imm – Creating Spaces
Vom 19. bis zum 24. Januar 2010 findet in Köln wieder die alljährliche Internationale Möbelmesse stand. So weit, so altbacken. Auf der Website wird sie allerdings gar nicht mehr als Möbel- sondern mittlerweile als Einrichtungsmesse bezeichnet. Das ist nicht die einzige Änderung, denn der altehrwürdige Branchentreff macht nicht erst seit diesem Jahr ein paar Anstalten, sich für Neues zu öffnen. Und das scheint mehr zu verheißen als ein bißchen 2.0 – die Messe twitterte, facebookte und flickrte schon im letzten Jahr. Nun ist auch noch ein YouTube-Channel als weiterer Sozialkanal dazugekommen. Mediale Moderne, schön und gut, aber das eigentlich Gute ist natürlich, daß sich diese Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem auch in der eigentlichen Veranstaltung wiederfindet.

An den beiden Tagen beispielsweise, an denen die imm nicht nur Einrichtungsprofessionellen, sondern auch der breiten Masse zugänglich ist, da findet auf dem Messegelände wieder das DesignCamp Cologne statt. Am 23. und 24. wird dort in BarCamp-Manier über (Netz und) Design unkonferiert; ich bin dabei, die 100 Plätze sind leider schon alle belegt. Looking forward.
In den Ausstellungshallen selbst wird es wieder einen Platz für junge Designer geben, diesmal sogar erweitert um eine Interviewreihe. Neben der eigentlichen Messe gibt es weitere verwandte Veranstaltungen in Köln: Im selben Zeitraum öffnen unter dem Titel Passagen Design-Shops und Ateliers der Stadt mit Sonderprogrammpunkten ihre Pforten. Wer sich abends etwas erlauben will, während der ganzen Woche findet ebenfalls die Cologne Music Week statt – an fünf verschiedenen Orten wird Livemusik für lau geboten.
Damit nicht genug, man kommt bei so vielen Angeboten ja gar nicht hinterher, und eher mit den Namen durcheinander: Zum Beispiel die im Rheintriadem abgehaltene Designers Fair oder Kleinode wie die von Fräulein Julia annoncierte Strickparty. Aber besser, man kann sich die Rosinen aus dem Kuchen picken, als daß man sich mühsam ein paar Krümel zusammensuchen muß.
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