What’s in your bag, Thomas Rosenthal?

Kategorie: TO BE CONFIRMED | February 15, 2010 | von Open your bags

Whats Thomas Rosenthal portrait 051209 Whats in your bag, Thomas Rosenthal?

Name: Thomas Rosenthal

Alter: 549 Monate

Beruf: Fotograf

Wohnort: Berlin

Tasche dabei, seit: gut einem Jahr…genau wie den gesamten Inhalt musste ich diese Crumpler-Tasche zusammen neu erwerben, nachdem kurz zuvor alles per Wohnungseinbruch den Besitzer gewechselt hatte. So etwas schmerzt das Portemonnaie!

Whats thomas rosenthal inhalt 051209 Whats in your bag, Thomas Rosenthal?

Tascheninhalt: Kameraausrüstung CANON EOS (Gehäuse EOS1 Mark3, 2,8/70-200mm, 4,0/24-105mm, 4,0/17mm Shift, 2x Blitzgeräte 580EXII, 1 TTL-Transmitter, von Pocket Wizard 1x TTL-Funk-Transmitter und 2x -Empfänger (mit Handbuch!), Lexar CF-Kartenleser (FireWire), 2x 2CR5-Batterien, 1 Ersatzakku, 1 Belegexemplar vom Kunden (DIHK-Jahresbericht -> man will ja sehen, was man so veröffentlicht hat)

Ein persönliches Statement: “Das ist zwar alles Gift für meinen geschundenen Rücken und mein Neid gilt jedem Besitzer eines Fotohandys, aber was tut man nicht alles für seinen geliebten Beruf…”

Paarungen

Kategorie: TO BE CONFIRMED | January 31, 2010 | von Miriam Rauh

„Also, was ich bei Euch Heteros echt nicht verstehe ist, warum ihr Euch so schwer tut, über Sex zu reden. Die Hetero-Männer in meinem Bekanntenkreis sind ja oft so was von frustriert, weil Ihr einfach nicht darüber sprecht, was Euch Spaß macht, oder was Ihr Euch wünscht, das ist mir unbegreiflich.“ M. nippt an seinem Gin Tonic und ich denke „Stimmt. Das ist ein totales Tabu.“ Mit dem Mann, mit dem man gerade in einer Beziehung steckt, über den hauseigenen Sex zu sprechen ist in etwa so, als würde man mit seinem Chef die verschiedenen Fehlermöglichkeiten bei der Anwendung von Hämorrhoidensalbe diskutieren wollen. Man hat von vornherein das Gefühl, sich auf sehr dünnem Eis zu bewegen und mit großer Wahrscheinlichkeit missverstanden zu werden. Oder, schlimmer noch, das Geheimnis um die eigene Sexualität zu lüften und damit schlicht banal, sprich nicht mehr begehrenswert zu sein.

hoelzl31 Paarungen//Foto: Michael Hoelzl©2009VG-Bildkunst-Bonn//

Dass die Libido zwischen Mann und Frau fragil ist, erfahren viele Paare immer wieder, manchmal unwiderruflich und ich kenne keins, das es mit Hilfe eines Therapeuten oder simplem Aussitzen geschafft hätte, wieder wohliges Feuer in die Laken zu bringen, hat sich dort erst einmal feuchtkalte Unlust so richtig breitgemacht. „Bei Frauen hat es oft mit der Erziehung zu tun, dass es so schwer ist, mit dem anders geschlechtlichen Partner über Sex zu sprechen“ sagt mein Freund H., mit dem ich mich über das Thema unterhalte. Weiterlesen »

Berlin, du kannst mich mal kreuzbergweise

Kategorie: TO BE CONFIRMED | January 22, 2010 | von Jan Joswig

berlin1 Berlin, du kannst mich mal kreuzbergweise

Nacht für Nacht leuchtet diese Fensterfront über meinen Kreuzberger Hinterhof in meine Phantasie. Was wird dort oben getrieben? Ja, getrieben, in all diesem Anspielungsreichtum muss man das formulieren. Illegaler Spielsalon, Puff, Glühbirnentestlabor? Für eine Drogenfabrik wirkt es nicht steril genug.
Man muss in Berlin nicht einmal seine Wohnung verlassen, hier blühen auch dem vergrabensten Pantoffelhelden die aberwitzigsten Abenteuer. Aus meinem norddeutschen Elternhaus habe ich extra ein Fernglas herausgeschmuggelt, um mir Klarheit zu verschaffen. Aber auch mit dieser Verstärkung sehe ich durch die dunklen Baumumrisse nur dunkle Schatten von links nach rechts schreiten. He, ich stecke doch mitten in einem Thriller von Brian de Palma! Ob der stiernackige Typ mit dem winzigen Chihuahua an der Gucci-Leine, dem ich morgens beim Bäcker begegne, zu dem Rätsel gehört?

berlin2 Berlin, du kannst mich mal kreuzbergweise
(Es wird immer rätselhafter: Die Klingel oben links gehört zu der nachtaktiven Wohnung – nur ein nacktes Loch mit Drahteingeweiden im Messingbrett.)

Das Rätsel stellte sich mir vor Jahren. Längst weiß ich gar nicht mehr, wo ich eigentlich das Fernglas verstaut habe. Es war aber auch sehr schwer und wackelig.
Mensch, ist Berlin spannend. So spannend, dass man selbst ganz ungespannt wird.

Wie dumm macht Facebook und Co. wirklich?

Kategorie: TO BE CONFIRMED | January 02, 2010 | von goerex

facebookbloed Wie dumm macht Facebook und Co. wirklich?

Es ist vielerorten zu vernehmen, dass die Wissenschaft, vielleicht auch mehr die Populärwissenschaft oder gar die Pseudowissenschaft sozialen Netzwerken die Fähigkeit attestiert, sozialpsychologisch unvorteilhaft Einfluss auf die Menschheit zu nehmen. Wissenschaftler schreiben Bände und wir Online-Geschichte. Woher kommt das? Nicht, dass das Schreiben dieser ersten Sätze schon jäh durch einen einflatternden Gutrutschwunsch unterbrochen worden wäre. Die mehrkanalige Erreichbarkeit hat längst Spuren im alltäglichen Kommunikationsverhalten hinterlassen. Aber was meint dieses blöd eigentlich?

Spiegel berichtet kürzlich davon, dass eine Studie der Universität Ohio belege, dass Facebook-Nutzer empirisch belegbar schlechtere Noten haben als die Wenig- bis Nichtnutzer.

Der deutschen liebste Zeitung Bild veröffentlicht die radikale These einer Psychologin, die ein Wort für Facebook einlegt, Twitter-Usern sowie Youtube-Fanaten aber dem Übel nahe sieht, durch ihr Handeln dümmer zu werden. Facebook, so meint sie, fördere das Arbeitsgedächtnis und fördert die Intelligenz. Youtube und Twitter hingegen verursachen das genaue Gegenteil, weil das Kurzzeitgedächtnis auf unförderliche Weise beansprucht werde.

Und da sind wir wieder beim generellen Problem der Generation Netzwerk-Kinder: wir sind prokrastinierende Online-Junkies, die auf der Suche nach der kopierbaren Hausarbeit, dem Wissensquell Wikipedia auf den Leim gehen, was wir damit rechtfertigen, dass sich die Journalistengilde auch nicht anders verhält. Auf halbem Wege klimpert uns Skype, Facebook und Co. aber schon längst die Melodie des Aktuellen vor, was zwar keine große Bedeutung birgt, doch aber unseren einsamen Seelen den Herdentrieb und das Gruppengefühl überbürstet.

Und sei es nur daran gelegen, dass wir dann wissen, dass Ines und Peter heute Spaghetti gegessen haben und dabei mit Anthony and the Johnsons dem Tag einen Soundtrack gaben. Nebenbei noch ein wenig rumgehuscht, etwas dünnes bei Twitter gelesen und den Sinn für Humor im Failblog befriedet, während die Hausarbeit ins Vergessen gerät, weil wieder mal mehr Tabs geöffnet sind, als die Bildschirmbreite unterzubringen vermag. Dafür hat man was bei Ebay ersteigert, was man ohnehin nicht braucht und ist unweigerlich dem Serendipity-Effekt erlegen.

Unsere latente sexuelle Orientierungslosigkeit verdrehen wir mit Youporn und wenn es mit den Partnern nicht mehr klappt, dann gibt’s ja auch ein Heulforum. Oder ‘ne Gruppe bei Facebook.  Dafür bekommen wir aber die feschesten Partytipps und müssen nicht unbedingt alle Menschen nur noch im Internet kennenlernen, was ja gar nicht so dumm ist. Oder? Bing! Ich habe eine neue Nachricht. Endlich. Erlöst aus dem erdrückenden Jetzt.

Tell Me Your Secrets!

Kategorie: TO BE CONFIRMED | December 30, 2009 | von Miriam Rauh

Es geschah im ersten Drittel des vergangenen Jahrhunderts, eine Geschichte, wie sie sich wieder und immer wieder und auch heute noch abspielt. Ein Mann und eine Frau verlieben sich ineinander. Sie heiraten. Eines Tages sagt die Frau zu ihrem Mann, sie bitte ihn inständig, ihr um ihrer beider Liebe Willen etwaige Fehltritte für immer zu verschweigen. Sie sei so nachtragend, dass sie nichts verzeihen könne, da wolle sie lieber bestimmte Dinge gar nicht erst wissen. Wie sehr er seine Frau geliebt hat, ist mir nicht bekannt. Wohl aber, dass er sich an ihre Bitte hielt. Als er mit ihrer besten Freundin eine Affäre begann und diese schwängerte, ließ er über Nacht die Freundin verschwinden. Die Großmutter war untröstlich über das Verschwinden der Freundin, das sich zu ihren Lebzeiten niemals aufklärte. Mit ihrem Mann aber blieb sie zusammen, bis zu ihrem Tod.

hoover Tell Me Your Secrets!

//Foto: Michael Hoelzl©2009VG-Bildkunst-Bonn//

Die meisten Menschen haben ein Geheimnis. Wohl verschlossen in ihrer Erinnerung bewahren sie eine Geschichte oder eine Begebenheit auf, deren Verlauf sie mit kaum jemandem, vielleicht sogar mit niemandem teilen. Weiterlesen »

Auf den ersten Blick

Kategorie: TO BE CONFIRMED | December 24, 2009 | von Hendrik Spree

Mal etwas zu meinem Arbeitsweg, ich bin nämlich äußerst selten Heimoffizier und in szenigen Cafés mit W-LAN kann ich auch nicht schaffen. Also fahre ich von montags bis freitags morgens mit der Bahn durch halb Köln, von der Südstadt inklusive Rheinüberquerung nach Köln-Mülheim. Und abends fahre ich wieder zurück. Die Strecke vom Büro nach Hause dauert mit einem Mal Umsteigen etwa eine knappe Dreiviertelstunde. Das mache ich jetzt seit anderthalb Jahren, aber so kurz vor Weihnachten – sensibilisiert für Zwischenmenschliches -ist mir dabei erstmals etwas aufgefallen. Leser in Zeiten des Tauwetters können somit aufatmen, die Aufregerei über ein schneewetterbedingtes Verkehrschaos ist hier kein Thema. Weiterlesen »

Geld. Ein paar Gedanken.

Kategorie: TO BE CONFIRMED | December 16, 2009 | von Miriam Rauh

Ein paar Gedanken zum Bekommen, Halten und Ausgeben.

1cent 1024x768 Geld. Ein paar Gedanken.

„Alles hat seinen Preis.“

Das erste Mal bewusst über Geld nachgedacht habe ich als Kind, in den Sommerferien. Meine Eltern machten ernste Gesichter, wir mussten den Urlaub abbrechen und nach Hause fahren. Das Geld war weg und Nachschub nicht in Sicht. Über die genauen Umstände der plötzlichen Absenz der Urlaubskasse wurde ich nicht aufgeklärt. Aber mir war schlagartig klar, dass das, was da nun fehlte, von elementarer Bedeutung sein musste, verkürzte doch sein Fehlen die für mich schönste Zeit des Jahres auf unangenehme Weise.

2cent 1024x768 Geld. Ein paar Gedanken.

„Und von was willst Du leben?“

Dass Geld heute für viele eine eher abstrakte Rolle spielt, ist eine Haltung, die für die Generation unserer Eltern und Großeltern geradezu luxuriös und nur schwerlich nachzuvollziehen ist. Ist diese Generation doch mit einem Mangel aufgewachsen den wir Jungen heute nicht mehr kennen, oft mit Hunger, meistens mit dem Fehlen des Allernötigsten und stets in dem Wissen, dass man eines Tages vielleicht nur noch einen Kleinstbetrag in der Hand hält oder eben nichts, mit dem es für eine mehr oder weniger große Weile auszukommen gilt. Zuneigung wurde in Geldwerten ausgedrückt und wird das bis heute. Weiterlesen »

What’s in your bag, Christine Block?

Kategorie: TO BE CONFIRMED | December 14, 2009 | von Open your bags

Whats Christine block portrait 121209 Whats in your bag, Christine Block?

Name: Christine Block

Alter: 25

Beruf: Hotelfachfrau/ Veranstaltungskauffrau

Wohnort: München

Tasche dabei seit: 2 Jahren besitze ich sie, seit wann ich sie wieder benutze weiss ich nicht mehr.

Whats Christine block inhalt 121209 Whats in your bag, Christine Block?

Tascheninhalt: Schwarze schlichte Pumps, Mondkalender 2009, Pormonnait, Zettel mit Notizen, Tankquittung, Eiskratzer, Handschuhe, Betty B. Perfum, Lippenpflegestift, Haargummi, Kleenex Taschentücher Mini und Schlüsselbund.

Ein persönliches Statement: “Die Pumps, hab ich mir gestern erst gekauf und muss mich erst an sie gewöhnen, sind aber sau bequem. Der Eiskratzer ist von heut morgen, tja beim ersten Schnee muss man die Scheiben enteisen.”

What’s in your bag, Andrea Säcker?

Kategorie: TO BE CONFIRMED | December 07, 2009 | von Open your bags

Whats andrea säcker portrait 51209 Whats in your bag, Andrea Säcker?

Name: Andrea Säcker

Alter: 38 Jahre

Beruf: Veranstaltungs Managerin/ Ex-Model

Wohnort: Berlin

Tasche dabei, seit: der Winterzeit, Farbe und Stil passen zur vorweihnachtlichen Zeit

Whats Andrea Säcker inhalt 51209 Whats in your bag, Andrea Säcker?

Tascheninhalt: Handcreme, Desinfektions Spray, ein Autoradio (Bediener Front), Erste Hilfe Kosmetiktäschchen in rot, Kalender mit Wichtiger Notiz ‘Setcard!’, Haus-/Autoschlüssel, Funkfernbedienung, Taschentücher, Vivil Bonbons, Lipgloss, zwei Kugelschreiber, ein roter LAMY Füller, Glücksstein, Handspiegel, Pormonait, Sonnenbrille mit Etui von Diesel, Notizzettel und Visitenkartenetui.

Ein persönliches Statement: “Der Glücksstein heisst Chalzedon und verbindet als einzig seltener Stein, die beiden Sternzeichen Wassermann und Schütze. So wie meinen Mann und Mich.”

Modern Stalking

Kategorie: TO BE CONFIRMED | December 02, 2009 | von Miriam Rauh

Früher brauchte man detektivisches Gespür, Durchhaltevermögen und manchmal sogar die Caritas, wenn man jemanden wieder finden wollte, den man vor langer Zeit aus den Augen verloren hatte. Heute werden Personen-Suchanfragen in Sekundenschnelle von einem Zentralorgan beantwortet, das so viele User samt ihrer privaten Daten zu seinen Untertanen zählt, das es sich mit Fug und Recht zum viertgrößten Staat der Welt ausrufen lassen könnte.

rioRio Modern Stalking//Foto: Michael Hoelzl©2009VG-Bildkunst-Bonn//

Facebook führt Menschen zusammen. Die, die sich aufrichtig über ein Wiedersehen freuen (und insgeheim zur virtuellen Dankesrede ausholen) und solche, die man nie, nie, niemals wieder sehen wollte. Einfach nicht auf „Freundschaft bestätigen“ klicken? Schon, aber selbst die Nicht-Reaktion ist als solche für den Freundesanfrager zu sehen und damit persönlich verletzend. Das will man ja dann auch niemandem zumuten… Lästig ist es allemal.

Weiterlesen »