie ein Leben lang begleitet hat – oder haben sollte. Von Tschernobyl in früher Kindheit – Pauer ist Jahrgang 1982 – über BSE, Y2K, 9/11  bis zur Finanzkrise: jedem Lebensabschnitt sein Schreckensszenario. Aber sind es wirklich die großen oder auch nur vermeintlichen großen Katastrophen, die unser Leben prägen? Haben sie uns alle zu neurotischen Angsthasen gemacht, die sich ihres Lebens fürchten? Oder ist es vielleicht die Qual der Wahl, die das Aufwachsen in der westlichen Hemisphäre des 20./21. Jahrhunderts mit sich bringt, und die dazu führt, dass Menschen im Alter von 30 Rat beim Psychologen suchen, um das Problem ihrer Unfähigkeit Entscheidungen zu treffen zu eruieren, oder so nach den Auslöser der chronischen Unzufriedenheit oder gar des Burn-Outs zu suchen. Nina Pauer schreibt in ihrem Buch „Wir haben (keine) Angst – Gruppentherapie einer Generation“ (Fischer Verlag) Weiterlesen »

Short Shots 2.0: Irene Graef, Filmemacherin

October 19, 2011 |

Wir wollen wissen, was geht – und was gar nicht. Welche App immer eine Lösung parat hat und welches Standardwerk im Bücherregal steht. Antworten von Menschen der aktuellen Kulturlandschaft auf Fragen rund ums zeitgenössische Leben zwischen On- und Offline-Modus. Diese Woche mit: Irene Graef.

Yoga ist der neue Volkssport. Zumindest könnte man das denken, wenn man durch Berlins Straßen geht, wo es bald an jeder Ecke ein Yoga-Studio zu geben scheint. Proportional zur steigenden Anzahl an Hauptstädtern, die zwischen Sinnsuche und Sportambition ins Yoga-Studio strömen, muss auch der stetig wachsende Bedarf an Yogalehrern gedeckt werden. Aber wer sind eigentlich die Menschen, die unterrichten, wie man die sich richtig in die Kobra rollt oder den Rücken im abwärtsgerichteten Hund Richtung streckt? Und vor allem: Warum streben sie danach quasi Profi-Yogi zu werden und was bedeutet es, diese Ausbildung zu durchlaufen? Filmemacherin Irene Graef hat sich dem Thema zwei Jahre lang angenommen und vier Yogalehrer bei ihrer Ausbildung mit der Kamera begleitet. Aus über 250 Stunden Filmmaterial hat Graef den Dokumentarfilm „Im Kopfstand zum Glück“ erstellt, der Anfang 2011 in die Kinos kam, und nun auch auf DVD erschienen ist. Der Film erzählt von Körperertüchtigung und Kopfentspannung und Menschen auf der Suche nach sich selbst. Irene Graf hat übrigens nach ihrem Studium der Theologie und Theaterwissenschaft an der LMU München in Köln noch ein Studium der Filmregie an der Kunsthochschule für Medien Köln angehängt; „Im Kopfstand zum Glück“ ist ihr dritter Film und Yoga ist für sie nicht nur irgendein Thema: sie selbst hat ebenfalls die Ausbildung zur Yoga-Lehrerin absolviert, denn „Das Yoga gibt mir die Kraft, mich von niemandem ablenken und von keinem Hindernis davon abhalten zu lassen“. Was Irene Greaf Fragen zwischen On- und Offline-Modus statt Yoga zu sagen hat, kann man nachfolgend lesen.

 

irene graef 7001 Short Shots 2.0: Irene Graef, Filmemacherin

NAME Irene Graef
JAHRGANG 1976

HEIMAT vs. WAHLHEIMAT
Woher kommst du und wohin willst du?
Heimat ist mein Beruf, Wahlheimat sind meine Freunde.

BERUF vs. BERUFUNG
Was verdient die Butter aufs Brot und wo steckt dein Herzblut drin?
Ich habe Glück: Butter und Berufung gehen ganz gut zusammen.

BOREDOM vs. ENTERTAINMENT
Was langweilt dich zu Tode und was/wer lässt deinen Adrenalinpegel steigen?
Intellektuellen-Leiden öden mich an, jenseits von Schwarz/Weiß wird es spannend

HABEN vs. SEIN
Was ist dein aktuelles Objekt der Begierde und was bewegt dich wirklich?
Ich freue mich jeden Morgen meinen neuen Kühlschrank zu sehen und frage mich, ob mich das beunruhigen sollte.

HARDWARE vs. SOFTWARE
Welches Gadget ist unentbehrlich und welche Applikation hat immer eine Lösung parat?
Ich habe den Apple-Kram, da muss ich mich um sonst nix kümmern.

ONLINE vs. OFFLINE:
Welcher Domain stattest du täglich einen Besuch ab und wem gerne in echt?
Auf XING bin ich oft, aber nur manchmal gerne

CONVENIENCE vs. LUXURY
Was macht deinen Alltag aus und worauf sparst du schon ewig?
Film ist mein Alltag, ewig sparen – nee

HOT SPOT vs. SO NOT!
Wo ist aktuell dein zweites Wohnzimmer und welcher Ort geht gar nicht (mehr)?
Clärchens Ballhaus versus Panorama Bar

FREUND vs. FEIND
Wer bereichert deine Welt und wer sorgt fürs Gegenteil?
Gertrude Stein versus Politiker

SCHWARMINTELLIGENZ vs. HERDENTRIEB
Wann baust du die Gemeinschaft und wann lässt du die Massen lieber alleine ziehen?
Phasenweise beides exzessiv

NOW vs. FOREVER
Was liest und hörst du momentan und welche Standardwerke möchtest du nicht missen?
Welche Zeilen und Noten treffen den Zeitgeist und welche haben dich geprägt?
David Mitchell und Virginia Woolf / Sophie Hunger und David Bowie

GOOD vs. EVIL
Wie machst du die Welt ein bisschen besser und was war deine letzte Sünde?
Ich bin – also ist Schönheit ohne Sünde, versteht sich, werfe aber keine Steine

DANKE!

0 Short Shots 2.0: Irene Graef, Filmemacherin

 

Bild 481 Short Shots 2.0: Irene Graef, Filmemacherin

 

kopfstand zum glueck 700 Short Shots 2.0: Irene Graef, Filmemacherin

 

 

 

 

Short Shots: Verena S. Freytag – Regisseurin

October 03, 2011 |

Welche Webseite gerne besucht wird und wer im wahren Leben am liebsten gesehen wird. Antworten von Menschen der aktuellen Kulturlandschaft auf Fragen rund ums zeitgenössische Leben zwischen On- und Offline-Modus. Dieses Mal mit: Verena S. Freytag

Den Max-Ophüls-Preis zu gewinnen, sollte der Karriere nicht schaden, immerhin gehört der Filmpreis zu den Renommiertesten für junge Filmemacher in Deutschland. Seit diesem Jahr zählt auch Verena S. Freytag zu den Prämierten. Nach ihrem Studium an der Musikhochschule in ihrer Heimat, wechselte die 1973 geborene Stuttgarterin nach Berlin, um dort ein Regie-Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) anzuhängen. Seither ist sie als Regisseurin und Drehbuchautorin für TV und Kino tätig und hat diverse Kurz- und Langspielfilme realisiert.
Ihr neuester Film heißt „Abgebrannt“, ist inspiriert vom Leben im Berliner Stadtteil Wedding und lief am 22. September in den Kinos an. Die Story kreist um eine junge, alleinerziehende Mutter und Tätowiererin namens Pelin deren Leben aus den Fugen gerät, als sie vom Jugendamt zu einer Mutter-Kind-Kur an die See geschickt wird. Mit ungeschöntem Blick und erzählt Freytag von der Schwierigkeit Freiheitsliebe und Familie, Beruf und Privatleben miteinander zu vereinen. Der Film wurde nicht nur dem zu Beginn genannten Max-Ophüls-Preis in der Sparte Drehbuch bedacht, sondern hat beim diesjährigen Festival Achtung Berlin sowie beim Neiße Filmfestival 2011 die Preise als „Bester Spielfilm“  abgeräumt. Der Autakt zur Premierentour von „Abgebrannt“ ist am 20. September im Acud Kino in Berlin, am Folgetage geht es in der Schaubühne Lindenfels in Leipzig weiter sowie in Frankfurt, Hamburg, Stuttgart, Esslingen und Bremen – alle Infos, Zeiten und Spielstätten gibt hier.Verena S. Freytag wird bei den meisten Veranstaltungen anwesend sein! Was sie zu sagen hat, wenn sie es nicht gerade ihre Protagonisten in einem Film sprechen lässt, gibt’s nachfolgend zu lesen.

086 verenafoto 500 Short Shots: Verena S. Freytag – Regisseurin

VERENA S. FREYTAG

 

NAME Verena S. Freytag
JAHRGANG 1973

HEIMAT vs. WAHLHEIMAT
Woher kommst du und wohin willst du?
… von zwei wunderbaren Urgrossmüttern…will die Linie fortsetzen…

BERUF vs. BERUFUNG
Was verdient die Butter aufs Brot und wo steckt dein Herzblut drin?
Wenig Butteressen – aber viiiiel Scriptanalyse mit intelligenten Schauspielern!

BOREDOM vs. ENTERTAINMENT
Was langweilt dich zu Tode und was/wer lässt deinen Adrenalinpegel steigen?
„Deutschland sucht den Superstar“ versus Ingmar Bergmann

HABEN vs. SEIN
Was ist dein aktuelles Objekt der Begierde und was bewegt dich wirklich?
Der Roman „Das Licht und der Schlüssel“ von Adolf Muschg / der Hunger in Afrika

HARDWARE vs. SOFTWARE
Welches Gadget ist unentbehrlich und welche Applikation hat immer eine Lösung parat?
Ich denke insgesamt über Abkoppelung nach… Unabhängigkeit…

ONLINE vs. OFFLINE
Welcher Domain stattest du täglich einen Besuch ab und wem gerne in echt?
Facebook / meiner Espressomaschine.

CONVENIENCE vs. LUXURY
Was macht deinen Alltag aus und worauf sparst du schon ewig?
einfache, schöne Dinge / ein Bechstein-Konzertklavier

HOT SPOT vs. SO NOT
Wo ist aktuell dein zweites Wohnzimmer und welcher Ort geht gar nicht (mehr)?
mein alter Holzbalkon / der Alexanderplatz am Nachmittag

FREUND vs. FEIND
Wer bereichert deine Welt und wer sorgt fürs Gegenteil?
Meine 8-jährige Tochter hat immer ziemlich viele neue Gedanken und interessante Pläne. / Ab in die Mülltonne von Thilo Sarrazins  dummer, spekulativer ANACHRONISTISCHER, populistischer Null-Intelligenz!

SCHWARMINTELLIGENZ vs. HERDENTRIEB
Wann baust du die Gemeinschaft und wann lässt du die Massen lieber alleine ziehen?
Im Kino auf jeden Fall die ganz grosse Gemeinschaft! / Im Fussballstadion lieber ohne mich .

NOW vs. FOREVER
Was liest und hörst du momentan und welche Standardwerke möchtest du nicht missen?
Now: „Literatur als Therapie“ von Adolf Muschg, „Let-England-Shake“ von  PJ Harvey
Forever: Albert Camus „Der erste Mensch“, Bach „Partiten“

Welche Zeilen und Noten treffen den Zeitgeist und welche haben dich geprägt?
PJ Harvey „Let-England-Shake“; das ganze Album ist einfach Zeitgeist PUR.
The Beatles, Steely Dan, Radiohead, Roxy Music, Paul Hindemith „Das Marienleben“

GOOD vs. EVIL
Wie machst du die Welt ein bisschen besser und was war deine letzte Sünde?
1. Ich danke dem Leben vor dem Einschlafen für ALLES!
2. Das Leben ist viel zu erhaben und komplex für so einen eindimensionalen Begriff…

 DANKE!

0 Short Shots: Verena S. Freytag – Regisseurin

 

086 Strand Short Shots: Verena S. Freytag – Regisseurin

SZENENFOTO AUS "ABGEBRANNT"

086 IMG 4360 kleiner Short Shots: Verena S. Freytag – Regisseurin

SZENENFOTO AUS "ABGEBRANNT"

086 EdinPelin1 Short Shots: Verena S. Freytag – Regisseurin

SZENENFOTO AUS "ABGEBRANNT"

 

Short Shots 2.0: Jan Schomburg, Regisseur + Drehbuchautor

September 26, 2011 |

Welches Standardwerk im Bücherregal steht und was das Gadget der Stunde ist. Antworten von Menschen der aktuellen Kulturlandschaft auf Fragen rund ums zeitgenössische Leben zwischen On- und Offline-Modus. Diese Woche mit: Jan Schomburg.

Er ist ein Mann, der sich präzise auszudrücken weiß – in Worten, wie im nachfolgenden Fragebogen lesen kann – aber nicht nur: Jan Schomburg weiß die Fähigkeit präziser Ausdrucksweise auch auf der Leinwand einzusetzen. Bester Beweis dafür ist sein Film „Über uns das All“, der am 15. September in die deutschen Kinos gekommen ist. In dem Langfilm-Debüt des gebürtigen Aacheners, der an der Kunsthochschule für Medien in Köln Film studiert hat, geht um Wendepunkte im Leben, Momente in denen Dinge plötzlich eine andere Wendung nehmen, den Umgang mit Verlust, um Identität und Doppelleben. Protagonistin Martha, gespielt von der wie-immer-begnadeten Sandra Hüller, wird das Verschwinden ihres Mannes Paul (Felix Knopp) mitgeteilt. Infolge des Verlusts gibt sich Martha nicht der Trauer hin, sondern setzt ihr Leben mit einem neuen Mann namens Alexander (Gerog Friedrich) fort und stellt fest, dass sie ihren Mann beiweitem nicht so gut gekannt hatte, wie gedacht. Der Neue jedoch weist charakterliche Parallelen mit seinem Vorgänger auf – oder ist es Martha, die diese herbeiführt? Die Geschichte beleuchtet das Handeln der Protagonisten nicht nur von einer Seite, sondern wagt den Perspektivwechsel. Ein deutscher Film, der mit einer Vielschichtigkeit und zugleich Klarheit aufwartet, die man im deutschen Kino nur selten zu Gesicht bekommt. Beim Panorama Special der diesjährigen Berlinale hat „Über uns das All“ übrigens den „Prix Europas Cinemas“ abgeräumt. Wer jetzt Angst vor anspruchsvollem Kino bekommen hat, dem sei gesagt: Der Trailer verrät, dass subtiler Humor durchaus Teil des Films ist und der Herr Regisseur selbst verfügt dementsprechend auch über ein angenehmes Maß dessen – immerhin nennt er seinen Flur als Ort, der gar-nicht-mehr-geht. Aber lest selbst…

 

Jan Schomburg Short Shots 2.0: Jan Schomburg, Regisseur + Drehbuchautor

NAME Jan Schomburg
JAHRGANG 1976

HEIMAT vs. WAHLHEIMAT
Woher kommst du und wohin willst du?
Mutterbauch / Muttererde.

BERUF vs. BERUFUNG
Was verdient die Butter aufs Brot und wo steckt dein Herzblut drin?
Herzblut schmiert Butter.

BOREDOM vs. ENTERTAINMENT
Was langweilt dich zu Tode und was/wer lässt deinen Adrenalinpegel steigen?
Gloriös inszenierte Sexualität / lange Bahnfahrten.

HABEN vs. SEIN
Was ist dein aktuelles Objekt der Begierde und was bewegt dich wirklich?
äußere Hülle der Frau meines Herzens / innerer Kern der Frau meines Herzens

HARDWARE vs. SOFTWARE
Welches Gadget ist unentbehrlich und welche Applikation hat immer eine Lösung parat?
Fahrrad / Luftpumpe

ONLINE vs. OFFLINE
Welcher Domain stattest du täglich einen Besuch ab und wem gerne in echt?
der Seite des legendären Psychotheoretikers Dr. Hanno Verbier / Großmutter

CONVENIENCE vs. LUXURY
Was macht deinen Alltag aus und worauf sparst du schon ewig?
Liebe Arbeit Kino / neue Schuhe

HOT SPOT vs. SO NOT!
Wo ist aktuell dein zweites Wohnzimmer und welcher Ort geht gar nicht (mehr)?
Schlafzimmer / Flur

FREUND vs. FEIND
Wer bereichert deine Welt und wer sorgt fürs Gegenteil?
Menschen / Tod

SCHWARMINTELLIGENZ vs. HERDENTRIEB
Wann baust du die Gemeinschaft und wann lässt du die Massen lieber alleine ziehen?
Die Gemeinschaft, die jemanden wie mich aufnähme, ließe ich immer lieber alleine ziehen. (nach Marx) (G.)

NOW vs. FOREVER
Was liest und hörst du momentan und welche Standardwerke möchtest du nicht missen?
Welche Zeilen und Noten treffen den Zeitgeist und welche haben dich geprägt?
J. Litell: „Die Wohlgesinnten“, The Montesas „Vendetta ’62“
Duden, Bibel, Freud
„Am Besten wäre es, nicht geboren zu sein. Aber wem passiert das schon? Unter Millionen kaum einem.“

GOOD vs. EVIL
Wie machst du die Welt ein bisschen besser und was war deine letzte Sünde?
Zivilisatorische Triebkontrolle / Felice angeschrien, weil sie zu spät kam.
DANKE!
0 Short Shots 2.0: Jan Schomburg, Regisseur + Drehbuchautor

06 Short Shots 2.0: Jan Schomburg, Regisseur + Drehbuchautor

"ÜBER UNS DAS ALL"

10 Short Shots 2.0: Jan Schomburg, Regisseur + Drehbuchautor

ÜBER UNS DAS ALL

54 Short Shots 2.0: Jan Schomburg, Regisseur + Drehbuchautor
“ÜBER UNS DAS ALL”

Short Shots 2.0: Susanne Heinrich, Autorin + Musikerin

September 16, 2011 |

Wo ist das zweite Wohnzimmer und welche Webseite wird regelmäßig gecheckt? Antworten von Menschen der aktuellen Kulturlandschaft auf Fragen rund ums zeitgenössische Leben zwischen On- und Offline-Modus. Diese Woche mit: Susanne Heinrich

Schreiben und Musikmachen sind zwei fantastische Beschäftigungen und wenn es beides live zusammenkommt: umso besser. Das findet zumindest Susanne Heinrich. Die 1985 geborene Wahlberlinerin hatte in der Vergangenheit eine Band namens Watching Me Fall, ist aber vor allem als Autorin bekannt. Studiert hat sie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und bereits zwei Romane veröffentlicht; der Letzte „So, jetzt sind wir alle mal glücklich“ (DuMont) erschien im Jahr 2009. Dieses Jahr folgte ein weiterer Erzählband mit dem Titel „Amerikanische Gefühle“ (DuMont). Wer sich live und in Farbe von Talent der 26-Jährigen überzeugen will, hat dazu in nächster Zeit zwei Gelegenheiten im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals Berlin. Am 16.September liest die Autorin neben anderen jungen, europäischen Schriftstellern im Rahmen der Veranstaltung „Scritture Giovani”, aber am besten schaut man am Folgetag, dem 17.9. im Haus der Berliner Festspiele Festival, denn dann bespielt sie gemeinsam mit Thalstroem und Klaus Klose (a.k.a. Eb, der Elektorband Lan) die Bühne. Die beiden sind nicht nur Künstler, die Susanne Heinrich schätzt, sondern auch Freunde. Die Idee zum Projekt „WIR – eine Performance“ wurde aus einer „aus einer betrunkenen Idee auf einer Elektro-Jam-Session“ heraus geboren. Das mit dem „Wir“ ist übrigens wörtlich gemeint: Susanne Heinrich wird alle „Wir-Sätze“ ihrer bisherigen Bücher neu zusammengesetzte lesend, flüsternd, singen oder schreiend vortragen, während die beiden Herren dazu elektronische Beats und Trompetenimprovisationen liefern. In Zukunft wurde die Susanne Heinrich übrigens gerne wieder ein eigenes musikalisches Projekt starten – am besten ein Duo und lässt ausrichten, dass gesetzt den Fall ein einsamer Elektroniker da draußen wartet auf genau ihre Stimme gewartet, könne er sich gerne melden…  Wer zuerst abchecken will, wie die musikalische Partnerin-in-spe so tickt, sollte jetzt weiterlesen…

IMG 7094neuklein Short Shots 2.0: Susanne Heinrich, Autorin + Musikerin

SUSANNE HEINRICH; FOTO: RABEA EDEL

NAME Susanne Heinrich
JAHRGANG 1985

HEIMAT vs. WAHLHEIMAT
Woher kommst du und wohin willst du?
Aus dem Osten. / Auf die Bühne, in die Herzen und Bücherregale der Menschen.

BERUF vs. BERUFUNG
Was verdient die Butter aufs Brot und wo steckt dein Herzblut drin?
Ich hab Hypercholesterinämie, brauche also zum Glück keine Butter. / In allem, was ich tue.

BOREDOM vs. ENTERTAINMENT
Was langweilt dich zu Tode und was/wer lässt deinen Adrenalinpegel steigen?
Die meisten Lesungen. / Gelungene Filmszenen, schillernde Sätze, perfekte Melodien, gnadenlose Beats, 80er-Klamotten, schöne Männer, Sonnenaufgänge auf dem Tempelhofer Feld, oben-vorne sitzen im Doppelstockbus…

HABEN vs. SEIN
Was ist dein aktuelles Objekt der Begierde und was bewegt dich wirklich?
Ich bräuchte einen neuen Laptop, meiner macht komische Sachen. / Begegnungen.

HARDWARE vs. SOFTWARE
Welches Gadget ist unentbehrlich und welche Applikation hat immer eine Lösung parat?
Ohne Handy wär schwierig. / Keine, gottseidank.

ONLINE vs. OFFLINE
Welcher Domain stattest du täglich einen Besuch ab und wem gerne in echt?
Facebookfacebookfacebook … / Meinen Brüdern, mit denen ich mich gerade befreunde.

CONVENIENCE vs. LUXURY
Was macht deinen Alltag aus und worauf sparst du schon ewig?
Alltag hab ich nicht. / Sparen kann ich nicht.

HOT SPOT vs. SO NOT!
Wo ist aktuell dein zweites Wohnzimmer und welcher Ort geht gar nicht (mehr)?
Hippe Antwort: mein WG-Balkon / Club der Visionäre
Künstler-Antwort: mein Kopf / mein Kopf
Philosophische Antwort: Spielplatz / Paradies
Banale aber ehrliche Antwort: überall und nirgends / alle und keiner – das kommt ganz auf meine Verfassung an.

FREUND vs. FEIND
Wer bereichert deine Welt und wer sorgt fürs Gegenteil?
Das sind oft dieselben Menschen – die anderen interessieren mich zu wenig, als dass ich mich über sie aufregen könnte.

SCHWARMINTELLIGENZ vs. HERDENTRIEB
Wann baust du die Gemeinschaft und wann lässt du die Massen lieber alleine ziehen?
Nachts. / Wenn’s um Sushi und Harry Potter geht.

NOW vs. FOREVER
Was liest und hörst du momentan und welche Standardwerke möchtest du nicht missen?
Welche Zeilen und Noten treffen den Zeitgeist und welche haben dich geprägt?
Im Moment schwärme ich für Captain Capa, Everything Everything, Vinnie Who und lese nicht, weil ich das nicht kann, wenn ich mitten in einem eigenen Projekt stecke. / Geprägt haben mich Kirchenchoräle, die Rolling-Stones-Platten meines Vaters, 90er Eurodance. / Immer gut sind die Beatniks und Radiohead.

GOOD vs. EVIL
Wie machst du die Welt ein bisschen besser und was war deine letzte Sünde?
Ich will die Welt nicht besser machen, nur reicher. Mein Beitrag: Forschungsergebnisse aus dem Bereich „Zwischenmenschliches“. / Sünde? Daran glaube ich nicht.

DANKE!

 

 

IMG 7396fbblog1 Short Shots 2.0: Susanne Heinrich, Autorin + Musikerin

 

Susanne Heinrich Amerikanische Gefuehle Short Shots 2.0: Susanne Heinrich, Autorin + Musikerin

Short Shots 2.0: Antonia Baum, Autorin

September 08, 2011 |

Welche Seiten werden gebookmarkt und welche stehen in echt im Bücherregal? Worin steckt das Herzblut steckt und welches App hilft weiter? Antworten von Menschen der aktuellen Kulturlandschaft auf Fragen rund ums zeitgenössische Leben zwischen On- und Offline-Modus. Diese Woche mit: Antonia Baum

Sie hat dieses Jahr beim renommierten Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb gelesen, diverse Kurzgeschichten veröffentlicht und schreibt unter anderem für den Freitag über Kulturthemen: Antonia Baum. In wenigen Tagen erscheint der Debütroman der 1984 geborenen Autorin. Der heißt „Vollkommen leblos, bestenfalls tot“ (Hoffmann & Campe). Darin geht es um das Loslösen vom Elternhaus, dem Entkommen aus der Provinz und Problematiken, die das zeitgenössische Leben als junger Mensch in Deutschland mit sich bringt, wie die Last des Anspruchs der Einzigartigkeit und die Anforderungen der Gesellschaft. Antonia Baum selbst sagt allerdings, es gehe weniger um das Worum-es-geht, sondern, vielmehr um das Wie-die-Protagonistin-auf-die-Geschichte-blicke und „mit welchen Gedanken sie das Ganze begleitet.“  Vor allem geht es darum, diese junge Autorin zu entdecken, denn die gedankenflussartigen Sätze, saugen den Leser quasi direkt in den Kopf der Protagonistin. Als „stakkatoartig“ wird Baums Stil gerne beschrieben, man kann die Satzgeflechte auch einfach direkt und dicht und von ironisch bis zynischer Lakonie geprägt, nennen. Wem wörtliche Beschreibungen für Geschriebenes zu abstrakt sind, der kann hier selbst in die Schreibe der studierten Literaturwissenschaftlerin reinlesen oder einfach am 8.9. beim Internationalen Literaturfestival Berlin vorbeischauen, wo Antonia Baum bei der Veranstaltung „New German Voices“ liest. Wer wissen will, was Antonia Baum zu sagen hat, wenn sie nicht gerade eine Protagonistin in einem Roman sprechen lässt, der sollte jetzt weiterlesen…

 

Foto 106 Short Shots 2.0: Antonia Baum, Autorin

NAME Antonia Baum
JAHRGANG 1984

HEIMAT vs. WAHLHEIMAT
Woher kommst du und wohin willst du?
Möglichst weit weg, mit dem Flugzeug. Wenn ich weg bin, finde ich Berlin sehr liebenswürdig.

BOREDOM vs. ENTERTAINMENT
Was langweilt dich zu Tode und was/wer lässt deinen Adrenalinpegel steigen?
Gelangweilte Menschen langweilen mich. Wenn die so mit Absicht tot durch die Straßen laufen, damit ja niemand denkt, sie könne noch irgendwas beeindrucken. Spannend finde ich gerade „The Wire“.

HABEN vs. SEIN
Was ist dein aktuelles Objekt der Begierde und was bewegt dich wirklich?
Ich will immer mehr Geld, eine größere Wohnung, Autos, Flugzeuge und das alles, den ganzen Tag und das bewegt mich wirklich.

HARDWARE vs. SOFTWARE
Welches Gadget ist unentbehrlich und welche Applikation hat immer eine Lösung parat?
Ich will nicht wissen, was ein Gadget ist. Das Wort ist eklig.

CONVENIENCE vs. LUXURY
Was macht deinen Alltag aus und worauf sparst du schon ewig?
Ich mag gutes Essen und spare auf Geld.

HOT SPOT vs. SO NOT!
Wo ist aktuell dein zweites Wohnzimmer und welcher Ort geht gar nicht (mehr)?
Ich gehe oft ins Schwimmbad tauchen und kriege deswegen von Orten, die „gar nicht gehen“ nichts mit.

FREUND vs. FEIND
Wer bereichert deine Welt und wer sorgt fürs Gegenteil?
Ich habe Streit mit Universitäten, jedweder Art von Ämtern und besonders dem Fiskus, wegen dem ich fürchte, ins Gefängnis zu kommen, schon immer. Die Polizei macht mir auch nur Probleme, weil sie mir nie geholfen hat, sondern mich immer nur noch ärmer gemacht hat mit ihren unverhältnismäßigen Bußgeldern. Das Problem ist, dass viele Menschen der Mentalität nach nichts anderes als Polizisten sind und deswegen natürlich nicht bereichernd. Ich flüchte mich vor dieser Realität in Bücher, Serien, Drogen und dann zurück in die Arme meiner Familie.

SCHWARMINTELLIGENZ vs. HERDENTRIEB
Wann baust du die Gemeinschaft und wann lässt du die Massen lieber alleine ziehen?
Menschenmassen sind immer schlimm und das zu sagen ist auch schlimm, weil es schon so oft gesagt worden ist, dass es gar nichts mehr sagt. Ohne Menschen stirbt man, mit auch, was soll man machen – ich verstehe die Frage nicht.

NOW vs. FOREVER
Was liest und hörst du momentan und welche Standardwerke möchtest du nicht missen?
Welche Zeilen und Noten treffen den Zeitgeist und welche haben dich geprägt?
Westberlin Maskulin, M.O.R.

GOOD vs. EVIL
Wie machst du die Welt ein bisschen besser und was war deine letzte Sünde?
Ich bin nett zu meinen Nachbarn und trenne meinen Müll, ich bin für Sexismus gegen Rechts und Fleischlosigkeit, ich lese Zeitungen und führe engagierte Diskussionen.

DANKE!

0 Short Shots 2.0: Antonia Baum, Autorin

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Short Shots 2.0 – Katja Kullmann, Journalistin + Autorin

September 05, 2011 |

Wir wollen wissen was geht – und was nicht. Wo die Heimat ist und wo die Wahlheimat, welches Werk im Bücherregal steht und welches Gadget den Alltag ausmacht. Antworten von Menschen der aktuellen Kulturlandschaft auf Fragen rund ums zeitgenössische Leben zwischen On- und Offline-Modus. Diese Woche mit: Katja Kullmann.
Schreiben ist Beruf und Berufung für Katja Kullmann. Nach ihrem Studium der Politologie, Soziologie und Amerikanistik verschlug es Kullmann in die Medienwelt, der sie seither treu geblieben ist. Bisher hatte sie bereits diverse Positionen inne – etwa als Redakteurin, Ressort-Leiterin, Reporterin oder Textchefin bei Zeitungen wie der Financial Times Deutschland, Frankfurter Rundschau oder dem Freitag. Momentan ist sie als freie Autorin tätig und neben dem Schreiben für Magazine und Zeitungen, verfasst sie auch Bücher. Nach ihrem Erstlingswerk im Jahr 2003, ist dieses Jahr das Zweite Buch erschienen: In „Echtleben“, so der Titel, spricht die 41-jährige über etwas, das sie bestens kennt – das Leben als freie Journalistin und Schriftstellerin und die Schwierigkeit in Deutschland davon leben zu können. Dabei fasst Kullmann die Sorgen einer ganzen Gesellschaftsschicht zusammen und sinniert über Individualität, Ideale und Lifestyle sowie den Anspruch und die Arbeitswelt im neuen Jahrtausend. Das hat ihr viel Aufmerksamkeit und Anerkennung eingebracht: Der Tagesanzeiger aus Zürich lobt die Lektüre als „süffig und hochspannend“, die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung nennt es ein „wichtiges Buch“, die Hamburger Wochenzeitung Die Zeit ein „dringend zu empfehlen“. Der Untertitel von „Echtleben“ lautet übrigens „Warum es heute so kompliziert ist, eine Haltung zu haben“ – die Antwort auf diese Frage kann nur das selbst Buch liefern, aber der nachfolgende Fragebogen ist in jedem Fall Beweis dafür, dass Katja Kullmann Haltung zu bewahren weiß, und um eine Antwort nie verlegen ist und dabei etwas zu sagen hat, aber lest selbst…

 

1FAS 1 Short Shots 2.0 – Katja Kullmann, Journalistin + Autorin

KATJA KULLMANN / PHOTO: JÜRGEN ZIEMER

NAME Katja Kullmann
JAHRGANG 1970

HEIMAT vs. WAHLHEIMAT
Woher kommst du und wohin willst du?
Aus dem hessischen Mittelgebirge. Am liebsten bin ich unterwegs. Zurzeit wohne ich in Hamburg am Meer. Aber ich habe schon wieder ein paar Bahn- und Flugtickets für die nächsten Monate.

BERUF vs. BERUFUNG
Was verdient die Butter aufs Brot und wo steckt dein Herzblut drin?
Buchstaben bringen das Brot und die Butter. Oft sind leider die langweiligsten Texte am besten bezahlt. Faustregel: Schreibe drei Stücke, die dir nicht gar so viel bedeuten, aber Dir auch nicht wehtun – und finanziere Dir davon die Arbeit an einem größeren Geniestreich, an einem verstörend funkelnden Intelligenz-Projekt, an das anfangs keiner glaubt, außer Dir selbst.

BOREDOM vs. ENTERTAINMENT
Was langweilt dich zu Tode und was/wer lässt deinen Adrenalinpegel steigen?
Distinktionsbemühungen vs. Distinktionsbemühungen. Mit Status- oder Fashionfragen habe ich mich selbst nie größer aufgehalten – aber ich liebe es, diese Mechanismen ringsum zu beobachten und auseinanderzunehmen. Sprachcodes, Stil-Regeln, andere ideelle Schutzwälle und Maschendrahtzäune: alles Lieblingsthemen.

HABEN vs. SEIN
Was ist dein aktuelles Objekt der Begierde und was bewegt dich wirklich?
Aktuell projiziere ich meine Begierden auf zwei Städte: Detroit/Michigan und Akron/Ohio. Da gibt es viel zu sehen. Ansonsten sammele ich seit meinem 13. Lebensjahr Schallplatten, schwarzes, knisterndes Vinyl – das tollste Material, das je erfunden wurde.

HARDWARE vs. SOFTWARE
Welches Gadget ist unentbehrlich und welche Applikation hat immer eine Lösung parat?
Ich trage ein Telekom-Handy von 1999 mit mir herum. Ich glaube nicht an Applikationen.

ONLINE vs. OFFLINE:
Welcher Domain stattest du täglich einen Besuch ab und wem gerne in echt?
Meinem Blog, der unter dem Tag „Euphorie im Alltag“ läuft und dem Kiosk im Nachbarhaus.

CONVENIENCE vs. LUXURY
Was macht deinen Alltag aus und worauf sparst du schon ewig?
Mein Alltag ist geprägt von meinem Plattenspieler, meinen schwedischen Bücherregalen und dem Laptop. Ich spare auf ein lebenslang gültiges All-around-the-world-jump-in-and-get-further-Ticket.

HOT SPOT vs. SO NOT!
Wo ist aktuell dein zweites Wohnzimmer und welcher Ort geht gar nicht (mehr)?
Noch immer hänge ich an Hackney, London E8, da habe ich in den frühen 90ern mal ein halbes Jahr gelebt. Und ich bin sehr froh, dass ich nicht mehr in Berlin wohne.

FREUND vs. FEIND
Wer bereichert deine Welt und wer sorgt fürs Gegenteil?
Menschen, die ihre Idiosynkrasien ausleben, ihre Eigentümlichkeiten, finde ich toll. Es ist ja völlig verrückt, was Menschen manchmal machen: Mit Puppen sprechen, Traumtagebücher führen, Plastiktüten nach Farben sortieren, solche Dinge. Sehr öde finde ich alles Who-is-Who und Wer-mit-Wem. Mit Visitenkarten beeindruckt mich niemand.

SCHWARMINTELLIGENZ vs. HERDENTRIEB:
Wann baust du die Gemeinschaft und wann lässt du die Massen lieber alleine ziehen?
Oh, es gibt viele Gemeinschaften, immer wieder neue, oft nur temporär und sehr flüchtig. Manchmal entstehen sie, ganz banal, in einer langen Supermarktkassenschlange: Man blickt sich an, von Kunde zu Kunde, und ist gemeinsam genervt. Übrigens ist ja jede(r) immer ganz grundsätzlich Teil einer Masse. Ich betrachte mich selbst sehr gern und oft als soziologisches Item. Das ist ungeheuer entlastend, es erspart auch die Psychotherapie, glaube ich. Die Leute sind ja beinahe in den Wahnsinn individualisiert, heutzutage. Das tut mir sehr leid für viele.

NOW vs. FOREVER
Was liest und hörst du momentan und welche Standardwerke möchtest du nicht missen?
Welche Zeilen und Noten treffen den Zeitgeist und welche haben dich geprägt?
Zuletzt las ich viel über Arbeit – prekäre vs. abgesicherte, ausbeuterische, erfüllende, sinnlose Arbeit und so weiter. Aber jetzt beschäftigte ich mich viel mit Städtebau, Wohnpolitik, Shrinking Cities, Gentrification und so. Wichtige Autoren für mich sind Jörg Fauser, Siegfried Kracauer, Marieluise Fleißer, lauter Kleine-Leute-Schreiber, kann man sagen. Musikalisch bewegt es sich bei mir vor allem so zwischen den Jahren 1948 und 1968, vor allem in den Feldern Soul, Popcorn, Black Rock’n’Roll, Blues, Garagen-Punk, Novelty. Da liegt ja alles begraben, seither wird im Wesentlich ja nur noch gesampelt. Ab und an brauche ich eine Dosis 79er-Geräusche, Post-Punk und Proto-Wave. Und sehr selten gelüstet es mich auch nach Elektro, so Minimalzeugs. Aber damit kenne ich mich im Grunde überhaupt nicht aus.

GOOD vs. EVIL
Wie machst du die Welt ein bisschen besser und was war deine letzte Sünde?
Jeder Text ist ein Angebot, sich darüber zu unterhalten, das große Gespräch am Laufen zu halten, Dinge zu teilen. Das ist mein Beitrag. Und ich bin ein sehr höflicher Mensch, glaube ich. Sünden? Ich verweigere mich weitgehend dem allgemeinen Fitness-Gebot, rauche zu viel und schlafe zu wenig.

DANKE!

 

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Short Shots 2.0 – Nicola Rost, Musikerin

August 29, 2011 |

Wir wollen wissen was geht – und was nicht. Welches Standardwerk im Bücherregal steht und was das Gadget der Stunde ist. Antworten von Menschen der aktuellen Kulturlandschaft auf Fragen rund ums zeitgenössische Leben zwischen On- und Offline-Modus. Diese Woche mit: Nicola Rost.

Früher war sie angeblich schüchtern, aber davon kann man mittlerweile nicht mehr viel merken – zumindest wenn Nicola Rost auf der Bühne steht. Die Musikerin und Frontfrau der Berliner Band Laing gibt alles und wirkt dabei ziemlich selbstbewusst. Und das zahlt sich aus: Mit dem im April veröffentlichten, ersten Album und den beiden Single-Auskopplungen „Morgens immer müde“ und „Sehnsucht“ kam für Laing der Erfolg auch über Berlins Stadtgrenzen hinaus. Zusammen mit den drei anderen Bandmitgliedern (Susanne, Johanna und Marisa), die sich übrigens weder durch Casting noch Plattenfirma zusammengefunden haben, sondern schlicht durch Bekanntschaften und langjährige Freundschaft, macht Nicola Rost elektronisch-poppige Musik mit deutschen Texten, die Ohrwurmpotential hat. Mutig ist dabei übrigens auch die Wahl der Songs, die als Coverversionen auf der Platte zu finden sind – etwa „Alles nur geklaut“ von den Prinzen. Wer wissen will, wie die Laing’sche Version davon klingt, der muss in die Platte namens „030/57707886“ reinhören. Und, ja – die Nummer kann man anrufen … Die nachfolgenden Antworten geben übrigens keinen Hinweis dazu, warum Nicola Rost „morgens immer müde“ ist, aber abends wach wird, enthüllen im Gegenzug aber so manch anderen Fakt: Etwa dass sie momentan gerne George Michaels Schmusesongs hört und Karl Lagerfeld zitieren kann, aber lest selbst …

Für alle, die nach der Lektüre statt Buchstaben auf dem Bildschrim nach live vorgetragenen, akustischen Äußerungen der der 26-jährigen lechzen – es gibt es demnächst einige Konzerte von Laing: Am 2. September spielen sie beim Bremer Viertelfest, am 8. und 10. September (radioeins Nacht, C-Club, Crystal / Spreepiratenfestival) sind sie in Berlin zu sehen sowie am 23. September in Hamburg beim Reeperbahnfestival.

 

 

fui 700 Short Shots 2.0 – Nicola Rost, Musikerin

NAME Nicola Rost
JAHRGANG 1984

HEIMAT vs. WAHLHEIMAT
Woher kommst du und wohin willst du?
von hinten / durch die Brust ins Ohr

BERUF vs. BERUFUNG
Was verdient die Butter aufs Brot und wo steckt dein Herzblut drin?
Meine Band Laing. Aber viel mehr als Butter landet da auch nicht auf dem Brot!

BOREDOM vs. ENTERTAINMENT
Was langweilt dich zu Tode und was/wer lässt deinen Adrenalinpegel steigen?
Gebrauchsanweisungen / Lampenfieber

HABEN vs. SEIN:
Was ist dein aktuelles Objekt der Begierde und was bewegt dich wirklich?
Ein Motorrad/ Mein Fahrrad

HARDWARE vs. SOFTWARE
Welches Gadget ist unentbehrlich und welche Applikation hat immer eine Lösung parat?
Spülmaschine / Taschenrechner

ONLINE vs. OFFLINE
Welcher Domain stattest du täglich einen Besuch ab und wem gerne in echt?
Laings Audioauftritt! Unter 030/ 57707886 präsentieren wir die erste Telefon-Bandhotline der Welt. Und eine muss da ja immer die Anrufe entgegen nehmen! / meinem Opa

CONVENIENCE vs. LUXURY
Was macht deinen Alltag aus und worauf sparst du schon ewig?
Songs schreiben / gute Ideen fürs nächste Laing-Album

HOT SPOT vs. SO NOT!
Wo ist aktuell dein zweites Wohnzimmer und welcher Ort geht gar nicht (mehr)?
meine Küche / generell: Wartezimmer

FREUND vs. FEIND
Wer bereichert deine Welt und wer sorgt fürs Gegenteil?
Internet / Internet

SCHWARMINTELLIGENZ vs. HERDENTRIEB
Wann baust du die Gemeinschaft und wann lässt du die Massen lieber alleine ziehen?
Bei Konzerten / danach.

NOW vs. FOREVER
Was liest und hörst du momentan und welche Standardwerke möchtest du nicht missen?
Ich hab gerade das Krebstagebuch von Schlingensief gelesen, jetzt lese ich „Ruhm“ von Daniel Kehlmann. Dazu höre ich momentan eine CD mit 80er Jahre Schmusesongs von George Michael und außerdem feier’ ich das Fake-Album von K.I.Z.
Klassiker sind die Gedichte von Leuten wie Erich Kästner und Kurt Tucholsky (& Schwitters!).
Welche Zeilen und Noten treffen den Zeitgeist und welche haben dich geprägt?  
„macht doch bitte mit, so macht doch bitte mit“ (1000 Robota) / „Produziere nie Schlechtes, denn es könnte sich gut verkaufen“ (Karl Lagerfeld)

GOOD vs. EVIL
Wie machst du die Welt ein bisschen besser und was war deine letzte Sünde?
Ich trenne Müll / Ich hab’ mir nach der letzten Produktion ganz lange Plastiknägel in so einem „Nail-Studio“ machen lassen. War mir gleich danach nicht mehr geheuer, aber dann gingen sie nicht mehr ab.

DANKE!

0 Short Shots 2.0 – Nicola Rost, Musikerin

 

Laing 030 577 07 886 EP Cover 800 Short Shots 2.0 – Nicola Rost, Musikerin