Horacio Salinas – Bildideenreichtum

Kategorie: art | August 21, 2010 | von Hendrik Spree

Der aus Argentinien stammende Künstler Horacio Salinas ist viel mehr als ein Photograph. Die eigentliche Arbeit macht sich der Mann, bevor er auch nur  ein einziges Mal auf den Auslöser seiner Kamera gedrückt hat. Inspiration findet er dabei oft in den alltäglichsten Gegenständen, die er auf ungesehene Weise neu arrangiert oder zweckentfremdet. Doch zeichnet ihn nicht nur sein Ideenreichtum aus, seine Bilder sind auch immer von bestechender Qualität. Weiterlesen »

Items Of The Week – Im Totalen

Kategorie: art | June 20, 2010 | von Sounds like NEWS

von Mareike Nieberding -

Das Totale zur existenziellen Bedingung erhebend, gehen die Begehrlichkeiten dieser Woche aufs Ganze und lassen keinen Raum für Kompromisse. Auf dem schmalen Grat zwischen schützender Verhüllung und entwaffnender Verführung fordern sie totale Aufmerksamkeit und überschreiten so die Grenzen des Erwartbaren.
Physisch und psychisch am eindruckvollsten erfahrbar wird dieser Sinn-Totalitarismus in Bruce Naumans Rauminstallation „Room with my soul left out, room that does not care“, die dem Hamburger Bahnhof als Schenkung zur Verfügung gestellt wurde und so Anlass gab für die erste große Bruce Naumann-Ausstellung “Dream Passage” in Berlin (07). Noch bis zum 10.Oktober kann man sich in den begehbaren Korridor-Installationen mit der Angst der Isolation und der totalen Ausweglosigkeit konfrontieren. Abstrahierter Fatalismus, den Menomena in ihrem Album „Mines“ (03) zum Prinzip erhoben haben. Die amerikanische Band, die beim Berliner Label City Slang unter Vertrag ist, spickt ihr Gitarren-Album mit klanglichen Minen aus Klavieren, echoisiertem Gesang, mexikanischen Gitarren, tief-traurigen Schlagzeugsoli und elektrifiziertem Geloope und findet so immer wieder die totale Balance zwischen zuckendem Stampfrock und sensiblem Wippklang.

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Während Jeremy Scott für Linda Farrow (01) die Monitorisierung der Welt ad absurdum führt, indem er die vielbeschworenen eckigen Augen als Fernsehfenster für die Nase materialisiert, wappnet Acne Weiterlesen »

Remix Art – Kent Rogowski puzzelt

Kategorie: art | March 28, 2010 | von Hendrik Spree

Kent Rogowski ist wohl ein Remix Artist im besten Sinne. Letztes Jahr ist eine seiner Ausstellung - Bears – in der Kölner Galerie in focus zu sehen gewesen. Gezeigt worden sind nicht etwa die Teddies selbst, sondern Portraitphotos von ihnen. Und es handelt sich dabei zwar um Spielzeugwaren von der Stange, nur eben mit einem gewissen Twist. Die Stofftiere sind aufgeschnitten und ihrem kuscheligen Inhalt beraubt worden, dann ist die Hülle umgekrempelt, wieder befüllt und zusammengenäht worden – sozusagen Teddies inside out. Wer die Austellung verpasst hat , kann die Bildbetrachtungen mittlerweile auch in Buchform nachholen. Mr Rogowski hat sich derweil anderen Projekten zugewendet, seine Arbeitsweise ist jedoch dieselbe geblieben: Remix eben.

© Kent Rogowski

© Kent Rogowski

Für seinen neuesten Schaffenszyklus namens Love = Love hat er Puzzle im wahrsten Sinne des Wortes zusammengesetzt. Und zwar nicht jedes für sich, sondern  er hat sie bunt, sehr gemischt. Rogowski macht sich dabei den Kniff zunutze, daß die Puzzle von ein und demselben Hersteller unabhängig vom Motiv meistens mit der gleichen Stanzform produziert werden. Auf diese Weise sind ein paar schräge Blumen/Himmel-Kombinationen mit der Farbharmonie eines blinden Geduldsspielefan entstanden.

Der in Brasilien geborene und in New York lebende Künster Vik Muniz, bekannt für den Einsatz unorthodoxer Materialen, benutzt für einen seiner Zyklen ebenfalls Puzzleteile, die er auf so nicht intendierte Weise neu arrangiert und so eine betrachtliche Tiefenwirkung erzeugt. Die Serie trägt den auf eben jenen Knoten anspielenden Titel “The Gordian Puzzles”. (via)

Marilyn Monroe by Vik Muniz

Marilyn Monroe by Vik Muniz

Vom Wortspiel zum Ortspiel – DILETTANTEN!

Kategorie: art | October 29, 2009 | von goerex

Kunst im öffentlichen Raum hat zumeist etwas Berührendes. Wenn sie uns dort erwischt, wo unsere Gewohnheiten das Kognitive längst zur tauben Marionette der Alltagsrhytmik gemacht haben, durchbricht sie das mit einem frohlockenden “Haha, das ist ja aber witzig!”

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Dann steht man irgendwo, wo einst der Fuß schon den Asphalt berührte, aber die semantische Bezugsgröße hat sich geändert, weil wieder irgend so eine verrückte Künstlergruppe die Gesellschaft auf die gewohnheitstierische Langeweile aufmerksam zu machen weiß und beispielsweise wie Redretro, die das schon an der ein oder anderen öffentlichen Beschilderung, vorzugsweise jener in Metros, eindrucksvoll bewiesen hat. Ah, ich wollte doch gar nicht zu Voltaire, naja, lassen wir das. Weiterlesen »

Music in the ass (while sitting)

Kategorie: art | October 17, 2009 | von goerex

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Ganz so als wäre Recycling Vater des Neukombinationsgedankens von Mika Hameed, erscheinen seine Kompositionen aus Stereo-Equipment und Möbelschrott, die er zu gänzlich funktionierenden Soundsystems verwandelt. Der Terminus Liebhaberstück legt ja schon nahe, dass Weiterlesen »

Du sollst nicht mit dem Essen spielen

Kategorie: art | October 07, 2009 | von goerex

apple Du sollst nicht mit dem Essen spielen

Das scheint Kevin van Aelst überhört zu haben. Denn das dem Essvorgang zugedachte spielt bei ihm eine dem Essen übergordnete Rolle. Essen ist Kunst, besser noch: man macht welche draus. Weiterlesen »

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Human Tetris – Unhuman Nature

Kategorie: art | August 25, 2009 | von goerex
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Sicher, ganz neu ist es ja für alle nicht, dennoch möchte ich folgendes noch einmal für jene aufgreifen, die ihren DSL-Anschluss erst seit heute haben. Wie weit die RealWorld-VirtualWorld-Kunst in diesem Jahrtausend gereichen kann, verdeutlicht das Human Tetris-Projekt. Der Kontextübergriff scheint mir dabei die Basis jedweder Neukombination, die uns dann als Innovation erscheint oder wenigstens als solche verkauft werden soll. Weiterlesen »

Die einfachen Dinge – Ceal Floyer

Kategorie: art | August 24, 2009 | von Marcus Woeller
Ceal Floyer, "Double Act", 2006

Ceal Floyer, "Double Act", 2006

Ceal Floyer macht es sich nicht einfach. Auch wenn es manchmal so aussieht. Die 1968 im pakistanischen Karachi geborene und seit einigen Jahren in Berlin lebende Britin macht es auch uns nicht einfach. Denn wie kaum eine andere Künstlerin arbeitet sie aktiv mit den Erfahrungen, dem Vorstellungsvermögen und der Fantasie des Publikums. Weiterlesen »

Hypnotische Formen und Farben: Andy Gilmore

Kategorie: art | June 25, 2009 | von admin

ausstellung Hypnotische Formen und Farben: Andy Gilmore

Leuchtend verwirbelte Farben, ineinander verwobene Linien, die sich zu geschmeidig-harmonischen Formen entwickeln – die Kaleidoskop-artigen Bilder des in Rochester, New York beheimateten Multitalents Andy Gilmore haben etwas futuristisches, ja, beinahe fremdartiges an sich. Seine Designs gehen über eine einfache Ästhetik hinaus, ihre Formen stoßen in das Gebiet mathematischer Komplexizität vor und sind von einer großen geometrischen Qualität. Seine hypnotischen Formen, oftmals kräftige bunte Farben auf schwarzem Grund, scheinen wie Raumschiffe zu schweben. Seine Arbeiten sind in der Pool Gallery Berlin vom 11. Juli – 22. August 2009 zu betrachten. Die Vernissage ist am 10. Juli 2009 von 19 – 23 Uhr.