SOUNDS

Die halbe Wahrheit über Neu!

Kategorie: Sounds | May 15, 2010 | von

neu neu Die halbe Wahrheit über Neu!

In der aktuellen Ausgabe von Lodown werden die Krautrocker Neu! gefeiert. Ihre Melange aus Hippie und Glamrocker, aus Sternengucker und Federboa-Träger setzte Anfang der 70er einen ganz neuen Groove-Zug auf die Gleise, der Hippie als Maschine. Weiterlesen »

Lady Gaga live in Berlin

Kategorie: Sounds | May 12, 2010 | von

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Ja ich gebe zu eigentlich wollte ich so gar nicht zum Lady Gaga Konzert in die o2 World. Was hat man nicht alles gehört: galaktische Ticketpreise trotz nicht ausverkauften Stadien. Man erinnere sich: die letzte Show in Berlin fand in der Columbiahalle statt. Das ist vor allem eins: Ein galaktischer Unterschied.

Über 30 Trucks konnte man vor der Arena zählen, und die braucht sie auch die Gaga. Bemerkte ein Freund spaßeshalber: “Ich wünsch mir, dass die Show ewig geht und überhaupt ein Musical”, war das beinahe prophetisch.

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Der ewige “die neue Madonna”-Vergleich fängt schon zu Beginn an zu hinken. Lady Gaga kann nämlich singen. Also live. Und gut, sehr gut! Wenn sie auf Ihrem Hocker vor Ihrem Piano kauert, und zusätzlich die Absätze Ihrer Lacklederschnür -Louboutins zum Spielen benutzt (ja, und auch das gut), wird überdeutlich: Das ist keine Mogelpackung, die Frau versteht Ihr Handwerk.
Statt eines tot-choreographierten Programms ist die Monsterball-Tour eine richtige Show, ein Musical, manchmal Grusical (man verzeihe mir den Wortwitz), eine Geschichte, erzählt von Stefani Joanne Angelina Germanotta aka Lady Gaga. Und die lässt keinen Zweifel daran, woher sie kommt und warum sie hier ist: “Some say i need a vacation. But I´d rather die here on stage with my fans, than next to a fucking palmtree.”

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Sie spielt auf dem Piano “Speechless”- eine Ballade, die Sie Ihrem besten Freund Posh widmet, mitten im Song fängt sie an zu erzählen, was sie sich zu oft anhören musste: “You are not pretty enough, not thin enough, not sexy enough, you can´t write a proper popsong, enough…FUCK YOU I AM GONNA BE A STAR.” schreit sie hinaus ins Publikum.
Und sie lässt keinen Zweifel daran, dass sie zu Recht auf dieser gigantischen Bühne steht.
Sie ist ein Kind Ihrer Zeit, das erkennt man immer wieder: Anleihen an alle Großen der Popwelt, von Madonna bis zum Wutang Clan,  aber so genial In Ihren Gagaismus transportiert, neu, anders und unnachahmlich, dass sie selbst den größten Kritikern oder Neidern der Wind aus den Segeln nimmt.

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Das “Bühnenstück Gaga” enhält so geniale Bilder wie die dunkelste Stelle im Centralpark (auf dem Weg zum Monsterball), einen Twister der sich überdimensional auf Sie und Ihre Tänzer herabsenkt, und heraus kommt eine überlebensgrosse Eisprinzessingaga. Ein Tiefseemonster mit Fangarmen zu Paparazzi, geniale Überleitungen, in Wort, Bild, Musik, sowie alle Hits, neu und alt genial darin verwoben.
Nie wirkt etwas trist, nie gespielt, ja auf der großen Leinwand lassen sich echte Freude, Enthusiasmus und wirklicher Spaß in ihrem Gesicht ablesen, und auch manchmal Stolz. Stolz es allen bewiesen zu haben und es soweit geschafft zu haben. Lady Gaga hat mit dieser enormen Produktion bewiesen, dass Sie es schafft Ihre ganz eigenen, manchmal unfreiwillig (?) trashigen Visionen zu transportieren, ja sogar zu verbessern, eine Nähe zu ihren Monstern (so nennt die Gaga ihre Fans) zu schaffen, allen das Gefühl zu geben, dass sie alles schaffen können, solange sie nur wollen.

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Stefani Joanne Angelina Germanotta aka Lady Gaga, die verdammt nochmal ihr Geld wert war und auch nicht müde wird, sich zwischendrin immer wieder zu bedanken ohne dass es zur Phrase verkommt. Dann wieder fluchend ins Gesicht der tanzenden Mege: “Fuck, yeah dance NOW!” And everyone danced. Of course. Was ein Spaß!

Begeisterungsstürme nach der Show von allen Seiten. Als Zugabe “Bad Romance” alles am Toben, Pulli-überm-Kopf-Wirbeln…Ra, Ra, Ra, Ra, Ra, Ra..!
Der Tenor danach: Alle Erwartungen wurden mühelos und bei weitem übertroffen. Ich persönlich finde: Live knüpfen alle neuen Songs mühelos an das alte Album an. Show me your teeth!!!

In diesem Sinne: Don´t call me Gaga…

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Colors of Noise! – Electro-Pop Tickets zu gewinnen

Kategorie: Sounds | May 10, 2010 | von

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Musikalisch gesehen ist der Mai das, was für die Mode der Schauenkalender oder für die Kunst die Biennale in Venedig ist. Überall krachts, schepperts, Artists auf allen Bühnen der Stadt und nur schwerlich lässt sich entscheiden, wo man lauschen, wo tanzen und wo abstürzen will.
Neben all den Konzerten in dieser Woche, schraubt Levi’s die Regler nun noch etwas höher und macht Noise: Weiterlesen »

Rewind: Heiko Hoffmann über “Violator”

Kategorie: Sounds | May 10, 2010 | von

Finn im Gespräch mit Heiko Hoffmann über “Violator” von Depeche Mode (1990).

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Kannst Du Dich noch daran erinnern, wann und wie Du zum ersten Mal Depeche Mode bewußt gehört hast? Soweit ich mich erinnern kann, war es bei mir “Just Can’t Get Enough” bei ersten Clubbesuchen in jungen Jahren. Wie war es Bei Dir?

Das war bei mir ein paar Jahre später, wahrscheinlich war es sogar das Video zu “People Are People”, das auf 1984 auf Formel 1 lief. Ein Jahr später kaufte ich mir dann die Compilation “The Singles 81 – 85″. “Black Celebration” war dann das erste Album, das ich zur Veröffentlichung kennenlernte. Weiterlesen »

The Irrepressibles und Tamikrest Konzert Tickets zu gewinnen

Kategorie: Sounds | May 07, 2010 | von

Nach dem furiosen Start mit Balkan Beat Box und The Residents verlost Sounds-like-me auch diese Woche wieder Tickets für zwei ausgesuchte Konzerte in Berlin. Diese Woche gibt’s jeweils 2 x 2 Tickets für The Irrepressibles und Tamikrest & Dirtmusic! Hinterlasst unter diesem Artikel einen Kommentar, warum ihr unbedingt gewinnen müsst und sichert euch mit ein bisschen Glück die Tickets! Und wer weniger Glück hat, kann hier Karten beim Tickethändler unseres Vetrauens kaufen.

The Irrepressibles

Irrepressibles The Irrepressibles und Tamikrest Konzert Tickets zu gewinnen

10.05.2010
Huxleys
Einlass 19:00
Beginn: 20:00

Sounds-like-me lässt euch in die Welt der Irrepressibles eintauchen. Angeführt vom  Countertenor Jamie McDermott suchen The Irrepressibles aus London Weiterlesen »

Balkan Beat Box im Festsaal Kreuzberg

Kategorie: Sounds | May 07, 2010 | von

Am Mittwoch Abend bespielten Balkan Beat Box den gemütlichen Festsaal Kreuzberg und einen furioseren Auftakt hätte man sich weder vorstellen oder wünschen können. Angenehme Rauchschwaden empfingen einen, das Publikum größtenteils um die Mitte 30. BBB springen auf die Bühne und los gehts, im ersten Trubel überlege ich krampfhaft wie ich auf die Galerie raufkomme um irgendwie einen Eindruck festzuhalten und einzufangen von dieser wogenden Menschenwelle die sich sofort in Bewegung setzt.

Was hier 2003 um die beiden DJ´s & Musiker Ori Kaplan (Blasinstrumente) und Tamir Muskat (Schlagzeug) seinen Anfang nahm, hat sich zu einer beeindruckenden, kraftstrotzenden,  physisch so einnehmenden “Band” entwickelt, das man zunächst sprachlos dasteht und ein Anziehungsgefühl wie von einem Magneten entwickelt.

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Wer Balkan Beat Box des Namens wegen mit einer Folklore Band verbindet oder ähnliche Bilder im Kopf hat, dem sei gleich gesagt: Vergesst das alles.  Das absolute Gegenteil ist der Fall. Der rohe, dennoch elegante, animalische Sexappeal, den die Frontmänner ausstrahlen ist unnachahmlich – echte Männer Weiterlesen »

Rewind: Luke Solomon on “Snow Borne Sorrow”

Kategorie: Sounds | May 03, 2010 | von

Finn in discussion with Luke Solomon about “Snow Borne Sorrow” by Nine Horses (2005).

0 Rewind: Luke Solomon on Snow Borne Sorrow

How did you come across “Snow Borne Sorrow”? Was it out of a longtime fondness for David Sylvian’s work?

First and foremost, I am a huge fan, probably since the age of 11. “Snow Borne Sorrow” I was actually turned on to by one of my oldest and closest friends. It was only a couple of weeks after release. Weiterlesen »

Rewind: Sven von Thülen über “Into The Dragon”

Kategorie: Sounds | April 26, 2010 | von

Finn im Gespräch mit Sven von Thülen über “Into The Dragon” von Bomb The Bass (1988).

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Wie und wann bist Du auf Bomb The Bass gekommen? Als “Beat Dis” rauskam?

Ja, “Beat Dis” war ja ein Riesenhit, der ist auch an einem damals 11 oder 12-jährigen wie mir nicht vorbeigegangen. Es gab gleich neben unserer Schule eine Bibliothek, in der man Kassetten und CDs ausleihen konnte. Da gab es auch “Into The Dragon”. Ausleihen, überspielen und ab in den Walkman. Das Cover von “Beat Dis” war auch der Grund, warum ich damals für eine Weile mit einem Smiley-T-Shirt rumgerannt bin. Vollkommen ahnungslos. Weiterlesen »

Items Of The Week – Gemustert

Kategorie: Sounds | April 24, 2010 | von

Homer ruft im zweiten Buch der Ilias mit feinem Enthusiasmus aus: „Lasst mich masturbieren – oder sterben.“ Mark Twain rezitiert dieses erfundene Zitat in seinem Vortrag „Einige Überlegungen zur Kunst der Onanie“ im Jahre 1879 im eleganten Stomach Club in Paris und drehte damit wohl so manchem eleganten Herrn tatsächlich den Magen um.

Die Zeit (Nr. 16) druckte diese parodistischen Frechheiten nun das erste Mal vollständig in deutscher Übersetzung ab und lieferte so zum 100. Todestag des Romanciers Twain skandalträchtige Horizonterweiterungen, mit denen auch in dem vom Aufbau Verlag neu herausgegebenen Briefband „Sommerwogen – Eine Liebe in Briefen“ (06) gerechnet werden darf. Ganz sicher nicht mustergültig für das mit dem Biedermann kämpfende 19. Jahrhundert und trotzdem in seiner Quertreiberei Symbol eines der grundsätzlichsten Attribute des Musters als graphische Struktur – dem organisierten Chaos.

Ist Neo Rauch für die einen Musterschüler, sehen die anderen in ihm die personifizierte Rückwärtsgewandtheit. Die Kritik streitet sich über den künstlerischen Wert des finanziell erfolgreichsten lebenden deutschen Künstlers – wer sich selbst ein Bild machen möchte, reise noch bis zum 15.08.10 zu seiner Show „Begleiter“ (07) entweder ins Museum der bildenden Künste Leipzig oder die Pinakothek der Moderne in München.

ITEMS gemustert Items Of The Week   Gemustert

Auch das Album „Swim“ (03) vom Musikantenkollektiv Caribou (die am 28.04. im Berghain spielen) arbeitet mit der Kraft fließender Wiederholungsstrukturen: Fluffige Tanzbarkeit bestehend aus computerbasierter Clubmusik und Disco Fox-tauglichen Instrumentspielereien, die sich die Style and the Family Tunes im Gespräch mit Dan Snaith persönlich erläutern ließen.

Wollte man die Klänge von „Swim“ in Form und Farbe pressen, fiele die Entscheidung, ob es zur luftigen Seidenhose von Acne (02) oder zum Festival-prädestinierten H&M-Sonnenstuhl (08) samt einprägsamem Inkadruck werden sollte, sicherlich nicht leicht. Südamerikanische Mustereien, die auch Taka Hayashi für die Klettverschlüsse seiner Vans Vault (01) nutzte, um den adäquaten Fußschmuck für den modernen Großstadt-Indianer zu schaffen.

Wer nun auch noch die stilistischen Mitstreiter vom persönlichen Odessa überzeugen muss, der ziehe seine neue Leica V-Lux 20-Kompaktkamera (05) inklusive GPS aus dem lachsledernen Mongrels in Common-Sack (04) und befördere sie in neidische Weiten. Mustern und mustern lassen – das ist die Devise.

Vor die Ohren – Konzerte in Berlin

Kategorie: Sounds | April 21, 2010 | von

Etwas später als sonst, aber bei weitem nicht zu spät – hier ein paar Konzerttipps für den Rest des Monats. Es gibt mal wieder mehr als genug zu hören.

JACQUES PALMINGER & THE KINGS OF DUB ROCK

Jacques Palminger Vor die Ohren   Konzerte in Berlin
Schräges vom Studio-Braun-Mitgründer Palminger. Klingt wie die Goldenen Zitronen, an einem langen Abend in der Strandbar halb besoffen auf nem alten Casio gespielt. “Dreh deine Leber zur Sonne und du bist ein Star.” Das ist nicht einfach Trash. Das ist Poesie.

Donnerstag, 22.4.2010, 21:00 Uhr
Berlin: Festsaal Kreuzberg Weiterlesen »