
Es sieht ein bisschen aus wie eine Zeitkapsel, das raumhohe, grau-rote Objekt, dabei ist es genau das Gegenteil – eher eine Jetztzeit-Maschine, die einen Moment Gegenwart einfängt und ausspuckt. Und das in Lebensgröße. Die IMAGO 1:1 ist eine Kamera zum Hineingehen, die es vermag den Körper in ganzer Länge und im realen Verhältnis zu fotografieren. Und auch wenn die Begriffe Fotografie und Wahrheit heutztage, im Zeitalter des Digitalen, bei der Benutzung im gleichen Satz wie ein Oxymoron anmuten, darf sich sich die Oversize-Kamera doch mit ein wenig der Aura des Echten, Wahren, mit ein wenig Aufrichtigkeit schmücken. Immerhin ist das, was als Ergebnis am Ende herauskommt, ein Unikat. Ohne Daten, ohne Negativ – keine Wiederholung möglich. Weiterlesen »
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Hier wieder ein paar höchst subjektive Konzert-Empfehlungen für den März in Berlin -
SEABEAR

Folkgitarren! Harmoniegesang! Schräges Zeugs dahinter! Wer die Fleet Foxes mag, Iron and Wine oder Grizzly Bear, sollte sich Searbear aus Island nicht entgehen lassen.“We Built A Fire” und die begleitende 6-Song-EP, “While The Fire Dies”, sind auf Morr Music erschienen. Live kommen sie im Septett.
Donnerstag, 4.3.2010, 21:30 Uhr
Berlin: Festsaal Kreuzberg
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Eine Stadt, ein Zelt und nur eine Schar Geladener. Das was eine Fashion Week begehrenswert macht, ist zugleich ihr Nachteil: In einer ausgewählten Modemetropole bitten zu viele Willige um Eintritt in eine -zugegebenermaßen- wenig opulente Location. Und auch der Modeplausch bleibt bei dem eng getakteten Schedule einer Fashion Week meist auf der Strecke. Den Glamour einer Modewoche einfangend und dabei allen Komfort mit, bietet in diesem Jahr erneut die “Fashion Roadshow” von Peek & Cloppenburg: In sechs Städten dürfen die geladenen Gäste während des modischen Roadtrips bei Häppchen, Sekt und Hauptstadtprominenz bis Mitternacht in einen Kaufrausch verfallen, sich von Fashion & Make-up Experten stylen lassen und als besonderes Highlight am Catwalk einen Ausblick auf die Sommerkollektion von Armani Jeans, Marc O’Polo, Boss Orange, Tommy Hilfiger und McNeal ergattern. Weiterlesen »
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Als ich Jamie T. 2007 zum ersten Mal live sah war das vor knapp 250 Leuten im Mudd Club. Der Laden war rammelvoll, die Decke so niedrig, dass die Band fast dagegen stieß, und der als Wunderkind gehypte Jamie wirklich wunderbar. Dass er die Low-Fi-Stilmixe seines Debüts „Panic Prevention“ live durch den Punkwolf jagte, war eine schöne Überraschung und machte Spaß. An all dem hat sich im Prinzip wenig geändert. Nur spielt er jetzt im Postbahnhof.

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Wir begrüßen einen Neuzugang im virtuellen Sitzkreis der täglichen Befindlichkeiten: Seit letzter Woche bloggt MTV-Zimmermädchen Palina auf Sounds-Like-Me und während sie im richtigen Leben ein Herz für Handfestes wie Vorhänge, Kaffeetassen oder Diamanten hat, teilt sie online ihre Passion für Spielautomaten, Buletten und eben den richtigen Track an einem grauen Sonntagnachmittag.
Denn frei nach Friedrich Nietzsches Zitat “Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum“ vermeidet die 24-Jährige das geräuschlose Irrlichtern und hat sich stattdessen seit Kindertagen mit der Musik verbrüdert: 2-fache Deutsche Meisterin in Rhythmischer Sportgymnastik, “MTV-Homie” und in der Hauptstadt überall anzutreffen, wo Berlin klingt und kracht.
Ob als Palina Power hinter den Plattentellern oder als Dancing Queen in front, niemand verkörpert die Mischung aus Chuzpe und “extraordinaire” besser, als die gebürtige St. Petersburgerin mit den immer bunten Nägeln.
Auf Sounds-Like-Me bloggt sie mit ihrem Nokia N97 über Fundstücke, Großmütter, Musik, Menschen, Armreifen und alles was sonst noch vom Himmel fällt…watch that girl, watch the scene, diggin’ the dancing queen!
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Name: Joyce Binneboese
Alter: 19 Jahre
Beruf: Abiturientin/ Jazz Sängerin
Wohnort: Berlin
Getroffen, wo: Ellington Hotel Berlin
Tasche dabei seit: der letzten Fashion Week in Berlin, ein Mitbringsel von einem befreundeten Designer

Tascheninhalt: Roll-Deo, Handcreme, Labello, Streichhölzer, ein ultra kurzer Kajalstift, Haargummi, Perfum Probe, 1 Cent, Schlüssel, Pormonait, Zigaretten, ein Notizbuch, BVG Monatskarte, Kaugummi, Ketten aus dem Bastelgeschäft, zwei Tubberdosen mit Inhalt, Taschentücher, Kaugummi, Kaugummipapier, Buch ‘White Tiger’, Kosmetiktäschchen, Wasser, Pudelmütze, handschuhe, Kopfhörer und mein Handy.
Ein persönliches Statement: “Die Ketten aus dem Bastelladen, sind für meine Schmuckdesigns, meine Freundinnen bekommen den Schmuck immer zum Geburtstag oder Weihnachten. Sie sind alle verrückt danach.”

Strange Item: “Warum eine Kosmetiktasche mit sich rum schleppen, wenn es eine Tubberdose auch tut?!”
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// Schlafstörung – von Sebastian Runschke, Sven Falge und Markus Matschke | Gewinner des 99Fire-Films-Awards 2009 //
Prokrastination ade! Wer in der kommenden Woche in Berlin sein visuelles Talent, das kreative Kopfkino und die Fähigkeit, Geschichten zu finden und fesselnd zu erzählen, unter Beweis stellen will, sollte kein notorischer Kreativverschlepper sein. Denn der 99Fire-Films-Award ist ein Kurzfilmwettbewerb für alle, die gerne schnell zur Sache kommen. Aufgerufen sind Jung-Filmemacher, egal ob Profi, Filmnerd, Student oder einfach alle, die sich bildnerisch auszudrücken wissen, in 99 Stunden einen 99 Sekunden-Film zu konzipieren, zu drehen, zu schneiden und einzureichen. Das Preisgeld für den Siegerfilm: 9.999 Euro.
Doch während es bei anderen Filmwettbewerben um ausgefeilte Drehbücher, ausstaffierte Kulissen und bildgewaltige Erzählungen geht, zählt in diesem Fall ausschließlich die Idee, der Mut und die Schnelligkeit ein vorgegebenes Thema in der vorgegebenen Zeit umzusetzen. Die Jury bestehend aus u.a. Schauspieler Simone Thomalla und Oliver Korittke oder dem Filmverleiher Torsten Koch, Constantin Film prämiert in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Kamera“ und „Beste Idee“ und neben dem Preisgeld winken den 9 Finalisten Mini-Notebooks und N97 Mini von Nokia. Bewerben können sich alle Interessierten noch bis Montag, den 01.02.2010 unter www.99fire-films.de, die Themenbekanntgabe ist am 02.02.2010 und von da an tickt die Uhr.
Mit dem Startschuss am Dienstag wird es auf Sounds-Like-Me ein 99Fire-Films-Award Blog geben, in dem wir sowohl die Finalisten-Filme des Jahres 2009 vorstellen, einige der diesjährigen Teams beim Dreh begleiten, uns auf Spurensuche begeben, was das Geheimnis eines zündenden Kurzfilms ist, Interviews führen und auf dem wir alle News und Infos zum Award und der Preisverleihung am 18. Februar im Berliner Admiralspalast regelmäßig updaten.
99Fire-Films-Award
Anmeldeschluss: Montag, 01.02.2010
Bekanntgabe des Themas: Dienstag, 02.02.2010
Einsendeschluss der fertigen Filme: Samstag, 06.02.2010
Pressekonferenz, Preisverleihung & Gala: Donnerstag, 18.02.2010
www.99fire-films.de
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Schon bei der gestrigen Starstyling-Show im .HBC sprach ich eher von Performance als von einer Modenschau und ließ in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt, dass die Show die Exzentrik für sich gebucht hatte. Nach der Show von Starstyling hechteten wir also schnell weiter zu Patrick Mohr, um direkt dem nächsten Exzentriker in die Arme zu laufen. “Are we shaved?” als Titel der Show ließ schon dunkel erahnen, warum die Organisatoren der Berlin Fashion Week zunächst wenig erfreut waren…weiterlesen
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Kategorie: berlin | January 22, 2010 | von Jan Joswig

Nacht für Nacht leuchtet diese Fensterfront über meinen Kreuzberger Hinterhof in meine Phantasie. Was wird dort oben getrieben? Ja, getrieben, in all diesem Anspielungsreichtum muss man das formulieren. Illegaler Spielsalon, Puff, Glühbirnentestlabor? Für eine Drogenfabrik wirkt es nicht steril genug.
Man muss in Berlin nicht einmal seine Wohnung verlassen, hier blühen auch dem vergrabensten Pantoffelhelden die aberwitzigsten Abenteuer. Aus meinem norddeutschen Elternhaus habe ich extra ein Fernglas herausgeschmuggelt, um mir Klarheit zu verschaffen. Aber auch mit dieser Verstärkung sehe ich durch die dunklen Baumumrisse nur dunkle Schatten von links nach rechts schreiten. He, ich stecke doch mitten in einem Thriller von Brian de Palma! Ob der stiernackige Typ mit dem winzigen Chihuahua an der Gucci-Leine, dem ich morgens beim Bäcker begegne, zu dem Rätsel gehört?

(Es wird immer rätselhafter: Die Klingel oben links gehört zu der nachtaktiven Wohnung – nur ein nacktes Loch mit Drahteingeweiden im Messingbrett.)
Das Rätsel stellte sich mir vor Jahren. Längst weiß ich gar nicht mehr, wo ich eigentlich das Fernglas verstaut habe. Es war aber auch sehr schwer und wackelig.
Mensch, ist Berlin spannend. So spannend, dass man selbst ganz ungespannt wird.
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