next12 | further and beyond digital

May 09, 2012 | von

Im ersten Moment wundert man sich, wenn man im Publikum des Keynote Tracks sitzt, frühmorgens zur Eröffnung der next 2012: Wo sind denn die ganzen Nerds?! Vielmehr umringt ein Meer von Anzugträgern und (vereinzelt) Kostümen. Nur da und dort blitzt ein Wuschelschopf auf oder zeugen blasse Wangen von durchprogrammierten Nächten.

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Aber dann kommt der große AHA-Moment, wenn René Obermann die Bühne betritt und von der Öffnung seiner Telekom spricht: „We need to learn to dance.“ Und zum Tanzen hat er sich „die Nerds“ als Partner auserkoren, denen sein Unternehmen mit hub:raum, einem Inkubator, und einem Startup-College den Hof machen will.

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Entsprechend hat sich die Telekom gleich ein ganzes Format gesichert: Im Start-ups Track diskutieren Größen der Szene wie Mike Butcher mit Stephan Breidenbach von betterplace.org, in wie weit sozialer und finanzieller Profit Hand in Hand gehen dürfen oder sogar müssen. Oder, ein deutscher (Stefan Glänzer) und ein amerikanischer Investor (Charlie O’Donnell) debattieren im Hot Seat, ob Berlin denn nun wirklich das Zeug zum Gründer-Valley habe. Das Publikum – zweifelsohne befangen – unterstützt lautstark den Stadtort Silicon Allee.

Doch nicht nur die anwesenden Telekom-Mitarbeiter tragen zur allgemeinen Schwarz-und-Nadelstreifen-Optik bei. Das Businessmodell der Szene hat sich professionalisiert. Die Überlebenden der Zweitausender-Blase stehen heute wieder oder immer noch auf der Bühne und philosophieren – wie Felix Petersen, immerhin im Sakko – darüber, dass so eine App für diejenigen gemacht sein müsse, die sie verstehen. Und eben nicht für diejenigen, die das Prinzip twitter / AMEN / you-name-it bis heute nicht begriffen haben.

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Im Technology Track darf ein weiterer Telekom Mitarbeiter ran: Robert Schwegler präsentiert ClearSky als Alternative zur Cloud. Und Aaron Rincover von Nokia demonstriert, an welcher karthographischen 3D-Innovation das Berliner Location and Commerce Team bastelt.

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Per twitter ist das Publikum dann aber auch bei allen anderen Vorträgen ganz Auge und Ohr. Und die Autorin fragt ein bisschen neidisch, ob sie nicht doch besser auf China und die Frauen über 30 gesetzt hätte, statt sich nur mit der Berliner Dimension der Thematik auseinander zu beschäftigen. Gut, heute ist auch noch ein Tag.

Neue Vorträge, neues Glück.

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