Hier gibt es nichts zu sehen

August 27, 2011 | von

Alltag. Normalität. Das Lob des Unaufgeregten, verbunden mit der hohen Kunst, nicht langweilig zu sein. Die Fair Ohs bringen die vorstädtischen Verhältnisse zum Tanzen. Und man kann sich dabei super darüber streiten, ob die Bilder dazu witzig oder lächerlich gemeint sind. Vorzugsweise über den Gartenzaun hinweg.

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Gut gemacht sind sie allemal. Dazu passend die Bilderserie Ode To Common Things des Artisten mit dem ordinärsten aller Nachnamen: Lenard Smith. In Zeiten, in denen Ausstellungen den Hypezyklus von der Veranstaltung über das Event bis hin zum Spektakel durchlaufen zu müssen glauben, ist hier in dieser Photoserie Bodenständigkeit abgefragt. Besser: Holzmasern. Die abgelichteten Gegenstände stehen auf einer sich Adjektivität entziehenden Tischplatte und spotten dabei jeglicher Beschreibung. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – das stimmt wahrscheinlich umso mehr, als daß der Grad der Unbeschreiblichkeit mit dem der Gewöhnlichkeit zusammenfällt. Dinge, die man sooft sieht und schon beinahe nicht mehr bemerkt, daß sie sich der Unsichtbarkeit angenähert haben.

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Von kontrastierender Interessanz und auch irgendwie themenverwanzdt hingegen dieses Interview mit Douglas Coupland, der gerade anläßlich der deutschen Erscheinung seines im Original bereits vor Jahren erschienen Buches jPod in Deutschland weilt. Das fand ich damals gar nicht so schlecht, besser als diese Bienen. Keine Ahnung also, warum es da zu einer Veröffentlichungsverzögerung gekommen ist. Aber wahrscheinlich wird es ein ganz profaner Grund wie der plötzliche Tod eines Übersetzers sein.

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Siehe auch Unwort des Jahrzehnts: casual.

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1 KOMMENTAR

  1. Aufschlussreicher Post. Sicher nicht verkehrt, sich damit näher auseinander zusetzen. Werde sicher die nächsten Artikel im Auge behalten.

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