Mode, Liebe, Inspiration.

July 13, 2009 | von

Der Berliner Künstler André Marose verschmilzt die Bereiche Kunst und Mode im Spannungsfeld von Gegenwart und Zukunft und zeigt die Tiefe im Oberflächlichen. Ganz nebenbei bedauert er  aufrichtig, Suzy Menkes auf der Berliner Fashion Week verpasst zu haben…

AndreMarose Startpage Mode, Liebe, Inspiration.

Das erste Mal sind mir seine Arbeiten in einer temporären Bar in der Berliner Rungestrasse begegnet. (An einem dieser lauten Orte, die für eine Weile im Irgendwo kampieren, um dann umzuziehen oder ganz zu verschwinden und Bürokomplexen oder Boutiquen Platz zu machen.) Figuren schienen aus dem Fußboden zu wachsen, lugten hinter Türen hervor und warteten in dunklen Ecken. André Maroses Removable Graffiti haben einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.  Ich verliebte mich sofort und schwor, den Urheber zu bitten, mir eines anzufertigen, sollte ich jemals länger in einer Wohnung bleiben, als nur für einen Interim.

1973 in Ostberlin geboren macht André Marose zunächst eine Ausbildung zum Schneider, studiert Wirtschaftswissenschaften und landet schließlich als Meisterschüler an der Universität der Künste. Seine Arbeiten finden inzwischen auch international Beachtung und werden unter anderem in Paris, Basel, Bologna, Liverpool, New York, Chicago und natürlich auch Berlin gezeigt.

andremarose Still PleaseBeQuiet final Mode, Liebe, Inspiration.

Bild: Video Still aus please be quiet

Maroses Werk beschäftigt sich mit der Problematik der Inspiration. Auf eine reflektiv-sezierende Weise setzt er sich immer wieder mit sich selbst und seiner Arbeit auseinander. Als Künstler bleibt er jedoch auch im engen Kontakt zur Mode. In seinem Schaffen tastet er sich ebenso wie sie an seine Themen heran, nähert sich der Zukunft schrittweise in der Gegenwart. Mode ist ein Thema, das immer wieder auftaucht und auf verschiedene Arten rezipiert wird. Eine seiner aktuellen Arbeiten, Fesse de Vogue, wird voraussichtlich im September Rahmen einer Gruppenausstellung in der Berliner Galerie Metro (Opening 4.9.2009) zu sehen sein. Please be quiet!

Interview mit André Marose

http://www.andremarose.de

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1 KOMMENTAR

  1. fragi:

    Ist das ein Hipster?

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