Short Shots 2.0: Nina Pauer, Autorin + Journalistin

Kategorie: Autorin | October 31, 2011 | von

Welches Gadget ist unentbehrlich und welche Applikation hat immer eine Lösung parat? Antworten von Menschen der aktuellen Kulturlandschaft auf Fragen rund ums zeitgenössische Leben zwischen On- und Offline-Modus. Diese Woche mit: Nina Pauer

Sie hat keine Angst. Sie kann eigentlich keine Angst haben, denn immerhin hat sie gerade ein Buch veröffentlicht, indem man mitunter peinliche Details über ihre Kindheit und Jugend erfährt. Und dann setzt sich damit auch noch vor große Menschenansammlungen und liest daraus vor. Nein, Nina Pauer muss mutig sein. Die Autorin und Journalistin, die unter anderem für „Die Zeit“ schreibt, kennt sich mit dem Thema „Angst“ aber dennoch bestens aus: Es ist das Gefühl, dass sie ein Leben lang begleitet hat – oder haben sollte. Von Tschernobyl in früher Kindheit – Pauer ist Jahrgang 1982 – über BSE, Y2K, 9/11  bis zur Finanzkrise: jedem Lebensabschnitt sein Schreckensszenario. Aber sind es wirklich die großen oder auch nur vermeintlichen großen Katastrophen, die unser Leben prägen? Haben sie uns alle zu neurotischen Angsthasen gemacht, die sich ihres Lebens fürchten? Oder ist es vielleicht die Qual der Wahl, die das Aufwachsen in der westlichen Hemisphäre des 20./21. Jahrhunderts mit sich bringt, und die dazu führt, dass Menschen im Alter von 30 Rat beim Psychologen suchen, um das Problem ihrer Unfähigkeit Entscheidungen zu treffen zu eruieren, oder so nach den Auslöser der chronischen Unzufriedenheit oder gar des Burn-Outs zu suchen. Nina Pauer schreibt in ihrem Buch „Wir haben (keine) Angst – Gruppentherapie einer Generation“ (Fischer Verlag) Weiterlesen »

Short Shots 2.0: Susanne Heinrich, Autorin + Musikerin

Kategorie: Autorin | September 16, 2011 | von

Wo ist das zweite Wohnzimmer und welche Webseite wird regelmäßig gecheckt? Antworten von Menschen der aktuellen Kulturlandschaft auf Fragen rund ums zeitgenössische Leben zwischen On- und Offline-Modus. Diese Woche mit: Susanne Heinrich

Schreiben und Musikmachen sind zwei fantastische Beschäftigungen und wenn es beides live zusammenkommt: umso besser. Das findet zumindest Susanne Heinrich. Die 1985 geborene Wahlberlinerin hatte in der Vergangenheit eine Band namens Watching Me Fall, ist aber vor allem als Autorin bekannt. Studiert hat sie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und bereits zwei Romane veröffentlicht; der Letzte „So, jetzt sind wir alle mal glücklich“ (DuMont) erschien im Jahr 2009. Dieses Jahr folgte ein weiterer Erzählband mit dem Titel „Amerikanische Gefühle“ (DuMont). Wer sich live und in Farbe von Talent der 26-Jährigen überzeugen will, hat dazu in nächster Zeit zwei Gelegenheiten im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals Berlin. Am 16.September liest die Autorin neben anderen jungen, europäischen Schriftstellern im Rahmen der Veranstaltung „Scritture Giovani”, aber am besten schaut man am Folgetag, dem 17.9. im Haus der Berliner Festspiele Festival, denn dann bespielt sie gemeinsam mit Thalstroem und Klaus Klose (a.k.a. Eb, der Elektorband Lan) die Bühne. Die beiden sind nicht nur Künstler, die Susanne Heinrich schätzt, sondern auch Freunde. Die Idee zum Projekt „WIR – eine Performance“ wurde aus einer „aus einer betrunkenen Idee auf einer Elektro-Jam-Session“ heraus geboren. Das mit dem „Wir“ ist übrigens wörtlich gemeint: Susanne Heinrich wird alle „Wir-Sätze“ ihrer bisherigen Bücher neu zusammengesetzte lesend, flüsternd, singen oder schreiend vortragen, während die beiden Herren dazu elektronische Beats und Trompetenimprovisationen liefern. In Zukunft wurde die Susanne Heinrich übrigens gerne wieder ein eigenes musikalisches Projekt starten – am besten ein Duo und lässt ausrichten, dass gesetzt den Fall ein einsamer Elektroniker da draußen wartet auf genau ihre Stimme gewartet, könne er sich gerne melden…  Wer zuerst abchecken will, wie die musikalische Partnerin-in-spe so tickt, sollte jetzt weiterlesen…

IMG 7094neuklein Short Shots 2.0: Susanne Heinrich, Autorin + Musikerin

SUSANNE HEINRICH; FOTO: RABEA EDEL

NAME Susanne Heinrich
JAHRGANG 1985

HEIMAT vs. WAHLHEIMAT
Woher kommst du und wohin willst du?
Aus dem Osten. / Auf die Bühne, in die Herzen und Bücherregale der Menschen.

BERUF vs. BERUFUNG
Was verdient die Butter aufs Brot und wo steckt dein Herzblut drin?
Ich hab Hypercholesterinämie, brauche also zum Glück keine Butter. / In allem, was ich tue.

BOREDOM vs. ENTERTAINMENT
Was langweilt dich zu Tode und was/wer lässt deinen Adrenalinpegel steigen?
Die meisten Lesungen. / Gelungene Filmszenen, schillernde Sätze, perfekte Melodien, gnadenlose Beats, 80er-Klamotten, schöne Männer, Sonnenaufgänge auf dem Tempelhofer Feld, oben-vorne sitzen im Doppelstockbus…

HABEN vs. SEIN
Was ist dein aktuelles Objekt der Begierde und was bewegt dich wirklich?
Ich bräuchte einen neuen Laptop, meiner macht komische Sachen. / Begegnungen.

HARDWARE vs. SOFTWARE
Welches Gadget ist unentbehrlich und welche Applikation hat immer eine Lösung parat?
Ohne Handy wär schwierig. / Keine, gottseidank.

ONLINE vs. OFFLINE
Welcher Domain stattest du täglich einen Besuch ab und wem gerne in echt?
Facebookfacebookfacebook … / Meinen Brüdern, mit denen ich mich gerade befreunde.

CONVENIENCE vs. LUXURY
Was macht deinen Alltag aus und worauf sparst du schon ewig?
Alltag hab ich nicht. / Sparen kann ich nicht.

HOT SPOT vs. SO NOT!
Wo ist aktuell dein zweites Wohnzimmer und welcher Ort geht gar nicht (mehr)?
Hippe Antwort: mein WG-Balkon / Club der Visionäre
Künstler-Antwort: mein Kopf / mein Kopf
Philosophische Antwort: Spielplatz / Paradies
Banale aber ehrliche Antwort: überall und nirgends / alle und keiner – das kommt ganz auf meine Verfassung an.

FREUND vs. FEIND
Wer bereichert deine Welt und wer sorgt fürs Gegenteil?
Das sind oft dieselben Menschen – die anderen interessieren mich zu wenig, als dass ich mich über sie aufregen könnte.

SCHWARMINTELLIGENZ vs. HERDENTRIEB
Wann baust du die Gemeinschaft und wann lässt du die Massen lieber alleine ziehen?
Nachts. / Wenn’s um Sushi und Harry Potter geht.

NOW vs. FOREVER
Was liest und hörst du momentan und welche Standardwerke möchtest du nicht missen?
Welche Zeilen und Noten treffen den Zeitgeist und welche haben dich geprägt?
Im Moment schwärme ich für Captain Capa, Everything Everything, Vinnie Who und lese nicht, weil ich das nicht kann, wenn ich mitten in einem eigenen Projekt stecke. / Geprägt haben mich Kirchenchoräle, die Rolling-Stones-Platten meines Vaters, 90er Eurodance. / Immer gut sind die Beatniks und Radiohead.

GOOD vs. EVIL
Wie machst du die Welt ein bisschen besser und was war deine letzte Sünde?
Ich will die Welt nicht besser machen, nur reicher. Mein Beitrag: Forschungsergebnisse aus dem Bereich „Zwischenmenschliches“. / Sünde? Daran glaube ich nicht.

DANKE!

 

 

IMG 7396fbblog1 Short Shots 2.0: Susanne Heinrich, Autorin + Musikerin

 

Susanne Heinrich Amerikanische Gefuehle Short Shots 2.0: Susanne Heinrich, Autorin + Musikerin

Short Shots 2.0 – Katja Kullmann, Journalistin + Autorin

Kategorie: Autorin | September 05, 2011 | von

Wir wollen wissen was geht – und was nicht. Wo die Heimat ist und wo die Wahlheimat, welches Werk im Bücherregal steht und welches Gadget den Alltag ausmacht. Antworten von Menschen der aktuellen Kulturlandschaft auf Fragen rund ums zeitgenössische Leben zwischen On- und Offline-Modus. Diese Woche mit: Katja Kullmann.
Schreiben ist Beruf und Berufung für Katja Kullmann. Nach ihrem Studium der Politologie, Soziologie und Amerikanistik verschlug es Kullmann in die Medienwelt, der sie seither treu geblieben ist. Bisher hatte sie bereits diverse Positionen inne – etwa als Redakteurin, Ressort-Leiterin, Reporterin oder Textchefin bei Zeitungen wie der Financial Times Deutschland, Frankfurter Rundschau oder dem Freitag. Momentan ist sie als freie Autorin tätig und neben dem Schreiben für Magazine und Zeitungen, verfasst sie auch Bücher. Nach ihrem Erstlingswerk im Jahr 2003, ist dieses Jahr das Zweite Buch erschienen: In „Echtleben“, so der Titel, spricht die 41-jährige über etwas, das sie bestens kennt – das Leben als freie Journalistin und Schriftstellerin und die Schwierigkeit in Deutschland davon leben zu können. Dabei fasst Kullmann die Sorgen einer ganzen Gesellschaftsschicht zusammen und sinniert über Individualität, Ideale und Lifestyle sowie den Anspruch und die Arbeitswelt im neuen Jahrtausend. Das hat ihr viel Aufmerksamkeit und Anerkennung eingebracht: Der Tagesanzeiger aus Zürich lobt die Lektüre als „süffig und hochspannend“, die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung nennt es ein „wichtiges Buch“, die Hamburger Wochenzeitung Die Zeit ein „dringend zu empfehlen“. Der Untertitel von „Echtleben“ lautet übrigens „Warum es heute so kompliziert ist, eine Haltung zu haben“ – die Antwort auf diese Frage kann nur das selbst Buch liefern, aber der nachfolgende Fragebogen ist in jedem Fall Beweis dafür, dass Katja Kullmann Haltung zu bewahren weiß, und um eine Antwort nie verlegen ist und dabei etwas zu sagen hat, aber lest selbst…

 

1FAS 1 Short Shots 2.0 – Katja Kullmann, Journalistin + Autorin

KATJA KULLMANN / PHOTO: JÜRGEN ZIEMER

NAME Katja Kullmann
JAHRGANG 1970

HEIMAT vs. WAHLHEIMAT
Woher kommst du und wohin willst du?
Aus dem hessischen Mittelgebirge. Am liebsten bin ich unterwegs. Zurzeit wohne ich in Hamburg am Meer. Aber ich habe schon wieder ein paar Bahn- und Flugtickets für die nächsten Monate.

BERUF vs. BERUFUNG
Was verdient die Butter aufs Brot und wo steckt dein Herzblut drin?
Buchstaben bringen das Brot und die Butter. Oft sind leider die langweiligsten Texte am besten bezahlt. Faustregel: Schreibe drei Stücke, die dir nicht gar so viel bedeuten, aber Dir auch nicht wehtun – und finanziere Dir davon die Arbeit an einem größeren Geniestreich, an einem verstörend funkelnden Intelligenz-Projekt, an das anfangs keiner glaubt, außer Dir selbst.

BOREDOM vs. ENTERTAINMENT
Was langweilt dich zu Tode und was/wer lässt deinen Adrenalinpegel steigen?
Distinktionsbemühungen vs. Distinktionsbemühungen. Mit Status- oder Fashionfragen habe ich mich selbst nie größer aufgehalten – aber ich liebe es, diese Mechanismen ringsum zu beobachten und auseinanderzunehmen. Sprachcodes, Stil-Regeln, andere ideelle Schutzwälle und Maschendrahtzäune: alles Lieblingsthemen.

HABEN vs. SEIN
Was ist dein aktuelles Objekt der Begierde und was bewegt dich wirklich?
Aktuell projiziere ich meine Begierden auf zwei Städte: Detroit/Michigan und Akron/Ohio. Da gibt es viel zu sehen. Ansonsten sammele ich seit meinem 13. Lebensjahr Schallplatten, schwarzes, knisterndes Vinyl – das tollste Material, das je erfunden wurde.

HARDWARE vs. SOFTWARE
Welches Gadget ist unentbehrlich und welche Applikation hat immer eine Lösung parat?
Ich trage ein Telekom-Handy von 1999 mit mir herum. Ich glaube nicht an Applikationen.

ONLINE vs. OFFLINE:
Welcher Domain stattest du täglich einen Besuch ab und wem gerne in echt?
Meinem Blog, der unter dem Tag „Euphorie im Alltag“ läuft und dem Kiosk im Nachbarhaus.

CONVENIENCE vs. LUXURY
Was macht deinen Alltag aus und worauf sparst du schon ewig?
Mein Alltag ist geprägt von meinem Plattenspieler, meinen schwedischen Bücherregalen und dem Laptop. Ich spare auf ein lebenslang gültiges All-around-the-world-jump-in-and-get-further-Ticket.

HOT SPOT vs. SO NOT!
Wo ist aktuell dein zweites Wohnzimmer und welcher Ort geht gar nicht (mehr)?
Noch immer hänge ich an Hackney, London E8, da habe ich in den frühen 90ern mal ein halbes Jahr gelebt. Und ich bin sehr froh, dass ich nicht mehr in Berlin wohne.

FREUND vs. FEIND
Wer bereichert deine Welt und wer sorgt fürs Gegenteil?
Menschen, die ihre Idiosynkrasien ausleben, ihre Eigentümlichkeiten, finde ich toll. Es ist ja völlig verrückt, was Menschen manchmal machen: Mit Puppen sprechen, Traumtagebücher führen, Plastiktüten nach Farben sortieren, solche Dinge. Sehr öde finde ich alles Who-is-Who und Wer-mit-Wem. Mit Visitenkarten beeindruckt mich niemand.

SCHWARMINTELLIGENZ vs. HERDENTRIEB:
Wann baust du die Gemeinschaft und wann lässt du die Massen lieber alleine ziehen?
Oh, es gibt viele Gemeinschaften, immer wieder neue, oft nur temporär und sehr flüchtig. Manchmal entstehen sie, ganz banal, in einer langen Supermarktkassenschlange: Man blickt sich an, von Kunde zu Kunde, und ist gemeinsam genervt. Übrigens ist ja jede(r) immer ganz grundsätzlich Teil einer Masse. Ich betrachte mich selbst sehr gern und oft als soziologisches Item. Das ist ungeheuer entlastend, es erspart auch die Psychotherapie, glaube ich. Die Leute sind ja beinahe in den Wahnsinn individualisiert, heutzutage. Das tut mir sehr leid für viele.

NOW vs. FOREVER
Was liest und hörst du momentan und welche Standardwerke möchtest du nicht missen?
Welche Zeilen und Noten treffen den Zeitgeist und welche haben dich geprägt?
Zuletzt las ich viel über Arbeit – prekäre vs. abgesicherte, ausbeuterische, erfüllende, sinnlose Arbeit und so weiter. Aber jetzt beschäftigte ich mich viel mit Städtebau, Wohnpolitik, Shrinking Cities, Gentrification und so. Wichtige Autoren für mich sind Jörg Fauser, Siegfried Kracauer, Marieluise Fleißer, lauter Kleine-Leute-Schreiber, kann man sagen. Musikalisch bewegt es sich bei mir vor allem so zwischen den Jahren 1948 und 1968, vor allem in den Feldern Soul, Popcorn, Black Rock’n’Roll, Blues, Garagen-Punk, Novelty. Da liegt ja alles begraben, seither wird im Wesentlich ja nur noch gesampelt. Ab und an brauche ich eine Dosis 79er-Geräusche, Post-Punk und Proto-Wave. Und sehr selten gelüstet es mich auch nach Elektro, so Minimalzeugs. Aber damit kenne ich mich im Grunde überhaupt nicht aus.

GOOD vs. EVIL
Wie machst du die Welt ein bisschen besser und was war deine letzte Sünde?
Jeder Text ist ein Angebot, sich darüber zu unterhalten, das große Gespräch am Laufen zu halten, Dinge zu teilen. Das ist mein Beitrag. Und ich bin ein sehr höflicher Mensch, glaube ich. Sünden? Ich verweigere mich weitgehend dem allgemeinen Fitness-Gebot, rauche zu viel und schlafe zu wenig.

DANKE!

 

9783821865355 Short Shots 2.0 – Katja Kullmann, Journalistin + Autorin

What’s in your bag, Lale Akgün?

Kategorie: Autorin | March 14, 2010 | von

 Whats in your bag, Lale Akgün?

Name: Lale Akgün

Alter: 56 Jahre

Beruf: Autorin und Psychologin

Wohnort: Köln

Tasche dabei, seit: 2006, im Urlaub gekauft

 Whats in your bag, Lale Akgün?

Tascheninhalt: Make up Täschchen, Lipgloss, Lippenstift, Clinique Puder, Nokia Handy, Pormonait, Reispass, Schlüsselbörse, eine Visitenkarten Etui, Taschentücher und ein blauer Kugelschreiber.

Ein persönliches Statement: “Das was man halt so brauch auf Reisen!”

Die Idee einer Insel

Kategorie: Autorin | October 11, 2009 | von

Judith Schalanskys Sprache ist ungewöhnlich. Präzise und poetisch geht sie mit Worten Geschichten und Geheimnissen nach, lugt hie und da ein wenig hinter den Vorhang, ohne ihn je ganz aufzuziehen und das Dahinter bloßzulegen. Denn das scheint ihre Sache nicht zu sein, die Blöße.

Perfektion dagegen sehr. Bedächtig wirken Judith Schalanskys Sätze, ihre Antworten nie beiläufig oder zufällig. Und so ist es nur konsequent, dass sie ihr neuestes Buch, den Atlas der Abgelegenen Inseln, nicht nur selbst recherchiert und geschrieben, sondern darüber hinaus auch gestaltet hat.

 Die Idee einer Insel

Geboren 1980 in Greifswald hat sie als Kind die Welt mit dem Atlas kennen gelernt. Das Reiseverbot der DDR hat sicher sie, vielleicht auch ihre Beziehung zur Ferne beeinflusst. „Es ist noch heute so, dass ich Deutschen, die zum Beispiel in Nairobi oder Los Angeles geboren sind, mit unverhohlener Verwunderung begegne,“ sagt sie im Vorwort ihres neuen Buches. Auf den Ort seiner Geburt hat man keinen Einfluss. Wohl aber auf den, an dem man sich aufhält. Weiterlesen »