Es ist schon seltsam – Facebook ist eigentlich doch dafür bekannt, Raum zu bieten, um die eigene Persönlichkeit nicht nur zu entfalten, sondern viel eher zu gestalten. Dieses Facebook, bekannt und geliebt dafür, Chancen zu geben die eigene, wie man so schön sagt „Lebensvistitenkarte“ zu präsentieren. Zu sein, zu zeigen wie man ist, wie man sein möchte. Dieses Facebook öffnete jetzt seinen Schlund und zeigt seine Macht. Vor ungefähr sechs Wochen hat sich etwas, wie eine Art Virus eingeschlichen. Dieses Etwas öffnete den Vorhang. Plötzlich wurde, das doch bisher im Netz bis zum letzten Winkel ausgestreckte, gedeihte Individiuum mit einem billigen Trick, nämlich vermeintlicher Individualität, gelockt. Und von einer auf die andere Sekunde war sie dahin. Die Idee von der Massenplattform, die individuell sein lässt. Weiterlesen »
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Kategorie: Facebook | January 02, 2010 | von goerex

Es ist vielerorten zu vernehmen, dass die Wissenschaft, vielleicht auch mehr die Populärwissenschaft oder gar die Pseudowissenschaft sozialen Netzwerken die Fähigkeit attestiert, sozialpsychologisch unvorteilhaft Einfluss auf die Menschheit zu nehmen. Wissenschaftler schreiben Bände und wir Online-Geschichte. Woher kommt das? Nicht, dass das Schreiben dieser ersten Sätze schon jäh durch einen einflatternden Gutrutschwunsch unterbrochen worden wäre. Die mehrkanalige Erreichbarkeit hat längst Spuren im alltäglichen Kommunikationsverhalten hinterlassen. Aber was meint dieses blöd eigentlich?
Spiegel berichtet kürzlich davon, dass eine Studie der Universität Ohio belege, dass Facebook-Nutzer empirisch belegbar schlechtere Noten haben als die Wenig- bis Nichtnutzer.
Der deutschen liebste Zeitung Bild veröffentlicht die radikale These einer Psychologin, die ein Wort für Facebook einlegt, Twitter-Usern sowie Youtube-Fanaten aber dem Übel nahe sieht, durch ihr Handeln dümmer zu werden. Facebook, so meint sie, fördere das Arbeitsgedächtnis und fördert die Intelligenz. Youtube und Twitter hingegen verursachen das genaue Gegenteil, weil das Kurzzeitgedächtnis auf unförderliche Weise beansprucht werde.
Und da sind wir wieder beim generellen Problem der Generation Netzwerk-Kinder: wir sind prokrastinierende Online-Junkies, die auf der Suche nach der kopierbaren Hausarbeit, dem Wissensquell Wikipedia auf den Leim gehen, was wir damit rechtfertigen, dass sich die Journalistengilde auch nicht anders verhält. Auf halbem Wege klimpert uns Skype, Facebook und Co. aber schon längst die Melodie des Aktuellen vor, was zwar keine große Bedeutung birgt, doch aber unseren einsamen Seelen den Herdentrieb und das Gruppengefühl überbürstet.
Und sei es nur daran gelegen, dass wir dann wissen, dass Ines und Peter heute Spaghetti gegessen haben und dabei mit Anthony and the Johnsons dem Tag einen Soundtrack gaben. Nebenbei noch ein wenig rumgehuscht, etwas dünnes bei Twitter gelesen und den Sinn für Humor im Failblog befriedet, während die Hausarbeit ins Vergessen gerät, weil wieder mal mehr Tabs geöffnet sind, als die Bildschirmbreite unterzubringen vermag. Dafür hat man was bei Ebay ersteigert, was man ohnehin nicht braucht und ist unweigerlich dem Serendipity-Effekt erlegen.
Unsere latente sexuelle Orientierungslosigkeit verdrehen wir mit Youporn und wenn es mit den Partnern nicht mehr klappt, dann gibt’s ja auch ein Heulforum. Oder ‘ne Gruppe bei Facebook. Dafür bekommen wir aber die feschesten Partytipps und müssen nicht unbedingt alle Menschen nur noch im Internet kennenlernen, was ja gar nicht so dumm ist. Oder? Bing! Ich habe eine neue Nachricht. Endlich. Erlöst aus dem erdrückenden Jetzt.
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Irgendwie scheint seit zwei Jahren jeder alles zu lieben. South East Asia, New York, Paris, Michael Jackson, Chanel, Fiffi, Lucky Strike, Surfen, Bob Dylan, die liebe Mama – whatever. Wir können es nicht mehr sehen! Die Mitteilungsbereitschaft mancher Leute überschreitet Grenzen.

„I love“ – Statments, mittlerweile ein Massenphänomen, sind peinlich, vor allem in Form eines so genannten „Fun-Shirts“. Halt die Klappe oder sag, was du zu sagen hast, denkt man immer öfter. Aber bitte nicht per Textildruck. Oh und auch nicht per Facebook-Post, zumindest nicht, wenn du (heute bei Facebook gelesen): Ofenpizza so sehr liebst, dein Badezimmerschränkchen, die Geduld deiner Mitbewohner, deinen Freund des Tages, die neuen Autoreifen, das Bio-Katzenfutter, deine Nagellackfarbe, den Namen deines neuen Freundes: Daniele Pascale. Weiterlesen »
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Kategorie: Facebook | December 02, 2009 | von Miriam Rauh
Früher brauchte man detektivisches Gespür, Durchhaltevermögen und manchmal sogar die Caritas, wenn man jemanden wieder finden wollte, den man vor langer Zeit aus den Augen verloren hatte. Heute werden Personen-Suchanfragen in Sekundenschnelle von einem Zentralorgan beantwortet, das so viele User samt ihrer privaten Daten zu seinen Untertanen zählt, das es sich mit Fug und Recht zum viertgrößten Staat der Welt ausrufen lassen könnte.
//Foto: Michael Hoelzl©2009VG-Bildkunst-Bonn//
Facebook führt Menschen zusammen. Die, die sich aufrichtig über ein Wiedersehen freuen (und insgeheim zur virtuellen Dankesrede ausholen) und solche, die man nie, nie, niemals wieder sehen wollte. Einfach nicht auf „Freundschaft bestätigen“ klicken? Schon, aber selbst die Nicht-Reaktion ist als solche für den Freundesanfrager zu sehen und damit persönlich verletzend. Das will man ja dann auch niemandem zumuten… Lästig ist es allemal.
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Schon ein paar Tage her: spiegel.de braucht es natürlich mal wieder ganz groß, unter “Generationen” ist da nichts (auf) zu machen. Da muss irgendein Clash of irgendwas herbeigeschrieben werden, um – ja was? – fidibum. Wenn man sich die Zahlen anguckt, dann sagen die etwas ganz anderes: Nämlich, daß der digital divide oder gap nicht zwischen spätpubertierenden Teenies und dem Rest der Republik verläuft, wie einem sensationslüsterne Printoriginäre schwarzaufweißmachen wollen, sondern in Deutschland die Zahl 50 die Altersgrenze bildet: jünger ist netzaffin, älter eher nicht – und den Punkt Intelligenz lasse ich hier einmal bewusst außen vor, sonst wird es noch polemischer. Weiterlesen »
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Die Social-Media-Plattform Facebook präsentiert stolz eine neue Applikation, die Auskunft gibt, wie sich die Nutzer gerade fühlen. Überraschend ist nicht der so entstandene Index, sondern wozu die Ergebnisse in Zukunft verwendet werden könnten.
 via Facebook
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„Der beste Sneaker. Ever“ solls werden, sagen Sven und Oliver und verknüpfen Arbeit mit Vergnügen. Die Mediendesign-Studenten „mit einem nicht unbeachtlichen Interesse an Turnschuhen“ machen derzeit in Sneakers. Während sich ihre Kommilitonen mit Pixelschieben in den Diplomarbeitsmarathon begeben, haben sich die zwei Studenten zum Ziel gesetzt, ein eigenes Turnschuh-Label unter dem Namen Flaek zu gründen. Weiterlesen »
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Das Großartige an „Friends“ ist, man muss ihnen nicht beim Umzug helfen, ihnen nicht die Tränen trocknen, wenn die Liebe geht und schon gar nicht stundenlang zuhören. Reichts mit der „Friendsschaft“, ist offline der Status der Stunde.
Macht sich jedoch Bedürftigkeit nach sozialer Interaktion in den eigenen vier Wänden breit, surft man bequem mal rum. Irgendwer ist immer da. Dort, wo das Internet „Social Web“ heißt. Weiterlesen »
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A. schrieb neulich auf auf Facebook: „ich quizze mir jetzt die birne weg. und höre dazu gute musik“. Alexander gefällt dies. Eigentlich aber mehr der zweite Teil. Also lasst mich bitte kurz ganz old school kulturkritisch werden.

Ich bin leider kein Internetprofi; darzulegen, wie Facebook geworden ist, was es heute ist und wer welche Anwendungen dafür programmiert, wer damit wiederum unter der Hand Handel mit privaten Daten betreibt, ist ein weites Feld kann und fundierter anderswo nachgelesen werden (z.B. hier).
Ich frage nur mal ganz blöd als User: Nervt Euch nicht auch, dass der Großteil eurer Facebook-Freunde, statt mal zu schreiben, wie es ihnen so geht, nette Urlaubsfotos online zu stellen oder ihren aktuellen Lieblingssong zu posten, nachts, wenn sie nicht schlafen können, nur noch Quizzes spielen oder eine lustige Anwendung nach der anderen durchklicken? Weiterlesen »
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“FACEBOOK has agreed to let third party advertisers use your posted pictures WITHOUT your permission.” Diese Nachricht macht seit Tagen auf Facebook ihre Runde.
Weshalb man sie ernst nehmen und die persönlichen Profileinstellungen überprüfen sollte und was es heißt, wenn das eigene Profilbild mitsamt Namen in anscheinend juristisch einwandfreier Form missbraucht werden, habe ich leider am eigenen, virtuellen Leib erfahren.
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