NY Fashion Week – ThreeAsFour in Wonderland

Kategorie: New York | February 18, 2010 | von Nina Trippel

Drei mal Vier macht Sieben. Bei der gestrigen Show des Modelabels ThreeAsFour im Rahmen der New York Fashion Week ging es um die sieben Metalle aus der Lehre der Alchemie. Das Kollektiv hinter dem die Designer Adi Gil, Angela Donhauser und Gabriel Asfour stecken, hatte sich für seine neue Kollektion mit dem Zweig der Naturphilosophie beschäftigt, dessen Ziel es im 17. und 18. Jahrhundert unter Anderem war, auf künstlichem Wege Gold herzustellen.

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Die Entwürfe der kleinen aber komplexen Kollektion waren daher alle den sieben Metallen Gold, Silber, Kupfer, Zinn, Blei, Quecksilber und Eisen zugeordnet. Zu sphärischen Klängen und über den Boden schießenden, grünen Laserstrahlen begann die Show und alle Models schritten hintereinander bis in die Mitte des ebenerdigen Laufstegs und stellten sich dort kreisförmig und mit dem Rücken zum Publikum um ein metallisch-glänzendes Boden-Tattoo in Sternform auf. Jedes Model lief dann einzeln vor dem Publikum entlang und reihte sich schließlich wieder in den Kreis ein. Dieses Mal frontal zum Publikum. Weiterlesen »

NY Fashion Week – Yamamoto in Love

Kategorie: New York | February 15, 2010 | von Nina Trippel

Y 3 4 NY Fashion Week   Yamamoto in Love// Foto > Y-3 – A/W 2010-11 / Getty Images for Y-3 //

Während in Großbritannien noch Schockstarre nach dem Tod von Alexander McQueen herrscht, ist in New York die Modewoche bereits in vollem Gange. Gestern Nachmittag gab es in Manhattans Park Avenue “Yamamoto in Love” zu sehen. Die Sport-und Lifestyle-Marke adidas lud zur Präsentation der Unterlinie Y-3, die von dem japanischen Designer entworfen wird und einst die erste Kooperation zwischen Sportmode und einem Avantgarde-Designer war.

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// Foto links > Jeremy Scott & Alison Brie, rechts > Yohji Yamamoto / Getty Images for Y-3 //

In dem historischen Gebäude namens Armory Hall, die gerne als alternative Location zur Zeltstadt genutzt wird, und in der Vergangenheit unter anderem bereits von Marc Jacobs bespielt wurde, drängelte sich die Modewelt zwischen gusseisernen Lampen und Ölgemälden in der Empfangshalle, bevor es in die riesigen Halle ging, die mit einer schlichten, steilen Tribüne und breiten Laufsteg aus alten Holzplanken mit abblätternder grüner Farbe bestückt war. Während die meisten Gäste ihre Plätze einnahmen, sonnten Andere sich im Blitzlichtgewitter: Ellen von Unwerth war in der Front Row zu sehen – neben der Fotografin durfte die dreizehnjährige Bloggerin Tavi Platz nehmen. Designer Jeremy Scott, der ebenfalls als Designer für adidas tätig ist, war auch zu Gast – der in L.A. ansässige Designer präsentiert die Show seiner eigenen Linie am Dienstag Abend.

Y 3 2 NY Fashion Week   Yamamoto in Love// Foto > Y-3 – A/W 2010-11 / Getty Images for Y-3 //

Zu Beginn der Y-3-Show herrschte einen Moment Stille in im abgedunkelten Raum, bevor schließlich ein breiter und zwei schmale zeitliche Lichtstrahlen den Catwalk beleuchteten und die ersten Modelle zu Gitarrenmusik auf den Laufsteg traten. Und das vorwiegend in dunklen Nuancen: Grau, Anthrazit, Schwarz und sowie Blautöne dominierten. Einzig die Schuhe – Sneaker, sowie Sneaker-High-Heels bei Damen, kamen in leuchtenden Nuancen wie Orange, Weiß, Blau, Magenta oder Silber verspiegelt daher. Der Look der gesamten Kollektion war Y-3-typisch: Sportiv-lässig und unaufdringlich elegant und eine Mischung aus klassischen Bekleidungselementen in Kombination mit Yamamoto-typischen, weiten und drapierten Schnitten.

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Y 3 1 NY Fashion Week   Yamamoto in Love// Foto > Y-3 – A/W 2010-11 / Getty Images for Y-3 //

In Fragen der Inszenierung hatte man sich bei Y-3 eine umfassende Choreographie ausgedacht: Der erste Teil der Show wurde durch eine eine Sequenz einer bis zum Ende des Laufstegs rennenden Gruppe von Models beendet, bevor es schließlich besinnlich und elegant zu Simon&Garfunkels “Sound of Silence” weiter ging – etwa mit einem schlichten Outfit aus weißem Hemd mit hellgrauen Chinos. Auch der Song „50 Ways to Leave Your Lover“ tönte aus den Lautsprecher-Boxen…das Thema Liebe schien allgegenwärig. Gegen Ende der Show gab es neben dem Defilee auch noch einen Auftritt des Meisters selbst: Yamamoto schritt beschwingt im dunklen Anzug auf den Laufsteg, lupfte seinen Hut um sich für den Applaus zu bedanken, schritt dann aber nicht etwa wieder ab, sondern in einen Kreis aus Laserstrahlen und begann dort gegen ein männliches Model in asiatischer Kampfkunst-Manier anzutreten. Das Model musste sich geschlagen geben und sank darnieder, während der Designer sich nun nun in Slapstick-Manier mit einem weiblichen Model anlegte, woraufhin er selbst zu Boden ging – sich dann aber dennoch beschwingt und veschmizt und auf beiden Beinen wieder vom Catwalk verabschiedete und die Y-3-Show mit dem Simon&Garfunkel-Stück, “Mrs. Robinson“ ausklingen ließ.

Y 3 61 NY Fashion Week   Yamamoto in Love// Foto > Y-3 – A/W 2010-11 / Getty Images for Y-3 //

Das Fazit? Die Y-3-Show am Valentinstag war vielleicht ein wenig wie eine Liebesbeziehung: Es kann nicht nur Romantik geben – zu jeder Liebe gehört auch immer ein wenig Kampf – am Ende aber herrschte im ehemaligen Zeughaus Waffenruhe und Einigkeit: Yamamoto und adidas sind nach wie vor ein harmonisches Paar und werden wohl noch ein Paar Kollektionen zusammenbleiben. Und auch das Publikum und der Japaner schienen sich gegenseitig innig zu lieben…Wenn das kein perfekter Valentinstag zur New Yorker Fashion Week war…

http://www.vimeo.com/9472048

Fashion direction! – Spring/Summer 2010

Kategorie: New York | December 28, 2009 | von Aicha Reguieg

Es wird eine sehr unkomplizierte, klare Saison werden. Mit eindeutigen Trends und einem bewussten Ankommen im neuen Jahrzehnt. Der Frühling 2010 wird modisch betrachtet ein Spannungsfeld werden zwischen Unschuld und Verruchtheit, Leinen und Leder, Land und Strand. Die Mode kennt ihre Richtung: nach vorn. Allerdings wohlüberlegt, in kleinen Schritten. Es schreit wenig, es wirkt bedacht und eines ist trotzdem klar: die neuen Entwürfe sind ein Ausdruck von Stolz und Lust, aber auch Verletzbarkeit. Vor allem aber darf und sollte man eines sein: sexy.

Preview Fashion direction!   Spring/Summer 2010

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Julia Zange: Ars pro toto

Kategorie: New York | December 06, 2009 | von Sounds like NEWS

ZangeArs Julia Zange: Ars pro toto

Jede Woche durchstreift die Schriftstellerin Julia Zange für den BAMBIblog Berlin auf der Suche nach dem Unsichtbaren, dem Nicht-Berlin, einem Hasen oder dem Urwald gleich links nebenan. Ihre Touren sind weltentrückte Streifzüge durch eine neue, eine unbekannte Stadt…

Berlin ist die Weltkunststadt. Egal, ob in New York vielleicht mehr besser bezahlte Künstler wohnen. Hier ist alles Kunst. Egal, ob das besonders aufregend ist. Egal was auf Berlins Nährboden fällt, hat die Freiheit sich entwickeln, ob zu Metastasen oder schönen neuen Körperteilen. Und wenn man sich Woody Allen-Filme aus den 80ern anschaut, die oft in Galerien spielen, denkt man: das kann Berlin mittlerweile auch. Vielleicht sind die Gespräche etwas weniger mit Intellektualismen ausgeschmückt Weiterlesen »

Die Grünen in der Galerie

Kategorie: New York | December 06, 2009 | von Friederike Steinert

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// Foto 1 > SANS S/S 2010                                                                Foto 2 > SUNO A/W 2009 //

Modeleute also. Die Menschen die, wenn es um den Erwerb eines neuen Pelzes geht, auch gerne mal das obdachlose Kind vor dem Laden wegtreten. Oder? Modeleute also. Die, wenn es darum geht ein Designer-faken-sich-selbst-für-H&M-Teil vom Grabbeltisch zu reißen, auch gerne mal der Dame nebenan, eins auf die Klappe geben.

Ethics Bodkin Die Grünen in der Galerie

// Foto > Bodkin S/S 2010 //

Das, wer an Mode interessiert ist, ein bisschen ruchlos und ein bisschen dumm ist, ist ein liebgewordenes Klischee. Das es sich allerdings (und glücklicherweise) nur um ein eben solches handelt, beweisen Sarah Scaturro und Francesca Granata mit ihrer Ausstellung ‘Ethics + Aesthetics’ die es momentan in der Pratt Institute Manhattan Gallery zu sehen gibt. Weiterlesen »

Rückeroberung

Kategorie: New York | October 27, 2009 | von Simone Schoepf

Abertausende Werbeflächen pflastern die Straßen zu und bestimmen das sich weltweit immer mehr ähnelnde Gesicht unserer Städte.  Nebeneinander, untereinander, übereinander angebrachte Konsumaufforderungen, die niemand ernsthaft braucht. Kopf abwenden, Augen verschließen? Der bequeme Weg, bringt aber bekanntlich nicht viel. Deshalb verfolgen immer mehr Menschen eine neue Taktik: Sie erobern sich die Vorstellung ihrer Stadt mittels Farbe und eigenen Plakaten zurück.


Luna Park via Flickr

Luna Park via Flickr

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Music in the ass (while sitting)

Kategorie: New York | October 17, 2009 | von goerex

hameed1 Music in the ass (while sitting)

Ganz so als wäre Recycling Vater des Neukombinationsgedankens von Mika Hameed, erscheinen seine Kompositionen aus Stereo-Equipment und Möbelschrott, die er zu gänzlich funktionierenden Soundsystems verwandelt. Der Terminus Liebhaberstück legt ja schon nahe, dass Weiterlesen »