republica: auch mal offline sein

April 16, 2010 | von

Der offizielle Teil der Internetzkonferenz ist vorbei und bevor die Party losgeht, muß ich schnell noch was loswerden: Mitveranstalter @spreeblick sagt es selbst im Interview – und er hat recht, wie ich finde. Ich möchte das gerne an einem Beispiel illustrieren, …und zwar anhand dieses Tweets von @schwadroneuse.

Bild 7 republica: auch mal offline seinNun habe ich mich die letzten drei Tage auf dieser Konferenz rumgetrieben und mir verschiedenste Sessions, Workshops und Panels angeschaut, statt das Internet leerzulesen. Aber genau darum geht es ja.Und wenn ich ehrlich bin, sind die besten Momente der re:publica diejenigen gewesen, in denen man zwischen den einzelnen Veranstaltungen mit Freunden geredet hat, die man in Fleisch und Blut nicht alle Tage trifft; oder mit denen man einen schönen Abend verbracht hat, nachdem die Türen der Konferenzräume schon lange geschlossen gewesen sind.

Den angesprochenen Artikel von Antje Schrupp habe ich dennoch gelesen, ob er der interessanteste ist, mag (und kann) ich nicht beurteilen, sehr gut ist er allemal. (Die Vorgänge beim Sexismus-Panel, um die es dort geht, sind hier dokumentiert.) Was Nichtteilnehmer oder nur virtuell Anwesende dort im Chat abgelassen haben, ist wirklich unter aller Kanone. Und im Nachhinein bin ich froh über das nicht funktionierende Netz rund um  Friedrichstadtpalast und Kalkscheune, denn ich bin versucht gewesen, auf den oben abgebildeten Tweet etwa so zu antworten: “Die besten Beiträge zur #rp10 liest man übrigens nicht im Internet, sondern findet man in den Diskussionen vor Ort.” Diese Flapsigkeit wäre dem Thema absolut nicht angemessen gewesen, wie mir bereits einige Minuten später aufgefallen ist.

Ansonsten gilt das Diktum von @bendrath:

Bild 8 republica: auch mal offline sein

Wie wichtig allerdings der Austausch von Teilnehmern und Nichtteilnehmern ist, auch und gerade über der Graben von Digital Residents und Digital Visitors hinaus ist, das hat Felix Schwenzel in seinem provokant betitelten Vortrag “warum das internet scheisse ist” heute nachmittag in seiner unaufgeregt amüsanten Art heute Nachmittag dargelegt.

Mein Dank für drei absolut interessante Tage geht daher nicht nur an die Organisatoren, Veranstalter und auch Sponsoren der re:publica, sondern auch speziell an alle Leute, welche die Konferenz im Internet oder sogar in einem Printmedium ihrer Wahl verfolgt haben. Und sich darüber austauschen. Wir sehen, lesen, hören uns nicht erst nächstes Jahr.

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4 KOMMENTARE

  1. [...] sounds-like-me – auch mal offline sein [...]

  2. [...] ich sonst so wenig über #rp10 geschrieben habe, kann man hier [...]

  3. Stephanie von der Mädchenmannschaft hat heute noch mal zu diesem Thema gebloggt: http://maedchenmannschaft.net/in-was-fur-einer-gesellschaft-wollen-wir-leben/
    Und ich habe die Fortsetzung dazu geschrieben: http://www.piratenweib.de/?p=1396

  4. [...] Hendrik Spree: republica:  auch mal offline sein [...]

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