Vernissagentourismus kann auch gut mit Vortragstourismus verbunden werden. Nicht nur schauen, sich auch ruhig mal was erzählen lassen, ist die dieswöchige Devise für den Eröffnungssportverein. Und der Fokus liegt eindeutig auf dem mittels Kameraobjektiv erzeugten Bild!
 Bruce LaBruce, "Put your Marxism Where Your Mouth Is", 2005, Peres Projects Berlin/Los Angeles
 Bruce LaBruce, "Otto and the Rabbit", 2009, Peres Projects Berlin/Los Angeles
 Bruce LaBruce, untitled, 2002, Peres Projects Berlin/Los Angeles
Bruce LaBruce ist so etwas wie der Rosa von Praunheim des globalisierten Art-Homo-Trash-Punks. Das Arsenal-Kino zeigt nun einen Retrospektive des kanadischen Regisseurs und Fotografen, der seinen richtigen Namen Justin Stewart wie seine Zurückhaltung schon lange abgelegt hat und nicht mehr nur in schwulen Kreisen rezipiert wird. Für ihn ist das Kino der „perverse Ort schlechthin und damit der Inbegriff der Freiheit“. Inwiefern sich das Publikum diesem Motto annimmt und der Freiheit im Kinosessel freien Lauf lässt, bleibt abzuwarten. Die Filme (frühe Super-8-Streifen aus den Achtzigern bis zu seinem neuesten Werk, das eine Schnittmenge zwischen Pornofilm und Horrorschocker bildet) dürften jedenfalls einige Hemmungen lockern. Zusätzliche Aufklärung verspricht ein Künstlergespräch. Tim Blue von der Künstlergruppe CHEAP unterhält sich mit LaBruce über das Verhältnis von Zombies, Gay-Porn und Psychoanalyse.
Retrospektive Bruce LaBruce, Arsenal – Institut für Film und Videokunst, Potsdamer Straße 2, 10785 Berlin-Tiergarten, noch bis zum 23. Juli 2010. Künstlergespräch: Tim Blue und Bruce LaBruce, „Lacan vs Jung; ‚Judy’ LaBruce Fucks the Dead… Live!“ & Zombie-Überraschungsprogramm, Freitag, 16. Juli, 20 Uhr
 Installationsansicht Magnum Ausstellung C/O Berlin
 Installationsansicht Magnum Ausstellung C/O Berlin
 Installationsansicht Magnum Ausstellung C/O Berlin
Obwohl sie bald aus dem Postfuhramt rausgeschmissen werden, lässt sich C/O Berlin sein Jubiläum nicht vermiesen. Zum zehnjährigen haben sie gestern mit einer Ausstellung der Fotoagentur Magnum eröffnet, die deren legendäre Gründer Capa, Seymour und Cartier-Bresson jüngeren Mitgliedern gegenüberstellt. Eigentlicher Höhepunkt der Geburtstagsparty ist aber ein massives Vortrags und Diskussionsprogramm, das einlädt, das ganze Wochenende im Postfuhramt zu verbringen. Fünf Panels setzen sich mit der Fotografie als Medium an sich auseinander – mit Themen wie der Zukunft des Fotojournalismus im digitalen Zeitalter, den immer komplexer werdenden Fragen des Urheberrechts, den Präsentationsformen von Fotografie von Vintage-Prints bis zu Projektionen, dem Foto als Handelsware auf dem Kunstmarkt und der Zukunft des Fotobuchs. Dazu kommen noch vier Lectures von Fotografen wie etwa dem Urgestein der New York School, Saul Leiter.
„Photography Days“, C/O Berlin, Oranienburger Straße 35/36, 10117 Berlin-Mitte. Panels: „Blogs Feeds Web 2.0 – die Zukunft des Fotojournalismus nach der digitalen Revolution“, Freitag, 16. Juli, 12 Uhr; „Bilder für alle! Das Ende des Copyrights?“, Freitag, 16. Juli, 15 Uhr; „Vintage-Prints oder Screens an der wand. Fotoinstitutionen zwischen Bewahren und Vermitteln“, Samstag, 17. Juli, 12 Uhr; „Das Foto – Zwischen Unikat und Massenware. Die Preis- und Wertbildung auf dem Kunstmarkt“, Samstag, 17. Juli, 15 Uhr; „Papier als Datenträger – das Ende des Fotobuchs?“, Samstag, 17. Juli, 19 Uhr

- Olaf Unverzart, o. T./Glacier de Argentine, aus der Serie „Strata“, 2009, Courtesy Oechsner Galerie Nürnberg
 Olaf Unverzart, o. T./Tunnel, aus der Serie „Strata“, 2009, Courtesy Oechsner Galerie Nürnberg
Olaf Unverzart hat sich die Großbildkamera aufs Rad geschnallt und die Alpen erklommen. Im Dienste seiner Fotografie. Dort hat er sich Stand gesucht. Ein Ausdruck aus der Bergsteigerlingo, der die Absicherung seiner selbst und anderer bezeichnet. Standbilder macht Unverzart, der die scheinbar so unveränderlichen Alpen in ihrer Abnutzung durch den Menschen zeigen: Befestigungsanlagen, schwindende Gletscher, Serpentinenstraßen. Den dokumentarischen Aufnahmen aus der Natur, die die Alfred-Ehrhardt-Stiftung zeigt, stellt er Polaroidabzüge entgegen, deren Ursprung die BBC-Filmreihe „Planet Earth“ ist, die in einer sublimen Naturschönheit schwelgt. Tobias Timm, Kunstredakteur der „Zeit“, will versuchen, dem Künstler zu entlocken, wie er zu den Diskrepanzen der Naturfotografie steht und welchen Standpunkt der Fotografie dabei einnimmt und wie die Absicherung auf die Metaebene der Bildwahrnehmung transformiert wird.
Olaf Unverzart, „Stand“, Alfred-Ehrhardt-Stiftung, Auguststraße 75, 10117 Berlin-Mitte. Künstlergespräch: Tobias Timm & Olaf Unverzart (Anmeldung erbeten), Sonntag, 18. Juli, 14 Uhr
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In Linz, der „heimlichen Drehscheibe“ des europäischen Kinos (Süddeutsche Zeitung, 2004) jährt sich diesen April das Crossing Europe Festival zum siebten Mal. Vom 20. Bis zum 25. 4. zeigt es „junges, eigenwilliges und zeitgenössisches europäisches Autorenkino“, wobei sich laut Veranstalter das „jung“ nicht auf das Alter der Filmschaffenden, sondern vielmehr auf aktuelle Erzählformen und die künstlerische Gestaltung bezieht.
Der deutsche Beitrag Street Art – Die vergängliche Rebellion der Regisseure Benjamin Cantu und Anne Bürger, beschäftigt sich mit der Vergänglichkeit der Straßenkunst und mit den – oft politischen – Motiven von Street Artists aus Paris, Berlin, New York, London und Moskau .
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 Hände hoch, Schlampe!
Phil Collins schafft Situationen. Situationen, die manchmal nur unmerklich verschoben sind und manchmal die Realität persiflieren. Wo das Reale nah an der Persiflage seinerselbst ist, sticht der 40-jährige Engländer zu. Weil das manchmal zynisch wirkt und die Gesellschaft auf die Kennzeichnung ihrer eigenen Zynismen allergisch reagiert, brandet Collins zuweilen eine gewisse Ablehnung entgegen. 2006 hat er z.B. den Turner Prize nicht gewonnen. Das kann an der ungewöhnlichen Malerei der Konkurrentin und Gewinnerin Tomma Abts gelegen haben, aber auch daran, dass Collins’ Beitrag nicht zimperlich mit der Volksseele umging. In „Return of the Real“, für das Collins ein TV-Produktionsstudio in die Tate Gallery baute, ließen sich sogenannte Talkshow-„Opfer“ noch einmal vor der Kamera über ihr mutmaßliches Leid aus, lieferten sich aber bedingungslos aufs Neue ihrer medialen Ausweidung aus.
 Gib Küsschen, Mütterchen
In Berlin ist Phil Collins zurzeit mit zwei Ausstellungen vertreten. Die Temporäre Kunsthalle hat er zum Autokino umbauen lassen, um passend zur Berlinale der aussterbenden Location zu huldigen. In der daad-Galerie zeigt er einen seiner neuesten Filme. Der Titel „Soy Mi Madre“ erinnert an Almodóvars „Todo Sobre Mi Madre“. Doch erfährt man hier kaum etwas über eine Mutter, stattdessen outet sich die in die Enge gedrängte Protagonistin der auf eine knappe halbe Stunde einreduzierten, mexikanischen Telenovela als ihre eigene Mutter.
 Drink doch ene met, stell disch nit esu ann...
Ein brisantes Eingeständnis, verständlich natürlich nur in der ganz eigenen Logik einer Seifenoper. Collins Kurzversion läuft in vier Akten, bei denen die Schauspielerinnen jeweils ausgewechselt werden, ganz so wie es auch bei tatsächlichen Fernsehserien der Fall ist. Collins benutzt diese eigentlich ungewollte Substituierung, die normalerweise nur die nach Identifikation mit den Rollen sehnenden Zuschauer verwirrt, als ästhetisches Stilmittel. Putzfrauen morphen zu Müttern. Das Dienstmädchen verändert sich ganz subtil, denn wer erinnert sich schon an das Gesicht des Personals. Und der Charakter Sables, der schrillen Dame des gehobenen Haushalts in dem „Soy Mi Madre“ spielt, wird mit jeder Auswechslung schriller, der Kleidungsstil exaltierter, die Physiognomie derangierter.
 Wenn Gesichts- und Schulterpolster ins Rutschen geraten
Der Plot: moralisch unterdrücktes Hauspersonal ist in Geldnöten, el Señor trinkt gern mal ein Gläschen, la Señora treibt es mit dem Freund des Zimmermädchens, letzterer haucht sein Leben in einem Blutbad aus, am Ende stehen Umkehrungen der Hierarchien, gelüftete Geheimnisse, frustrierte Flucht in die Resignation, Drohungen und Demütigungen.
 Ich bin meine Mutter. Ja, ich, ich!
Willkommen an einem ganz normalen Fernsehnachmittag in Mexiko-Stadt. Collins hat die kondensierte Episode stilecht und detailreich mit telenovelaerprobtem Ensemble gedreht, schwenkt beim Wechsel der Kapitel hin und wieder pseudodokumentarisch in den Bühnenhintergrund und baut beim Publikum ganz schnell den besonderen Sog des Unterschichtenfernsehens auf. Mit dem großen Vorteil, dass wir nach kaum 30 Minuten entlassen sind und kein „to be continued“ fürchten müssen.
Phil Collins, daad-galerie, Zimmerstraße 90-91, Berlin-Mitte, noch bis zum 20. März 2010
 Töten, was ich nicht mehr lieben kann...
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Seine beste Szene hat Soul Kitchen, der neuste Film von Fatih Akin, gleich zu Beginn: Spitzenkoch Shayn, gespielt von Birol Ünel, rammt ein langes Messer in einen Restauranttisch, an dem ein Gast sitzt, der nach einer heißen Gazpacho verlangt. Ünel muss den Psychopathen nicht spielen und auch der Gast sieht mit seiner runden Kai Diekmann-Brille so aus, wie reiche Hamburger Schnösel eben aussehen.
Leider sind Birol Ünel im Lauf des Films kaum noch Auftritte gestattet, von ein paar cholerischen Anfällen mal abgesehen. Stattdessen erzählt Soul Kitchen die, nach Angaben des Regisseurs, autobiografische Geschichte von Zinos Kanzantsakis, einem dümmlichen Griechen der in Hamburg-Wilhelmsburg ein Restaurant betreibt. Gespielt wird Zinos von Adam Bousdoukos, einem dümmlichen Griechen, der in Hamburg-Altona ein Restaurant betreibt.
Weil das an sich noch nicht besonders witzig ist, akkumuliert Fatih Akin im Laufe des Films so lange Zufälle und unfassbare Ereignisse, bis sich daraus zwangsläufig so etwas wie ein Plot ergibt. Zunächst taucht Zinos Bruder Ilias auf, gespielt vom unvermeidlichen Moritz Bleibtreu.
Die Rolle des Freigängers im Nadelstreifenanzug beschränkt Bleibtreu auf die inflationäre Verwendung der Anrede „Digger“ und darauf das Klischee des kleinkriminellen Südländers, der auf Pump lebt und Arbeit verweigert, zu verkörpern. Nachdem Zinos, von seiner Freundin verlassen, sich beim Anheben einer Spülmaschine auch noch einen Bandscheibenvorfall zuzieht, speist sich die Komik des Films hauptsächlich aus dem Aufeinandertreffen der ungleichen Brüder. Das simple Prinzip, nach dem man zwei Chaoten zusammenführt und damit Lacher erntet, erinnert dabei stark an die anstrengenden Blödeleien des neunziger Jahre Comedy-Duos Erkan und Stefan.
Was folgt sind zunächst brave Gags, wie der über einen türkischen Motorradfreak namens „Ali Davidson“, die schließlich in einem brachial-humoristischen Desaster enden: Immobilienhai Neumann „fickt das Finanzamt“ in Person einer Mitarbeiterin und filmt sich dabei mit dem Handy.
Zwischendurch hat Kultregisseur Fatih Akin (”der Spiegel“) noch ein paar Überraschungen parat: Zunächst betritt Lebensmittelkontrolleur Jan Vedder, der Kult-Polizist vom Großstadtrevier Zinos Restaurant und bemängelt die Nicht-Einhaltung der Hygienevorschriften. Vedder im Kino zu sehen sorgt für kurze Irritation, irgendwie witzig ist es leider nicht. Gegen Ende des Films taucht dann auch noch Udo Kier auf, sagt nichts und spielt eine für die Story völlig unerhebliche Rolle, eine Kult-Rolle sozusagen.

Zwischen diesen Höhepunkten deutsch-griechisch-türkischer Kult-Komik bleibt den Schauspielern, allesamt aus dem Freundeskreis des Regisseurs, noch genug Zeit, sich ausgiebig selbst zu feiern. Das wirkt anfangs sympathisch und irgendwann nur noch aufdringlich. Vor allem aber muss man sich fragen, was dem Zuschauer eigentlich mitgeteilt werden soll und ob Pointen auf diesem Niveau nicht beim Quatsch Comedy Club besser aufgehoben wären. Die eigentliche Geschichte über ein Restaurant in Hamburg-Willhelmsburg, dass zur Szene-Location avanciert und nur knapp der Versteigerung durch skrupellose Immobilienmakler entgeht, fällt in Soul Kitchen dem Klamauk zum Opfer.
Dem NDR hat Fatih Akin erzählt, sein Film sei zwar leichte Unterhaltung, berühre aber auch die aktuelle Diskussion um das Thema Gentrifizierung. Wer das behauptet, hält vermutlich auch „Reine Männersache“ mit Mario Barth für einen Beitrag zur Gender Mainstreaming-Debatte.
Soul Kitchen-Hauptdarsteller Adam Bousdoukos sagt in Interviews Sätze wie: „Ich habe in den letzten Jahren nicht gespielt, aber in meinem Kopf waren immer irgendwelche Geschichten.“ Das ist schwer vorstellbar, denn einmal mehr spielt sich Bousdoukos in Soul Kitchen ganz einfach selbst. Das war ihm schon einmal gelungen, als er in „Kurz& Schmerzlos“ einen Kleinkriminellen spielte, der als Postbote arbeitete und Briefsendungen aufriss, um sich zu bereichern. Zwischen den Filmen liegt mehr als ein Jahrzehnt in dem es Bousdoukos nicht gelungen ist, eine andere Rolle als die des bemitleidenswerten Losers anzunehmen.
„Kurz& Schmerzlos“, Fatih Akins Erstlingswerk war roh, gewalttätig und überzeugte mit Mehmet Kurtulus als Ex-Häftling in der Hauptrolle. Der Berlinale-Gewinner „Gegen die Wand“ war gewalttätig und pornographisch und ließ das deutsche Publikum erahnen, dass es hierzulande tatsächlich noch erlaubt ist, Filme jenseits von vaterländischem Kitsch wie „Good bye Lenin“ und „Das Wunder von Bern“ zu drehen.
Soul Kitchen verlässt den von Akin eingeschlagenen Weg und reiht sich ein in das schlimmste Filmgenre das die Welt derzeit zu bieten hat: Deutsche Comedy.
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Während große Verlage händeringend Printformate zu entwickeln versuchen, die dem Echtzeitmedium Internet einen journalistischen Mehrwert durch Haptik oder journalistische Intensität entgegensetzen, haben zwei britische Schulfreunde ihre jugendliche Idee eines innovativen Filmmagazins durch ihre gesamte Studienzeit und den ersten Jobs konserviert und 2005 schließlich „Little White Lies“ gegründet: Ein Independent Heft, das mit Abstand zu den einfallsreichsten und experimentellsten Formaten der sonst starren und texttristen Filmsparte gehört. Weiterlesen »
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 Owen Land, "How Can You Believe Anything He Says?!", KW Berlin
Susanne Pfeffer bleibt ihrem Faible für den Film in der Kunst (und umgekehrt) treu. Als künstlerische Leiterin des Künstlerhauses Bremen hat sie dort eine Ausstellung mit dem amerikanischen Underground-Filmemacher Kenneth Anger gemacht und den visionären deutschen Experimentalfilmer der 1920er Jahre, Hans Richter, gezeigt.
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 alle Abbildungen: Cyprien Gaillard, aus "Cities of Gold and Mirrors"
Was dem Deutschproll sein Ballermann und dem russischen Prekariat sein Rotmeerägypten ist dem Krawalltouri US-amerikanischer Provenienz sein Cancún. Ab 1970 aus dem Boden einer ostmexikanischen Halbinsel gestampft, sollte die Retortenstadt den Erfolg Acapulcos wiederholen. Kaum 40 Jahre später präsentiert sich Cancún jedoch eher als triste Sozialruine. Weiterlesen »
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von Mareike Nieberding

// Foto > shot with Nokia Nseries //
„Leben ist Chaos. Das sollte man genießen.“ Eine existentielle Feststellung von Sex Pistols-Frontman Jonny Rotten, die auch von den Beatsteaks stammen könnte. Durfte man sich doch am Freitag im Ramones Museum Berlin wieder davon überzeugen, dass die Band zur Festigung der Chaos-Theorie des Lebens kontinuierlich beigetragen hat. Regisseurin Sofia Bavas zeigte ihren Film „B-Seite“ von 2005, der die ersten 10 Jahre der Schnitzeljagd zum Erfolg dokumentiert. Aus über 60 Stunden Material und 4 Wochen intensivem Sichten entstand ein chronologisch angelegtes Familienalbum in Multimedia, dass von den ersten Spiel-Satz-Sieg-Erfahrungen 1996 beim Battle of the Bands im SO36, das die Vorbandposition für die Sex Pistols nach sich zog, bis hin zur ausverkauften Smack Smash-Tour 2004 reicht. Weiterlesen »
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Kategorie: Film | November 19, 2009 | von goerex

Als wahrhaftiger Kinokritiker bekäme ich wohl meine Probleme. Warum? Weil man ja kritisch sein und dennoch Interesse wecken soll. Und wegen genau solcher Zeitgenossen bin ich dann auf Empfehlungen oder Neugier erweckende Nichtempfehlungen hereingefallen.
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Interview mit Regisseur Norman Hafezi

The film “Tears Of The Butterfly” from director Norman Hafezi kindles in several powder kegs at the same time: Thus the Berliner examines the subject of “child soldiers” in the middle of Europe, the aggravating distribution conflict between Western and Eastern Europe, organized criminal activity in a border-free state alliance and illustrates radically the hopeful idea of a human mind who rises above all this mismanagement to survive. “Sounds like me” met the 32-year-old filmmaker for an interview about the challenge of filming with children, his role as an enfant terrible and the lawless areas in our midst. Weiterlesen »
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